Alfons Paquet

Schriftsteller und Journalist (1881-1944)

Oliver Piecha (Wiesbaden)

Porträtfotografie von Alfons Paquet, Fotograf: T. H. Voigt. (Heinrich-Heine-Institut, Rheinisches Literaturarchiv, Sammlung Handschriften - Archiv der rheinischen Dichter)

Im Mit­tel­punkt des viel­sei­ti­gen Werks von Al­fons Paquet steht sei­ne Be­schäf­ti­gung mit dem Rhein. Er war die zen­tra­le Fi­gur des „Bun­des rhei­ni­scher Dich­ter“ und ent­warf in den Jah­ren der Wei­ma­rer Re­pu­blik ein vi­sio­nä­res, eu­ro­pä­isch ori­en­tier­tes Bild des Stro­mes.

Paquet kam am 26.1.1881 als Sohn des aus Köln stam­men­den Hand­schuh­fa­bri­ka­ten Jean Paquet (1852-1913) und sei­ner Ehe­frau Frie­de­ri­ke, ge­bo­re­ne Bur­ger (1852-1906) in Wies­ba­den zur Welt. Die Fa­mi­lie war streng bap­tis­tisch. Der Sohn ent­zog sich al­len Ver­su­chen, die el­ter­li­chen Hand­wer­ker-Tra­di­tio­nen fort­zu­füh­ren. Der Va­ter nahm ihn vor dem Ab­itur aus der Schu­le, es folg­ten ein Auf­ent­halt bei Ver­wand­ten in Lon­don, ei­ne Lehr­zeit als Hand­schuh­ma­cher und als kauf­män­ni­scher An­ge­stell­ter.

 

Paquet be­gann früh zu schrei­ben und ver­ließ 1900 sei­ne Ge­burts­stadt in Rich­tung Ber­lin. Nach ei­nem Vo­lon­ta­ri­at wur­de er Jour­na­list, sein ers­ter Er­zäh­lungs­band er­schien 1901, im fol­gen­den Jahr der ers­te Ge­dicht­band. Paquet wur­de kurz­zei­tig Se­kre­tär von Wil­helm Schä­fers (1868-1952) Zeit­schrift „Rhein­lan­de“ in Düs­sel­dorf; mit Schä­fer blieb er zeit­le­bens in Kon­takt. Durch die Ar­beit für das Pres­se­bü­ro der In­dus­trie- und Ge­wer­be­aus­stel­lung Düs­sel­dorf 1902 konn­te er sich ein Stu­di­um der Volks­wirt­schaft fi­nan­zie­ren; ab dem Win­ter­se­mes­ter 1902 in Hei­del­berg, 1904 im Win­ter­se­mes­ter in Mün­chen und an­schlie­ßend in Je­na. Als Jour­na­list be­reis­te er 1903 auf der erst so­eben durch­gän­gig be­fahr­ba­ren Ei­sen­bahn­stre­cke durch Si­bi­ri­en bis Wla­di­wos­tock. Im Jahr dar­auf fuhr er in die USA zur Welt­aus­stel­lung in St. Louis. 1905 folg­te ei­ne Fahrt ent­lang der im Bau be­find­li­chen Bahn­stre­cke durch die heu­ti­ge Tür­kei. Paquet pro­mo­vier­te 1907/1908 in Je­na zum Dok­tor der Staats­wis­sen­schaft mit dem The­ma „Das Aus­stel­lungs­pro­blem in der Volks­wirt­schaf­t“. In die­sen Jah­ren un­ter­hielt er Kon­tak­te zum Frank­fur­ter Gro­ß­in­dus­tri­el­len Wil­helm Mer­ton (1848-1916) und sei­nem „In­sti­tut für Ge­mein­wohl“. Schrift­stel­le­risch folg­ten Ge­dicht­bän­de, jour­na­lis­ti­sche Ar­bei­ten für die „Frank­fur­ter Zei­tun­g“ un­ter an­de­rem als Kor­re­spon­dent auf zwei wei­te­ren Rei­sen durch Si­bi­ri­en und die Mon­go­lei bis nach Ja­pan und Chi­na.

