NEU: Reichspolitik der Kölner Erzbischöfe im Mittelalter

Kaum ein Thema eignet sich besser für eine Darlegung der Zusammenhänge zwischen Reichsgeschichte und Landesgeschichte als eine Betrachtung der Wechselwirkung im Falle des Kölner Erzstuhls. Hier ergibt sich eine ganz eigene Dynamik, die sich aus den Erwartungshaltungen an einen Bischof, der Schwerpunktsetzung und der Abhängigkeit eines Oberhirten von weltlicher Förderung sowie der Verbundenheit mit dem jeweiligen König oder auch der Verantwortung für das Reich speist. Die Be­deu­tung de­s Köl­ner Erz­bis­tums brach­te es mit sich, dass für vie­le Köl­ner Erz­bi­schö­fe des frü­hen und ho­hen Mit­tel­al­ters die hieraus entstehenden Spannungsverhältnisse besonders spürbar waren. Sie fanden unterschiedliche Antworten im Vielklang der An­sprü­che und Herausforderungen.

10.8.1805 - Sophie von Hatzfeld wird in Berlin geboren

Die Gräfin Sophie von Hatzfeld-Wildenburg-Schönstein, die nach der Scheidung von ihrem gewalttätigen Ehemann und Vetter einige Jahre in Düsseldorf lebte, betätigte sich an der Seite von Arbeiterführer Lassalle in der Parteienpolitik und pflegte Kontakte mit Karl Marx und anderen Vertretern der Arbeiterbewegung. Obwohl das preußische Vereinsgesetz ihr eine Mitgliedschaft verbot, unterstützte sie den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV) offen. Sowohl ihre politische Betätigung als Frau als auch die enge Freundschaft mit dem jüdischen Lassalle waren Anlass für Gerüchte und Anfeindungen und brachten ihr den bekannten Spitznamen der ‚roten Gräfin‘ ein.

NEU: Heilmittel für Körper und Seele: Heiligenverehrung, Schenkungen für das Seelenheil und Klostereintritte im Rheinland der Karolingerzeit

Die ka­ro­lin­gi­schen Kö­ni­ge und Kai­ser emp­fan­den es als be­son­de­re Pflicht, den christ­li­chen Glau­ben zu ver­brei­ten und zu schüt­zen. Mis­sio­nie­run­gen wie die (ge­walt­sa­me) Sach­sen­mis­si­on und theo­lo­gi­sche Kon­tro­ver­sen zeu­gen da­von. Aber die ka­ro­lin­gi­schen Herr­scher fürch­te­ten nicht nur hä­re­ti­sche Leh­ren, auch ge­gen un­ge­nü­gen­des Wis­sen in Glau­bens­din­gen, fal­sches Be­ten und aber­gläu­bi­sche Prak­ti­ken der Un­ter­ta­nen galt es vor­zu­ge­hen, denn nach ih­rem Ver­ständ­nis ob­lag ih­nen nicht nur die Sor­ge für das ei­ge­ne See­len­heil, son­dern auch für das der ih­nen An­ver­trau­ten. Allerdings erhofften sich die Menschen nicht nur erst für das Jenseits Hilfe, sondern sie suchten auch schon im Hier und Jetzt Heilung und Hoffnung durch Schenkungen oder die Fürsprache der Heiligen bei Gott zu erwirken.