Dr. August Bender. Landarzt und SS-Sturmbannführer

Buchvorstellung mit Nico Biermanns, Aachen

Über SS-Sturmbannführer Dr. August Bender aus Kreuzau referiert Nico Biermanns, Geschichtsstudent der RWTH Aachen, am Sonntag, 26. Januar um 14 Uhr im LVR-KULTURHAUS Landsynagoge Rödingen. Die Biografie des Landarztes erschien 2019 in der Reihe „Kritische Beiträge zur Lokal- und Regionalgeschichte“. Dr. August Bender war in der NS-Zeit als Lagerarzt im KZ Buchenwald tätig und an zahlreichen Häftlingsselektionen beteiligt. In der Nachkriegszeit erklärte er vor der bundesdeutschen Justiz, dass er sich „völlig schuldlos fühle“. Schon 1948 war er wieder in Düren-Vettweiß als beliebter Landarzt tätig und pflegte Kontakt zu ehemaligen Kameraden und verurteilten NS-Verbrechern. Sich mit seiner eigenen Vergangenheit kritisch auseinanderzusetzen, war er nicht bereit.

Die Menora im LVR-KULTURHAUS stammt aus dem Besitz von Dr. Bender. Der LVR ließ seine Provenienz 2011 durch Dr. Ursula Reuter erforschen und machte die Ergebnisse öffentlich zugänglich. 

 

Sonntag, 26. Januar, 14:00 Uhr, Eintritt: 3,- Euro

LVR-KULTURHAUS Landsynagoge Rödingen | Mühlenend 1 | 52445 Titz-Rödingen | E-Mail: landsynagoge@lvr.de

THE WALL: Der Mensch im Schatten der Mauer

Tagung zum 70. Geburtstag von Prof. Dr. Manfred Groten

Im November vor 30 Jahren fiel die Berliner Mauer, das wohl berüchtigste Befestigungsbauwerk des 20. Jahrhunderts. Diese Mauer war die steingewordene Bruchlinie zweier ideologischer Machtsysteme und symbolisierte die Teilung der Welt. Im Gegensatz zu vielen anderen Stadtmauern der Geschichte sperrte sie die Menschen auf der anderen Seite ein und raubte ihnen die Freiheit.

Ein Blick auf die Geschichte der europäischen Stadt zeigt, dass Mauern in der historischen Perspektive vom Mittelalter bis in die Neuzeit durchaus keine Seltenheit waren, denn nahezu jede Stadt besaß eine Befestigung, um sich gegenüber auswärtigen Bedrohungen zu schützen.

Unsere epochenübergreifende Tagung beschäftigt sich mit dem Verhältnis des Menschen und seiner Stadt zur Mauer. Hierbei werden nicht nur die klassischen sozial- und militärgeschichtlichen Fragen beleuchtet, sondern auch mentalitäts- sowie kultur-, kunst- und architekturgeschichtliche Themen behandelt.

#rheinmauer19

 

Donnerstag, 28. November 2019, 8:30-19:00 Uhr, und Freitag, 29. November 2019, 8:30-16:00. Um Anmeldung bis zum 20.11.2019 wird gebeten.

Kölnisches Stadtmuseum | Zeughausstraße 1-3 | 50667 Köln | E-Mail: rheinische-geschichte@lvr.de

Jacobi und Kant

Internationale Tagung zum 200. Todestag Friedrich Heinrich Jacobis

Anlässlich des 200. Todestages Friedrich Heinrich Jacobis veranstaltet das Forschungszentrum für Klassische Deutsche Philosophie / Hegel-Archiv der Ruhr-Universität Bochum die Tagung in Kooperation mit der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Dabei steht die Konstellation zwischen den großen Philosophen Friedrich Heinrich Jacobi und Immanuel Kant im Mittelpunkt. Bis heute ist die Aufarbeitung dieser Konstellation ein Desiderat. "Ziel ist es, das Bild des philosophischen Umbruchs der Moderne um 1800 historisch und systematisch zu schärfen, das sowohl bei Kant als auch bei Jacobi von der Einsicht in die Grenzen der Vernunft geprägt ist."

Die Tagung ist Teil des Akademieprojekts „Friedrich Heinrich Jacobi: Briefwechsel. Text – Kommentar – Wörterbuch Online“ an der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und wird im Akademienprogramm der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

 

Donnerstag, 28. November 2019, bis Samstag, 30. November 2019

Ruhr-Universität Bochum