Luise Jörissen

Pionierin der deutschen und internationalen Sozialen Arbeit (1897-1987)

Manfred Berger (Dillingen an der Donau)

Luise Jörissen, undatiert. (Archiv der Abtei Venio OSB, Signatur: VAM BC 4-9)

Lui­se Jö­ris­sen hat die deut­sche und in­ter­na­tio­na­le So­zi­al­ar­beit wie die kirch­li­che Lai­en­ar­beit der Frau­en über ei­nen lan­gen Zeit­raum hin­weg mit­ge­prägt. Ihr be­son­de­res In­ter­es­se galt der Aus­bil­dung für die so­zia­le Frau­en­ar­beit, der Ju­gend­pfle­ge und Ju­gend­für­sor­ge so­wie all­ge­mein der ka­tho­li­schen So­zi­al­ar­beit für Mäd­chen und Frau­en. 

Loui­se (Lui­se) He­le­ne Ma­ria Hu­ber­ti­ne wur­de am 11.7.1897 in Aa­chen als äl­tes­tes von drei Kin­dern des Ge­schäfts­man­nes und spä­te­ren Reichs­tags­ab­ge­ord­ne­ten (Wirt­schafts­par­tei) Dr. phil. Franz Jö­ris­sen (1868-1932) und des­sen Ehe­frau Con­stan­ti­na He­le­ne Hu­ber­ti­ne Ma­ria Loui­se (ge­nannt El­la) ge­bo­re­ne Heu­cken (1876-1950) ge­bo­ren. Das Ehe­paar Jö­ris­sen un­ter­hielt ein gast­freund­li­ches Haus, zur sonn­täg­li­chen Ge­sprächs­run­de ge­hör­ten Ärz­te, Ju­ris­ten, Po­li­ti­ker, Un­ter­neh­mer und Theo­lo­gen.

Die ka­tho­li­sche Fröm­mig­keit, die welt­of­fe­ne und to­le­ran­te Hal­tung der El­tern wirk­te sich auf die Er­zie­hung der Kin­der aus. Nach­dem die Fir­ma des Va­ters in wirt­schaft­li­che Schwie­rig­kei­ten ge­ra­ten war, über­sie­del­te die Fa­mi­lie 1908 nach Ber­lin, wo der Va­ter ei­ne An­stel­lung in ei­nem gro­ßen In­dus­trie­un­ter­neh­men fand. Weil den El­tern im pro­tes­tan­tisch ge­präg­ten Ber­lin ei­ne ka­tho­li­sche Schul­bil­dung ih­rer äl­tes­ten Toch­ter nicht ge­si­chert er­schien, schick­ten sie die­se nach Aa­chen zu­rück, wo sie die neu er­öff­ne­te Ur­su­li­nen­schu­le be­such­te. 1913 zog die Fa­mi­lie Jö­ris­sen er­neut um, dies­mal nach Köln. In der Dom­stadt ar­bei­te­te der Va­ter als Syn­di­kus und Or­ga­ni­sa­tor des Köl­ner Haus- und Grund­be­sit­zer­ver­eins. Die in­zwi­schen 16-jä­hi­ge Toch­ter Lui­se kehr­te in das El­tern­haus zu­rück und leg­te 1916 an der Kai­se­rin-Au­gus­ta-Schu­le in Köln die Rei­fe­prü­fung ab. Dort un­ter­rich­te­te He­le­ne We­ber, die ih­re Schü­le­rin­nen wäh­rend des Ers­ten Welt­kriegs zur eh­ren­amt­li­chen Ar­beit am Köl­ner Haupt­bahn­hof er­mun­ter­te.

 

Nach dem Ab­itur im­ma­tri­ku­lier­te sich Lui­se Jö­ris­sen an der Uni­ver­si­tät Müns­ter für die Fä­cher Ma­the­ma­tik und Na­tur­wis­sen­schaf­ten. Be­reits nach ei­nem Se­mes­ter wech­sel­te sie an die Uni­ver­si­tät Mün­chen. In der baye­ri­schen Lan­des­haupt­stadt en­ga­gier­te sie sich in der ka­tho­li­schen Ver­ei­ni­gung der Stu­den­tin­nen und in der Ju­gend­sek­ti­on des Ka­tho­li­schen Frau­en­bun­des (KFB). Da­bei be­geg­ne­te sie El­len Am­mann (1870-1932), Grün­de­rin so­zi­al-ca­ri­ta­ti­ver Ein­rich­tun­gen und Vor­sit­zen­de des KFB in Bay­ern. Lui­se Jö­ris­sen war von der frau­en­be­weg­ten Ka­tho­li­kin und ih­rem eh­ren­amt­li­chen En­ga­ge­ment fas­zi­niert. Sie wech­sel­te die Stu­di­en­rich­tung und be­leg­te Ver­an­stal­tun­gen in Phi­lo­so­phie, So­zi­al­po­li­tik und Na­tio­nal­öko­no­mie, um ge­sell­schaft­li­che und po­li­ti­sche Zu­sam­men­hän­ge bes­ser ver­ste­hen und ver­än­dern zu kön­nen. Im De­zem­ber 1920 be­en­de­te sie das Stu­di­um mit der Pro­mo­ti­on über das The­ma „Über die Sä­ku­la­ri­sa­ti­on der alt­baye­ri­schen Prä­la­ten­k­lös­ter. Ih­re fi­nan­zi­el­len Grün­de und Er­geb­nis­se“ zum Dr. oec.

