Blau-Weiß, Maccabi, Synagogenchor. Jüdische Freizeitgestaltung im Bonn der Weimarer Republik
Vorstand Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten, Ortsgruppe Bonn, vor der Universität mit (vorne 4.-6.v.li.) Siegmund Mayer, Max Bier, Maximilian Klee und (Mitte 3.-7., 11.v.li.) Emil Goldreich, Max Heidt, Leo Grüneberg, Emil Salmon, Raphael Frenkel, Louis Rollmann, Gruppenfoto, April 1931, Foto: Kurt Levy. (Gedenkstätte Bonn/ FB 179-2)
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1. Einleitung
Die jüdische Freizeitgestaltung im Bonn der Weimarer Republik war sehr vielfältig. Die Aktivitäten umfassten etwa den Sport, Musik, gemeinsames Wandern oder Literatur und Geselligkeit.
Im vorliegenden Text soll anhand von Beispielen der Freizeitgestaltung von Bonner Jüdinnen und Juden in der Zeit der Weimarer Republik gezeigt werden, dass sie nicht nur über ein exklusiv jüdisches Freizeitwesen verfügten, sondern gleichzeitig und selbstverständlich ein aktiver Teil des überkonfessionellen Freizeitwesens waren und dabei auch hohe Vereinsämter bekleideten.
Dadurch ergibt sich ein erweiterter Blick auf das jüdische Leben in Deutschland. Viele Publikationen, auch solche mit lokalhistorischem Fokus, untersuchen und beleuchten die jüdische Geschichte in Deutschland ab 1933 und die zu diesem Zeitpunkt einsetzende Ausgrenzung, Verfolgung und Ermordung der Jüdinnen und Juden. Auch wird in vielen Publikationen jüdische Geschichte allein in Verbindung mit Antisemitismus gedacht, was zu einer einseitigen Betrachtung als Opfergeschichte führt. Aus dieser Problematik ergibt sich allerdings eine Leerstelle in der Geschichtswissenschaft und in der nationalen wie lokalen Erinnerungs- und Gedenkarbeit. Denn Jüdinnen und Juden in Deutschland werden dadurch in der historischen Betrachtung oftmals als Opfer des nationalsozialistischen Unrechts und nicht als lange Zeit lebendiger und aktiver Teil der deutschen Gesellschaft gesehen. Insbesondere der Blick auf den Freizeitbereich ermöglicht es jedoch, diese Leerstelle ein wenig zu füllen.
2. Methodisches Vorgehen und Quellenstand
Als Freizeit wird für die Untersuchung jene Zeit verstanden, die einer Person nach Abzug der Zeit für Erwerbszeit, notwendiger häuslicher und familiärer Verpflichtungen und Regenerationszeit zur Verfügung steht und über die die Person frei und selbstbestimmt entscheiden kann.[1] Der Fokus der Untersuchung liegt dabei auf der Freizeitgestaltung in Vereinen und vereinsähnlichen Zusammenschlüssen.[2] Für die Untersuchung wird eine Aufteilung in ‚jüdische Freizeitgestaltung’‚ also der Freizeitgestaltung in exklusiv jüdischen Vereinen und ‚Freizeitgestaltung von Juden‘, also der Freizeitgestaltung in überkonfessionellen Vereinen vollzogen.[3] Die Freizeitgestaltung wird in fünf Teilbereiche unterteilt, in denen anhand ausgewählter Beispiele das Engagement jüdischer Bonnerinnen und Bonner aufgezeigt wird: Freizeitgestaltung innerhalb der jüdischen Gemeinde; in Ortsgruppen und Jugendvereinen; im Bereich der Universität; im Bereich des Sports; im Bereich der Musik, Literatur und Geselligkeit.
Der Gegenstand der Untersuchung sind Jüdinnen und Juden, die im Bonn der Weimarer Republik ihrer Freizeitgestaltung nachgingen. Wie bei jeder Forschungsarbeit zur deutsch-jüdischen Geschichte stellt sich zwangsläufig die Frage, wer als Jude oder Jüdin betrachtet wird. Angelehnt an Till van Rahdens Untersuchung über die Breslauer Juden[4] wird für die Untersuchung als jüdisch betrachtet, wer nachweislich Mitglied einer Synagogengemeinde war, wer nachweislich in explizit jüdischen Zusammenschlüssen aktiv war, wer sich durch beispielsweise biografische Erinnerungen als jüdisch identifizierte oder wer durch die Nationalsozialisten als jüdisch verfolgt wurde. Bei letzterer Gruppe werden allerdings jene Personen nicht berücksichtigt, die zwar von den Nationalsozialisten als jüdisch verfolgt wurden, die sich aber selbst nachweislich vor 1933 nicht als jüdisch identifizierten, weil sie beispielsweise aus der Gemeinde ausgetreten oder christlich getauft waren.
Die Quellenlage für eine quantitative Untersuchung zur Freizeitgestaltung der Bonner Juden ist quasi nicht existent. Mitgliederlisten von Vereinen sind nur in wenigen Einzelfällen und teilweise nicht vollständig vorhanden. Vereinschroniken erwähnen die Zeit des Nationalsozialismus und den damit verbundenen Ausschluss ihrer, wenn vorhanden, jüdischen Mitglieder entweder überhaupt nicht oder übergehen diese Zeit mit wenigen Sätzen. Aufgrund dieser schwierigen Quellenlage bilden Erinnerungen jüdischer wie nichtjüdischer Zeitzeugen eine wichtige Basis. Weitere zentrale Quellen sind Zeitungen, sowohl jüdische als auch nichtjüdische, sowie lokal wie reichsweit erscheinende Publikationen. Bei den lokalen nichtjüdischen Zeitungen zählen der General-Anzeiger für Bonn und Umgegend __(GA), die Deutsche Reichszeitung __(DRZ) sowie die Bonner Zeitung __(BZ) zu den wichtigsten Quellen. Mit dem Jüdischen Boten vom Rhein (JB) __berichtet bis 1923 eine jüdische Zeitung aus dem Alltag der Bonner Juden. Diese Rolle übernimmt ab 1927 das Gemeindeblatt der Synagogengemeinde Bonn __(GB). Auch die Adressbücher der Stadt Bonn bilden durch die Nennung von Vereinsämtern für die Erforschung des Vereinswesens eine zentrale Grundlage. Neben den Lokalzeitungen stellt auch die reichsweit erscheinende jüdische Presse eine wichtige Quellenbasis dar. Hierzu zählen vor allem das Israelitische Familienblatt __(IF) und die Jüdische Rundschau __(JR). Ergänzt werden diese regulären Zeitungen durch Mitteilungsblätter und Verbandszeitungen
3. Jüdische Freizeitgestaltung in der Weimarer Republik
Der Fokus der Untersuchung der jüdischen Freizeitgestaltung in Bonn liegt auf dem Vereinswesen, da Vereine in der Weimarer Republik zum „wichtigsten Träger organisierter Freizeit“ avancierten.[5] Viele jüdische Vereine entstanden wie ihre nicht-jüdischen Pendants um die Jahrhundertwende, wie der Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (CV) im Jahr 1893 oder der Jüdische Frauenbund 1904.[6] Auch die Gründung jüdischer Turn- und Sportvereine verlief analog zur Gründung nichtjüdischer Sportvereine. So wurde 1898 mit Bar Kochba Berlin der erste jüdische Turnverein gegründet.[7] Ähnliches gilt für den universitären Bereich. Als direkte Reaktion auf den verbreiteten Antisemitismus unter Studenten bildete sich Mitte der 1880er in Breslau die erste jüdische Studentenvereinigung auf deutschem Gebiet. 1895 folgte mit dem Kartellconvent die Gründung eines Verbandes für jüdische Studentenverbindungen.[8]
Die Gründung und Existenz jüdischer Vereine standen allerdings bis in die Weimarer Republik hinein in einem besonderen Spannungsfeld. Denn die innerjüdischen Diskussionen zur Notwendigkeit und zum Vorteil beziehungsweise Nachteil jüdischer Vereine begleiteten die jüdische Freizeitgestaltung seit ihrer Entstehung. Als Teil des deutschen Bürgertums verstanden sich viele deutsche Juden als Patrioten und lehnten daher wie viele Synagogengemeinden rein jüdische Vereine als Selbstexklusion aus der deutschen Gesellschaft ab.[9] Gerade akkulturierte Jüdinnen und Juden zeigten früh ein Interesse am aufblühenden überkonfessionellen Vereinswesen.[10] In der gemeinsamen Freizeitgestaltung mit ihren christlichen Nachbar*innen und der Erlangung von Anerkennung und Prestige durch gemeinsam erzielte Erfolge sahen sie einen Ausdruck gelebter Assimilation. Die Mitgliedschaft in überkonfessionellen Vereinen war für viele jüdische Frauen und Männer daher von hoher Bedeutung, denn dadurch konnten sie auch eine soziale Integration vollziehen.[11]
Logo jüdischer Jugendbund, aus: General-Anzeiger für Bonn und Umgebung vom 20.6.1913. (zeit.punkt NRW)
