Friedrich Karl Florian

NSDAP-Gauleiter (1894-1974)

Horst Wallraff (Köln/Düren)

Friedrich Karl Florian, Porträtfoto, 1934. (Bundesarchiv, BArch, Bild 183-2005-1129-500)

Un­be­lehr­bar und oh­ne Reue hat es Fried­rich Karl Flo­ri­an noch als grei­ser Ex-Gau­lei­ter ge­schafft, En­de der 1960er und zu Be­ginn der 1970er Jah­re durch sei­ne un­ge­bro­che­ne fa­na­ti­sche „Füh­rer“-Gläu­big­keit bun­des­weit auf sich auf­merk­sam zu ma­chen, als „Der Spie­gel“ be­rich­te­te, dass Flo­ri­an 150 ehe­ma­li­ge Mit­kämp­fer auf­ge­for­dert hat­te, dem „ho­hen und heh­ren Be­griff des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus wie­der zu Eh­ren zu ver­hel­fen“ und zu schil­dern, „wie es wirk­lich ge­we­sen war“. Und als kurz dar­auf tat­säch­lich im Rah­men der Dis­ser­ta­ti­on von Hans-Pe­ter Gör­gen über den Na­tio­nal­so­zia­lis­mus in Düs­sel­dorf ge­schil­dert wur­de, wie es wirk­lich ge­we­sen war und Flo­ri­an als „der bö­se Geis­t“ Düs­sel­dorfs be­zeich­net wur­de, hat­te der eins­ti­ge Düs­sel­dor­fer Gau­lei­ter nichts Ei­li­ge­res zu tun, als die Stadt Düs­sel­dorf zu ver­kla­gen und ei­ne Strei­chung die­ser und vie­ler ähn­li­cher Sät­ze ge­richt­lich zu ver­lan­gen, wor­über dann wie­der­um die Wo­chen­zeit­schrift „Die Zeit“ und der West­deut­sche Rund­funk be­rich­te­ten.

Ei­tel, ego­man und als „ent­wur­zel­te Exis­ten­z“ be­schrie­ben (Pe­ter Hüt­ten­ber­ger, S. 530), war Flo­ri­ans Wer­de­gang in je­der Hin­sicht pro­to­ty­pisch für je­ne Front­kämpf­er­ge­ne­ra­ti­on, die dem Na­tio­nal­so­zia­lis­mus Ge­stalt und Ge­sicht ge­ge­ben hat. Als Sohn des Ober­bahn­meis­ters Franz Gott­fried Flo­ri­an und sei­ner Ehe­frau Wil­hel­mi­ne, ge­bo­re­ne Ack­tun am 4.2.1894 in Es­sen ge­bo­ren, ver­brach­te er den­noch ei­nen Teil sei­ner Kind­heit in Ost­preu­ßen, wo­her, wie Flo­ri­an selbst ger­ne be­rich­te­te, sei­ne hu­ge­not­ti­schen Vor­fah­ren stamm­ten und wo er seit der Jahr­hun­dert­wen­de die Volks­schu­le in Wehlau und Re­al­schu­le und Re­al­gym­na­si­um be­such­te, bis er 1912 ei­ne Lauf­bahn als Gru­ben­be­am­ter bei der Preu­ßi­schen Berg­in­spek­ti­on III im west­fä­li­schen (Gel­sen­kir­chen-)Buer be­gann, die schon im Au­gust 1914 ent­schei­dend un­ter­bro­chen wur­de, als Flo­ri­an sich frei­wil­lig zum Kriegs­dienst beim Gre­na­dier­re­gi­ment 1 im ost­preu­ßi­schen Kö­nigs­berg und 1916 beim Jagd­ge­schwa­der Richt­ho­fen ver­pflich­te­te. 1918 im Ran­ge ei­nes Un­ter­of­fi­ziers im Luft­kampf vom Him­mel ge­holt und bis No­vem­ber 1919 für an­dert­halb Jah­re in bri­ti­scher Kriegs­ge­fan­gen­schaft, kehr­te Flo­ri­an ins Ruhr­ge­biet zu­rück und setz­te von Fe­bru­ar 1920 bis 1929 sei­ne Berg­be­am­ten­kar­rie­re fort.

