Die Gründungsjahre des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen
Erster Bundestag des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen, 7.10.1950. (Landessportbund NRW/ RS84756)
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1. Einleitung
Am 6.5.1947 als Dachverband des organisierten Sports in Hagen-Haspe gegründet, ist der Landessportbund Nordrhein-Westfalen (LSB NRW) nur wenig jünger als das Bundesland selbst, das sein Einzugsgebiet bildet. Die Geschichte des LSB NRW ist mit den sozialen, politischen und kulturellen Entwicklungen Nordrhein-Westfalens und der Bundesrepublik Deutschland untrennbar verflochten. Sein Entstehen fällt in einen Zeitabschnitt, der bezogen auf das am 23.8.1946 aus der Fusion der ehemaligen eigenständigen preußischen Provinzen Rheinland und Westfalen hervorgegangene Bindestrichland als „innere“ Landesgründung bezeichnet wird. Landesregierung und Landtag standen vor einer multiplen Integrationsaufgabe: Nicht nur die vorher separat verwalteten Landesteile mussten institutionell zusammenwachsen, sondern es galt auch eine infolge von NS-Diktatur, Gewalt und Krieg stark veränderte Gesellschaft unter demokratischen Vorzeichen wiederaufzubauen.[1]
Eine historische Gesamtdarstellung des LSB NRW steht in der Forschung nach wie vor aus und kann hier auch nicht geleistet werden. Beabsichtigt ist stattdessen ein Überblick über die wichtigsten Ereignisse und Entwicklungslinien in der Geschichte des Verbandes mit dem Ziel, den institutionellen Kontext für das Handeln einer Reihe seiner wichtigsten Funktionärinnen und Funktionäre zu beleuchten. Der Beitrag ist Teil des Projekts „Der Landessportbund NRW und sein Führungspersonal: Biographien – Geschichte – Erinnerung“, mit dem am Beispiel einer biographischen Sammlung zahlreicher, von 1947 bis in die 1970er Jahre amtierender Präsidiumsmitglieder des LSB NRW untersucht wird, welche Ideen dem organisierten Sport an Rhein und Ruhr zugrunde lagen. Genauso wie in anderen gesellschaftlichen Bereichen, gab es auch im Sport „1945 einen Neuanfang, aber keine Stunde Null“[2]. Deshalb konzentriert sich die Untersuchung der Personengruppe auf zwei Lebensabschnitte: die Zeit in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus sowie die Zeit im LSB NRW nach 1945/47. Es geht zum einen um die Brüche und Kontinuitäten jeder bzw. jedes Einzelnen im persönlichen Verhältnis zur NS-Diktatur und zum anderen um die sozialen Interaktionen und Netzwerke im organisierten Sport der frühen Bundesrepublik. Für die meisten von ihnen war es die „zweite Karriere“, wenngleich ihre Herkunft und bisherige Laufbahn sich bisweilen diametral unterschieden.[3]
Dieser Beitrag konzentriert sich zeitlich auf die Spanne der Gründungsphase des LSB NRW bis etwa in die Mitte der 1960er Jahre. In den beiden Gründungsjahrzehnten wurden vergleichbar mit der allgemeinen politischen Situation der institutionelle Rahmen etabliert und die zentralen Handlungsfelder ausgebildet. Die dahinterstehenden Richtungsentscheidungen prägten die Geschichte des LSB NRW weit über die Anfangsjahre hinaus. Für die Entwicklungen des organisierten Sports auf nationaler Ebene können die Biographien aufgrund ihrer personellen Verflechtungen ebenfalls weiterführende Auskunft geben.
2. Kein leichter Beginn – Die Anfänge des LSB NRW nach 1945
Voraussetzungen und Herausforderungen bei der Gründung des LSB NRW
Neben den unmittelbaren Kriegsfolgen an Rhein und Ruhr, zu denen eine große Wohnungsnot, der Zustrom von Flüchtlingen, Landverschickten und Vertriebenen, die katastrophale Ernährungslage sowie eine erhebliche Zerstörung der Infrastruktur einschließlich vieler Sportanlagen zählten, wurde der Handlungsrahmen für die Gründergeneration des LSB NRW wie überall in Deutschland zunächst grundlegend durch die Maßnahmen der alliierten Besatzungsmächte vorgegeben. Nach einem kurzen generellen Verbot erwies sich die von den Alliierten erlassene Kontrollratsdirektive Nr. 23 als wichtigste Vorschrift für den Sport. [4] Die Siegermächte handhabten die dort formulierten, recht strengen Beschränkungen für einen Wiederaufbau des organisierten Sports in den einzelnen Besatzungszonen allerdings uneinheitlich. In der britischen Zone kam es zu einer Mischung von einzelnen, zum Teil auch erst nachträglich ausgesprochenen Verboten, formellen und informellen Bewilligungen oder auch stillschweigenden Duldungen.