Exklusiv jüdische Vereine fanden sich häufig unter zionistisch geprägten Juden. Auch wiesen viele der in der Weimarer Zeit existenten Jugendverbände zionistische Tendenzen auf.[12] Daneben existierte mit dem Deutsch-jüdischen Wanderbund ‚Kameraden‘ aber auch ein liberal-jüdischer Jugendverband.[13] Die Motive für Gründungen jüdischer Vereine waren vielfältig. Gerade bei zionistischen und national-jüdischen Turn- und Sportvereinsgründungen dominierte die Besinnung auf ein jüdisches Nationalgefühl und die Erlangung körperlicher Stärke und Gesundheit.[14] In der Weimarer Republik kam es vor dem Hintergrund antisemitischer Gewalt auch zu einer verstärkten sportlichen Betätigung innerhalb des Reichsbunds jüdischer Frontsoldaten (RjF), um sich im Sinne der Selbstverteidigung wehrhaft zu machen. Populär waren daher Nahkampfsportarten wie Judo oder Jiu-Jitsu.[15] Ein zweiter Grund für jüdische Vereinsgründungen waren antisemitische Aufnahmepraktiken von Vereinen. Denn tendenziell gründeten sich jüdische Vereine dort, wo Juden zuvor die Aufnahme in einen Verein verweigert oder erschwert worden war.[16]
Auch wenn Vertreter des liberal-bürgerlichen Judentums den Weg in überkonfessionelle Vereine bevorzugten, kam es in der Weimarer Republik als Reaktion auf den steigenden Antisemitismus zu einer Intensivierung der jüdischen Binnenstruktur. Innerhalb der jüdischen Organisationsstrukturen bildete sich verstärkt eine säkulare, nicht-religiöse jüdische Kultur, die sich unter anderem in zahlreichen kulturellen oder karikativen Initiativen ausdrückte.[17] Die Intensivierung einer jüdischen Binnenstruktur einerseits bedeutete aber nicht zwangsläufig eine Abkehr von überkonfessionellen Vereinen andererseits. Eine Doppelmitgliedschaft war ein verbreitetes Phänomen, vor allem in der jüdischen Mittelschicht.[18]
4. Freizeitgestaltung innerhalb der jüdischen Gemeinde
Ein großer Teil der Freizeitgestaltung der jüdischen Bonner*innen fand innerhalb oder eng angebunden an das Gemeindeleben der Synagogengemeinde statt. Hierzu zählten auch exklusiv jüdische Wohltätigkeits- und Geselligkeitsvereine. Neben gängigen Angeboten einer Gemeinde, wie die regelmäßigen Gottesdienste, bot die Synagogengemeinde auch Feierlichkeiten und kultureller Beschäftigung Raum. So veranstaltete die Gemeinde im August 1930 für ihre Mitglieder eine Verfassungsfeier in der Synagoge[19] oder im April 1932 ein auch von christlichen Zuhörern gut besuchtes Konzert mit synagogaler Musik, bei der neben der jüdischen Violinistin Elvira Schmuckler-Wolffberg (1885-1943) auch Vertreter der Gemeinde wie der Kantor Siegfried Winterberg (1900-1944) durch Gesang und der 1.Vorsitzende und Arzt Arthur Samuel (1885-1974) als Teil eines Kammerorchesters Bonner Künstler zum Erfolg des Abends beitrugen.[20]
Neben dem Gemeindeleben engagierten sich viele Bonner Juden in jüdischen Wohlfahrtsvereinen, die neben ihrer Wohlfahrtsarbeit ebenso kulturelle Angebote schufen. Eine sehr engagierte Persönlichkeit hierbei war Emma Stern (1866-1938), die als langjährige Vorsitzende des Ausschusses für israelitische Krankenfürsorge, als Vorstandsmitglied des Israelitischen Armenvereines und des Israelitischen Wohlfahrtsvereines fungierte.[21] Sie war zudem ab Anfang der 1930er Jahre Vorsitzende des Falk-Cohn-Vereines, benannt nach dem ehemaligen Bonner Rabbiner Falk Cohn (1833-1901).[22] Der Falk-Cohn-Verein sorgte vor allem dafür, dass jüdische Patientinnen und Patienten auch während eines Krankenhausaufenthalts mit koscheren Mahlzeiten verpflegt wurden, damit die jüdischen Speiseregeln eingehalten werden konnten.[23] Weitere Vereine der jüdischen Wohlfahrt waren der Verein zur Ausübung der Wohlfahrt, der Sterbekasseverein, der Ausschuss für Chanukka-Spenden sowie die Ortsgruppe des Hilfsvereines deutsche Juden.[24] Zudem gab es mit dem Wohlfahrtsverein Chevroh-G’millius-Chassodim unter dem zeitweiligen Vorsitz des Kaufmanns Louis Rollmann (geboren 1872) einen weiteren Verein, der sich der Unterstützung Hilfsbedürftiger und Kranker verpflichtet hatte.[25] Neben Gebetsversammlungen veranstaltete der Verein auch kulturelle Veranstaltungen für seine Mitglieder, wie im Januar 1930 in Erinnerung an einen verstorbenen langjährigen Vorsitzenden eine feierliche Musikstunde in der Synagoge.[26]
Neben den karitativen Gruppen waren Geselligkeitsvereine eine weitere Form der jüdischen Freizeitgestaltung innerhalb des Gemeindelebens. Hierzu zählten vor allem der Israelitische beziehungsweise Jüdische Frauenverein sowie die Ludwig-Philippson-Loge. Die Ludwig-Philippson-Loge gründete sich im Mai 1925 und hatte zu diesem Zeitpunkt 61 Gründungsmitglieder. Die Mitgliederliste setzte sich vor allem aus Kaufleuten und Anwälten zusammen, die Loge war dementsprechend bürgerlich geprägt.[27] Zuvor gab es bereits eine Ortsgruppe der Rheinlandloge, in der sich die Mitglieder für regelmäßige Treffen in den Räumen des Bonner Bürgervereines trafen und verschiedene Themen besprachen.[28] Die Mitglieder der neuen Loge kamen hingegen zweimal monatlich zur Logensitzung in den eigenen Logenräumen zusammen, die sich auf dem Gelände des heutigen Juridicums befanden.[29] Die Logensitzungen werden einen geselligen Charakter gehabt haben, was die bereits 1926 erteilte Konzession zur Schankwirtschaft nahelegt.[30] Die 1929 gegründete Schwesternloge entstand aus einer bereits Jahre zuvor gegründeten Arbeitsgemeinschaft. Die Arbeitsgemeinschaft konnte die Einrichtung eines Kinderhorts und der ‚Mensa Judaica‘ als Verdienst vorweisen.[31] Zudem wurden Vorträge veranstaltet, die sich an Frauen und Mütter richteten, wie 1928 ein Vortrag zum Thema Probleme der Generation – Eltern und Kinder.[32] Auch nach der formellen Gründung der Schwesternloge kümmerten sich die Mitglieder vor allem um junge jüdische Erwachsene. So bot die Schwesternloge Studentenabende an, die mit durchschnittlich 70 bis 80 Studierenden gut besucht waren.[33] 1932 folgten Heimabende für weibliche Angestellte.[34] Der Jüdische Frauenverein war ebenfalls ein Aktivposten unter den jüdischen Gruppen der Gemeinde. Unter dem Vorsitz von Emma Stern veranstaltete der Verein eine Vielzahl an Vorträgen und Feiern. So bot der Frauenverein etwa im Februar 1928 eine Purimfeier für die Kinder des Horts sowie für ältere Kinder an.[35] Für den Winter 1927/28 organisierte der Verein ein Veranstaltungsprogramm, welches neben Einzelvorträgen auch regelmäßige Zusammenkünfte der Mitglieder vorsah.[36] Die Themen der Vorträge richteten sich dabei explizit an die Mitglieder des Vereines, wie der Vortrag Die moderne jüdische Frau im November 1929 im Stadtgarten zeigt.[37]
Vor allem Bonner Jüdinnen engagierten sich nicht nur in jüdischen, sondern auch in überkonfessionellen Wohlfahrtsvereinen. Wiederum Emma Stern zeigte sich auch in diesen Vereinen überaus aktiv und war 1926 und 1930 Vorstandsmitglied im Vaterländischen Frauenverein vom Roten Kreuz sowie ebenfalls 1926 und 1930 Kassen- und Schriftführerin beim Hausfrauenbund Bonn e.V.[38] Welche Rolle Stern in den Bonner Wohlfahrtskreisen einnahm, zeigt ein Artikel aus der BZ. Demnach war Stern eine in allen Bonner Kreisen, die sich mit Wohlfahrtspflege befassen, gut bekannte und hochgeschätzte Persönlichkeit.[39] Ebenfalls im Vaterländischen Frauenverein aktiv war Grete Cohn (1893-1965), Frau des damaligen Rabbiners Emil Cohn (1881-1948), sowie Anna Landsberg (1887-1938), Ehefrau des ehemaligen Rektors der Universität Bonn Ernst Landsberg (1860-1927). Beide waren 1924 Vorstandsmitglied.[40] Toni Hermanns (1878-1945), Frau des Rechtsanwalts Ernst Hermanns (1874-1944) war 1924 im Staatsbürgerinnen-Verband Bonn, der Bonner Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Frauenvereines, Schriftführerin.[41]
5. Freizeitgestaltung in jüdischen Ortsgruppen und Jugendvereinen
Ortsgruppen und Jugendvereine, die teilweise ebenfalls als Ortsgruppen agierten, waren während der Weimarer Zeit ein mitgliederstarker Bereich der jüdischen Freizeitgestaltung.