Paquet hei­ra­te­te 1910 in der Frank­fur­ter Pauls­kir­che die Ma­le­rin Ma­rie-Hen­ri­et­te Stein­hau­sen (1881-1958), ei­ne Toch­ter des Ma­lers Wil­helm Stein­hau­sen (1836-1924). Das Paar zog nach Hel­lerau (heu­te Stadt Dres­den), wo Paquet kurz­zei­tig als Ge­schäfts­füh­rer des Deut­schen Werk­bun­des tä­tig wur­de. Bis zum Aus­bruch des Ers­ten Welt­kriegs ver­fass­te er ei­ne Rei­he Bü­cher, ei­nen Ro­man, Er­zäh­lun­gen, Rei­se­be­rich­te. Wäh­rend des Ers­ten Welt­kriegs kam Paquet ab 1916 als Kor­re­spon­dent für die „Frank­fur­ter Zei­tun­g“ nach Stock­holm und knüpf­te Kon­tak­te zu füh­ren­den Bol­sche­wi­ken. Durch sei­ne Ver­mitt­lung fand das ers­te in­for­mel­le Tref­fen zwi­schen ei­nem Ver­tre­ter der neu­en re­vo­lu­tio­nä­ren rus­si­schen Re­gie­rung und ei­nem deut­schen Di­plo­ma­ten statt. Im Som­mer 1918 reis­te Paquet in ei­ner Dop­pel­rol­le als Kor­re­spon­dent und Mit­ar­bei­ter der deut­schen Ge­sandt­schaft nach Mos­kau. Dort un­ter­hielt er en­gen Kon­takt mit Karl Ra­dek (1885-1939) und in Auf­zeich­nun­gen über ge­mein­sa­me Ge­sprä­che taucht das The­ma des Rheins mit dem Wirt­schafts­raum des Ruhr­ge­biets zum ers­ten Mal auf.

1919 such­te Paquet den „Geis­t“ der rus­si­schen Re­vo­lu­ti­on in Deutsch­land be­kannt zu ma­chen und warb für ei­ne Be­tei­li­gung des Bür­ger­tums an der Re­vo­lu­ti­on, um ei­ne Ra­di­ka­li­sie­rung wie in Russ­land zu ver­hin­dern. In der Fol­ge be­gann Paquet sei­ne rhei­ni­sche Vi­si­on als west­eu­ro­päi­sche Ant­wort auf die Re­vo­lu­ti­on im Os­ten zu ent­wer­fen. Ein ers­ter kon­kre­ter An­satz­punkt da­für war die Aus­ein­an­der­set­zung mit den be­setz­ten Ge­bie­ten im Rhein­land und Dis­kus­sio­nen über ei­ne rhei­ni­sche Selbst­ver­wal­tung. Auch räum­lich nä­her­te sich Paquet dem Rhein: Die Fa­mi­lie leb­te nun dau­er­haft in Frank­furt am Main.

Paquet schrieb in den 1920er Jah­ren wei­te­re Bü­cher und un­zäh­li­ge Zei­tungs­ar­ti­kel. Er deck­te da­mit die ver­schie­dens­ten li­te­ra­ri­schen Gen­res und ei­ne ex­trem breit ge­fä­cher­te The­men­viel­falt ab, die Ge­fahr ei­ner Ver­zet­te­lung war of­fen­sicht­lich. Sein dra­ma­ti­sches Schaf­fen fand Mit­te des Jahr­zehnts mit den bei­den po­li­ti­schen Thea­ter­stü­cken „Fah­nen“ und „Sturm­flu­t“ den Hö­he­punkt; ih­re In­sze­nie­rung durch Er­win Pis­ca­tor (1893-1966) an der Ber­li­ner Volks­büh­ne war spek­ta­ku­lär – zum ers­ten Mal wur­de nach ei­ner von Paquet mit­ent­wi­ckel­ten Idee bei „Sturm­flu­t“ der Film als dra­ma­tur­gi­sches Mit­tel auf der Büh­ne ein­ge­setzt. Zur Aus­ein­an­der­set­zung mit der rus­si­schen Re­vo­lu­ti­on ge­hör­te auch sein Ro­man „Pro­phe­zei­un­gen“. In zwei Es­say­bän­den set­ze er sich mit Deutsch­lands Po­si­ti­on zwi­schen Ost und West, der Ju­gend­be­we­gung und ih­rem Ver­hält­nis zur Re­pu­blik aus­ein­an­der, auch der An­ti­ko­lo­nia­lis­mus ge­riet da­bei in sein Blick­feld.