Unter diesen Bedingungen stand das Führungspersonal im organisierten Sport vor drei grundlegenden, miteinander verschränkten Problemlagen, für die es Lösungsstrategien finden musste: Erstens waren mit der Kapitulation Deutschlands der „Nationalsozialistische Reichsbund für Leibesübungen“ (NSRL) und seine sportfachliche Gliederung durch die alliierten Besatzungsmächte aufgelöst und verboten worden. Durch die territoriale Neugliederung Westdeutschlands 1945/46 war auch die Gebietsstruktur („Sportbereiche“) des NSRL obsolet geworden. Auch wenn die NS-Sportpolitik nicht friktionslos funktioniert hatte, war durch die Einführung des Führerprinzips und strikt hierarchisch-zentralistischer Organisationsstrukturen die relative Autonomie des Sportsystems in einer bis dahin beispiellosen Weise durch die politische Ideologie des NS-Staates eingeschränkt worden. Sportausübung wurde auf Wehrertüchtigung und Kriegsbereitschaft ausgerichtet. Dieses Muster wirkte „in den Köpfen“ nach, denn die unter dem NS-Regime erfolgte „Gleichschaltung“ und Instrumentalisierung des Sports war mit dessen Zusammenbruch nicht einfach verschwunden. Die Wiederaufbaugeneration musste sich zu der Frage nach personellen Kontinuitäten aus der NS-Zeit verhalten: Wie sollte mit solchen Personen umgegangen werden, die hier eine problematisch wirkende Vergangenheit aufwiesen? Sollten sie bei der Reorganisation des Sports wieder eine Funktion übernehmen oder nicht?
Zweitens wurden die Überlegungen und Verhandlungen der Gründergeneration des LSB NRW durch traditionelle Vorstellungs- und Organisationsmuster aus der Zeit vor 1933 beeinflusst. Dort hatte sich eine politisch-ideologisch und konfessionell motivierte Spaltung des Sports in den großen Dachverbänden der proletarischen, bürgerlichen und der konfessionellen Sportbewegung verfestigt: Dazu zählten die 1912 errichtete „Zentralkommission für Arbeitersport und Körperpflege“, der 1917 entstandene „Deutsche Reichsausschuss für Leibesübungen“ (DRA), die 1920 gegründete katholische „Deutsche Jugendkraft“ (DJK) und das 1921 gebildete evangelische „Eichenkreuz“. DJK und „Eichenkreuz“ gehörten zwar als kirchliche Organisationen – im Unterschied zur Arbeitersportbewegung – beide dem DRA an, pflegten aber einen eigenen Spiel- und Sportbetrieb. Damit stand die Frage im Raum, ob diese Verbände als getrennte Formationen wieder aufleben oder stattdessen in einer „Einheitssportbewegung“ aufgehen sollten.
Und drittens musste entschieden werden, nach welcher Organisationsstruktur ein landesweiter Dachverband des Sports gestaltet werden sollte. Dafür kamen zwei grundsätzlich verschiedene Optionen in Frage: Entweder konnte er nach dem „Fachverbandsprinzip“ aufgebaut werden. Das bedeutete, dass in ihm nur die sportartspezifischen Fachverbände Mitglied sein sollten. Oder er konnte nach dem „Einheitsverbandsprinzip“ strukturiert werden. Demnach sollten die Sportvereine und ihre Zusammenschlüsse auf lokaler Ebene zu „Bünden“, die damals noch „Zweckverbände“ und später „Stadt- und Kreissportbünde“ – bzw. kurz auch: „Bünde“ – genannt wurden, seine Mitglieder bilden.
Logo des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen 1953. (Landessportbund NRW)
Die personelle Konstellation im ersten Präsidium des LSB NRW
Wie stark diese drei Problemlagen auf die neu gegründete Dachorganisation für den Sport in Nordrhein-Westfalen einwirkten, zeigte die Besetzung des ersten Präsidiums. Dessen Wahl bildete den wichtigsten Tagesordnungspunkt auf dem Hagener Gründungstag des LSB NRW am 6.5.1947. Zum Präsidenten bestimmten die 490 Delegierten aus 18 Sportfachverbänden und 53 „Zweckverbänden“ den studierten Juristen und Kölner Bauunternehmer Peco Bauwens, der in jungen Jahren zunächst eine Laufbahn als Fußballer begonnen hatte. Während der Weimarer Republik hatte er dann für den Deutschen Fußballbund (DFB) als Schiedsrichter mit Länderspieleinsätzen und mit Gremienarbeit in der Fédération Internationale de Football Association (FIFA) fungiert. Bei der Besetzung der Posten der Vizepräsidenten entschied sich die Versammlung mit Hugo Grömmer für einen sozialdemokratischen Funktionär aus der ehemals eigenständigen Arbeitersportbewegung und mit dem Prälaten Ludwig Wolker für einen hohen Amtsträger aus der DJK. Die personelle Zusammensetzung des siebenköpfigen Präsidiums, aber auch das Personaltableau der aus Präsidium und Vorstand zusammengesetzten Verbandsführung unterstreichen den Ansatz, mit dem neuen Verband die Breite der Sportarten, der sozialen Milieus und des geographischen Einzugsbereichs in Nordrhein-Westfalen abzubilden (siehe unten).