Die älteste der in der Weimarer Republik aktiven Ortsgruppen größerer jüdischer Verbände war die Zionistische Ortsgruppe, die Bonner Ortsgruppe der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, deren Existenz bereits für das Jahr 1902 belegt ist.[42] Eine erste öffentliche Aktivität ist mit einer Versammlung über den gegenwärtigen Stand des Zionismus im April 1904 im Gasthof du Nord belegt.[43] Nach dem Krieg nahm die Ortsgruppe im Juli 1919 ihre inhaltliche Arbeit mit einem Vortrag über das jüdische Leben im neuen Palästina im Bonner Bürgerverein wieder auf.[44] Die Hauptaktivität der Gruppe blieben auch in der Folge Vorträge mit einem inhaltlichen Bezug zum Zionismus oder Palästina. Daneben trafen sich die Mitglieder wöchentlich zum zionistischen Stammtisch im Café Gangolf.[45] Ab Mitte der 1920er Jahre ruhten die Aktivitäten der Gruppe, was einerseits auf den Wegzug einiger aktiver Mitglieder und andererseits auf den schweren Stand des Zionismus innerhalb der jüdischen Gemeinde Bonns zurückzuführen war. Erst durch den Einfluss der Studenten der zionistischen Studentenverbindung Verein jüdischer Studenten (VJSt) Kadimah konnten die Aktivitäten ab 1929 in Form von Vorträgen wieder aufgenommen und der Stammtisch nun zweiwöchig wiederbelebt werden.[46] Im März 1931 musste die Ortsgruppe schließlich einräumen, dass das zionistische Bürgertum in Bonn die Ortsgruppe nicht ausreichend unterstütze und der Schwerpunkt der Arbeit nun endgültig zugunsten der Verbindungsstudenten verlagert werde.[47]
Die erste Nennung einer Bonner Ortsgruppe des Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (CV) findet sich für Februar 1918, als im Bonner Bürgerverein eine Festversammlung anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Verbandes abgehalten wurde.[48] 1921 gab es zudem eine studentische Ortsgruppe des CV, die zusammen mit der regulären Ortsgruppe einen Vortrag in Räumen der Fortbildungsschule organisierte.[49] Hauptaktivität der Ortsgruppe lag in der Veranstaltung von Vorträgen, die meist einen Bezug zur Lebenssituation der deutschen Jüdinnen und Juden hatten, wie beispielsweise ein gut besuchter Vortrag im Dezember 1928 zur Frage Wie wirkte die wirtschaftliche, politische und kulturelle Krise auf das Judentum?[50]
Flugblatt zur Erinnerung, der 12.000 gefallenen deutschen Juden im 1. Weltkrieg, herausgegeben vom Reichsbund jüdischer Frontsoldaten E.V., 1920, Foto: Reichsbund jüdischer Frontsoldaten e.V.. (Deutsches Historisches Museum, Berlin/ Do 79/88I)
Zur Gründung einer Bonner Ortsgruppe des Reichsbunds jüdischer Frontsoldaten (RjF), der Veteranenorganisation der jüdischen Soldaten des 1. Weltkriegs, gibt es unterschiedliche Angaben. Arthur Heinrich benennt mit Bezug auf ein Reichsadressbuch von 1930 das Jahr 1923 als Gründungsjahr.[51] Der GA berichtete allerdings erst am 14. Oktober 1924 von der am vorangegangenen Sonntag vollzogenen Gründung der Ortsgruppe durch ungefähr 110 Mitglieder.[52] Die Ortsgruppe konzentrierte sich vor allem auf die Stärkung der internen Kameradschaft, den Kampf gegen Antisemitismus und die Arbeit als Veteranenorganisation. So versammelte man sich 1926 zu einer Gedächtnisfeier an den Ehrengräbern der gefallenen jüdischen Kameraden auf dem jüdischen Friedhof.[53] Vorsitzender Siegmund Mayer II. (1883-ca. 1944) legte bei der Verfassungsfeier des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold im August 1926 einen Kranz nieder und dankte dem Reichsbanner für diese treudeutsche Ehrung als Zeugnis einer echten deutschen Kameradschaftsgesinnung.[54] Im Vorfeld der Reichstagswahl 1928 veranstaltete die Ortsgruppe gemeinsam mit der Ortsgruppe des CV eine Veranstaltung zur bevorstehenden Wahl. Die jeweiligen Vorsitzenden der Ortsgruppen, die Anwälte Mayer II und Ernst Hermanns, schworen die Anwesenden anschließend auf den Kampf gegen den Antisemitismus ein.[55] Die Stärkung der internen Kameradschaft erfolgte vor allem durch gemeinsame Feste und Unternehmungen. So wurde im Oktober 1927 ein Simchas-Thora-Ball im Hotel Königshof veranstaltet, welcher nach Darstellung im Gemeindeblatt zufriedenstellend verlief.[56] Für die Zeit zwischen 1929 bis 1933 finden sich keine Belege mehr für Veranstaltungen der Gruppe. Nach 1933 entwickelte sich die Ortsgruppe zusammen mit seiner Sportgruppe Schild allerdings zum wichtigsten Träger der jüdischen Freizeitgestaltung und des innerjüdischen Zusammenhalts in Bonn.[57]
Innerhalb der jüdischen Gemeinde boten mehrere Jugend- und Wandergruppen während der Weimarer Zeit Freizeitmöglichkeiten für die jüdische Jugend. Der älteste und womöglich auch erster seiner Art war der Jüdische Jugendbund Bonn, der Anfang 1910 gegründet wurde und dem bereits im Anschluss an die erste Hauptversammlung über 100 jüdische Jugendliche aus Bonn und der Umgebung beitraten. Die Ziele des Vereines waren in den Worten Rechtsanwalts Dr. Cohn (Daten unbekannt) die Förderung des Selbstbewusstseins, Arbeit an uns selbst und Zusammenschluss aller Kräfte im Interesse der jüdischen Gemeinschaft und der Gesamtheit überhaupt.[58] Ein im Januar 1913 veranstalteter heiterer Abend in Verbund mit einer Kaisergeburtstagsfeier deutet auf eine patriotische und kaisertreue Grundhaltung der Mitglieder hin.[59]
Nach dem 1. Weltkrieg stießen im Sommer 1919 mit dem Deutsch-Jüdischen Wanderbund Kameraden[60] und dem zionistischen Jüdischen Wanderbund Blau-Weiß[61] zwei weitere Jugendgruppe hinzu. Die Aktivitäten der drei Jugendgruppen waren dabei sehr ähnlich. Die Jugendlichen gingen in erster Linie wandern, organisierten aber auch Spielnachmittage oder Vorträge.[62] Ein zionistischer Charakter ließ sich bei Blau-Weiß an den regelmäßig stattgefundenen Hebräischkursen erkennen.[63] Die Gruppe versammelte ungefähr 20 Mitglieder in ihren wöchentlichen Treffen.[64] Die örtlichen Zionisten knüpften anfangs hohe Erwartungen an Blau-Weiß. Der in der Zionistischen Ortsgruppe sehr aktive Möbelfabrikant Max Goldreich (1875-1958) freute sich anlässlich der Einweihung des neuen Vereinsheim im Verbindungshaus von Kadimah, dass der Blau-Weiß aus Judenjungen junge Juden machen wolle.[65] Die Gruppe war zwar sehr aktiv, aber nur für einen kurzen Zeitraum. Nach einem Heimabend Ende September 1921 sind keine Aktivitäten mehr belegt.[66] Mitte der 1920er zerfiel der Reichsverband von Blau-Weiß zunehmend und löste sich schließlich auf.[67] Wahrscheinlich löste sich die Bonner Ortsgruppe ebenfalls im Zuge der Verbandsauflösung auf.
Auch für die Bonner Ortsgruppe der „Kameraden“ sind zwischen 1922 und 1927 keine Aktivitäten belegt. Ab 1927 zeigten sich die „Kameraden“ allerdings wieder aktiv und nahmen die Tätigkeiten von Anfang der 1920er wieder auf. Die Gruppe hatte es allerdings schwer, ältere Mitglieder zu gewinnen, da viele ältere jüdische Jugendliche beziehungsweise jungen Erwachsene das Engagement in der Arbeitsgemeinschaft sozialistischer Studenten an der Universität Bonn bevorzugten.[68] Wahrscheinlich analog zur Spaltung der „Kameraden“ auf Verbandsebene 1931 in eine sozialistisch-zionistische, eine deutschnationale und eine proletarische Richtung, kam es auch zu Veränderungen innerhalb der Bonner Ortsgruppe.[69] Aus ihren Reihen gründete sich im Winter 1932/33 eine Gruppe der Werkleute.Bund deutsch-jüdischer Jugend. Verbunden war damit in den Erinnerungen vom Gruppenmitglied Erich Toeplitz (1913-2006) eine Entwicklung vom CV-Verein zum Zionismus.[70] Bereits vor der Spaltung werden die Bonner „Kameraden“ eine politische linke Richtung eingeschlagen haben, denn mit Alice David (1909-1996) war ein führendes Mitglied der Kommunistischen Studentenfraktion ebenfalls Mitglied bei den „Kameraden“.[71] Auch ein weiteres Mitglied beschrieb die „Kameraden“ als eher links.[72] Über konkrete Aktivitäten der „Werkleute“ vor und nach der nationalsozialistischen Machtübernahme ist nichts bekannt.
