Hugo Stinnes

Industrieller (1870-1924)

Michael A. Kanther (Duisburg)

Hugo Stinnes (1870-1924).

Der Un­ter­neh­mer Hu­go Stin­nes war ei­ner der be­deu­tends­ten deut­schen Gro­ß­in­dus­tri­el­len der aus­ge­hen­den Kai­ser­zeit und der ers­ten Jah­re der Wei­ma­rer Re­pu­blik. Er schuf ei­nen der grö­ß­ten Kon­zer­ne Deutsch­lands und Eu­ro­pas, ein Kon­glo­me­rat, das nicht nur Berg­wer­ke und Un­ter­neh­men der Ei­sen- und Stahl­er­zeu­gung und -ver­ar­bei­tung, son­dern auch Schiff­fahrts- und Han­dels­un­ter­neh­men so­wie wei­te­re Ak­ti­vi­tä­ten des Ter­tiä­ren Sek­tors um­fass­te. Auch die in­no­va­ti­ve Un­ter­neh­mens­kon­zep­ti­on der Rhei­nisch West­fä­li­sches Elek­tri­zi­täts­werk AG (RWE) be­ruh­te we­sent­lich auf Ide­en von Stin­nes. Als in­for­mel­ler Spre­cher der In­dus­tri­el­len wur­de Stin­nes in den wirt­schafts­po­li­ti­schen Ver­hand­lun­gen zwi­schen Ar­beit­ge­bern und Ge­werk­schaf­ten wäh­rend der Re­vo­lu­ti­on von 1918/1919 zum ex­po­nier­tes­ten Ver­tre­ter der Ar­beit­ge­ber­sei­te, dem es ge­lang, mit den Ge­werk­schaf­ten ein Ab­kom­men zur Re­ge­lung der künf­ti­gen Ver­hält­nis­se zwi­schen Ar­beit­ge­bern und Ar­beit­neh­mern aus­zu­han­deln, das zur Pa­zi­fi­zie­rung der höchst un­ru­hi­gen so­zia­len Si­tua­ti­on in Deutsch­land bei­trug. Auch da­nach en­ga­gier­te er sich in der Wirt­schafts-, Au­ßen­wirt­schafts- und So­zi­al­po­li­tik. Der Aus­bau sei­nes Kon­zerns in den Jah­ren nach dem Kriegs­en­de 1918 war nur durch die Auf­nah­me frem­den Ka­pi­tals in – für die Zeit­ver­hält­nis­se – sehr gro­ßem Um­fang mög­lich. Der Er­folg die­ser Stra­te­gie trug Stin­nes den Ruf ei­nes In­fla­ti­ons­ge­winn­lers ein. Sein zu­nächst pro­fi­ta­bler Misch­kon­zern über­dau­er­te ihn nur kurz, weil sei­ne Er­ben, mit den Um­stän­den der so­ge­nann­ten Sta­bi­li­sie­rungs­kri­se von 1924/25 kon­fron­tiert, fal­sche Ent­schei­dun­gen tra­fen.

 

Hu­go Stin­nes wur­de am 12.2.1870 als Sohn des In­dus­tri­el­len Her­mann Hu­go Stin­nes (1842–1887) und sei­ner Ehe­frau Ade­li­ne Stin­nes ge­bo­re­ne Cou­pi­en­ne (1844–1925) in Mül­heim an der Ruhr ge­bo­ren und war evan­ge­li­scher Kon­fes­si­on. Er und sei­ne drei Ge­schwis­ter bil­de­ten die drit­te Ge­ne­ra­ti­on ei­ner Mül­hei­mer Un­ter­neh­mer­fa­mi­lie, de­ren Ak­ti­vi­tä­ten mit der Grün­dung ei­nes Un­ter­neh­mens für Koh­len­han­del und Schiff­fahrt durch Ma­thi­as Stin­nes (1790–1845) im Jahr 1808 ih­ren An­fang ge­nom­men hat­ten. Als Ma­thi­as Stin­nes 1845 starb, war er Ei­gen­tü­mer lu­kra­ti­ver Berg­wer­ke im Raum Es­sen und der be­deu­tends­te Ree­der an der Ruhr so­wie am Rhein zwi­schen Ko­blenz und Ams­ter­dam. Ma­thi­as’ Söh­ne und sein Schwie­ger­sohn be­wahr­ten und mehr­ten den Berg­werks­be­sitz. Ma­thi­as’ En­kel Hu­go Stin­nes ging nach dem Ab­itur am Mül­hei­mer Re­al­gym­na­si­um bei der Ko­blen­zer Ei­sen­hand­lung Carl Spae­ter in die Kauf­manns­leh­re, ar­bei­te­te dann für ei­ni­ge Mo­na­te in der Mül­hei­mer Ze­che Ver. Wie­sche – über wie un­ter Ta­ge – und be­such­te da­nach für ein Jahr (1889/1890) die Tech­ni­sche Hoch­schu­le in Char­lot­ten­burg (heu­te Ber­lin). 1890 brach er das Stu­di­um ab und trat als Pro­ku­rist in die Lei­tung der Berg­bau­be­trie­be der Fa­mi­lie ein, an de­ren Spit­ze sein Vet­ter Ger­hard Kü­chen jun. (1861–1932) stand.