Für knapp zwei Jah­re nahm sie ei­ne gut do­tier­te Stel­lung in der So­zi­al­ab­tei­lung ei­nes grö­ße­ren Mün­che­ner In­dus­trie­un­ter­neh­mens an und bau­te ei­ne Be­triebs­für­sor­ge auf. Den Kon­zern ver­ließ sie, weil Carl Son­nen­schein, Be­grün­der und Lei­ter der ka­tho­lisch-so­zia­len Stu­den­ten­be­we­gung, ihr ei­nen Stu­di­en­auf­ent­halt in Rom er­mög­lich­te. Die vie­len Be­geg­nun­gen mit Men­schen aus der gan­zen Welt und die Teil­nah­me am Eu­cha­ris­ti­schen Welt­kon­gress vom 24.– 29.6.1922 in der hei­li­gen Stadt wur­den für Lui­se Jö­ris­sen rich­tung­wei­send. Ab 1923 ar­bei­te­te sie in der Ju­gend- und Ge­fähr­de­ten­für­sor­ge beim Diö­ze­san­ca­ri­tas­ver­band in Köln. Zu ih­ren Auf­ga­ben ge­hör­te die Re­or­ga­ni­sa­ti­on der dor­ti­gen ka­tho­li­schen Bahn­hofs­mis­si­on, ei­ner der grö­ß­ten der seit 1898 ar­bei­ten­den Sta­tio­nen im Deut­schen Reich. An­ge­sichts der stark stei­gen­den Zahl ju­gend­li­cher Va­ga­bun­die­rer, die sich rund um den Köl­ner Haupt­bahn­hof her­um­trie­ben und Op­fer von „Jung­män­ner­fän­ger“ wur­den, be­müh­te sie sich um den Auf­bau ei­ner Für­sor­ge spe­zi­ell für männ­li­che Ju­gend­li­che. Da­für ar­bei­te­te sie eng mit dem Ka­tho­li­schen Män­ner­für­sor­ge­ver­ein (heu­te So­zi­al­dienst Ka­tho­li­scher Män­ner) zu­sam­men. Ein wei­te­res Au­gen­merk galt an­kom­men­den jun­gen und un­be­darf­ten Mäd­chen, um die­se vor „Mäd­chen­händ­ler“ zu be­wah­ren und mit Rat und Tat zu un­ter­stüt­zen.

Be­reits zwei Jah­re spä­ter bot ihr El­len Am­mann die stell­ver­tre­ten­de Lei­tung der von ihr 1909 in Mün­chen ge­grün­de­ten und ge­lei­te­ten So­zia­len und Ca­ri­ta­ti­ven Frau­en­schu­le des Ka­tho­li­schen Frau­en­bun­des in Bay­ern an. Die Schul­grün­de­rin konn­te ih­re Lei­tungs­auf­ga­ben nach ih­rer Wahl in den Baye­ri­schen Land­tag nicht mehr im vol­len Um­fang wahr­neh­men. Wäh­rend der vier­jäh­ri­gen Zeit an der kon­fes­sio­nell ge­bun­de­nen Frau­en­schu­le er­wei­ter­te Lui­se Jö­ris­sen die Für­sor­ge­rin­nen­aus­bil­dung um die pas­to­ra­le Kom­po­nen­te. Da­durch wur­de den Se­mi­na­ris­tin­nen die Mög­lich­keit an­ge­bo­ten, die Mis­sio ca­no­ni­ca zu er­wer­ben. Zu­sätz­lich in­iti­ier­te sie Abend­kur­se, in de­nen be­rufs­tä­ti­ge und ver­hei­ra­te­te Frau­en für eh­ren­amt­li­che ka­te­che­ti­sche und seel­sor­ge­ri­sche Hilfs­ar­beit ge­schult wur­den.

Lui­se Jö­ris­sen schloss sich der Ge­bets­ge­mein­schaft um Ma­ri­an­ne Jo­han­nes (1900-1993) an. Un­ter der spi­ri­tu­el­len Be­glei­tung durch Pa­ter Alois Ma­ger (1883-1946) aus der Ab­tei Beu­ron ent­wi­ckel­te sich aus der re­li­giö­sen Ge­sin­nungs­ge­mein­schaft ei­ne an der Re­gel des hei­li­gen Be­ne­dikt ori­en­tier­te ge­mein­sa­me Le­bens­form, in der die Mit­glie­der wei­ter­hin ih­re welt­li­chen Be­ru­fe aus­üben. Die In­itia­to­rin über­nahm 1926 als Ma­ter Agnes of­fi­zi­ell die Ver­ant­wor­tung für die Ge­mein­schaft, die sich Ve­nio nann­te und in der Baa­der­stra­ße in der Münch­ner In­nen­stadt ihr Quar­tier hat­te. 1927 er­teil­te der Münch­ner Erz­bi­schof Mi­cha­el Kar­di­nal Faul­ha­ber (1869-1952) den Frau­en die Er­laub­nis zur Vi­ta com­mu­nis, zum ge­mein­sa­men Le­ben. 1928 leg­te Lui­se Jö­ris­sen im Klos­ter Et­tal in der Ob­la­ti­on als Schwes­ter Lio­ba ih­re Pro­fess ab. Fort­an leb­te sie in ih­ren Mün­che­ner Zei­ten in der Kom­mu­ni­tät Ve­nio, die 1952 ein Haus im vor­neh­men Stadt­teil Nym­phen­burg be­zog, wo die geist­li­che Ge­mein­schaft bis heu­te lebt. Am 11.7.2013 wur­de die Kom­mu­ni­tät von Kar­di­nal Rein­hard Marx (ge­bo­ren 1953) zur Ab­tei er­ho­ben.