Der Jüdische Jugendbund hatte sich unter der Leitung des neuen Rabbiners Alfred Levy (1880-1934) auf seiner Gründungsversammlung im November 1926 neugegründet.[73] 1927 konnten die Mitglieder des Jugendbundes an wöchentlichen Gymnastikstunden bei Hilde Sander (1899-1998) und an einer wöchentlichen Arbeitsgemeinschaft zu jüdischen Fragen der Vergangenheit und der Gegenwart bei Rabbiner Levy teilnehmen. Zusätzlich gab es jeden ersten Freitag im Monat einen Heimabend mit Bewirtung und sonntags eine gemeinsame Wanderung.[74] Neben den regelmäßigen Aktivitäten sowie Vorträgen organisierte der Jugendbund auch eigene Feste anlässlich jüdischer Feiertage, wie im Dezember 1927 einen Chanukka-Abend.[75] Eine Wanderung ins Brohltal im Dezember 1929 ist die letzte bekannte Aktivität des Jugendbunds.[76] Wie viele Jugendliche der Jüdische Jugendbund als Mitglieder versammelte, ist nicht eindeutig zu beziffern. Nach Heinrich gehörten dem Bund ungefähr 40 Jugendliche an, davon mehrheitlich Mädchen.[77]
6. Jüdische Freizeitgestaltung im Bereich der Universität
Beispiele jüdischen Engagements lassen sich auch für universitäre Gruppen finden. Die Chroniken der Universität Bonn listen unter Vereinigungen mit vorherrschend wissenschaftlichen und geselligen Zweckes für jedes akademische Jahr mindestens eine Vereinigung mit rein jüdischen Mitgliedern auf. Für das Wintersemester 1925/26 und das Sommersemester 1926 führt die Chronik ohne Namensnennung drei solcher Vereinigungen mit insgesamt 17 beziehungsweise 19 Mitgliedern an.[78] Bei einer dieser Vereinigungen handelt es sich wahrscheinlich um die studentische Ortsgruppe des CV. Eine zweite Vereinigung könnte eine Ortsgruppe des Bunds jüdischer Akademiker gewesen sein, die zumindest 1929 einen Stammtisch veranstaltete.[79] Auch in den politischen Hochschulgruppen engagierten sich Bonner Juden. In der Kommunistischen Studentenfraktion (KoStuFra), einer Untergruppe der Sozialistischen Arbeitsgemeinschaft (SAG) an der Universität Bonn, waren mit Thea Kantorowicz (1909-1962), Tochter des Arztes und SPD-Politikers Alfred Kantorowicz (1880-1962) sowie Alice David in Führungspositionen mindestens zwei jüdische Studentinnen aktiv. Mit Hilde Lachmann-Mosse (1912-1982) war eine weitere jüdische Studentin in der SAG organisiert. Wann genau sie der KoStuFra beitrat, ist allerdings unbekannt.[80] Die SAG organisierte vor allem in der Spätphase der Weimarer Republik Referate und Diskussionen, an denen auch Nichtstudenten teilnahmen.[81] Bei jüdischen Jugendlichen ebenfalls beliebt war die, nicht mit der SAG zu verwechselnde, Arbeitsgemeinschaft sozialistischer Studenten. Zumindest beklagte die Ortsgruppe der ‚Kameraden‘ 1928, dass die ältere jüdische Jugend sich verstärkt in anderen Organisationen engagieren würde, unter anderem in eben jener Arbeitsgemeinschaft.[82]
Siegmund Mayer, Porträtfoto, undatiert. (Gedenkstätte Bonn/ Else Waldmann)
Des Weiteren erfreuten sich auch Studentenverbindungen einer gewissen Beliebtheit unter Bonner Juden, zeitweise existierten drei jüdische Studentenverbindungen gleichzeitig. Jüdische Studentenverbindungen wurden meist als Reaktion auf einen erstarkenden Antisemitismus und völkisch-rassistischen Nationalismus unter den Studierenden des Kaiserreichs gegründet.[83] Auch die 1899 gegründete und damit älteste jüdische Studentenverbindung Bonns Rheno-Silesia war eine Gründung der Kaiserzeit.[84] Die Mitglieder der Rheno-Silesia waren eher bürgerlich akkulturiert eingestellt, dementsprechend gab es gute Kontakte zum RjF und zum CV.[85] Deutlich wird die inhaltliche Ausrichtung der Verbindung bei ihrem 30. Stiftungsfest 1929. Rabbiner Alfred Levy, der die Grüße der Synagogengemeinde sowie der Ortsgruppen des RjF und des CV überbrachte, sah in der Verwurzelung von Deutschtum und Judentum ein Sinnbild für die Ziele der Rheno-Silesia.[86]
1909 gründete sich zudem eine weitere jüdische Verbindung, zunächst unter dem Namen Verein jüdischer Studenten, ab 1920/21 dann Verein jüdischer Studenten Kadimah, hebräisch für „Vorwärts“.[87] Der Kadimah war links-zionistisch ausgerichtet und seine Mitglieder unterstützten durch finanzielle Mittel den jüdischen Landkauf in Palästina.[88] Bis zum Sommersemester 1925 muss es zudem eine dritte jüdische Verbindung gegeben haben, da die Universität Bonn bis zu diesem Semester in ihren Chroniken jeweils drei Verbindungen mit ausschließlich jüdischen Studenten nennt.[89] Es handelt sich wahrscheinlich um die Akademisch-Zionistische Verbindung Jordania, die nach Miriam Rürup aus einer Abspaltung entstand. Die Verbindungen dieser Abspaltung wiesen meist eine kurze Überlebensdauer auf.[90] Das wird wohl auch auf die Bonner Verbindung zugetroffen haben, für die nur eine Erwähnung in jüdischen Zeitungen zu finden ist.[91]
Couleurkarte der KC Rheno-Silesia Bonn, Farblithographie, 29.5.1902. (Jüdisches Museum Berlin)
Die Freizeitaktivitäten der jüdischen Verbindungsmitglieder von Rheno-Silesia und Kadimah ähnelten sich nicht nur untereinander, sondern auch den Aktivitäten anderer Verbindungen. Sowohl Rheno-Silesia als auch Kadimah veranstalteten in ihren Semesterprogrammen Vorträge, die in den Räumen der Ludwig-Philippson-Loge stattfanden.[92] Zudem organisierten beide Verbindungen interne Aktivitäten, bei denen die unterschiedlichen Ausrichtungen der Verbindungen deutlich wurden. So führte Kadimah im Wintersemester 1930/31 einen Kurs über Apologetik und Polemik des Zionismus und einen Kurs über Chassidismus durch. Auch versuchte die Verbindung Freitag-Abend-Feiern mit Unterhaltungen über Eretz-Israel oder dem Singen hebräischer Lieder durchzuführen. Zudem lernte man gemeinsam Hebräisch.[93] Bei Rheno-Silesia gehörten neben Vortrags- und Diskussionsabenden auch Spieleabende, gemeinsame Kneipenbesuche und Bummel zu den Aktivitäten.[94] Zudem gingen beide Verbindungen regelmäßig Sport nach. Die Studenten des Kadimah betrieben 1929 Leichtathletik, Rudern Schwimmen.[95] Das Sportprogramm der Rheno-Silesia für das Wintersemester 1930/31 sah wöchentlich drei Stunden Boxen, drei Stunden Fechten und eine Stunde Schwimmen vor.[96] Im folgenden Sommersemester erhielt die Verbindung durch ihre Alten Herren ein Ruderboot zur Nutzung.[97] Die sportliche Betätigung führte dabei auch zu Erfolgen. Nicht nur absolvierten einige Mitglieder der Rheno-Silesia das Deutsche Sportabzeichen, bei den Hochschulmeisterschaften 1925 wurden auch zwei erste Plätze und ein zweiter Platz im Schwimmen errungen.[98] Mit Otto Moses (geboren 1911) und Kurt Levy (Daten unbekannt) hatte die Verbindung zwei talentierte Geräteturner in ihren Reihen. Bei den Hochschulmeisterschaften im Geräteturnen im Februar 1933 errang in der Mittelstufe das Verbindungsmitglied Moses den 1. Platz, Levy wurde Dritter.[99] Noch 1934 wurde Moses aufgrund seiner außergewöhnlichen sportlichen Tüchtigkeit zum Führer der Musterriege berufen, Levy war ebenfalls Mitglied der Riege.[100] Zudem vertrat Moses auf Wunsch seiner universitären Turnkollegen und bereits nach seinem Ausschluss aus der Bezirksmusterriege der Deutschen Turnerschaft den Turnlehrer und war Inhaber vieler sportlicher Ehrenurkunden, des Reichsjugend- sowie des Deutschen Turn- und Sportabzeichens.[101]
Bericht über Otto Moses, aus: Israelitisches Familienblatt vom 20.9.1934, Digitalisiert durch die Universitätsbibliothek J.C. Senckenberg Frankfurt am Main, 2021. (gemeinfrei)
7. Jüdische Freizeitgestaltung im Bereich des Sports