1892 grün­de­te Stin­nes mit fi­nan­zi­el­ler Un­ter­stüt­zung sei­ner Mut­ter, die ih­re An­tei­le aus der Fir­ma Math. Stin­nes zu­rück­zog, ein Ein­zel­un­ter­neh­men, das sei­nen Na­men trug; zu­gleich über­nahm er die tech­ni­sche Lei­tung der Berg­bau­be­trie­be der Fa­mi­lie, de­ren Ge­samt­lei­tung in der Hand Kü­chens blieb. Das Ein­zel­un­ter­neh­men Hu­go Stin­nes wur­de 1903 in ei­ne Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung um­ge­wan­delt. Es be­trieb zu­nächst den lu­kra­ti­ven Koh­len­han­del, ent­wi­ckel­te sich aber schon bald zu ei­nem Han­dels- und Schiff­fahrts­kon­zern mit ei­ge­ner Flot­te und han­del­te au­ßer mit Koh­le und Koh­le­pro­duk­ten auch mit Ei­sen und Stahl. 1893 er­folg­te ei­ne wei­te­re Grün­dung; die Koh­len-Auf­be­rei­tungs-An­stalt GmbH in Straß­burg be­lie­fer­te un­ter an­de­rem die Schwei­zer Ei­sen­bah­nen mit Koh­le. 1914 hat­te die Hu­go Stin­nes GmbH rund 60 Toch­ter­un­ter­neh­men. In­län­di­sche Nie­der­las­sun­gen wa­ren in Ber­lin, Ham­burg, Mann­heim und Straß­burg; Aus­lands­ver­tre­tun­gen exis­tier­ten in der Schweiz, in Groß­bri­tan­ni­en, Ita­li­en, Dä­ne­mark, Schwe­den, Russ­land und den Ver­ei­nig­ten Staa­ten.

Hugo Stinnes (1870-1924), 1890er.

 

1895 hei­ra­te­te Stin­nes Cla­ra Wa­genk­necht (1872–1973), die Toch­ter ei­nes ver­mö­gen­den Über­see­kauf­manns; aus der Ehe gin­gen sie­ben Kin­der her­vor. Hu­go Stin­nes, der im Haus Del­le 38 in Mül­heim auf­ge­wach­sen war, bau­te En­de der 1890–er Jah­re an der na­he­ge­le­ge­nen Schloss­stras­se ein re­la­tiv schlich­tes Wohn­haus. Spä­ter wur­de noch ein Bau­ern­gut im Broich-Spel­dor­fer Wald, ge­nannt Haus Rott, er­wor­ben, das zur Er­ho­lung die­nen soll­te. Im Ge­gen­satz zu ei­ni­gen an­de­ren Ruhr-In­dus­tri­el­len der Kai­ser­zeit leg­te Stin­nes nicht viel Wert auf äu­ße­ren Glanz – auch als Len­ker des grö­ß­ten Kon­zerns Eu­ro­pas seit 1920 be­zeich­ne­te er sich stets nur als „Kauf­mann aus Mül­heim“ – und über­ließ sei­ner ge­sell­schaft­lich am­bi­tio­nier­te­ren Frau be­stimm­te Auf­ga­ben der so­zia­len Re­prä­sen­ta­ti­on. In den Jah­ren vor dem Ers­ten Welt­krieg war der Bau ei­ner gro­ßen Vil­la beim Haus Rott ge­plant, der je­doch un­ter­blieb. Nach dem Krieg er­warb Stin­nes Häu­ser in Ber­lin und Ham­burg; Haupt­wohn­sitz der Fa­mi­lie wur­de auf Wunsch der Ehe­frau ne­ben Mül­heim das 1916 we­gen sei­ner Hol­zun­gen er­wor­be­ne Schloss­gut Weiss­kollm in der Ober­lau­sitz.