Außerdem wurde beschlossen, das Amt eines Landesjugendwartes einzurichten. Das gilt seitdem als Geburtsstunde der Jugendorganisation des LSB NRW, der Sportjugend NRW. Berufen wurde für diese Funktion der aus Hamm stammende Rektor Julius Überhoff (1889−1969), der seit April 1947 den Vorsitz des Westfälischen Turnerbundes innehatte. Damit und mit der Besetzung der Position einer Frauenwartin durch Cläre Ackermann, ebenfalls vom Westfälischen Turnerbund, unterstrich der junge Verband den Stellenwert, den er der Arbeit im Bereich des Jugend- und des Frauensports von Beginn an einzuräumen gedachte. Eingerichtet wurde weiterhin ein Hauptausschuss mit Vertretungen für die Sportfachverbände und die Bünde. Mit der am 16.11.1947 in Gelsenkirchen erfolgten Gründung des Sozialwerks des LSB NRW, der Sporthilfe e.V., war für den neuen Dachverband der institutionelle Konstituierungsprozess erfolgreich abgeschlossen. Die dabei zu bewältigenden Herausforderungen bedingten jedoch, dass er weder geradlinig noch ohne Ambivalenzen, Widersprüche und konfliktfrei verlaufen war.
Strategische Motive für die Wahl der Verbandsspitze
An der Wahl des dreiköpfigen, ehrenamtlichen Vorstands wird erkennbar, welche Lösungsstrategien die Akteure für den ersten und den zweiten Problemkomplex – den Umgang mit dem NSRL-Erbe und die Frage, ob Einheitssportbewegung oder erneute Trennung in bürgerliche, proletarische und konfessionelle Verbände – entwickelten.
Peco Bauwens, Porträtfoto, undatiert. (www.grevenarchivdigital.de | Kölnische Rundschau)
Was den ersten Komplex betrifft, so wählte der LSB NRW mit Grömmer und Wolker zwei Persönlichkeiten in sein höchstes Gremium, die beide durch ihren jeweiligen sportorganisatorischen Werdegang die größtmögliche Distanz zum Nationalsozialismus und zu seiner Instrumentalisierung des Sports authentisch verkörperten. Beide waren direkt von Verbot, Bedrohung und Verfolgung unter dem NS-Regime betroffen gewesen. Zahlreiche Mitglieder ihrer Sportverbände hatten zudem Gewalt erfahren oder waren sogar ermordet worden. Grömmer und Wolker galten deshalb gerade in den Augen der britischen Kontrollbehörden als „unbelastet“ und konnten so bestimmte Ämter beim Wiederaufbau des Sports überhaupt erst übernehmen.[5] So gelangte Grömmer im Mai 1946 auf die Position des ersten Vorsitzenden des „Zonensportrates“, einem Gremium ohne Exekutivfunktion, das aber durch die Bestimmungen der Kontrollratsdirektive Nr. 23 mit dem Ziel eingerichtet werden konnte, die Gründung einer überregionalen Sportorganisation in der gesamten britischen Besatzungszone vorzubereiten. Wolker wiederum organisierte nach 1945 den Wiederaufbau der DJK.
Die Wahl von Bauwens und Überhoff war verbandspolitisch primär nach innen gerichtet und zielte darauf ab, das Präsidium an zwei Schlüsselpositionen mit Vertretern aus den nach wie vor mitgliederstärksten und mächtigsten Sportfachverbänden zu besetzen. Bauwens, der 1950 auch zum ersten DFB-Präsidenten nach Kriegsende gewählt wurde, prägte die ersten Jahre des westdeutschen Nachkriegssports. Sein umstrittenes Verhalten in der NS-Zeit ist Gegenstand jüngerer Untersuchungen.[6]
An ihm wie an weiteren Führungspersönlichkeiten in der Frühphase des LSB NRW wird eine ambivalente, widersprüchlich bleibende Entwicklung erkennbar, die sich – wie in anderen Bereichen der deutschen Nachkriegsgesellschaft – auch im organisierten Sport als durchaus typische Tendenz darstellte: Obwohl es anfangs im Rahmen der durch die alliierten Besatzungsmächte umfassend angestrebten „Entnazifizierung“ und „Demokratisierung“ der deutschen Gesellschaft intendiert war, Personen mit Verdacht auf NS-Vergangenheit aus Funktionsämtern auch im Sport herauszuhalten, zeigten sich schnell die Grenzen der Umsetzung. Der Wiederaufbau des Sports – wie auch der öffentlichen Verwaltung oder der Wirtschaft – war nicht ausschließlich mit Akteuren zu bewältigen, die wie Grömmer oder Wolker als unbelastet gelten konnten.