Anfang 1925 gründete sich aus den Reihen der Ortsgruppe des RjF der Sportclub Maccabi.[102] Der Sportclub hatte bereits kurz nach der Gründung 50 Mitglieder, was auf einen gewissen Sportbedarf innerhalb der Ortsgruppe hindeutet.[103] Wie für jüdische Sportvereine der Zeit üblich, fokussierte sich die Sportabteilung auf Nahkampfsportarten wie Boxen oder Ringen, zudem sollte ab dem Sommer 1926 eine Leichtathletikabteilung aufgebaut werden. Die Boxabteilung hatte sich bereits dem deutschen Amateur-Boxverband angeschlossen. Außerdem bestand eine Jugendgruppe, die sehr gut vertreten war und von der man sich die besten Hoffnungen machte.[104] Im Gegensatz zu den Boxern ist über Aktivitäten der Ringer, der Leichtathleten oder der Jugendabteilung bei Maccabi oder im RjF vor 1933 wenig bekannt. Die Boxer hingegen drängten früh an die Öffentlichkeit. Schon im Juli 1925 veranstaltete die Boxabteilung ihr erstes Sportfest mit dem Jüdischen Turnverein Köln. Der GA attestierte den Bonner Boxern trotz der erst kürzlich erfolgten Vereinsgründung anerkennenswerte Resultate, auch die Ringabteilung zeigte recht ansprechende Leistungen.[105] Bereits am 6.11.1925 veranstaltete Maccabi mit einem Boxabend in der Beethovenhalle seine erste Großveranstaltung, die eine beachtliche Zuschauerzahl anlockte. Mit Gegnern aus dem Boxclub Colonia Köln oder dem Bonner Box- und Fechtclub (BBFC) war die Veranstaltung zudem prominent besetzt.[106] Die überregionale jüdische Presse zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf des Abends: Noch niemals war in Bonn so ein Besuch bei Boxveranstaltungen wie gerade an diesem Abend, der Club dürfte sich gut eingeführt haben.[107] Formen der Zusammenarbeit von Maccabi und nichtjüdischen Vereinen beschränkten sich nicht nur auf die Veranstaltung von gemeinsamen Kämpfen oder Boxabenden, sondern betrafen auch die Sportler. So boxte der Maccabi-Boxer Fritz Sommer (Daten unbekannt) mit dem BBFC im Oktober 1925 gegen den ASV Köln-Kalk.[108] Dass die Trennung bei solchen Kombinationskämpfen zwischen den Städten und nicht zwischen den Konfessionen verlief, zeigt der gemeinsame Kampf von Maccabi und dem BBFC gegen den Jüdischen Turnverein Köln 1925.[109]
Bericht über den Großboxkampftag des Maccabi Bonn, aus: Israelitisches Familienblatt vom 6.5.1925, Digitalisiert durch die Universitätsbibliothek J.C. Senckenberg Frankfurt am Main, 2021. (gemeinfrei)
Da keine Motive für die Gründung von Maccabi überliefert sind, bleiben nur Mutmaßungen. Eine antisemitische Aufnahmepraxis beim BBFC erscheint vor dem Hintergrund der Zusammenarbeit mit Maccabi unwahrscheinlich. Womöglich galt für die Bonner Juden ebenfalls der in der Forschung vertretene Grund, dass man sich in überkonfessionellen Vereinen wegen (noch) fehlender Sportlichkeit unwohl fühlte.[110] Ob die Maccabi-Boxer ihre Sportaktivitäten nach 1926 wirklich mehr oder weniger einstellten oder sie nur keine Erwähnung mehr in der Presse fanden, ist nicht zu rekonstruieren. Gesichert ist hingegen, dass Maccabi im Laufe des Jahres 1926 sein Boxtalent Fritz Sommer an den erfolgreichen Boxverein Colonia Köln verlor.[111]
Bericht über den nur aus RjF-Mitglieder bestehenden Schießklub „Rhenania“, aus: Der Schild vom 29.11.1929, Digitalisiert durch die Universitätsbibliothek J.C. Senckenberg Frankfurt am Main, 2014. (gemeinfrei)
Im Januar 1927 gründete sich ebenfalls aus den Reihen des Bonner RjF die Gruppe Leibesübungen. Ein möglicher Hintergrund der Gründung ist ein für den Januar 1927 dokumentierter, womöglich ideologisch motivierter, aber nicht näher bestimmter Streit zwischen der Ortsgruppe des RjF und Maccabi. Bereits 1926 hatte sich innerhalb der Ortsgruppe eine Klein-Kaliber-Schießgruppe gegründet, 1929 folgte ein Kegelclub. Im gleichen Jahr vereinbarte man gemeinsame Turn- und Sportabende mit der Studentenverbindung Rheno-Silesia.[112] 1929 nannte sich die Schießgruppe Rhenania, bestand zwar weiterhin nur aus RjF-Mitgliedern, wurde aber nicht mehr als Abteilung der Ortsgruppe bezeichnet. Auch plante man für das kommende Jahr in öffentlichen Wettkämpfen gegen andere Vereine anzutreten.[113] In den folgenden Jahren fand der Schießclub allerdings weder in der jüdischen noch in der nichtjüdischen Presse Erwähnung.
Welche Motive die RjF-Kameraden zur Gründung eines eigenen Schießclubs bewegten, ist wie bei Maccabi nicht abschließend zu klären. Möglicherweise schreckte die häufig christliche Prägung anderer Schießclubs die jüdischen Schützen ab oder machte eine Mitgliedschaft nicht möglich. Dass sich die Schießgruppe 1929 bewusst nicht mehr als Untergruppe vom RjF präsentierte, deutet auf eine gewisse und gewollte Distanz zum RjF hin. Die Namensgebung Rhenania statt eines jüdischen Namens wie Maccabi unterstützt diese Vermutung. Nach 1929 lassen sich weder für die Gruppe Leibesübung noch für Rhenania Belege für ihre Aktivität finden. Der Sportclub Maccabi hingegen existierte noch im März 1932, als man sich für die sportliche Erziehung der jüdischen Jugend verantwortlich zeigte und auch eine Schülerabteilung und Damenriege eingerichtet wurden.[114]
Im überkonfessionellen Sport zeigten sich Bonner Juden vor allem in zwei Sportarten engagiert: Ringen und Fußball. Ein besonderes Beispiel stellt hierbei der Athleten Verein Eiche dar. Auffällig viele Juden waren entweder aktive Mitglieder oder bekleideten Vereinsfunktionen. Zu den wichtigsten Personen zählten hierbei Albert Jansen (geboren 1896) und Leopold Coßmann (1863-1942). In der Weimarer Zeit gehörte Jansen zu den erfolgreichsten Ringern des Gaus. 1925 befand sich Jansen in Hochform und der GA attestierte ihm, dass es aktuell keinen Gegner geben dürfte, der ihn ernsthaft gefährden könnte.[115] 1930 wurde er im Rahmen der Vaterländischen Festspiele Stadtmeister im Schwergewicht.[116] Darüber hinaus übernahm Jansen Vereinsämter. 1924 wurde er zum 2. Vorsitzenden des AV Eiche gewählt, 1930 bekleidete er das Amt des 1. Ringwarts.[117]
Der Kaufmann Leopold Coßmann war ab mindestens 1926 und bis zur nationalsozialistischen Machtübernahme 1. Vorsitzender.[118] In dieser Position erwarb er sich große Anerkennung unter den Zeitgenossen: Coßmann, der Jahre seines Lebens für die Arbeit in dem ihm so nahe stehenden Schwerathletik-Sport geopfert hat und dem auch heute noch, im hohen Alter, keine Stunde, ja kein Tag zu kostbar ist, ihn für einen seinen geliebten Sport herzugeben, wurde in einem Artikel des General-Anzeigers explizit für seine Verdienste um den Bonner Ringersport gedankt.[119] Seine Vereinskameraden brachten ihm auch nach der nationalsozialistischen Machtübernahme das Vertrauen entgegen und wählten ihn noch Ende März 1933 auf der Jahreshauptversammlung abermals zum 1. Vorsitzenden.[120]
Firtz Stern als Mitglied der jüdischen Studentenverbindung K.C. Rheno-Silesia Bonn, ca. 1922, Foto: Hans Herff Bonn. (Jüdisches Museum Berlin/ Inv.-Nr.:2015/684/37/ Schenkung von Rudi Leavor)
Der im Bereich des Fußballs wahrscheinlich engagierteste Bonner Jude war der Kaufmann Hermann Hirsch (1876-1943). Seit 1923 war er Finanzobmann des Bonner Fußballvereins (BFV) und genoss in dieser Position hohes Ansehen, wie ein Artikel aus dem GA verdeutlicht: Seit 1923 ist es Hermann Hirsch, der die Finanzen des Vereines als Obmann in seltener Uneigenützigkeit [sic!] für den Verein verwaltet. Er kämpft und arbeitet mit Feuereifer für die große Idee, für die Ertüchtigung und Erstarkung unserer Jugend zum Besten unseres Vaterlandes.[121] Auch außerhalb seines eigenen Vereines tat sich Hermann Hirsch als Förderer des Bonner Fußballs hervor. 1925 stiftete der bekannte Bonner Sportsmann Hermann Hirsch einen sehr schönen und wertvollen Pokal für das neugeschaffene Pokalsystem der Fußballvereine des Fußballgaues.[122] Der Pokal wurde bis mindestens 1930 unter dem Namen seines Stifters ausgespielt.[123] Auch in anderen Sportarten zeigte sich Hirsch engagiert. 1929 erhielt er mit weiteren Sportfunktionären in Anerkennung langjähriger und erfolgreicher Mitarbeit, opferfreudigen und unermüdlichen Eintretens für die Ziele der Leichtathletik den Ehrenbrief der Deutschen Sportbehörde für Athletik.[124]
Unter den aktiven Spielern war Hugo Jansen (1901-1942) das prominenteste jüdische Beispiel im Bonner Fußball. Nach einigen Vereinswechseln und Vereinsfusionen spielte Jansen ab 1921 für die Fußballabteilung des Bonner Turnvereines, der Abteilung Turn- und Rasenspiele, kurz TuRa.[125] Von den Spielern der Zeit führt der Bonner Sporthistoriker Josef Holthausen Hugo Jansen unter den „Namen, die man nicht vergißt [sic!]“.[126] Seine Leistungen wurden in der Presse immer wieder hervorgehoben. Nach einem in den Augen des Zeitungsautors missglückten Positionswechsel in den Sturm, forderte er Jansens Rückkehr in die Läuferreihe, wo er schon manche Schlacht geschlagen und immer seinen Mann gestanden hat.[127] Die Sympathien für Jansen beschränkten sich dabei nicht nur auf sein fußballerisches Talent. Dem Autor der BZ war 1927 wichtig, dem sympathischen Spieler Jansen auch an dieser Stelle die besten Wünsche zu einer baldigen Genesung auszurichten.[128] Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme wurde der Zeitschriftenwerber und Verkaufsvertreter Jansen aus dem Verein ausgeschlossen, wie ein ehemaliger Vereinskamerad nach dem Krieg bezeugte.[129] Sein fußballerisches Talent zeigte er danach erfolgreich in der Fußballmannschaft des Schild, der Sportgruppe der Bonner RjF-Gruppe.[130]