Die Rei­he sei­ner rhei­ni­schen Schrif­ten be­gann 1919/1920 mit der Pro­gramm­schrift „Der Rhein als Schick­sal“. Es folg­te 1923 der viel­leicht ers­te wirk­lich mo­der­ne Rhein­rei­se­be­reicht: „Der Rhein, ei­ne Rei­se“, der vor dem Hin­ter­grund der In­fla­ti­ons­zeit ei­ne Rei­se von der Quel­le bis zur Mün­dung des Stro­mes be­schreibt. 1928 ver­sam­mel­te er in „Die Ideo­lo­gie des Rhei­nes“ in über­ar­bei­te­ter Form zen­tra­le Tex­te sei­ner Be­schäf­ti­gung mit dem Rhein. Paquet ent­warf hier ein po­li­tisch-kul­tu­rel­les, his­to­risch grun­dier­tes Bild des Stro­mes als „Schlag­ader“ Eu­ro­pas, das me­ta­phy­si­scher An­klän­ge nicht ent­behr­te: Der Rhein als voll aus­ge­bau­te Was­ser­stra­ße wür­de die west­eu­ro­päi­sche In­te­gra­ti­on über al­le na­tio­na­len Grenz­zie­hun­gen hin­weg be­wir­ken, die Stro­mu­fer wa­ren in die­sem Bild ver­län­ger­te Küs­ten im In­ne­ren des Kon­ti­nents; schlie­ß­lich en­de­te er in ei­ner Vi­si­on des glo­ba­len Strö­mens und Flie­ßens zwi­schen mul­ti­na­tio­na­len Han­dels- und Ha­fen­städ­ten und Bal­lungs­räu­men. Paquets Rhein­vi­si­on war im Ur­sprung von ei­ner stark mes­sia­nisch-end­zeit­lich ge­präg­ten Nach­kriegs­stim­mung mit ex­pres­sio­nis­ti­schem Bei­klang be­stimmt, bald aber flos­sen die ak­tu­el­len po­li­ti­schen De­bat­ten über kom­mu­na­le Ex­pan­si­on und ei­ne viel­dis­ku­tier­te „Reichs­re­for­m“ in sein Rhein­bild mit ein. Als Jour­na­list be­schäf­tig­te er sich zu­neh­mend mit Lan­des­pla­nung und Was­ser­bau, er schrieb über das Ruhr­ge­biet als „Städ­te­stadt“ und ge­hör­te in Frank­furt zum Kreis um den Ober­bür­ger­meis­ter Lud­wig Land­mann (1868-1945, Ober­bür­ger­meis­ter 1924-1933), wo ne­ben dem rich­tungs­wei­sen­den Bau­en des „Neu­en Frank­fur­t“ für ei­ne Zu­sam­men­fas­sung des Rhein-Main-Ge­biets als Bal­lungs­raum ge­wor­ben wur­de. Paquet war mit sol­chen The­men au­ßer in der „Frank­fur­ter Zei­tun­g“ auch in wich­ti­gen zeit­ge­nös­si­schen Zeit­schrif­ten ver­tre­ten, hier lag sein ei­gent­li­ches Wir­kungs­feld, wäh­rend sei­ne meis­ten Bü­cher nur ge­rin­ge Auf­la­gen­hö­hen er­reich­ten.