1929 folg­te Lui­se Jö­ris­sen ei­nem Ruf der UCISS (Uni­on Ca­tho­li­que In­ter­na­tio­na­le de Ser­vice So­ci­al) nach Chi­le. In der Haupt­stadt San­tia­go de Chi­le zeich­ne­te sie für den Auf- und Aus­bau der ers­ten und bis heu­te exis­tie­ren­den ka­tho­li­schen So­zi­al­schu­le La­tein­ame­ri­kas ver­ant­wort­lich. So­gleich nach ih­rer An­kunft er­stell­te sie ei­nen Lehr­plan, der sich an den so­zia­len Pro­ble­men des Lan­des ori­en­tier­te und so­zi­al­hy­gie­ni­sche, me­di­zi­ni­sche, ju­ris­ti­sche und ge­sell­schafts­re­le­van­te The­men um­fass­te. Gro­ßer Wert wur­de auf prak­ti­sche Er­fah­run­gen der aus­zu­bil­den­den jun­gen Mäd­chen und Frau­en, die über­wie­gend der ge­ho­be­nen Schicht an­ge­hör­ten, ge­legt. Die Schü­le­rin­nen lern­ten im Um­gang mit staat­li­chen und kirch­li­chen Be­hör­den, Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen (Kin­der­gar­ten, Hort), Kran­ken- und Ar­men­häu­sern usw. die so­zia­len Zu­sam­men­hän­ge und Mög­lich­kei­ten ih­res Lan­des ken­nen und er­fuh­ren, wie An­alpha­be­ten­tum, so­zia­le Ent­wur­ze­lung, Trunk­sucht und kör­per­li­che Ge­bre­chen die Men­schen in ei­ne hoff­nungs­lo­se La­ge ver­setz­ten, aus der sie sich selbst nicht be­frei­en konn­ten.

In ei­nem Bei­trag mit dem Ti­tel „Mäd­chen­han­del“, der 1931 in der Zeit­schrift „Mäd­chen­schut­z“ er­schien, the­ma­ti­sier­te Lui­se Jö­ris­sen die ka­ta­stro­pha­len Ver­hält­nis­se ei­nes „blü­hen­den“ Mäd­chen­han­dels von jun­gen eu­ro­päi­schen Aus­wan­de­rin­nen in den süd­li­chen Teil des ame­ri­ka­ni­schen Dop­pel­kon­ti­nents. Da­bei be­klag­te sie den feh­len­den Rechts­schutz für die Ein­wan­de­rin­nen, zu de­nen auch vie­le deut­sche Mäd­chen ge­hör­ten, dass die Auf­la­gen des Völ­ker­bun­des für die ein­zel­nen Lan­des­re­gie­run­gen le­dig­lich auf dem Pa­pier stün­den und es an ei­ner Frau­en­be­we­gung feh­le. Mit dem Trans­fer der Er­fah­run­gen von Frau­en aus Eu­ro­pa müs­se in Chi­le Pio­nier­ar­beit ge­leis­tet wer­den.

Nach Ab­lauf des Ver­trags kehr­te Lui­se Jö­ris­sen 1933 nach Köln zu­rück und ar­bei­te­te wie­der beim Diö­ze­san­ca­ri­tas­ver­band. Nach zwei Jah­ren wur­de sie nach Ma­drid ge­ru­fen, wo sie an der Grün­dung ei­ner ka­tho­li­schen So­zia­len Frau­en­schu­le mit­wir­ken soll­te. Die po­li­ti­schen Ver­hält­nis­se, die 1936 zum Aus­bruch des Spa­ni­schen Bür­ger­kriegs führ­ten, ver­hin­der­ten die Durch­füh­rung des Pro­jekts. Lui­se Jö­ris­sen kehr­te zu ih­rer geist­li­chen Ge­mein­schaft nach Mün­chen zu­rück und be­such­te psy­cho­lo­gi­sche Vor­le­sun­gen und Se­mi­na­re an der Uni­ver­si­tät. 1937 wur­de sie zum zwei­ten Mal nach La­tein­ame­ri­ka, die­ses Mal nach Pe­ru be­ru­fen. Die christ­lich wie so­zi­al und päd­ago­gisch in­ter­es­sier­te Gat­tin des Staats­prä­si­den­ten, Fran­cis­ca de Bena­vi­des (1886-1973), hat­te sie ge­be­ten, in Li­ma ei­ne ka­tho­li­sche so­zia­le Frau­en­schu­le auf­zu­bau­en. Wie in Chi­le ge­stal­te­ten sich die An­fangs­jah­re in der pe­rua­ni­schen Haupt­stadt schwie­rig. Ras­sen­pro­ble­me und Stan­des­un­ter­schie­de ver­hin­der­ten den rei­bungs­lo­sen Auf­bau der noch heu­te be­ste­hen­den Aus­bil­dungs­stät­te. Als bei­spiels­wei­se die Schul­lei­te­rin dar­auf be­stand, auch Stu­dier­wil­li­ge aus der Pro­vinz an der Schu­le auf­zu­neh­men, wur­de ein­ge­wandt, die­se sei­en „In­dia­s“ und sprä­chen Que­chua. Lui­se Jö­ris­sen woll­te die Ein­engung ih­rer Schu­le auf be­stimm­te Krei­se nicht hin­neh­men und stell­te ei­ne Lehr­kraft für Que­chua ein, da­mit die jun­gen, spa­nisch spre­chen­den Da­men die Spra­che der In­di­os er­lern­ten.