8. Jüdische Freizeitgestaltung im Bereich der Literatur, Musik und Geselligkeit
Auch im Bereich der Musik gab es für Bonner Jüdinnen und Juden Möglichkeiten, sich in einem jüdischen Verein zu engagieren. Einmal wöchentlich trafen sich die Mitglieder des Synagogenchors zur gemeinsamen Probe.[131] Die Proben dienten unter anderem zur Vorbereitung auf Auftritte innerhalb der Gemeinde und in der Bonner Öffentlichkeit. 1924 lud der Chor die Mitglieder der Synagogengemeinde in den großen Saal des Bonner Bürgervereins zur Purim-Feier ein, auf der verschiedene Gemeindemitglieder und der Chor musikalische und gesangliche Aufführungen darboten.[132] Im April 1932 veranstaltete der Chor zudem zusammen mit einem Kammerorchester Bonner Künstler ein Wohltätigkeitskonzert zugunsten der „Bonner Nothilfe“.[133] Das Konzert wurde zu einem musikalischen Erfolg, sodass die DRZ urteilte, dass diese Veranstaltung zu den eindrucksvollsten gehörte, die in letzter Zeit im Rahmen geistlicher Musik geboten wurde.[134] Für Kinder bot die Synagogengemeinde zum Ende der Weimarer Republik einen Kinderchor, der im Januar 1932 erstmalig am Gottesdienst mitwirkte.[135]
Ankündigung einer Fußballpartie im Hermann-Hirsch-Pokal, aus: General-Anzeiger für Bonn und Umgebung vom 14.2.1925. (zeit.punkt NRW)
Auch in überkonfessionellen Musikvereinen zeigte sich eine Vielzahl an Bonner Juden überaus engagiert. Das prominenteste Beispiel war der Rechtsanwalt Siegmund Mayer II., der seit 1924 dem angesehenen Männer-Gesang-Verein (MGV) Apollo als 1. Vorsitzender vorsaß und nach Meinung der DRZ das Steuer des Vereinsschiffs tatkräftig führte.[136] Als 1. Vorsitzenden kamen auf Mayer II. neben organisatorischen Leitungsaufgaben auch die Rolle als erster Repräsentant des traditionsreichen MGV zu. So wurde Mayer II. nicht nur bei jeder Zeitungsanzeige des MGV, wie beispielsweise zur Ankündigung eines Winterkonzertes 1924, namentlich genannt;[137] auch zählte es zu seinen Aufgaben, bei feierlichen und öffentlichen Anlässen den MGV in Form von Begrüßungsworten oder Reden zu vertreten. So zum Beispiel beim Maskenball des MGV 1929 mit Vertretern des Festausschusses für den Bonner Karneval und dem Karnevalsprinzen Anton I., von dem Mayer II. sogar den Prinzenorden erhielt.[138] Seine Vorsitzzeit endete im Frühjahr 1933, die genauen Umstände des Rücktritts sind unbekannt.[139] Da Mayer II. allerdings noch im Januar 1933 einstimmig entlastet und anschließend als 1. Vorsitzender wiedergewählt wurde, ist ein freiwilliger Rückzug unwahrscheinlich.[140]
Ankündigung eines Konzerts des MGV-Apollo mit Nennung des Vorsitzenden Siegmund Mayer, aus: Bonner Zeitung vom 15.11.1924. (zeit.punkt NRW)
Freunde der jüdischen Literatur konnten sich hingegen im Verein für jüdische Geschichte und Literatur engagieren. Der um 1900 gegründete Verein gehörte eigentlich der zionistischen Bewegung an, zählte aber trotzdem den ehemaligen Rabbiner und bekennenden Gegner des Zionismus Falk Cohn sowie den RjF-Vorsitzenden Mayer II. zu seinen Mitgliedern.[141] Der Verein wird zur Weimarer Zeit daher wahrscheinlich kein allein zionistisches Profil gehabt haben. Seine Aufgaben sah der Verein in der Veranstaltung von Kulturabenden, wie 1922 ein ostjüdischer Kulturabend im Gemeindehaus oder ein Liederabend im kleinen Saal des Bonner Bürgervereines 1924.[142] Nach 1924 muss es zu einer Auflösung des Vereines gekommen sein, denn 1928 wurde eine Ortsgruppe des Verbands wiedergegründet.[143] Aber auch in überkonfessionellen Literaturvereinen waren Bonner Juden aktiv. Der Jurist und ehemalige Rektor der Universität Bonn Ernst Landsberg war über 20 Jahre Vorstandsmitglied und langjähriger 2. Vorsitzender der Gesellschaft für Literatur und Kunst Bonn.[144] Ebenfalls aktives und langjähriges Mitglied der Literaturgesellschaft war der Fabrikant und Eigentümer der Bonner Fahnenfabrik Rudolf Meyer (1862-1932), der 1925 als 2. Schriftführer fungierte.[145]
Ankündigung eines Vortrags der Zionistischen Ortsgruppe, aus: Quelle: Jüdischer Bote vom Rhein vom 4.6.1920, Digitalisiert durch die Universitätsbibliothek J.C. Senckenberg Frankfurt am Main, 2017. (gemeinfrei)
Auch der angesehene Geselligkeitsverein Lese- und Erholungsgesellschaft, im Volksmund Lese genannt, und der Bonner Bürgerverein zählten jüdische Mitglieder in ihren Reihen. Wer in die Lese aufgenommen wurde, konnte sich zu den führenden Kreisen der Stadt zählen.[146] Seit 1924 war der Mathematiker und Professor Felix Hausdorff (1868-1942) Mitglied der Lese.[147] Nach Aussagen von Angehörigen verkehrte Hausdorff gerne im Vereinsgebäude, trank ein Glas Wein und tauschte sich mit Freunden und Kollegen aus. Neben der Lese hielt sich Felix Hausdorff auch gerne im Bonner Bürgerverein auf und nutzte die dortige Kegelbahn und das gastronomische Angebot.[148] Auch der Rechtsanwalt Ernst Hermanns verkehrte gerne im Bürgerverein sowie im Fortschrittsverein.[149]
Der Kaufmann Hermann Hirsch machte sich nicht nur um den Sport, sondern auch um den Bonner Karneval verdient. 1927 gehörte er dem künstlerischen Beirat an, der die Organisation des ersten Rosenmontagsumzugs seit Kriegsbeginn 1914 zur Aufgabe hatte.[150] Im gleichen Jahr erhielt er den Hausorden des Bonner Stadtsoldatencorps und war für den Karneval 1928 Vorsitzender des Finanzausschusses im Festausschuss.[151] Für sein Engagement war ihm nach Ansicht der BZ der Dank aller Freunde des Karnevals sicher.[152]
9. Fazit
Die Untersuchung der jüdischen Freizeitgestaltung im Bonn der Weimarer Republik konnte dem Wissen um den Alltag der Bonner Juden in der Weimarer Zeit ein weiteres Kapitel hinzufügen. Gerade zum Anfang der Weimarer Republik ist ein aktives jüdisches Vereinswesen erkennbar. Jüdische Erwachsene konnten ihrer Freizeitgestaltung in einer Vielzahl an Gruppen der Synagogengemeinde oder in Ortsgruppen größerer jüdischer Verbände nachgehen. Jüdischen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen boten in der ersten Hälfte der Weimarer Republik gleich drei Jugend- und Wandergruppen Freizeitmöglichkeiten offen. Mit dem Sportclub Maccabi und der Gruppe Leibesübungen existierten sogar zwei exklusiv jüdische Sportgruppen. Jüdische Verbindungsstudenten fanden mit Rheno-Silesia und dem Kadimah zwei aktive und sich ideologisch unterscheidende Verbindungen vor. Auch im überkonfessionellen Vereinswesen waren die jüdischen Bonnerinnen und Bonner äußerst aktiv und hatten dabei teilweise wichtige Funktionen inne. Beispiele für jüdische Männer und Frauen in hohen Vereinsämtern finden sich in allen untersuchten Freizeitbereichen. Die Bekleidung dieser wichtigen Ämter oder wohlwollende Nachrufe zeugen von der Wertschätzung, die diese jüdischen Vereinsmitglieder genossen.
Felix Hausdorff, Porträtfoto, undatiert. (Universitätsbibliothek Bonn/ Porträtsammlung)
Das Bonner Freizeitwesen war für viele jüdische Bonnerinnen und Bonner ein wichtiger Teil ihres Lebens und ihrer Identität. Kaum vorstellbar muss daher der Schmerz und die Enttäuschung gewesen sein, als sie nach der nationalsozialistischen Machtübernahme aus diesem Freizeitwesen gedrängt wurden, ihre Vereinskameraden sie ausstießen und sie ihre Vereine verlassen mussten. Sich ihrer, ihres Engagements und ihres Verdienstes zu erinnern, ist ein wichtiger Teil einer lokalen Erinnerungs- und Gedenkkultur.
Quellen
Unveröffentlichte Quellen
Archiv der Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialismus – An der Synagoge e.V. Bonn (VADS):
PB 143: Brief von Ernst Levy vom 5. August 1987.
PB 334: Bericht „Kameraden - deutsch-jüdischer Wanderbund in Bonn“.
Stadtarchiv Bonn (StA Bonn):
N35 WGA/205: Wiedergutmachungsakte Hugo Jansen.
Ia41-1/3-1: Gemeinde-Blatt der Synagogengemeinde Bonn.
Veröffentlichte Quellen
Adressbuch der Stadt Bonn 1924; 1926.
Dyroff, Adolf (Hg.), 1787-1937. Festschrift zur Feier des 150jährigen Bestehens der Lese- und Erholungs-Gesellschaft zu Bonn, Bonn 1937.
Rektor Cichorius (Hg.), Chronik der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn für das akademische Jahr 1923/24, Bonn 1925.
Rektor Dyroff (Hg.), Chronik der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn für das akademische Jahr 1925/26, Bonn 1927.
Rektor Heimberger (Hg.), Chronik der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn für das akademische Jahr 1924/25, Bonn 1926.
Zentralwohlfahrtstelle der Deutschen Juden (Hg.), Führer durch die jüdische Gemeindeverwaltung und Wohlfahrtspflege in Deutschland 1932-33.