In den zwei Jahr­zehn­ten vor dem Ers­ten Welt­krieg bau­te Stin­nes ei­nen Kon­zern auf, der Un­ter­neh­men und Be­tei­li­gun­gen im Berg­bau, in der Ei­sen- und Stahl­in­dus­trie, im welt­wei­ten Han­del und in der Elek­tri­zi­täts­wirt­schaft um­fass­te. Mit zwei an­de­ren Mül­hei­mer In­dus­tri­el­len, den Brü­dern Au­gust (1842–1926) und Jo­se­ph Thys­sen (1844–1915), so­wie dem Mül­hei­mer Ban­kier Leo Ha­nau (1852-1927) grün­de­te Stin­nes am 23.5.1898 die Ak­ti­en-Ge­sell­schaft Mül­hei­mer Berg­werks­ver­ein (MBV), die 1898/1899 Stin­nes’ Plan ver­wirk­lich­te, die tech­nisch ver­al­te­ten, stän­dig von Was­ser­ein­brü­chen be­droh­ten Mül­hei­mer Ze­chen Ro­sen­blu­men­del­le, Wie­sche und Hum­boldt und die Ze­che Ver. Ha­gen­beck in Es­sen be­triebs­wirt­schaft­lich zu­sam­men­zu­schlie­ßen. In­ves­ti­tio­nen in die Mo­der­ni­sie­rung der be­ste­hen­den An­la­gen und die Ab­teu­fe wei­te­rer Schäch­te führ­ten zu ei­ner er­heb­li­chen Stei­ge­rung der För­de­rung.

Im Früh­jahr 1898 er­öff­ne­te sich Stin­nes ein wei­te­res Be­tä­ti­gungs­feld. Die Elek­tri­zi­täts-AG vorm. W. Lah­mey­er & Co. (EAG) in Frank­furt am Main und be­freun­de­te Un­ter­neh­men, die am 25.4.1898 die Rhei­nisch West­fä­li­sches Elek­tri­zi­täts­werk AG (RWE) mit Sitz in Es­sen grün­de­ten, be­rie­fen ihn in den ers­ten Auf­sichts­rat des RWE. Stin­nes ging es zu­nächst dar­um, durch Koh­le­lie­fe­run­gen an das RWE den Ab­satz sei­ner Ze­chen zu sta­bi­li­sie­ren. Das RWE bau­te sei­ne „Stamm­zen­tra­le“ ne­ben der al­ten Stin­nes-Ze­che Vic­to­ria Ma­thi­as nörd­lich der Es­se­ner Alt­stadt; hier ging 1899 die ers­te Dampf-Wech­sel­strom­ma­schi­ne in Be­trieb, die Strom für Ver­brau­cher im Stadt­ge­biet von Es­sen er­zeug­te. Wäh­rend der En­er­gie­preis­kri­se von 1902 ha­ben Stin­nes und Thys­sen mit Hil­fe der Deut­schen Bank, der Dresd­ner Bank und der Dis­con­to-Ge­sell­schaft ge­mein­sam den Mehr­heits­an­teil der EAG am Ak­ti­en­ka­pi­tal des RWE er­wor­ben, des­sen Ge­sell­schaf­ter Stin­nes zum Vor­sit­zen­den des Auf­sichts­ra­tes wähl­ten. Stin­nes wur­de zum stra­te­gi­schen Kopf des RWE, das auf der Grund­la­ge von Stein- und Braun­koh­le schon vor dem Ers­ten Welt­krieg sei­ne Kraft­werks­ka­pa­zi­tä­ten in bei­spiel­lo­sem Um­fang aus­bau­te und Strom­lie­fer­ver­trä­ge mit Städ­ten und Ge­mein­den des west­li­chen Ruhr­ge­bie­tes, des Nie­der­rheins, des Ber­gi­schen Lan­des und des Raums Köln–Bonn so­wie mit Nah­ver­kehrs­un­ter­neh­men ab­schloss. Seit 1905 konn­ten sich die Städ­te und Ge­mein­den, die vom RWE mit Strom ver­sorgt wur­den, am Ak­ti­en­ka­pi­tal be­tei­li­gen (zu­erst Es­sen, Mül­heim und Gel­sen­kir­chen). Das RWE wur­de zum grö­ß­ten Strom­ver­sor­ger Deutsch­lands. Stin­nes’ Pro­jekt, es auch zu ei­nem re­gio­na­len Gas­ver­sor­ger zu ma­chen, schei­ter­te we­gen Dif­fe­ren­zen mit Au­gust Thys­sen, der selbst in die Gas-Fern­ver­sor­gung ein­stei­gen woll­te und da­bei grö­ße­re Er­fol­ge er­zie­len konn­te als das RWE, des­sen re­la­tiv klei­nes Gas­lei­tungs­netz spä­ter von der Ruhr­gas AG über­nom­men wur­de.

Hugo Stinnes (1870-1924) mit seiner Frau Clara Stinnes (1872-1973), geb. Wagenknecht, auf dem Weg zum Reichstag, ca. 1920.