Trotz die­ser bür­ger­li­chen und si­che­ren Stel­lung war Flo­ri­an durch die Welt­kriegs­nie­der­la­ge aber so weit po­li­ti­siert oder po­li­tisch trau­ma­ti­siert, dass er 1920 dem „Deutsch­völ­ki­schen Schutz- und Trutz­bun­d“ bei­trat, in Buer ei­ne Orts­grup­pe des „Ver­ban­des na­tio­nal­ge­sinn­ter Sol­da­ten“ grün­de­te und im Zu­ge der fran­zö­si­schen Be­set­zung des Ruhr­ge­biets zu Be­ginn des Jah­res 1923 als Mit­glied und Mit­be­grün­der des „West­fä­li­schen Treu­e­bun­des“ so ak­tiv am Wi­der­stand ge­gen die Ruhr­be­set­zung teil­nahm, dass ihn die Di­rek­ti­on des staat­li­chen Stein­koh­len­berg­wer­kes Buer aus den be­setz­ten Ge­bie­ten nach Bad Oeyn­hau­sen aus­wies.

Seit dem 31.3.1923 mit der eben­falls evan­ge­li­schen Edi­tha Kra­ge (ge­bo­ren 1904, To­des­da­tum un­be­kannt), Toch­ter ei­nes Neu­wie­der Blin­den­leh­rers ver­hei­ra­tet, kehr­te Flo­ri­an 1924 nach Buer zu­rück, wo er ei­ne Orts­grup­pe des „Völ­kisch-So­zia­len Blocks“ (mit-) be­grün­de­te und lei­te­te. Die­se Grup­pie­rung re­kru­tier­te sich aus je­nen Hit­ler-treu­en Ru­di­men­ten, die nach Schei­tern und Auf­lö­sung der NS­DAP durch den völ­lig miss­lun­ge­nen Staats­streich Hit­lers vom 9.11.1923 üb­rig ge­blie­ben wa­ren und die sich spä­ter „Na­tio­nal­so­zia­lis­ti­sche Frei­heits­be­we­gun­g“ nann­ten.

Nach­dem der haft­ent­las­se­ne Hit­ler im Fe­bru­ar 1925 die NS­DAP wie­der­be­grün­det hat­te, trat Flo­ri­an am 18.8.1925 mit der Mit­glieds­num­mer 16699 der Par­tei bei und re­üs­sier­te rasch – nach ge­nau ei­ner Wo­che am 25.8.1925 – zum SA-Sturm­füh­rer und Orts­grup­pen­lei­ter der NS­DAP in (Gel­sen­kir­chen-)Buer, wo er 1927 als ein­zi­ges NS­DAP-Mit­glied ei­nen Sitz im Stadt­rat in­ne hat­te. In die­sem Jahr avan­cier­te Flo­ri­an auch zum Lei­ter des NS­DAP-„Be­zirks“ Em­scher-Lip­pe, ei­nem je­ner zehn „Be­zir­ke“, in die der im März 1926 von Dr. Jo­seph Go­eb­bels und Gre­gor Stras­ser (1892-1934) ge­grün­de­te „NS­DAP-(Groß-)Gau Ruhr“ zu die­ser Zeit auf­ge­teilt war. Nach­dem Hit­ler die­sen aus den Gau­en Rhein­land-Nord und West­fa­len ge­bil­de­ten „Groß-Gau Ruhr“ im Som­mer 1928 auf­ge­löst und in ei­nen Gau West­fa­len-Süd (un­ter Jo­sef Wag­ner, 1899-1945) und die bei­den Be­zir­ke Es­sen (un­ter Jo­sef Ter­bo­ven) und Ber­gi­sches Land/Nie­der­rhein (un­ter dem Be­zirks­lei­ter des Ber­gi­schen Lan­des Fritz Härtl, ge­bo­ren 1892, To­des­da­tum un­be­kannt) drei­ge­teilt hat­te und letzt­ge­nann­ter Fritz Härtl 1929 aus be­ruf­li­chen Grün­den re­si­gnier­te, schlug die Stun­de des NS­DAP-Kreis­lei­ters von Gel­sen­kir­chen-Buer, Fried­rich Karl Flo­ri­an, der – no­ta­be­ne mit sei­nem Kreis dem NS­DAP-Be­zirk (Es­sen) sei­nes spä­te­ren In­tim­fein­des Jo­sef Ter­bo­ven zu­ge­hö­rig! – am 1.10.1929 zum Be­zirks­lei­ter („mit den Par­tei­zu­stän­dig­kei­ten ei­nes Gau­lei­ter­s“) Ber­gi­sches Land/Nie­der­rhein er­nannt wur­de und am 1.8.1930 die Um­be­nen­nung die­ses NS­DAP-„Be­zir­kes“ in den „Gau Düs­sel­dor­f“ er­reich­te, des­sen Lei­ter er bis zum En­de des „Drit­ten Rei­ches“ blei­ben soll­te.