Portraitlithographie Alfons Paquets von Emil Stumpp, 1.9.1931. (Emil-Stumpp-Archiv Gelnhausen)

 

1926 kam es nicht zu­letzt in Re­ak­ti­on auf die er­neut dro­hen­de na­tio­na­lis­ti­sche Auf­la­dung des Rhein­to­pos im Rah­men der Tau­send­jahr­fei­er des Rhein­lands 1925 zur Grün­dung des „Bun­des rhei­ni­scher Dich­ter“, de­ren zen­tra­le Fi­gur Paquet bis zum En­de 1933 blieb. Der Bund ma­ni­fes­tier­te sich vor al­lem in gro­ßen Tref­fen, so 1926 und 1927 in Ko­blenz, 1928 in Frank­furt am Main, 1930 in Duis­burg, 1931 in Frei­burg und 1932 in Trier. Die in­halt­li­che Li­ne schwank­te da­bei zwi­schen of­fen­si­ver Be­ja­hung des Rheins als mo­der­ner Ar­beits­land­schaft in Duis­burg und völ­ki­schen Ten­den­zen vor dem Hin­ter­grund der Auf­la­dung der po­li­ti­schen At­mo­sphä­re ge­gen En­de der Wei­ma­rer Re­pu­blik auf den letz­ten Ta­gun­gen. Die ge­ra­de von Paquet an­ge­streb­te Kon­takt­auf­nah­me zu rhei­ni­schen Mit­strei­tern jen­seits der Gren­zen kam nicht in nen­nens­wer­ten Um­fang zu­stan­de. Wich­ti­ge, je­weils zeit­wei­se ak­ti­ve Mit­strei­ter Paquets im Bund wa­ren Jo­sef Winck­ler (1881-1966), Adolf von Hatz­feld (1892-1957). Jo­sef Pon­ten (1883-1940), Ja­kob Kneip (1881-1958), und Re­né Schi­cke­le (1883-1940). Der Bund be­ton­te die eu­ro­päi­sche Di­men­si­on des Rheins und den Aus­gleich mit Frank­reich. Er such­te sich auch in kul­tur­po­li­ti­sche Dis­kus­sio­nen ein­zu­schal­ten, et­wa bei der Fra­ge ei­nes rhei­ni­schen Stand­or­tes für ein pro­jek­tier­tes „Reich­seh­ren­mal“. Die hef­ti­gen Idio­syn­kra­si­en der be­tei­lig­ten Schrift­stel­ler brach­ten den Or­ga­ni­sa­tor Paquet zeit­wei­se da­zu, das Pro­jekt auf­ge­ben zu wol­len. Par­al­lel zum Dich­ter­bund such­te Paquet mit der „Rhein­ge­nö­ßi­schen Ver­ei­ni­gun­g“ meh­re­re Jah­re lang ei­ne po­li­tisch wirk­sa­me Or­ga­ni­sa­ti­on für die Be­för­de­rung sei­ner rhei­ni­schen Plä­ne ins Le­ben zu ru­fen. Hier soll­ten Ver­tre­ter von kom­mu­na­len Ver­wal­tun­gen und Selbst­ver­wal­tungs­or­ga­ni­sa­tio­nen zu ei­ner Art rhei­ni­schen In­ter­es­sen­ver­tre­tung zu­sam­men­fin­den, wo­bei es zu meh­re­ren Vor­be­rei­tungs­tref­fen kam, die Um­set­zung letzt­lich aber an der man­geln­den Fi­nan­zie­rung schei­ter­te.