 

1901 hob Stin­nes nach dem Er­werb von An­tei­len an Mon­tan­un­ter­neh­men im Ruhr­ge­biet und in Lu­xem­burg mit Hil­fe der Bank für Han­del und In­dus­trie ein Ei­sen- und Stahl­un­ter­neh­men aus der Tau­fe, die Deutsch-Lu­xem­bur­gi­sche Berg­werks- und Hüt­ten-Ak­ti­en­ge­sell­schaft (kurz Deutsch-Lux ge­nannt), wo­mit ein neu­es Ka­pi­tel sei­ner un­ter­neh­me­ri­schen Lauf­bahn be­gann. Deutsch-Lux wuchs in den fol­gen­den Jah­ren durch Fu­sio­nen und Zu­käu­fe zu ei­nem der grö­ß­ten ver­ti­kal or­ga­ni­sier­ten Mon­tan­un­ter­neh­men Deutsch­lands und hat­te 1910 ein Ak­ti­en­ka­pi­tal von 100 Mil­lio­nen Mark. Die be­deu­tends­ten, bei­de durch Fu­si­on voll­zo­ge­nen Ak­qui­si­tio­nen von Deutsch-Lux wa­ren die AG Berg­werks-Ver­ein Fried­rich Wil­helms-Hüt­te in Mül­heim (1905) und die 1872 ge­grün­de­te Dort­mun­der Uni­on AG für Berg­bau, Ei­sen- und Stahl­in­dus­trie (1910). Mit der Uni­on kam der In­ge­nieur Al­bert Vög­ler (1877–1945) mit Stin­nes in Ver­bin­dung; die­ser über­aus fä­hi­ge Ma­na­ger wur­de Vor­stands­mit­glied von Deutsch-Lux und Stin­nes’ wich­tigs­ter Hel­fer im Be­reich der Mon­tan­in­dus­trie.

Da der Stin­nes-Kon­zern in vie­len eu­ro­päi­schen Län­dern, be­son­ders in Groß­bri­tan­ni­en, ak­tiv war, sah Hu­go Stin­nes die nach 1910 her­auf­zie­hen­de Ge­fahr ei­nes Krie­ges der gro­ßen Mäch­te mit Sor­ge und äu­ßer­te im po­li­ti­schen Raum mehr­fach War­nun­gen vor den Fol­gen ei­nes Krie­ges. Nach Kriegs­be­ginn stell­te Stin­nes wie an­de­re In­dus­tri­el­le die Fer­ti­gung sei­ner Un­ter­neh­men teil­wei­se von Frie­dens- auf Kriegs­er­zeug­nis­se um; Deutsch-Lux wur­de mit sei­nen Wer­ken zu ei­nem der grö­ß­ten deut­schen Pro­du­zen­ten von Mu­ni­ti­on (Gra­na­ten). Mit an­de­ren In­dus­tri­el­len for­der­te er im In­ter­es­se der dau­ern­den Si­che­rung ei­ner aus­rei­chen­den Zu­fuhr an hoch­wer­ti­gen Er­zen für die deut­sche Mon­tan­in­dus­trie un­ter an­de­rem die An­ne­xi­on der Erz­re­gi­on von Long­wy-Briey und die Kon­trol­le über die Erz­vor­kom­men in der Nor­man­die. Stin­nes teil­te weit­ge­hend die For­de­run­gen und Zie­le des All­deut­schen Ver­ban­des und seit 1917 der neu ge­grün­de­ten Va­ter­lands­par­tei. Wie an­de­re deut­sche In­dus­tri­el­le be­für­wor­te­te er den Zwangs­ein­satz ar­beits-lo­ser bel­gi­scher Ar­bei­ter in der deut­schen Kriegs­in­dus­trie, die dem Kriegs­recht zu­wi­der­lief.