Be­son­ders wich­tig war ihr, das Be­wusst­sein der Schü­le­rin­nen, die über­wie­gend aus den an­ge­se­hens­ten Fa­mi­li­en Li­mas ka­men, für ei­ne per­sön­li­che Ver­ant­wor­tung der be­ste­hen­den un­ge­rech­ten so­zia­len Ver­hält­nis­se zu schär­fen, um mensch­li­ches Leid und Elend zu be­sei­ti­gen oder min­des­tens mil­dern zu hel­fen. Ge­ra­de­zu sen­sa­tio­nell war es, als die ers­ten aus­ge­bil­de­ten Für­sor­ge­rin­nen die Frau­en­schu­le ver­lie­ßen und pro­fes­sio­nel­le Hil­fe leis­te­ten auf den ver­schie­de­nen Fel­dern der Wohl­fahrts­pfle­ge, tä­tig wur­den. Nach fünf er­folg- und ar­beits­rei­chen Jah­ren muss­te die hoch­ge­ach­te­te Schul­lei­te­rin Li­ma ver­las­sen, als 1942 Pe­ru die di­plo­ma­ti­schen Be­zie­hun­gen mit NS-Deutsch­land ab­brach. Zu­rück in der Hei­mat, über­nahm sie Auf­ga­ben in der Zen­tra­le des Ka­tho­li­schen Für­sor­ge­ver­eins für Mäd­chen, Frau­en und Kin­der in Dort­mund. Zu­dem un­ter­rich­te­te sie an der 1917 ge­grün­de­ten ver­eins­ei­ge­nen und sei­ner­zei­ti­gen West­fä­li­schen Frau­en­schu­le für Volks­pfle­ge un­ter an­de­rem das Fach Volks­pfle­ge (das Wort Wohl­fahrts­pfle­ge war ver­bo­ten).