Sechs Wo­chen spä­ter durch den „Erd­rut­sch“-Wahl­sieg der NS­DAP am 14.9.1930 auch Reichs­tags­mit­glied, be­gann nun die ei­gent­li­che Gau­lei­ter-Kar­rie­re von Fried­rich Karl Flo­ri­an, der be­zeich­nen­der­wei­se erst 1929 sei­ne si­che­re Berg­be­am­ten­stel­le auf­ge­ge­ben hat­te, nach Düs­sel­dorf um­ge­sie­delt war und nun, ana­log zur ge­sam­ten na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen „Be­we­gun­g“, von der Ago­nie der Wei­ma­rer Re­pu­blik, die spä­tes­tens seit dem „Schwar­zen Frei­ta­g“ im Ok­to­ber 1929 ein­ge­setzt hat­te, pro­fi­tier­te. So wuchs, um nur ein Bei­spiel von vie­len mög­li­chen zu nen­nen, die NS­DAP-Orts­grup­pe Düs­sel­dorf in je­ner Zeit der „Auf­lö­sung der Wei­ma­rer Re­pu­bli­k“ von 750 Mit­glie­der im Sep­tem­ber 1930 bis April 1932 auf 6.500 an, der­weil Flo­ri­an schon im Ju­ni 1930 durch Grün­dung der na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Zei­tung „Volks­pa­ro­le“, die ab März 1931 täg­lich er­schien, pro­pa­gan­dis­ti­sches Öl in die bür­ger­kriegs­ähn­li­chen Brän­de in „sei­ne­m“ Gau zu gie­ßen ver­stand.

Nach dem 30.1.1933 ging Flo­ri­an – ähn­lich wie in vie­len an­de­ren Or­ten im da­ma­li­gen Deut­schen Reich und in frap­pan­ter Ana­lo­gie zum be­nach­bar­ten Gau Köln-Aa­chen, wo der dor­ti­ge Gau­lei­ter Jo­sef Grohé den lang­jäh­ri­gen Kölner Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Kon­rad Ade­nau­er mit al­len Mit­teln aus dem Amt dräng­te – so­fort dar­an, den Ober­bür­ger­meis­ter sei­ner „Gau­haupt­stadt“ Düs­sel­dorf, Dr. Ro­bert Lehr, mit­tels eben­so du­bio­ser Me­tho­den durch den will­fäh­ri­gen „Al­ten Kämp­fer“ Dr. Hans Wa­gen­führ (1886-1944) ab­zu­lö­sen und die ge­sam­te Düs­sel­dor­fer Stadt­ver­wal­tung na­tio­nal­so­zia­lis­tisch zu durch­drin­gen, was, auch dies in Ana­lo­gie zum reichs­wei­ten „Gleich­schal­tungs“-Pro­zess, in eben­so ra­san­tem wie ra­di­ka­lem Ma­ße ge­lang.