Ge­gen En­de des Krie­ges wur­de Stin­nes als ei­ner der be­deu­tends­ten In­dus­tri­el­len der deut­schen Ei­sen- und Stahl­in­dus­trie zu ei­nem Wort­füh­rer der Ar­beit­ge­ber­sei­te in den Aus­ein­an­der­set­zun­gen um die künf­ti­ge Wirt­schafts­ver­fas­sung des Deut­schen Rei­ches. Stin­nes führ­te die Ver­tre­ter der Ar­beit­ge­ber in den Ver­hand­lun­gen mit den Ge­werk­schaf­ten über die Ge­stal­tung der künf­ti­gen Ar­beits­be­zie­hun­gen. Am 15. No­vem­ber 1918 un­ter­zeich­ne­te er ne­ben dem Vor­sit­zen­den der Ge­ne­ral­kom­mis­si­on der Ge­werk­schaf­ten Deutsch­lands, Carl Le­gi­en (1861–1920) das Ab­kom­men über die Bil­dung ei­ner „Zen­tral­ar­beits­ge­mein­schaft für den In­ter­es­sen­aus­gleich mit den Ge­werk­schaf­ten“ („Stin­nes-Le­gi­en-Ab­kom­men“), das die Ein­füh­rung des Acht­stun­den-Ar­beits­ta­ges und ei­nes Ta­rif­sys­tems so­wie die Ent­wick­lung ei­nes kol­lek­ti­ven Ar­beits­rech­tes vor­sah. Das Ab­kom­men trug er­heb­lich da­zu bei, dass der re­vo­lu­tio­nä­re Elan des Herbs­tes 1918 und des fol­gen­den Win­ters nach­ließ und der von der SPD ge­führ­te, grö­ße­re Teil der deut­schen Ar­bei­ter­schaft ei­ne ko­ope­ra­ti­ve Lö­sung der Ar­beits­kon­flik­te be­vor­zug­te. Spä­ter trat Stin­nes ve­he­ment für ei­ne Ver­län­ge­rung der 1918/19 ver­kürz­ten Ar­beits­zei­ten ein. In die De­bat­te über die So­zia­li­sie­rung des Koh­len­berg­bau­es (1918–1921), in der sich zu­nächst die Mo­del­le ei­ner Voll­so­zia­li­sie­rung und der „Ge­mein­wirt­schaf­t“ ge­gen­über­stan­den (bei­des wur­de von den Ver­bän­den der Berg­bau­un­ter­neh­mer ab­ge­lehnt), führ­te Stin­nes zu­sam­men mit dem rhei­ni­schen Braun­koh­len­in­dus­tri­el­len Paul Sil­ver­berg die so­ge­nann­te Kon­zern­lö­sung ein, bei der die Mit­be­stim­mung der Ar­bei­ter durch die Aus­ga­be von Klein­ak­ti­en ge­währ­leis­tet wer­den soll­te. Die De­bat­te fand im Som­mer 1921 im Zu­sam­men­hang mit der Re­pa­ra­ti­ons­fra­ge ein En­de und die So­zia­li­sie­rung un­ter­blieb.

Hugo Stinnes (1870-1924) und seine Familie (es fehlt der älteste Sohn).

 

1919/1920 über­nahm Stin­nes als Sach­ver­stän­di­ger auch öf­fent­li­che Funk­tio­nen in den Ver­hand­lun­gen über die von Deutsch­land zu leis­ten­den Re­pa­ra­tio­nen. Er schloss sich der rechts­li­be­ra­len Deut­schen Volks­par­tei an und zog für sie 1920 in den Reichs­tag ein. Ge­gen die von ih­ren Kri­ti­kern als „Er­fül­lungs­po­li­ti­k“ be­zeich­ne­te Be­die­nung der im Ver­sailler Ver­trag fest­ge­schrie­be­nen, für die deut­sche Volks­wirt­schaft nicht trag­ba­ren Re­pa­ra­ti­ons­for­de­run­gen der Al­li­ier­ten trat Stin­nes für ei­ne auf Gleich­be­rech­ti­gung be­ru­hen­de wirt­schaft­li­che Zu­sam­men­ar­beit in Mit­tel- und West­eu­ro­pa, ins­be­son­de­re zwi­schen Deutsch­land und Frank­reich, ein. Stein­koh­le von der Ruhr und Mi­net­te-Er­ze aus Loth­rin­gen soll­ten aus­ge­tauscht wer­den, ein Ver­fah­ren, das die Grund­la­ge für in­dus­tri­el­le Pro­jek­te eu­ro­päi­schen Zu­schnitts bil­den konn­te. Das Kon­zept war un­rea­lis­tisch, weil, was Stin­nes nicht er­kann­te, in Frank­reich die Wirt­schaft streng der Po­li­tik un­ter­ge­ord­net war und blieb. Erst 1926 eta­blier­te man mit der In­ter­na­tio­na­len Roh­stoff­ge­mein­schaft ein Sys­tem der mul­ti­na­tio­na­len in­dus­tri­el­len Ko­ope­ra­ti­on. Stin­nes’ Ver­su­che, über wirt­schaft­li­che Ab­kom­men und Pro­jek­te auch in die deut­sche Au­ßen­po­li­tik ein­zu­grei­fen, wa­ren un­ter den Be­din­gun­gen der Be­set­zung des Ruhr­ge­bie­tes durch fran­zö­si­sche und bel­gi­sche Trup­pen seit Ja­nu­ar 1923 grö­ß­ten­teils er­folg­los und wur­den im Herbst 1923 von Reichs­kanz­ler Gus­tav Stre­se­mann (1878-1929), sei­nem wich­tigs­ten Geg­ner in der DVP, ganz un­ter­bun­den. Im po­li­ti­schen Raum en­ga­gier­te sich Stin­nes auch für ei­ne for­cier­te Mo­to­ri­sie­rung und Au­to­mo­bi­li­sie­rung Deutsch­lands, und er kri­ti­sier­te, dass auf Au­to­mo­bi­le ei­ne „Lu­xus­steu­er“ er­ho­ben wur­de.