1932, kurz nach sei­nem 50. Ge­burts­tag, er­leb­te Paquet mit der Wahl in die Preu­ßi­sche Aka­de­mie der Küns­te den Hö­he­punkt of­fi­zi­el­ler An­er­ken­nung und Wür­di­gung. Er soll­te der Aka­de­mie je­doch nur ein knap­pes Jahr an­ge­hö­ren; nach der Macht­über­nah­me durch die Na­tio­nal­so­zia­lis­ten ver­such­te Paquet noch ver­geb­lich die de­mo­kra­tisch ge­son­ne­nen Au­to­ren in der Aka­de­mie zu or­ga­ni­sie­ren, un­ter­schrieb die ge­for­der­te Gleich­schal­tungs­er­klä­rung nicht und trat aus. Er muss­te Ver­fol­gung durch die Na­tio­nal­so­zia­lis­ten be­fürch­ten, Ver­dienst­mög­lich­kei­ten wie die Ar­beit für das Ra­dio fie­len weg; 1936 wur­de Paquet im Vor­feld ei­ner Aus­lands­rei­se kurz­zei­tig von der Ge­sta­po ver­haf­tet. Al­te Freun­de oder Kon­tak­te wie Wil­helm Schä­fer oder der NS-Li­te­ra­tur­funk­tio­när Hans Fried­rich Blunck (1888-1961) set­zen sich im­mer wie­der für Paquet ein, da sie ihn nicht zu­letzt als Ver­tre­ter ei­ner „land­schaft­li­ch“ in­ter­pre­tier­ten, rhei­ni­schen Li­te­ra­tur schätz­ten. Der sechs­fa­che Va­ter emi­grier­te nicht, ob­wohl er als Quä­ker gu­te Kon­tak­te nach Ame­ri­ka und Eng­land be­saß und für an­de­re Emi­gran­ten im­mer wie­der sei­ne Aus­lands­kon­tak­te mo­bi­li­sier­te. Paquet be­flog 1934 die wich­tigs­ten neu­en in­ner­eu­ro­päi­schen Rou­ten und schrieb dar­über ein ers­tes „Flug­rei­se­buch“. Ma­te­ri­el­le Si­cher­heit ge­wann er in je­nen Jah­ren mit ei­ner Fest­an­stel­lung bei der „Frank­fur­ter Zei­tun­g“, zu der ge­plan­ten Lei­tung des Feuille­tons kam es auf­grund ei­ner schwe­ren Herz­er­kran­kung nicht.

1938 fuhr Paquet auf Ein­la­dung der Quä­ker nach Ame­ri­ka, ei­ne für 1940 be­reits be­stä­tig­te An­stel­lung an ei­nem Quä­ker­kol­leg in den USA kam durch den Kriegs­aus­bruch nicht mehr zu­stan­de. Paquet schrieb bis zu ih­rer Schlie­ßung 1943 für die „Frank­fur­ter Zei­tun­g“. In den Kriegs­jah­ren er­schie­nen noch zwei Bü­cher über den Rhein, ein­mal die per­sön­lich ge­färb­te „Bot­schaft des Rhein­s“ 1941, so­wie der er­folg­rei­che Bild­band „Der Rhein. Vi­si­on und Wirk­lich­keit“ mit Auf­nah­men der Klein­bild­pio­nie­re Paul Wolff (1887-1951) und Al­fred Tritz­sch­ler (1905-1970) im neu­sach­li­chen Stil. Durch den Tod ei­nes Soh­nes in Russ­land im Herbst 1943 ge­bro­chen, pro­to­kol­lier­te Paquet noch die Bom­ben­kriegs­zer­stö­run­gen am Rhein, zu­mal in Köln. Zu der Stadt hat­te Paquet ei­ne be­son­de­re emo­tio­na­le Nä­he, hier wohn­ten auch gu­te Freun­de wie der Fa­bri­kant und Samm­ler Jo­sef Fein­hals (1867-1947).

Al­fons Paquet starb am 8.2.1944 wäh­rend ei­nes Bom­ben­alarms im Kel­ler sei­nes Wohn­hau­ses am Frank­fur­ter Schau­main­kai, nun der Stand­ort des Mu­se­ums An­ge­wand­te Kunst. Er ist auf dem Frank­fur­ter Haupt­fried­hof be­er­digt.

Nachlass

Der Haupt­teil des um­fang­rei­chen Nach­las­ses be­fin­det sich in der Hand­schrif­ten­ab­tei­lung der Stadt- und Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek Frank­furt am Main.

Schriften (Auswahl)

Der Rhein als Schick­sal oder Das Pro­blem der Völ­ker, Mün­chen 1920.
 
Der Rhein, ei­ne Rei­se, Frank­furt am Main 1923.
 
Rom oder Mos­kau, Mün­chen 1923.
 
Die Neu­en Rin­ge, Frank­furt am Main 1924.
 
Ant­wort des Rhei­nes. Ei­ne Ideo­lo­gie, Augs­burg 1928.
 