Zeitungen, Verbandszeitungen und Mitteilungsblätter (Auswahl)
Bonner Zeitung
Der Schild
Deutsche Reichszeitung
General-Anzeiger für Bonn und Umgebung
Israelitisches Familienblatt
Jüdischer Bote vom Rhein
Jüdische Rundschau
KC-Blätter
KC-Mitteilungen
Die Bonner Lokalpresse ist [Online] abrufbar.
Die jüdische Presse in [Online] abrufbar.
Literatur (Auswahl)
Formanski, Birgit, Lebensbilder jüdischer Akademikerinnen. Ausgewählte Medizinstudentinnen an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn 1900-1938, Göttingen 2020.
Heinrich, Arthur, Bonn, in: Heinrich, Arthur/Peiffer, Lorenz (Hg.), Juden im Sport in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus. Ein historisches Handbuch für Nordrhein-Westfalen, Göttingen 2019, S. 145-168.
Heyer, Helmut, Kultur in Bonn im Dritten Reich, Bonn 2002.
Hodde, Peter/Rauhut-Brungs, Leah/Wasser, Gabriele (Hg.), Stadtrundgang durch Bonns jüdische Geschichte. „Alef-Puff, Beis-Puff, hört er noch nich uff?“, Egling an der Par 2001.
Holthausen, Josef, Sportgeschichte der Stadt Bonn, Bonn 1964.
Kaplan, Marion, Konsolidierung eines bürgerlichen Lebens im kaiserlichen Deutschland 1871-1918, in: Kaplan, Marion (Hg.), Geschichte des jüdischen Alltags in Deutschland vom 17. Jahrhundert bis 1945, München 2003, S. 226-344.
Kuhn, Annette/Rothe, Valentine/Mühlenbruch, Brigitte (Hg.), 100 Jahre Frauenstudium. Frauen an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität, Dortmund 1996.
Rürup, Miriam, Ehrensache. Jüdische Studentenverbindungen an deutschen Universitäten 1886-1937, Göttingen 2008.
Schenkelberg, Lothar, „Bonn zu dienen ist Ehre und Freude zugleich“. Die Bonner Stadtverordneten in der Weimarer Republik, Bonn 2014.
Schulte, Klaus, Bonner Juden und ihre Nachkommen bis um 1930. Eine familien- und sozialgeschichtliche Dokumentation, Bonn 1976.
Teichler, Hans Joachim, Jüdische Sportler in der Weimarer Republik, in: Bahro, Berno/Braun, Jutta/Teichler, Hans Joachim (Hg.), Vergessene Rekorde. Jüdische Leichtathletinnen vor und nach 1933, Bonn 2010, S. 44-53.
Wahlig, Henry, Sport im Abseits. Die Geschichte der jüdischen Sportbewegung im nationalsozialistischen Deutschland, Göttingen 2015.
Hermann Hirsch, Porträtbild, undatiert. (Gedenkstätte Bonn/ Familie Hirsch)
- 1: Die Definition ist eine Genese aus folgenden Definitionen: Artikel „Freizeit, die“, in: Duden online, online unter: https://www.duden.de/rechtschreibung/Freizeit; Greif, Siegfried, Artikel „Freizeit“, in: Wirtz, Markus (Hg.), Dorsch. Lexikon der Psychologie, Bern 2017, S. 614f.; Artikel „Freizeit“, in: Gabler Wirtschaftslexikon, Band C-F, Wiesbaden 2014, S. 1193.
- 2: Vereine meint für die vorliegende Untersuchung auch solche Zusammenschlüsse, die nach dem Vereinsrecht keine Vereine sind.
- 3: Diese Trennung erfolgt nach Wahlig, Sport im Abseits, S. 10.
- 4: van Rahden, Till, Juden und andere Breslauer. Die Beziehungen zwischen Juden, Protestanten und Katholiken in einer deutschen Großstadt vom 1860 bis 1925, Göttingen 2000, S. 20f.
- 5: Kaschuba, Wolfgang, Lebenswelt und Kultur der unterbürgerlichen Schichten im 19. und 20. Jahrhundert, München 1990, S. 116.
- 6: Vgl. Kaplan, Konsolidierung, S. 326.
- 7: Vgl. Teichler, Jüdische Sportler in der Weimarer Republik, S. 46.
- 8: Vgl. Volkov, Shulamit, Die Juden in Deutschland 1780-1918, München 2000, S. 59f.
- 9: Vgl. Wahlig, Sport im Abseits, S. 35.
- 10: Peiffer, Lorenz/Wahlig, Henry, Ein Treffpunkt der Gemeinde. Sport im deutschjüdischen Sozialleben vor und nach 1933, in: Diner, Dan/Reuveni, Gideon/Weiss, Yfaat (Hg.), Deutsche Zeiten. Geschichte und Lebenswelt, Göttingen 2012, S. 142.
- 11: Vgl. Wahlig, Sport im Abseits, S. 31-37.
- 12: Vgl. Barkai, Avraham, „Wehr dich!“. Der Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens 1893-1938, München 2003, S. 143-145.
- 13: Vgl. Zimmermann, Moshe, Die deutschen Juden 1914-1945, München 1997, S. 19f.
- 14: Vgl. Wildmann, Daniel, Jüdische Körper zum Ansehen. Jüdische Turner und ihre Körperutopien im Deutschen Kaiserreich, in: Brenner, Michael/Reuveni, Giedeon (Hg.), Emanzipation durch Muskelkraft, Juden und Sport in Europa, Göttingen 2006, S. 29.
- 15: Vgl. Dunker, Ulrich, Der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten 1919-1938. Geschichte eines jüdischen Abwehrvereines, Düsseldorf 1977, S. 96-103.
- 16: Vgl. Zimmermann, Die deutschen Juden, S. 16f.
- 17: Vgl. Reinke, Andreas, Geschichte der Juden in Deutschland 1781-1933, Darmstadt 2007, S. 120.
- 18: Vgl. Kaplan, Konsolidierung, S. 335f.
- 19: Vgl. Generalanzeiger für Bonn und Umgegend (GA) vom 8. August 1930, S. 3.
- 20: Vgl. Israelitisches Familienblatt (IF) vom 20. April 1932, S. 5.
- 21: Vgl. Schenkelberg, Stadtverordnete, S. 220.
- 22: Vgl. Zentralwohlfahrtstelle der Deutschen Juden (Hg.), Führer durch die jüdische Gemeindeverwaltung und Wohlfahrtspflege in Deutschland 1932-33, S. 243.
- 23: Vgl. Hodde/Rauhut-Brungs/Wasser (Hg.), Stadtrundgang, S. 41.
- 24: Vgl. Adressbuch der Stadt Bonn 1926, S. 60.
- 25: Vgl. Zentralwohlfahrtstelle, Jüdische Gemeindeverwaltung, S. 243.
- 26: Vgl. GA vom 8. Oktober 1925, S. 3; vgl. GA vom 27. Januar 1930, S. 3.
- 27: Vgl. die Mitgliederliste der Ludwig Phillipson-Loge [sic!], in: Gutzmer, Karl: Die Philippsons in Bonn. Deutsch-jüdische Schicksalslinien 1862-1980, Bonn 1991, Abb. 6.
- 28: Vgl. Jüdischer Bote vom Rhein (JB) vom 20. Juni 1919, S. 22.
- 29: Vgl. Gutzmer, Die Philippsons, S. 99.
- 30: Vgl. GA vom 5. Februar 1926, 2. Blatt.
- 31: Vgl. Die Schwesternschaft vom 15. Juli 1929, S. 7.
- 32: Gemeindeblatt der Synagogengemeinde Bonn (GB) vom Oktober 1928, unpaginiert in: StA Bonn, Ia41-1/3-1.
- 33: Vgl. Die Logenschwester vom 15. August 1931, S. 11.
- 34: Vgl. IF vom 29. Dezember 1932, S. 5.
- 35: Vgl. GB vom 15. März 1928, unpaginiert., in: StA Bonn, Ia41-1/3-1.
- 36: Vgl. GB vom 1. Oktober 1927, unpaginiert., in: StA Bonn, Ia41-1/3-1.
- 37: GB vom November 1929, unpaginiert., in: StA Bonn, Ia41-1/3-1.
- 38: Vgl. Schenkelberg, Stadtverordnete, S. 220.
- 39: Bonner Zeitung (BZ) vom 25. Mai 1926, S. [2].
- 40: Vgl. Adressbuch der Stadt Bonn 1924, S. 55.
- 41: Vgl. Adressbuch der Stadt Bonn 1924, S. 59.
- 42: GA vom 21. September 1902, S. 3.
- 43: GA vom 8. April 1904, S. 7.
- 44: BZ vom 23. Juli 1919, S. (3).
- 45: JB vom 19. September 1919, S. 189.
- 46: Vgl. Jüdische Rundschau (JR) vom 5. März 1929, S. 114.
- 47: Vgl. JR vom 20. März 1931, S. 141.
- 48: Vgl. GA vom 23. Februar 1918, S. 4.
- 49: Vgl. GA vom 25. Februar 1921, S. 3.
- 50: GB vom Dezember 1928, unpaginiert., in: StA Bonn, Ia41-1/3-1.
- 51: Vgl. Heinrich, Bonn, S. 147.
- 52: Vgl. GA vom 14. Oktober 1924, S. 2.
- 53: Vgl. GA vom 26. Februar 1926, 2. Blatt.
- 54: Deutsche Reichszeitung (DRZ) vom 16. August 1928, S. [6].
- 55: Vgl. GB vom 15. Mai 1928, unpaginiert., in: StA Bonn, Ia41-1/3-1.
- 56: GB vom 15. November 1927, unpaginiert., in: StA Bonn, Ia41-1/3-1.
- 57: Vgl. hierfür die sehr ausführliche Darstellung bei Heinrich: Bonn, S. 149-161.
- 58: IF vom 10. Februar 1910, S. 13.
- 59: GA vom 27. Januar 1913, S. 3.
