Kreis Ahrweiler

Andrea Rönz (Linz am Rhein)

Der Kreis Ahr­wei­ler liegt im Nor­den von Rhein­land-Pfalz und ist um­grenzt von den rhein­land-pfäl­zi­schen Krei­sen May­en-Ko­blenz, Neu­wied und Vul­kan­ei­fel, den nord­rhein-west­fä­li­schen Krei­sen Rhein-Sieg und Eus­kir­chen so­wie der kreis­frei­en Bun­des­stadt Bonn. Die nörd­li­che Gren­ze ist so­mit zu­gleich die Lan­des­gren­ze zu Nord­rhein-West­fa­len. Die Kreis­ver­wal­tung hat ih­ren Sitz in der Stadt Bad Neue­nahr-Ahr­wei­ler.

Bis 1794 ver­teil­te sich das Ge­biet des heu­ti­gen Krei­ses Ahr­wei­ler vor­nehm­lich auf das Her­zog­tum Jü­lich und das Kur­fürs­ten­tum Köln. Au­ßer­dem ge­hör­ten ein­zel­ne Ge­mein­den zu klei­ne­ren Herr­schaf­ten (Burg­graf­schaft Rheineck, Herr­schaft Oll­brück). 1798 kam das Ge­biet an Frank­reich, 1801 wur­de es dem Rhein-Mo­sel­de­par­te­ment ein­ge­glie­dert. Dort ge­hör­te es zum Ar­ron­dis­se­ment Bonn.

Der preu­ßi­sche Kreis Ahr­wei­ler wur­de 1816 ge­bil­det und lag im Re­gie­rungs­be­zirk Ko­blenz der Pro­vinz Gro­ßher­zog­tum Nie­der­rhein (ab 1822/1830 Rhein­pro­vinz). Er um­fass­te 1817 die Bür­ger­meis­te­rei­en Ahr­wei­ler, Al­te­n­ahr, Gels­dorf, Kö­nigs­feld, Nie­der­brei­sig, Re­ma­gen und Sin­zig. Be­reits 1818 trat der Kreis Adenau die Ge­mein­de Kreuz­berg mit der Gro­ß­ge­mein­de Berg an Ahr­wei­ler ab. Der Kreis Neu­wied ver­lor im glei­chen Jahr die um das Dorf Brohl er­wei­ter­te Bür­ger­meis­te­rei Nie­der­brei­sig.

1932 er­folg­te die Auf­lö­sung des Krei­ses Adenau und die hälf­ti­ge Auf­tei­lung der Ge­mein­den zwi­schen den Krei­sen May­en und Ahr­wei­ler. Die Äm­ter Adenau, Arem­berg und Brück mit­samt den 57 zu­ge­hö­ri­gen Land­ge­mein­den so­wie drei Ge­mein­den des Am­tes Kel­berg ka­men an den Kreis Ahr­wei­ler. 1942 er­folg­te die Ab­ga­be der Ge­mein­de Sie­ben­bach vom Kreis May­en an den Kreis Ahr­wei­ler bzw. an den Luft­waf­fen­guts­be­zirk Ahr­brück. Die letz­te Ver­än­de­rung er­folg­te bei der kom­mu­na­len Ge­biets­re­form 1970, als ei­ni­ge Ge­mein­den des auf­ge­lös­ten Krei­ses May­en an den Kreis Ahr­wei­ler gin­gen.

2007 zählt der 786,95 Qua­drat­ki­lo­me­ter gro­ße Kreis 129.520 Ein­woh­ner und mit Bad Neue­nahr-Ahr­wei­ler, Re­ma­gen und Sin­zig drei ver­bands­freie Städ­te, mit der Graf­schaft ei­ne ver­bands­freie Ge­mein­de so­wie mit Adenau, Al­te­n­ahr, Bad Brei­sig und Brohl­tal vier Ver­bands­ge­mein­den.

Wirt­schaft­lich be­deu­tend für den Kreis sind vor al­lem der Wein­bau an der Ahr, die Land­wirt­schaft bzw. der Obst­bau so­wie klei­nes bis mit­tel­stän­di­sches Ge­wer­be und Dienst­leis­tung (Tou­ris­mus). Im Brohl­tal wer­den Stei­ne vul­ka­ni­schen Ur­sprungs ab­ge­baut. Kreis Adenau: Bis 1794 ge­hör­te das Ge­biet des spä­te­ren Krei­ses Adenau vor­nehm­lich zum Kur­fürs­ten­tum Köln, zur Graf­schaft Vir­ne­burg so­wie zum Her­zog­tum Aren­berg. 1798 kam das Ge­biet an Frank­reich, 1801 wur­de es dem Rhein-Mo­sel-De­par­te­ment ein­ge­glie­dert. Dort ge­hör­te es zum Ar­ron­dis­se­ment Bonn.

Der preu­ßi­sche Kreis Adenau wur­de 1816 ge­bil­det und lag im Re­gie­rungs­be­zirk Ko­blenz in der Pro­vinz Gro­ßher­zog­tum Nie­der­rhein (ab 1822/1830 Rhein­pro­vinz). Er um­fass­te 1816 die Bür­ger­meis­te­rei­en Adenau, Ant­wei­ler, Kel­berg, Kem­pe­nich und Vir­ne­burg. Das Land­rats­amt lag in Adenau.

1818 trat der Kreis die Ge­mein­de Kreuz­berg an den Kreis Ahr­wei­ler ab. 1932 wur­de der Kreis auf­ge­löst und die Ge­mein­den hälf­tig den Krei­sen May­en und Ahr­wei­ler zu­ge­teilt.

Der Kreis Adenau war ver­gleichs­wei­se dünn be­sie­delt. Auf­grund der kli­ma­ti­schen Be­din­gun­gen und der Bo­den­ver­hält­nis­se war die Vieh­wirt­schaft die Haupt­er­werbs­quel­le.

Allgemeine Literatur

Cle­men, Paul (Hg.), Die Kunst­denk­mä­ler der Rhein­pro­vinz, Band 17,1: Kreis Ahr­wei­ler, be­arb. v. Joa­chim Ger­hardt, Düs­sel­dorf 1938.

Land­kreis Ahr­wei­ler (Hg.), Kreis Ahr­wei­ler. Stu­di­en zu Ver­gan­gen­heit und Ge­gen­wart, 3 Bän­de, Me­cken­heim 1987-1993.

Verwaltungsgeschichtliche Literatur

Bär, Max, Die Be­hör­den­ver­fas­sung der Rhein­pro­vinz seit 1815, Bonn 1919.

Schütz, Rü­di­ger (Be­arb.), Grund­riß zur deut­schen Ver­wal­tungs­ge­schich­te, Rei­he A, Preu­ßen, Band 7: Rhein­land, Mar­burg 1978.

Kreisperiodika

Ei­fel­ka­len­der für die Krei­se Adenau, Co­chem, Daun und Witt­lich (seit 1918).

Hei­mat­ka­len­der für den Kreis Ahr­wei­ler (1926-1930).

Jahr­buch des Krei­ses Ahr­wei­ler (1937-1941).

Hei­mat­jahr­buch für den Kreis Ahr­wei­ler (seit 1953).

Online

Web­sei­te des Kreis Ahr­wei­lers. [On­line]

Zitationshinweis

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Rönz, Andrea, Kreis Ahrweiler, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: http://rheinische-geschichte.lvr.de/Orte-und-Raeume/kreis-ahrweiler/DE-2086/lido/57d1215d4bb7a5.89472587 (16.11.2018)

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