Hugo Stinnes als Friedensengel, Karikatur zum Stinnes-Abkommen im Simplizissimus, Bildunterschirft: 'Die Zeit der Romantik ist vorbei. Der Friedensengel sieht jetzt so aus.', nach Zeichnung von E. Schilling, 1923.

 

Der Stin­nes-Kon­zern ver­lor durch die Be­stim­mun­gen des Ver­sailler Ver­tra­ges ei­nen Teil sei­ner Roh­stoff­quel­len der Vor­kriegs­zeit und auch Pro­duk­ti­ons­stät­ten; so wur­den al­le Be­sit­zun­gen von Deutsch-Lux in Loth­rin­gen und Lu­xem­burg ent­eig­net oder muss­ten ver­kauft wer­den. Zum Aus­gleich die­ser Ver­lus­te, und um den Kon­zern wei­ter wach­sen zu las­sen, er­warb Stin­nes in Deutsch­land und im Aus­land Un­ter­neh­men der Erd­öl­för­de­rung und des Öl­han­dels, der Braun­koh­len­för­de­rung, der Holz­ge­win­nung, der Pa­pier­pro­duk­ti­on und der Bau­stoff­in­dus­trie, ei­ne Wag­gon­fa­brik, zwei Au­to­mo­bil­wer­ke, Be­trie­be der Me­tall­ver­ar­bei­tung, Ver­la­ge und Dru­cke­rei­en, so­gar Fil­m­un­ter­neh­men in Pots­dam und ei­ne Ta­ges­zei­tung. Er fi­nan­zier­te die Käu­fe über­wie­gend mit Bank­kre­di­ten. Lei­ten­der Ge­dan­ke war, mit dem ge­lie­he­nen Ka­pi­tal rea­le Wer­te zu er­wer­ben, in dem Be­wusst­sein, dass die ho­hen Schul­den durch die In­fla­ti­on ent­wer­tet wür­den. 1920 wur­de die Ko­h­olyt AG (Ber­lin) ge­grün­det, ei­ne neue Hol­ding für die Un­ter­neh­men der Che­mi­schen In­dus­trie, der Holz– und der Pa­pier­in­dus­trie, die Stin­nes im Lau­fe der Jah­re er­wor­ben hat­te. Hol­ding für die Stin­nes’schen Ak­ti­vi­tä­ten im Be­reich der Erd­öl­för­de­rung und des Erd­öl­han­dels wur­de die alt­ein­ge­führ­te Rie­beck’sche Mon­tan­ge­sell­schaft in Hal­le an der Saa­le, die seit 1923 Hu­go Stin­nes-Rie­beck-Mon­tan- und Oel­wer­ke AG hieß. In Kar­nap grün­de­te Stin­nes die Glas­wer­ke Ruhr AG mit ei­ner hoch­mo­der­nen Fa­brik, de­ren En­er­gie­be­darf mit Koh­le aus der be­nach­bar­ten Ze­che Ma­thi­as Stin­nes be­frie­digt wur­de. Stin­nes er­warb auch An­tei­le an den Ban­ken Ber­li­ner Han­dels­ge­sell­schaft und Bar­mer Bank­ver­ein, an Ver­si­che­run­gen und an der Al­pi­ne Mon­tan-Ge­sell­schaft in Wien. Um Geld in Im­mo­bi­li­en an­zu­le­gen, kauf­te Stin­nes meh­re­re Lu­xus­ho­tels wie das Es­pla­na­de und das Fürs­ten­berg-Carl­ton in Ber­lin, das At­lan­tic in Ham­burg und den Nas­sau­er Hof in Wies­ba­den. 1924 um­fass­te der Stin­nes-Kon­zern mehr als 4.000 di­rek­te oder in­di­rek­te Un­ter­neh­men und Un­ter­neh­mens­be­tei­li­gun­gen; die Ge­samt­zahl der Kon­zern­be­schäf­tig­ten wur­de auf 600.000 ge­schätzt.

Cover des Buches 'Stinnes und seine Konzerne' von Paul Ufermann und Carl Hüglin, 1924.

 