Un­mit­tel­bar nach dem En­de der NS-Dik­ta­tur ging Lui­se Jö­ris­sen zu­rück nach Mün­chen und über­nahm die Lei­tung der baye­ri­schen Lan­des­stel­le des Ka­tho­li­schen Für­sor­ge­ver­eins für Mäd­chen, Frau­en und Kin­der, der zu den we­ni­gen ka­tho­li­schen Ver­ei­nen ge­hör­te, die sich ih­re Funk­ti­ons­fä­hig­keit, wenn auch re­du­ziert, wäh­rend der NS-Zeit hat­ten er­hal­ten kön­nen. Die Wie­der­her­stel­lung ei­ner funk­tio­nie­ren­den Struk­tur muss­te schnell ge­sche­hen, denn die Not, vor al­lem in den zer­stör­ten Städ­ten, war groß. Täg­lich führ­te der Weg Lui­se Jö­ris­sens vom Haus ih­rer Schwes­tern­ge­mein­schaft durch die stark zer­stör­te Stadt in den Stadt­teil Au, in das Klos­ter der Ar­men Schul­schwes­tern von Un­se­rer Lie­ben Frau, wo sich das Bü­ro der Lan­des­vor­sit­zen­den be­fand. Die An­fangs­zeit war ge­prägt von vie­len Rei­sen durch ganz Bay­ern, muss­ten doch be­ste­hen­de Orts­grup­pen be­sucht und neue auf­ge­baut und Mit­ar­bei­te­rin­nen re­kru­tiert wer­den. Die Pro­ble­me, mit de­nen sich die Lei­te­rin des Für­sor­ge­ver­eins und ih­re Mit­ar­bei­te­rin­nen aus­ein­an­der­set­zen muss­ten, wa­ren enorm: Flücht­lin­ge und Ver­trie­be­ne, un­be­auf­sich­tig­te und streu­nen­de Kin­der und Ju­gend­li­che, jun­ge Mäd­chen im Um­kreis von aus­län­di­schen Trup­pen­an­samm­lun­gen, un­ver­hei­ra­te­te Müt­tern und de­ren Kin­der (oft ver­bun­den mit aus­ge­dehn­ten Va­ter­schafts­pro­zes­sen), aus­wan­de­rungs­wil­li­ge Bräu­ten von ame­ri­ka­ni­schen Sol­da­ten, Straf­fäl­li­ge, Ge­schlechts­kran­ke, Ob­dach­lo­se und an­de­re mehr wa­ren zu be­treu­en. Mit Mi­li­tär­be­hör­den und Kom­mu­nen muss­ten Ver­hand­lun­gen ge­führt wer­den, um Un­ter­stüt­zun­gen und fi­nan­zi­el­le Mit­teln zu er­hal­ten. So stell­te die von Lui­se Jö­ris­sen für den Ka­tho­li­schen Für­sor­ge­ver­ein für Mäd­chen, Frau­en und Kin­der en­ga­gier­te Für­sor­ge­rin An­na Grä­fin von Brühl (1912-2000) bei ih­rer Tä­tig­keit in der weib­li­chen Ju­gend­straf­an­stalt Ro­then­feld bei Starn­berg und im Frau­en­gefäng­nis Aichach fest, dass ei­ne Rei­he von Mäd­chen in Gar­misch-Par­ten­kir­chen ver­haf­tet wor­den war. Die­se meist aus an­de­ren Ge­gen­den Deutsch­lands stam­men­den und oft von Trup­pen­platz zu Trup­pen­platz wech­seln­den jun­gen Frau­en wur­den von er­ho­lungs­su­chen­den ame­ri­ka­ni­schen Sol­da­ten, die in ei­nem so­ge­nann­ten „re­crea­ti­on-cen­ter“ lo­gier­ten, mit­ge­bracht und we­nig spä­ter vor Ort in Stich ge­las­sen. Ei­ni­ge der jun­gen Frau­en wa­ren von schwar­zen oder wei­ßen ame­ri­ka­ni­schen Sol­da­ten schwan­ger. Nicht an die Sol­da­ten, son­dern an die mit­tel­los Sit­zen­ge­las­se­nen er­gin­gen Straf­an­zei­gen we­gen Ein­miet- oder Zech­be­trugs. Vie­le der Mäd­chen mach­ten sich auch der Pro­sti­tu­ti­on straf­bar. Grä­fin Brühl und Lui­se Jö­ris­sen ver­such­ten, die un­er­träg­li­chen Zu­stän­de an­zu­ge­hen und Mit­ar­bei­te­rin­nen zu fin­den, um den ver­las­se­nen „Ami-Flid­schen“, wie die jun­gen Frau­en von den Ein­hei­mi­schen be­schimpft wur­den, zu hel­fen. Mit ih­rem Vor­ha­ben stie­ßen die bei­den Für­sor­ge­rin­nen nicht un­be­dingt auf Zu­stim­mung in dem Kur­ort – man ver­dien­te schlie­ß­lich gut an der Ver­mie­tung von Zim­mern an die Be­sat­zungs­sol­da­ten und ih­re jun­gen Be­glei­te­rin­nen.

Hin­sicht­lich der Hil­fe für die ent­wur­zel­te und bin­dungs­lo­se Nach­kriegs­ju­gend be­für­wor­te­te die Lan­des­vor­sit­zen­de ei­ne in­ten­si­ve­re Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen Für­sor­ge und Seel­sor­ge, auch um den Ju­gend­li­chen re­li­giö­se Wer­te wie­der na­he­zu­brin­gen.

Ab et­wa 1955 lief die Für­sor­ge­tä­tig­keit in „nor­ma­len Bah­nen“. Durch das zu­neh­men­de Ein­drin­gen psy­cho­lo­gi­scher As­pek­te in der So­zi­al­ar­beit er­gab sich die Not­wen­dig­keit zu mehr pro­fes­sio­nel­ler Mit­ar­beit, au­ßer­dem be­durf­te es ei­nes ver­stärk­ten Aus­baus der of­fe­nen So­zi­al­ar­beit in den Be­rei­chen Vor­mund­schaf­ten und Pfleg­schaf­ten so­wie der Straf­fäl­li­gen- und Straf­ent­las­se­nen­hil­fe.

Als Lui­se Jö­ris­sen 1971 in den Ru­he­stand trat, hat­te sie in Bay­ern 21 Orts­grup­pen (heu­te Orts­ver­ei­ne) und Kon­takt­stel­len des Ka­tho­li­schen Für­sor­ge­ver­eins für Mäd­chen, Frau­en und Kin­der, seit 1968 So­zi­al­dienst ka­tho­li­sche Frau­en (SkF), er­rich­tet, bei­spiels­wei­se in Am­berg, In­gol­stadt, Gar­misch-Par­ten­kir­chen, Frei­sing, Starn­berg und Schwein­furt, so­wie den Wie­der­auf­bau von Hei­men für ge­fähr­de­te Mäd­chen und ih­re un­ehe­lich ge­bo­re­nen Kin­der vor­an­ge­trie­ben. Auch hat­te sie für ei­ne kom­pe­ten­te Nach­fol­ge­rin ge­sorgt: Ih­re lang­jäh­ri­ge Mit­ar­bei­te­rin Thea Schroff (1926-2002) über­nahm bis 1992 die Ver­ant­wor­tung für den SkF, Lan­des­stel­le Bay­ern.