Flug­gast über Eu­ro­pa. Ein Ro­man der lan­gen Stre­cken, Mün­chen 1935.
 
Der Rhein. Vi­si­on und Wirk­lich­keit, Düs­sel­dorf 1940.
 
Die Bot­schaft des Rhei­nes. Er­leb­nis und Ge­dicht, Ra­tin­gen 1941.
 
Ge­sam­mel­te Wer­ke, 3 Bän­de, hg. von Hans Mar­tin Els­ter, Stutt­gart 1970.
 
Ka­me­rad Fle­ming, hg. und mit ei­nem his­to­risch-bio­gra­phi­schen Es­say er­gänzt von Oli­ver M. Pie­cha, Frank­furt am Main 2004.

Tagebücher

Baum­gart, Win­fried (Hg.), Von Brest-Li­tovsk zur deut­schen No­vem­ber­re­vo­lu­ti­on. Aus den Ta­ge­bü­chern, Brie­fen und Auf­zeich­nun­gen von Al­fons Paquet Wil­helm Groener und Al­bert Hop­man März bis No­vem­ber 1918, Göt­tin­gen 1971.

Bibliographie

Paquet, Ma­rie-Hen­ri­et­te/Kling­mül­ler, Hen­ri­et­te/Paquet, Se­bas­ti­an/ Paquet, Wil­hel­mi­ne Wo­el­ler (Hg.), Al­fons Paquet. Bi­blio­gra­phie, Frank­furt am Main 1958.

Literatur

Bren­ner, Sa­bi­ne/Cepl-Kauf­mann, Ger­tru­de/Thö­ne, Mar­ti­na, Ich lie­be nichts so sehr wie die Städ­te ... Al­fons Paquet als Schrift­stel­ler, Eu­ro­pä­er, Welt­rei­sen­der, Frank­furt am Main 2001.
 
Cepl-Kauf­mann, Ge­tru­de (in Ver­bin­dung mit Diet­mar Lie­ser un­ter Mit­ar­beit v. Sa­bi­ne Bren­ner, Ca­ro­la Spiess u. Franz Stein­fort), Der Bund rhei­ni­scher Dich­ter 1926-1933, Pa­der­born [u.a.] 2003.
 
Pie­cha, Oli­ver M./Bren­ner, Sa­bi­ne (Hg.), „In der gan­zen Welt zu Hau­se“. Ta­gungs­band Al­fons Paquet, Düs­sel­dorf 2003.
 
Pie­cha, Oli­ver M., Al­fons Paquets Städ­te­stadt. Das Ruhr­ge­biet als Me­tro­po­le ei­nes rhei­ni­schen Uto­pi­as, in: Bar­bi­an, Jan-Pie­ter/Palm, Han­ne­lie­se (Hg.), Die Ent­de­ckung des Ruhr­ge­biets in der Li­te­ra­tur, Es­sen 2009, S. 119-140.
 
Pie­cha, Oli­ver M., Der Welt­deut­sche. Ei­ne Bio­gra­phie Al­fons Paquets, Wies­ba­den 2016.
 
Thö­ne, Ma­ri­na, Zwi­schen Uto­pie und Wirk­lich­keit: das dra­ma­ti­sche Werk von Al­fons Paquet, Frank­furt am Main [u.a.] 2005.

Online

Ko­ß­mann, Bern­hard, "Paquet, Al­fons" in: Neue Deut­sche Bio­gra­phie 20 (2001), S. 59-60. [On­line]

In­for­ma­tio­nen auf der Web­site von Jean Paquet. [On­line]

Alfons Paquet mit Josef Ponten. (Heinrich-Heine-Institut, Rheinisches Literaturarchiv, Sammlung Handschriften - Archiv der rheinischen Dichter)

 
Zitationshinweis

Bitte geben Sie beim Zitieren dieses Beitrags die exakte URL und das Datum Ihres Besuchs dieser Online-Adresse an.

Piecha, Oliver, Alfons Paquet, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: http://rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/alfons-paquet/DE-2086/lido/5f902f99d43c17.29684809 (abgerufen am 20.05.2022)