1919 er­nann­te die Tech­ni­sche Hoch­schu­le Aa­chen Stin­nes zum Dr.-Ing. E.h. Letz­ter Hö­he­punkt sei­ner un­ter­neh­me­ri­schen Lauf­bahn war im Ok­to­ber 1920 die Grün­dung der Rhein-El­be-Uni­on GmbH, der Hol­ding für ei­nen gro­ßen Mon­tan­kon­zern, zu dem sich zu­nächst Deutsch-Lux und die Gel­sen­kir­che­ner Berg­werks-AG (GBAG) zu­sam­men­schlos­sen und in den et­was spä­ter auch der Bo­chu­mer Ver­ein für Berg­bau und Guss­stahl­fa­bri­ka­ti­on ein­be­zo­gen wur­de. Die Hol­ding er­hielt ih­ren Na­men nach ei­ner der Ze­chen der GBAG (Rhein-El­be, auch Rheinel­be ge­schrie­ben) und der Dort­mun­der Uni­on, dem wich­tigs­ten Be­stand­teil von Deutsch-Lux. Recht­lich ge­se­hen war die­ser Kon­zern nur ei­ne In­ter­es­sen­ge­mein­schaft; die sie grün­den­den Un­ter­neh­men blie­ben be­ste­hen. Al­bert Vög­ler, Lei­ter von Deutsch-Lux, über­nahm auch bei der Rhein-El­be-Uni­on den Vor­stands­vor­sitz. Das stra­te­gi­sche Zu­sam­men­ge­hen von Rhein-El­be-Uni­on, der Sie­mens & Hals­ke AG (Ber­lin) und der Elek­tri­zi­täts-AG vor­mals Schu­ckert & Co. (Nürn­berg), die im De­zem­ber 1920 ei­nen Be­triebs­ge­mein­schafts­ver­trag schlos­sen und als „Sie­mens-Rhein-El­be-Schu­ckert-Uni­on“ in Er­schei­nung tra­ten, war nicht von lan­ger Dau­er. Hat­te die In­fla­ti­on den Kon­zern­aus­bau be­güns­tigt und mit­tel­bar zu ho­hen Ge­win­nen ge­führt, so kam mit der „Sta­bi­li­sie­rungs­kri­se“, die mit dem En­de der In­fla­ti­on und mit der Wäh­rungs­um­stel­lung von 1924 be­gann, ei­ne hoch­pro­ble­ma­ti­sche Zeit, was je­doch auch für an­de­re Kon­zer­ne wie Krupp und die Gu­te­hoff­nungs­hüt­te galt. Wie der Stin­nes-Bio­graph Ge­rald D. Feld­man schrieb, ver­wan­del­te sich die „Flucht in die Sach­wer­te“ vom „Ret­tungs­an­ker in ei­nen Fluch“. In sei­nen letz­ten Le­bens­mo­na­ten gab Stin­nes sei­nen Söh­nen auf, al­le Wer­te, die nicht zwin­gend für das Koh­len- und Schiff­fahrts­ge­schäft not­wen­dig wa­ren, zu ver­kau­fen.

Hugo Stinnes (1870-1924). (George Grantham Bain Collection/Library of Congress, Washington, D.C., Digital File Number: LC-DIG-ggbain-31075)

 

Seit 1923 nahm Stin­nes’ Ge­sund­heit we­gen phy­si­scher und psy­chi­scher Über­for­de­rung Scha­den. Von ei­ner miss­glück­ten Gal­len­ope­ra­ti­on im März 1924 er­hol­te er sich nicht mehr nach­hal­tig. In­fol­ge ei­ner beid­sei­ti­gen Lun­gen­ent­zün­dung starb Hu­go Stin­nes, erst 54 Jah­re alt, am 10.4.1924 in Ber­lin. Vier Ta­ge spä­ter fand in Ber­lin ei­ne Trau­er­fei­er statt, an der Reichs­kanz­ler Wil­helm Marx und fast das ge­sam­te Reichs­ka­bi­nett – auch Gus­tav Stre­se­mann – teil­nah­men; da­nach wur­de die Ur­ne auf dem Mül­hei­mer Alt­stadt­fried­hof im Fa­mi­li­en­grab bei­ge­setzt.

Die All­ge­gen­wart von Stin­nes im deut­schen Wirt­schafts­le­ben, sei­ne Rol­le in der Wirt­schafts- und Au­ßen­po­li­tik, die un­zäh­li­gen Käu­fe von Un­ter­neh­men und Be­tei­li­gun­gen und das für Nicht­öko­no­men un­heim­li­che, ra­sche Wach­sen sei­nes Kon­zerns in der In­fla­ti­ons­zeit mach­ten Stin­nes mehr als die meis­ten an­de­ren In­dus­tri­el­len zu ei­ner Per­son des öf­fent­li­chen In­ter­es­ses. Die Auf­nah­me von Kre­di­ten in un­ge­wöhn­lich gro­ßem Um­fang, mit der er die durch die In­fla­ti­on ent­stan­de­nen Fi­nan­zie­rungs­mög­lich­kei­ten nutz­te, be­frem­de­te vie­le, sei­ne Aus­lands- und De­vi­sen­ge­schäf­te wur­den be­arg­wöhnt. Die deut­sche Pres­se, ins­be­son­de­re die den Ar­bei­ter­par­tei­en na­he ste­hen­den Zei­tun­gen, be­schäf­tig­te sich im­mer wie­der kri­tisch mit ihm. Nach Stin­nes’ Tod ver­teu­fel­te Hein­rich Mann ihn in der li­te­ra­risch zweit­ran­gi­gen Kurz­no­vel­le Ko­bes (1925) als Aus­beu­ter. Das ideo­lo­gi­sche Ge­gen­stück da­zu bil­de­te der Ro­man Kauf­mann aus Mül­heim von Na­tha­na­el Jün­ger (1925), der Stin­nes als für­sorg­li­chen Ar­beit­ge­ber und pa­trio­ti­schen Kämp­fer ge­gen die Er­nied­ri­gung Deutsch­lands durch den Ver­sailler Ver­trag dar­stell­te. In dem Ruhr­ge­biets- und In­dus­trie­ro­man Uni­on der fes­ten Hand von Erik Re­ger (1931) ge­hört der Stin­nes nach­ge­bil­de­te, un­kon­ven­tio­nel­le und ide­en­rei­che In­dus­tri­el­le Ot­to­kar Wirtz zu den hel­ler ge­zeich­ne­ten Fi­gu­ren.