Nach­dem der Kon­flikt zwi­schen dem seit dem 25.9.1933 selbst im Ran­ge ei­nes SA-Grup­pen­füh­rers ste­hen­den Flo­ri­an im Ver­ein mit dem SS-Grup­pen­füh­rer und spä­te­ren Po­li­zei­prä­si­den­ten Fritz Weit­zel (1904-1940) und dem Düs­sel­dor­fer SA-Stan­dar­ten­füh­rer Loh­beck durch die Er­eig­nis­se des 30.6.1934 zu­guns­ten des Gau­lei­ters ent­schie­den wor­den war, rich­te­te sich die „Gau­cli­que“ um Flo­ri­an in ih­rem „Reich“ der­ge­stalt ein, dass man, um es mit den Wor­ten des Düs­sel­dor­fer His­to­ri­kers Pe­ter Hüt­ten­ber­ger zu for­mu­lie­ren, „(…) Stu­fen­lei­tern von Pri­vi­le­gi­en und Rän­gen, die in Wirk­lich­keit kei­ne wa­ren, er­sann, und ei­nen Ster­nen­him­mel von Sym­bo­len, die für Nich­tig­kei­ten stan­den, ent­warf.“ (Hüt­ten­ber­ger, S. 509)

Die Tat­sa­che, dass Flo­ri­ans al­ter Feind Jo­sef Ter­bo­ven 1935 ne­ben sei­nem Es­se­ner Gau­lei­ter­amt auch noch zum Ober­prä­si­den­ten der Rhein­pro­vinz er­nannt und da­mit den üb­ri­gen drei rhei­ni­schen Gau­lei­tern zu­min­dest auf staat­li­cher Ebe­ne vor­ge­setzt wur­de, traf den eit­len Düs­sel­dor­fer Gau­lei­ter an ei­ner emp­find­li­chen Stel­le und konn­te durch sei­ne Er­nen­nung zum Preu­ßi­schen Staats­rat im Som­mer 1933 oder sei­ne An­fang 1937 er­folg­te Be­för­de­rung zum SA-Ober­grup­pen­füh­rer nicht kom­pen­siert wer­den. Es mag eben die­ser ver­letz­ten und be­son­de­ren Ei­tel­keit Flo­ri­ans ge­schul­det ge­we­sen sein, dass die Düs­sel­dor­fer Gau­lei­tung es für not­wen­dig er­ach­te­te, ih­ren Sitz 1937 in das re­prä­sen­ta­ti­ve Schloß Jä­ger­hof zu ver­le­gen, in­dem man dem dort re­si­die­ren­den evan­ge­li­schen Lan­des­bi­schof Hein­rich Jo­sef Ober­heid kur­zer­hand die Tür wies.

Ähn­lich gro­ß­manns­süch­tig, ja ge­ra­de­zu me­ga­lo­man wa­ren Flo­ri­ans ge­plan­te Pracht­bau­ten und die Rea­li­sie­rung von Pres­ti­ge­vor­ha­ben wie die 1937 ver­an­stal­te­te „Reichs­aus­stel­lung Schaf­fen­des Vol­k“, die den Düs­sel­dor­fer Haus­halt gna­den­los be­las­te­te und den­noch kaum dar­über hin­weg­täu­schen konn­te, dass in eben die­sem Jahr 1937 der Düs­sel­dor­fer Gau­lei­ter durch die Vor­gän­ge rund um den „Esch-Skan­dal“ po­li­tisch an­ge­schla­gen war, weil der Ober­bür­ger­meis­ter von Flo­ri­ans Gna­den, Dr. Hans Wa­gen­führ, im Stru­del des Kor­rup­ti­ons­skan­dals um den (na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen) Stadt­steu­er­di­rek­tor Erich Esch nicht mehr zu hal­ten ge­we­sen war und ge­gen den Wil­len und den Wi­der­stand Flo­ri­ans, aber auf Be­trei­ben von Ober­prä­si­dent Ter­bo­ven im Früh­jahr 1937 ab­ge­setzt und durch den von Flo­ri­an ab­ge­lehn­ten Dr. Ot­to Lie­der­ley er­setzt wor­den war. Zwar starb der miss­lie­bi­ge Dr. Lie­der­ley nach nur sie­ben­mo­na­ti­ger Amts­zeit An­fang No­vem­ber 1937, doch der dann von Flo­ri­an selbst als neu­er Düs­sel­dor­fer Ober­bür­ger­meis­ter vor­ge­schla­ge­ne Dr. Dr. Hel­mut Ot­to (1892-1974) be­ging die aus Sicht Flo­ri­ans un­ver­zeih­li­chen Feh­ler, an ei­ner Jagd­ge­sell­schaft Ter­bo­vens teil­zu­neh­men und die vom Düs­sel­dor­fer Gau­lei­ter ge­wünsch­te (rie­si­ge) „Schla­ge­ter­hal­le“ mit Blick auf die Stadt­fi­nan­zen nicht bau­en zu wol­len, wes­halb in letz­ter Kon­se­quenz Hit­ler selbst in die Düs­sel­dor­fer Ober­bür­ger­meis­ter-Que­re­len ein­zu­grei­fen ge­zwun­gen war und zu­guns­ten der Gau­lei­tung und da­mit im Sin­ne Flo­ri­ans ent­schied, dass am 1.10.1939 Dr. Carl Haidn (1903-nach 1988) neu­er Ober­bür­ger­meis­ter von Düs­sel­dorf wur­de.