Als nach 1945 die Grün­dung des Zen­tral­ko­mi­tees der deut­schen Ka­tho­li­ken (ZdK) und die Wie­der­be­le­bung der Ka­tho­li­ken­ta­ge im Raum stand, ge­hör­te ne­ben Ger­trud Ehr­le (1897-1985), Ger­ta Krab­bel (1881-1961), He­le­ne We­ber, Ber­ta Ma­rie Nott­hafft von Weis­sen­stein (1890-1982), Eli­sa­beth Zil­ken (1888-1980), um nur ei­ni­ge pro­mi­nen­te ka­tho­li­sche Re­prä­sen­tan­tin­nen zu nen­nen, Lui­se Jö­ris­sen zu den Un­ter­stüt­ze­rin­nen. Sie for­der­te mit Nach­druck die Mit­wir­kung von Frau­en in al­len Be­rei­chen des or­ga­ni­sier­ten Ka­tho­li­zis­mus und scheu­te sich nicht, in ei­nem Schrei­ben vom 5.5. 1950 an Franz Hengs­bach (1910-1991), den sei­ner­zei­ti­gen Ge­ne­ral­se­kre­tär des ZdK, die Hint­an­set­zung der Frau­en beim Na­men zu nen­nen und die Ge­fah­ren für das ka­tho­li­sche Le­ben her­aus­zu­stel­len, die da­durch ent­stün­den, dass den Frau­en zu we­nig Ge­le­gen­heit zur ech­ten Mit­wir­kung und Ent­fal­tung ih­rer Fä­hig­kei­ten ge­ge­ben wür­de.

Lui­se Jö­ris­sen war Mit­glied von Fach­aus­schüs­se des Deut­schen Ver­eins für öf­fent­li­che und pri­va­te Für­sor­ge, des­sen Haupt­aus­schuss sie von 1953–1979 an­ge­hör­te. 1947 war sie am Wie­der­auf­bau des 1916 in Le­ben ge­ru­fe­nen Ver­ein ka­tho­li­scher deut­scher So­zi­al­be­am­tin­nen zum Be­rufs­ver­band Ka­tho­li­scher Für­sor­ge­rin­nen be­tei­ligt (heu­te Deut­scher Be­rufs­ver­band für So­zia­le Ar­beit e.V). Vie­le Jah­re ge­hör­te sie dem Bun­des­vor­stand an. Ab 1949 wur­de sie zur 1. Lan­des­vor­sit­zen­den für Bay­ern ge­wählt. Von 1948 bis 1956 ge­hör­te sie dem Zen­tral­vor­stand des KDFB an und hat­te den Vor­sitz der „So­zi­al-ethi­schen Kom­mis­si­on“ in­ner­halb des Lan­des­ver­band Bay­ern in­ne. Ak­tiv ar­bei­te sie in Ar­beits­ge­mein­schaf­ten wäh­rend der Ka­tho­li­ken­ta­ge von 1948 (Mainz), 1950 (Pas­sau), 1958 (Ber­lin) und 1962 (Han­no­ver) mit.

Für ih­re be­ruf­li­chen Ak­ti­vi­tä­ten und ihr so­zi­al-ca­ri­ta­ti­ves En­ga­ge­ment er­hielt Lui­se Jö­ris­sen ho­he Aus­zeich­nun­gen: 1926 und 1928 das Ca­ri­ta­s­ab­zei­chen, 1939 den pe­rua­ni­schen Ver­dienst­or­den Cruz Ro­ja Pe­rua­na und 1942 den pe­rua­ni­schen Eh­ren­or­den Cruz Ro­ja Pe­rua­na, 1962 das Ver­dienst­kreuz am Ban­de der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land, 1967 den Päpst­li­chen Or­den Pro Eccle­sia et Pon­ti­fice, 1967 den gro­ßen pe­rua­ni­schen Ver­dienst­or­den Al Mè­ri­to, 1977 den Sil­ber­nen Brot­tel­ler, die höchs­te Aus­zeich­nung des Deut­schen Ca­ri­tas­ver­ban­des und 1981 die Agnes-Neu­haus-Pla­ket­te, mit der der So­zi­al­dienst ka­tho­li­scher Frau­en lang­jäh­ri­ge und ver­dien­te Mit­ar­bei­te­rin­nen ehrt.

Lui­se Jö­ris­sen starb am 22.11.1987 in Mün­chen. Ihr Tod blieb fast un­be­merkt von der in­ter­na­tio­na­len wie deut­schen So­zia­len Ar­beit, ab­ge­se­hen von klei­ne­ren Nach­ru­fen in di­ver­sen Fach­zeit­schrif­ten.

Ihr Teil­nach­lass be­fin­det sich im Ar­chiv des Deut­schen Ca­ri­tas­ver­ban­des in Frei­burg.