Stin­nes’ Wit­we, der Al­lein­er­bin, und den Söh­nen Ed­mund Stin­nes (1896–1953) und Hu­go Stin­nes jun. (1897–1982), die als Ge­ne­ral­be­voll­mäch­tig­te tä­tig wa­ren, ge­lang es nicht, den gro­ßen Kon­zern zu er­hal­ten; viel­mehr mach­ten sie, die letz­ten Rat­schlä­ge des Va­ters miss­ach­tend, kras­se Feh­ler, die zum Un­ter­gang des Kon­zerns führ­ten. Auch zer­strit­ten sie sich, was da­zu führ­te, dass Ed­mund schon im Früh­jahr 1925 aus der Ge­schäfts­füh­rung aus­schied. 1925 wur­de die Hu­go Stin­nes GmbH zah­lungs­un­fä­hig. Um die Li­qui­di­tät wie­der­her­zu­stel­len, muss­ten gro­ße Tei­le des Kon­zerns und die Be­tei­li­gun­gen an der Rhein-El­be-Uni­on (über Deutsch-Lux) und der RWE AG ver­äu­ßert wer­den; die Deutsch-Lux-Ak­ti­en er­warb ei­ne bri­tisch-ame­ri­ka­ni­sche Grup­pe un­ter Füh­rung des Lon­do­ner Bank­hau­ses Schrö­der und der Bank Dil­lon, Re­ad & Co. in New York, die RWE-Ak­ti­en der Staat Preu­ßen. Hu­go Stin­nes jr. konn­te die Hu­go Stin­nes GmbH mit den Be­tei­li­gun­gen am Mül­hei­mer Berg­werks­ver­ein und an der Ge­werk­schaft Ma­thi­as Stin­nes (Mül­heim / Es­sen) im Ju­li 1926 nur mit Hil­fe ei­nes in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten auf­ge­nom­me­nen Kre­dits in Hö­he von 25 Mil­lio­nen Dol­lar und durch die Ein­brin­gung des Un­ter­neh­mens und wei­te­rer Wer­te in ei­ne ame­ri­ka­ni­sche Ge­sell­schaft, die Hu­go Stin­nes Cor­po­ra­ti­on (Bal­ti­more), ret­ten, an der die Fa­mi­lie Stin­nes mit der Hälf­te der An­tei­le be­tei­ligt war. Ein­zi­ges ver­blie­be­nes Ge­schäfts­feld der Hu­go Stin­nes GmbH war der Koh­len­han­del, der je­doch flo­rier­te und die Fa­mi­lie vor dem Ru­in be­wahr­te.

Literatur

Pin­ner, Fe­lix, Deut­sche Wirt­schafts­füh­rer,  Char­lot­ten­burg 1924, S. 11-32.
Wulf, Pe­ter, Hu­go Stin­nes. Wirt­schaft und Po­li­tik 1918–1924, Stutt­gart 1979.
Feld­man, Ge­rald D., Hu­go Stin­nes. Bio­gra­phie ei­nes In­dus­tri­el­len 1870–1924, Mün­chen 1998.
Rasch, Man­fred/Feld­man, Ge­rald D. (Hg.), Au­gust Thys­sen und Hu­go Stin­nes. Ein Brief­wech­sel 1898–1922, Mün­chen 2003. 

Online

Plum­pe, Wer­ner, „Hu­go Stin­nes“, in: Neue Deut­sche Bio­gra­phie 25 (2013), S. 355-357. [on­line]

Die Trauerfeier für den Industriellen Hugo Stinnes (1870-1924), der Sarg wurde von Bergknappen und Schiffs-Offizieren getragen, April 1924. (Bundesarchiv, Bild 102-00366 / CC-BY-SA 3.0)

 
Zitationshinweis

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Kanther, Michael A., Hugo Stinnes, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: http://rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/hugo-stinnes/DE-2086/lido/5b44737625ada9.17678279 (16.11.2018)