Ob­wohl nach Kriegs­be­ginn in der Par­tei­zen­tra­le der NS­DAP so­gar er­wo­gen wor­den war, auf­grund der stän­di­gen schwe­ren Strei­tig­kei­ten im Rhein­land ei­nen der vier rhei­ni­schen Gau­lei­ter – al­lem An­schein nach Flo­ri­an – nach Han­no­ver zu ver­set­zen, blieb die­ser bis 1945 Gau­lei­ter in Düs­sel­dorf, wo er am 16.4.1945 in den letz­ten Stun­den des „Drit­ten Rei­ches“ da­für sorg­te, dass vier Düs­sel­dor­fer Bür­ger und der Schutz­po­li­zei­kom­man­deur Franz Jür­gens (1895-1945) stand­recht­lich er­schos­sen wur­den, weil sie zwecks Ver­hin­de­rung wei­te­rer Bom­bar­de­ments Über­ga­be­ver­hand­lun­gen mit den US-Trup­pen in­iti­iert hat­ten. Tags dar­auf ge­riet Flo­ri­an in ame­ri­ka­ni­sche Ge­fan­gen­schaft und blieb bis 1951 in et­li­chen La­gern und Ge­fäng­nis­sen in­ter­niert, wo­bei das im Früh­jahr 1949 ge­gen ihn an­ge­streng­te Straf­ver­fah­ren we­gen sei­ner eben er­wähn­ten letz­ten „Kriegs­hand­lun­g“ mit ei­nem eben­so be­zeich­nen­den wie skan­da­lö­sen Frei­spruch für Flo­ri­an en­de­te.

Ob­gleich selbst NS­DAP-in­tern um­strit­ten und bei­spiels­wei­se von Go­eb­bels zu­min­dest in des­sen Ta­ge­buch (un­ter dem 6.4.1937) harsch kri­si­tiert „ar­bei­tet nichts, setzt nur Krea­tu­ren ein! – blie­ben Flo­ri­ans Ge­wis­sen und Selbst­ver­trau­en bis zu sei­nem To­de am 24.10.1975 in Mett­mann zu­min­dest äu­ßer­lich un­be­las­tet und un­ge­bro­chen, wie die ein­gangs ge­schil­der­ten Be­ge­ben­hei­ten klar er­ken­nen las­sen.

Quellen

Nach­lass im Lan­des­ar­chiv NRW Ab­tei­lung Rhein­land.

Literatur

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Lil­la, Joa­chim (Be­arb.), Sta­tis­ten in Uni­form. Die Mit­glie­der des Reichs­tags 1933-1945. Ein bio­gra­phi­sches Hand­buch, Düs­sel­dorf 2004.

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Ro­meyk, Horst, Die lei­ten­den staat­li­chen und kom­mu­na­len Ver­wal­tungs­be­am­ten der Rhein­pro­vinz, Düs­sel­dorf 1994, S. 445.

 
Zitationshinweis

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Wallraff, Horst, Friedrich Karl Florian, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: http://rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/friedrich-karl-florian-/DE-2086/lido/57c6ae52069cf3.26220086 (17.08.2018)