Werke (Auswahl)

Über die Sä­ku­la­ri­sa­ti­on der alt­baye­ri­schen Prä­la­ten­k­lös­ter. Ih­re fi­nan­zi­el­len Grün­de und Er­geb­nis­se, Diss., Mün­chen 1920.
Ver­wer­tung von klös­ter­li­chen Mo­bi­li­ar­be­sitz bei der Sä­ku­la­ri­sa­ti­on im Jah­re 1803, in: Stu­di­en und Mit­tei­lun­gen des Be­ne­dik­ti­ner­or­dens und sei­ner Zwei­ge 1923/1924, S. 169-183.
Zum Be­ruf der So­zi­al­be­am­tin, in: Baye­ri­sches Frau­en­land 1926, S. 6-7, 11-12, 18-19.
Ver­wen­dung der Frau in der Seel­sor­ge­hil­fe, in: Baye­ri­sches Frau­en­land 1926, S. 90-91.
Chi­le­ni­sche Be­mer­kun­gen zu Karl Adams „Chris­tus und der Geist des Abend­lan­des“, in: Die christ­li­che Frau 1929, S. 343-349.
Mäd­chen­han­del, in: Mäd­chen­schutz 1931/Nr. 2, S. 55-59.
Ein so­zio­lo­gi­sches Ex­pe­ri­ment, in: Die christ­li­che Frau 1931, S. 111-115.
Die Tap­fer­keit der chi­le­ni­schen Frau, in: Die christ­li­che Frau 1932, S. 260-264.
Kar­frei­tag in To­le­do, in: Die christ­li­che Frau 1937, S. 82-84.
Über in­ne­re Vor­aus­set­zun­gen für un­se­re Hil­fe bei Schütz­lin­gen und Hel­fern, Bam­berg 1946.
Die Ju­gend­hil­fe der frei­en Wohl­fahrts­pfle­ge, in: La­des, Hein­rich/Scheck, Fried­rich/Stip­pel, Fritz, Hand­buch der Ju­gend­wohl­fahrt, Mün­chen 1950, S. 189-200.
Ehr­furcht vor dem Men­schen in der für­sor­ge­ri­schen Ar­beit, in: Ehr­le, Ger­trud (Hg.), Licht über den Ab­grund. Auf­zeich­nun­gen und Er­leb­nis­se christ­li­cher Frau­en 1933-1945, Frei­burg 1951, S. 124-133 [im In­halts­ver­zeich­nis nicht als Au­to­rin aus­ge­wie­sen].
Hil­fe für die ent­wur­zel­te und bin­dungs­lo­se Ju­gend, in: Be­rufs­ver­band Kath. Für­sor­ge­rin­nen (Hg.), Fa­mi­li­en­ge­rech­te Wohl­fahrts­pfle­ge und So­zi­al­po­li­tik, Es­sen 1953, S. 34-35.
Selbst­hil­fe und Für­sor­ge, in: Nach­rich­ten des Deut­schen Ver­eins, 1954, S. 304-309.
Be­geg­nung mit ge­fähr­de­ter Ju­gend, in: Ka­tho­li­sche Frau­en­bil­dung, 1954, S. 676-679.
Die Frau im ge­sell­schaft­li­chen Neu­auf­bau der Ge­gen­wart, Mün­chen 1955.
Die La­ge der Pro­sti­tu­ti­on in Deutsch­land, Köln-Klet­ten­berg 1957.
Mög­lich­kei­ten und Aus­sich­ten zur Ge­fähr­de­ten­für­sor­ge, in: Kor­re­spon­denz­blatt Ka­tho­li­scher Für­sor­ge­ver­ein für Mäd­chen, Frau­en und Kin­der 1960, H. 1, S. 33-44. 
Ju­ris­ti­sche Grund­la­gen der Ge­fähr­de­ten­hil­fe, in: Bor­ne­mann, Ernst/Mann-Tiech­ler, Gus­tav v. (Hg.), Hand­buch der So­zi­al­er­zie­hung, Band 3: Pra­xis der So­zi­al­er­zie­hung bei ge­stör­ten Be­zie­hun­gen, Frei­burg/Br. 1964, S. 336-339.
Hil­fe für ge­fähr­de­te Frau­en, in: Bor­ne­mann, Ernst/Mann-Tiech­ler, Gus­tav v. (Hg.), Hand­buch der So­zi­al­er­zie­hung, Band 3: Pra­xis der So­zi­al­er­zie­hung bei ge­stör­ten Be­zie­hun­gen, Frei­burg/Br. 1964, S. 339-345.
Um die Zu­kunft in ei­nem Kath. Für­sor­ge­ver­ein – Ge­dan­ken zum 50jäh­ri­gen Ju­bi­lä­um des Kath. Für­sor­ge­ver­eins Nürn­berg, 3. 12. 1965, in: Kor­re­spon­denz­blatt So­zi­al­dienst ka­tho­li­scher Frau­en 1966, S. 65-70.
Wer­den und Wan­del des so­zia­len Be­ru­fes, in: Ca­ri­tas 1967, S. 276-289.
Ge­dan­ken zum Ver­ständ­nis der Kri­se in der Kir­che, in: Kor­re­spon­denz­blatt So­zi­al­dienst ka­tho­li­scher Frau­en 1986, S. 44-50.
Als Ober­leh­re­rin in Köln, in: Prè­gar­dier, Eli­sa­beth/Mohr, An­ne(Hg.): Ern­te ei­nes Le­bens. He­le­ne We­ber (1881-1962), Es­sen 1991, S. 13-21.