- 60: Vgl. JB vom 13. Juni 1919, S. 14.
- 61: Vgl. JB vom 20. Juni 1919, S. 23.
- 62: Vgl. JB vom 20. Juni 1919, S. 23; JB vom 27. Juni 1919, S. 35.
- 63: Vgl. JB vom 20. Juni 1919, S. 23.
- 64: Vgl. Schulte, Bonner Juden, S. 445.
- 65: Alle Zitate in: JB vom 5. März 1920, S. 114.
- 66: Vgl. JB vom 30. September 1921, S. 328.
- 67: Vgl. Rürup, Miriam, Alltag und Gesellschaft, Paderborn 2017, S. 160.
- 68: Vgl. GB vom 1. Februar 1928, unpaginiert., in: StA Bonn, Ia41-1/3-1.
- 69: Vgl. Rürup, Alltag, S. 161.
- 70: Bericht „Kameraden - deutsch-jüdischer Wanderbund in Bonn“ in: VADS, PB 334.
- 71: Vgl. Kuhn/Rothe/Mühlenbruch (Hg.), 100 Jahre Frauenstudium, S. 222.
- 72: Brief von Ernst Levy vom 5. August 1987, in: VADS, PB 143.
- 73: GA vom 4. November 1926, S. 3.
- 74: Vgl. Der Jugendbund vom 7. Juli 1927, S. 14.
- 75: Vgl. GB vom 1. Januar 1928, unpaginiert., in: Stadtarchiv Bonn, Ia41-1/3-1.
- 76: Vgl. GB vom Dezember 1929, unpaginiert., in: Stadtarchiv Bonn, Ia41-1/3-1.
- 77: Vgl. Heinrich, Bonn, S. 147
- 78: Rektor Dyroff (Hg.), Chronik der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn für das akademische Jahr 1925/26, Bonn 1927, S. 45.
- 79: Vgl. IF vom 14. März 1929, S. 3.
- 80: Vgl. Kuhn/Rothe/Mühlenbruch, 100 Jahre Frauenstudium, S. 78.
- 81: Vgl. Gatermann, Heinz, Meine Erfahrungen mit der Bonner Universität, in: Studentengewerkschaft Bonn (Hg,), 150 Jahre Klassenuniversität. Reaktionäre Herrschaft und demokratischer Widerstand am Beispiel der Universität Bonn, Bonn 1968, S. 23.
- 82: Vgl. GB vom 1. Februar 1928, unpaginiert., in: StA Bonn, Ia41-1/3-1.
- 83: Vgl. Geppert, Dominik, Kaiser-Kommers und Bismarck-Kult. Bonner Studierende im Kaiserreich von 1871 bis 1914, in: Becker, Thomas (Hg.), Bonna, Perl am grünen Rheine. Studieren in Bonn von 1818 bis zur Gegenwart, Bonn 2013, S. 91.
- 84: Rürup, Ehrensache, S. 479.
- 85: Vgl. Rürup: Ehrensache, S. 71f.
- 86: GA vom 2. Juli 1929, 2. Blatt.
- 87: Vgl. Rürup, Ehrensache, S. 485.
- 88: Vgl. Hodde/Rauhut-Brungs/Wasser, Stadtrundgang, S. 39.
- 89: Vgl. Rektor Cichorius (Hg.): Chronik der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn für das akademische Jahr 1923/24, Bonn 1925, S. 36; vgl. Rektor Heimberger (Hg.): Chronik der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn für das akademische Jahr 1924/25, Bonn 1926, S. 21.
- 90: Vgl. Rürup, Ehrensache, S. 113.
- 91: Vgl. JR vom 30. Dezember 1921, S. 747.
- 92: Vgl. IF vom 29. Dezember 1932, S. 5.
- 93: Der jüdische Student vom März 1931, S. 133.
- 94: Vgl. KC-Blätter vom Dezember 1930, Heft 10, S. 167.
- 95: Vgl. Der jüdische Student vom Juli 1929, S. 24.
- 96: Vgl. KC-Blätter vom Dezember 1930, Heft 10, S. 167.
- 97: Vgl. KC-Mitteilungen vom 5. Oktober 1927, Heft 8-10, S. 72.
- 98: Vgl. KC-Mitteilungen vom 15. September 1925, Heft 8/9, S. 66.
- 99: Vgl. GA vom 9. Februar 1933, S. 5.
- 100: IF vom 9. August 1934, S. 11.
- 101: IF vom 20. September 1934, S. 11.
- 102: Vgl. Heinrich, Bonn, S. 147.
- 103: Vgl. Der Schild vom 7. August 1925, S. 282.
- 104: Der Schild vom 22. Februar 1926, S. 62.
- 105: GA vom 25. Juli 1925, S. 6.
- 106: Vgl. GA vom 7. November 1925, S. 22.
- 107: Der Schild vom 4. Dezember 1925, S. 448.
- 108: Vgl. GA vom 2. November 1925, S. 8.
- 109: Vgl. GA vom 16. November 1925, S. 9.
- 110: Vgl. Wahlig, Sport im Abseits, S. 39.
- 111: Vgl. GA vom 8. Januar 1927, S. 14.
- 112: Vgl. Heinrich, Bonn, S. 148.
- 113: Vgl. Der Schild vom 29. November 1929, S. 390.
- 114: Vgl. IF vom 29. Dezember 1932, S. 5.
- 115: GA vom 15. April 1925, 2. Blatt.
- 116: Vgl. GA vom 14. Juli 1930, S. 4.
- 117: Vgl. GA vom 14. Januar 1924, S. 3; GA vom 3. Februar 1930, S. 12.
- 118: Vgl. Adressbuch der Stadt Bonn 1926, S. 76; Holthausen, Josef, Sportgeschichte der Stadt Bonn, Bonn 1964, S. 178.
- 119: GA vom 12. März 1928, 3. Blatt.
- 120: Vgl. DRZ vom 21. März 1933, S. 7.
- 121: GA vom 8. Mai 1926, S. 16.
- 122: DRZ vom 2. Februar 1925, S. 6.
- 123: Letzte Erwähnung des Pokals unter diesem Namen: GA vom 30. Januar 1930, S. 12.
- 124: GA vom 9. August 1929, S. 6.
- 125: Vgl. Ferdinand Köster: Das Spiel, das aus der Steppe kam… Hundert Jahre Fußball in Bonn. Die Geschichte des Bonner Sportclub 01/04, Bonn 2004, S. 41f.
- 126: Holthausen, Sportgeschichte, S. 73.
- 127: DRZ vom 5. Dezember 1927, S. 8.
- 128: DRZ vom 17. September 1927, S. 7.
- 129: Vgl. Wiedergutmachungsakte Hugo Jansen, in: StA Bonn, N35 WGA/205.
- 130: Vgl. Heinrich: Bonn, S. 150-152.
- 131: Vgl. JB vom 12. September 1919, S. 177.
- 132: Vgl. GA vom 26. März 1924, S. 2.
- 133: Vgl. GA vom 9. April 1932, S. 3.
- 134: DRZ vom 13. April 1932, S. 3.
- 135: Vgl. GA vom 22. Januar 1932, S. 3.
- 136: DRZ vom 6. Juli 1927, S. (5).
- 137: Vgl. BZ vom 15. November 1924, S. 8.
- 138: Vgl. GA 13. Februar 1929, 2. Blatt.
- 139: Vgl. Heyer, Kultur in Bonn, S. 156.
- 140: Vgl. DRZ vom 16. Januar 1933, S. 4.
- 141: Vgl. Rauhut-Brungs, Leah/Wasser, Gabriele, Rabbiner in Bonn. Spurensuche ihrer Tätigkeit zwischen dem 12. und 20. Jahrhundert, Bonn 2007, S. 76.
- 142: Vgl. GA vom 1. März 1922, S. 2; GA vom 16. Mai 1924, S. 2.
- 143: Vgl. GB vom Dezember 1928, in: StA Bonn, Ia41-1/3-1.
- 144: Vgl. BZ vom 3. Oktober 1927, S. 8.
- 145: Vgl. BZ vom 3. Oktober 1925, S. 2.
- 146: Höroldt, Dietrich, Bonn in der Kaiserzeit 1871-1914, in: Höroldt, Geschichte der Stadt Bonn, S. 418.
- 147: Vgl. die Mitgliederliste in: Dyroff, Adolf (Hg.), 1787-1937. Festschrift zur Feier des 150jährigen Bestehens der Lese- und Erholungs-Gesellschaft zu Bonn, Bonn 1937, S. 146.
- 148: Vgl. Brieskorn, Egbert, Felix Hausdorff. Mathematiker Philosoph Literat, Berlin/Heidelberg 2021, S. 467.
- 149: Vgl. Formanski, Lebensbilder, S. 402f.
- 150: Vgl. Erdmann, Karl Heinz/Leifeld, Marcus, Von der Bonner Carnevals-Gesellschaft zum Festausschuss Bonner Karneval. 190 Jahre organisierter Frohsinn, Bonn 2016, S. 50.
- 151: Vgl. GA vom 7. Februar 1927, 2. Blatt; vgl. GA vom 12. Dezember 1927, S. 7.
- 152: BZ vom 22. Februar 1928 Mittagsausgabe, S. 7.
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Schröder, Stefan, Blau-Weiß, Maccabi, Synagogenchor. Jüdische Freizeitgestaltung im Bonn der Weimarer Republik, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: https://rheinische-geschichte.lvr.de/Epochen-und-Themen/Themen/blau-weiss-maccabi-synagogenchor.-juedische-freizeitgestaltung-im-bonn-der-weimarer-republik/DE-2086/lido/68e7b2395a1355.72765365 (abgerufen am 22.01.2026)
Veröffentlicht am 21.10.2025, zuletzt geändert am 22.10.2025