Literatur (Auswahl)

Baye­ri­scher Lan­des­ver­band des Ka­tho­li­schen Frau­en­bun­des (Hg.), Neun Jahr­zehn­te star­ke Frau­en in Bay­ern und der Pfalz. Chro­nik des Baye­ri­schen Lan­des­ver­ban­des des Ka­tho­li­schen Frau­en­bun­des 1911-2001, Mün­chen 2001, S. 263-267.
Ber­ger, Man­fred, Lui­se Jö­ris­sen - ei­ne be­deu­ten­de Frau der deut­schen und in­ter­na­tio­na­len So­zi­al­ar­beit, in: Deut­scher Ca­ri­tas­ver­band (Hg.), ca­ri­tas '98. Jahr­buch des Deut­schen Ca­ri­tas­ver­ban­des, Frei­burg/Br. 1997, S. 424-429.
Ber­ger, Man­fred, Jö­ris­sen, Loui­se He­le­ne Ma­ria Hu­ber­ti­ne, in: Bautz, Trau­gott (Hg.): Bio­gra­phisch-Bi­blio­gra­phi­sches Kir­chen­le­xi­kon, Band 21, Nord­hau­sen 2003, Sp. 710-718.
Halb­hu­ber-Gas­s­ner, Ly­dia, Chro­nik der Straf­fäl­li­gen­hil­fe des So­zi­al­diens­tes ka­tho­li­scher Frau­en, in: Halb­hu­ber-Gas­s­ner, Ly­dia/Kap­pen­berg, Bar­ba­ra, Krell, Wolf­gang (Hg.), In­te­gra­ti­on statt Aus­gren­zung. 90 Jah­re Ka­tho­li­sche Bun­des- Ar­beits­ge­mein­schaft Straf­fäl­li­gen­hil­fe ges­tern, heu­te, mor­gen, Frei­burg/Brsg. 2017, S. 101-116.
Il­le­mann, Re­gi­na, Ka­tho­li­sche Frau­en­be­we­gung in Deutsch­land 1945-1962. Po­li­tik, Ge­schlecht und Re­li­gio­si­tät im Ka­tho­li­schen Deut­schen Frau­en­bund, Pa­der­born 2016.
Krau­se-Lang, Mar­tha, Jö­ris­sen, Lui­se, in: Mai­er, Hu­go (Hg.), Who is who der So­zia­len Ar­beit, Frei­burg/Br. 1998, S. 280-281.
Os­ten, Pe­tra von der, Ju­gend- und Ge­fähr­de­ten­für­sor­ge im So­zi­al­staat. Der Ka­tho­li­sche Für­sor­ge­ver­ein für Mäd­chen, Frau­en und Kin­der auf dem Weg zum So­zi­al­dienst ka­tho­li­scher Frau­en 1945-1968, Pa­der­born [u.a.] 2003.
Pan­kok-Schenk, Mo­ni­ka, Dr. Lui­se Jö­ris­sen †, in: Ju­gend­wohl, 1988, S. 140-142.
Pan­ko­ke-Schenk, Mo­ni­ka, „Er führ­te mich hin­aus ins Wei­te…“. Dr. Lui­se Jö­ris­sen zum Ge­den­ken, in: Kor­re­spon­denz­blatt So­zi­al­dienst ka­tho­li­scher Frau­en 1988/Heft 1, S. 48-50.
Rei­chel, Sas­kia, Lui­se Jö­ris­sen 1897-1987, in: Fi­scher-Holz, Eli­sa­beth (Hg.), An­ruf und Ant­wort. Be­deu­ten­de Frau­en aus dem Raum der Eu­re­gio Maas-Rhein. Le­bens­bil­der in drei Bän­den, Band 3, Aa­chen 1991, S. 229-256.
So­zi­al­dienst ka­tho­li­scher Frau­en (Hg.), „Er führ­te mich hin­aus in die Wei­te...“ Ge­denk­schrift für Dr. Lui­se Jö­ris­sen (1897-1987), Mün­chen 1987.
Wol­lasch, An­dre­as, Von der Für­sor­ge „für die Ver­sto­ße­nen des weib­li­chen Ge­schlechts“ zur an­walt­li­chen Hil­fe. 100 Jah­re So­zi­al­dienst ka­tho­li­scher Frau­en (1899-1999), Dort­mund 1999.
Frau Dr. Lui­se Jö­ris­sen, in: Kor­re­spon­denz­blatt So­zi­al­dienst ka­tho­li­scher Frau­en­1987/H. 4, S. 66.

Luise Jörissen (2) im Kreise ihrer Schulkolleginnen und -kollegen (1925/1926), u.a. mit Ellen Ammann (1), Maria Hopmann (3) und Otmmar Ammann (8), Gruppenporträt, 1926. (Huberta von Gumppenberg /Ida-Seele-Archiv)

 
Zitationshinweis

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Berger, Manfred, Luise Jörissen, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: http://rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/luise-joerissen/DE-2086/lido/6034f9cc369924.03180757 (abgerufen am 25.09.2021)