Hugo Grömmer, Porträtfoto, undatiert. (Landessportbund NRW/ K1B43F1)
Für den LSB NRW war es damals offenbar kaum möglich, vollständig auf Führungspersonal zu verzichten, das auf eine Laufbahn im Nationalsozialismus zurückblicken konnte. Zudem hatten die Delegierten, die das Präsidium wählten, mehr oder weniger dieselbe Vergangenheit wie die von ihnen gewählten Repräsentanten. Unabhängig davon, ob man hierüber stets in jedem Fall Kenntnis hatte und ob der Status einzelner Personen eher dem eines passiven Mitläufers oder aktiven Funktionsträgers innerhalb des nationalsozialistischen Staates und/oder den Gliederungen der NSDAP entsprach, wurden sie mit ihren Erfahrungen und ihrem Wissen über die Arbeit in größeren organisatorischen Gebilden des Sports gebraucht. So konnten sie schnell wieder an Einfluss gewinnen und beim Neuaufbau des Sports auch in strategisch entscheidende Positionen gelangen.
Das wiederum bedeutete nicht zwangsläufig, dass sie ihre Vorstellungen von der Gestaltung des Sports ungehindert durchsetzen konnten. Dass ihrem verbandlichen Agieren immer wieder Grenzen gesetzt waren, zeigt sich ebenfalls exemplarisch an der Besetzung der beiden Vizepräsidentenämter. Vor allem mit Grömmer, aber auch mit Wolker, waren Bauwens gewissermaßen zwei einflussreiche „Gegenspieler“ an die Seite gestellt, die sich zwar in ihren Lebensläufen, Weltanschauungen und ihrer Art mit Konflikten umzugehen, merklich unterschieden, die aber in strittigen Fragen auch anderen Positionen Geltung verschaffen oder auf Kompromisse hinarbeiten konnten.
Der Wille zur Einheit
Hinsichtlich des zweiten Problemkomplexes wird an dieser personellen Konstellation erkennbar, dass die Mitglieder des LSB NRW sich zu einer „Einheit im Sport“ bekannten und den Willen dazu nach innen und außen demonstrieren wollten. Bauwens, Grömmer und Wolker fungierten jeweils auch als Repräsentanten für den bürgerlichen Sport, die Arbeitersportbewegung und den konfessionellen Sport. Mit ihrer Wahl wurde so sichtbar gemacht, dass der vor 1933 gespaltene Sport jetzt drei Persönlichkeiten an seiner Spitze besaß, die nach dem Modell einer paritätischen Partizipation bei seinem Wiederaufbau in Nordrhein-Westfalen zusammenwirkten. Der zur Schau gestellte Konsens darf jedoch nicht über die ungleichen Interessenlagen der Sportmilieus nach 1945 sowie die unterschiedliche Beurteilung der nationalsozialistischen Sportpolitik hinwegtäuschen.
So bediente Bauwens mit seinem Werben für einen „geeinten“ Sport ein Narrativ, welches die Rolle der bürgerlichen Sportbewegung beim Machtantritt der Nationalsozialisten entlasten sollte. Vor den Kölner Stadtverordneten behauptete er am 13.6.1946 beispielsweise, dass der DRA dem Sport wertvollste Kräfte geliefert hätte und dass es erst Anfang 1939 gelungen sei, diesen an den Nationalsozialismus anzuschließen.[7] Damit wollte Bauwens nachträglich die am 10.5.1933 erfolgte widerstandslose Auflösung des DRA und dessen Ersetzung durch den „Deutschen Reichsbund für Leibesübungen“ (DRL) legitimieren. Nur ein als „unpolitisch“ bzw. „neutral“ auftretender Sport hätte sich einer Vereinnahmung durch das NS-Regime entgegenstellen können. Das entsprach einem verbreiteten Argumentationsmuster nach 1945, wie es unter anderem auch bei dem ehemaligen Stabschef des NSRL, Guido von Mengden (1896-1982), zu finden ist. Dabei wurde völlig ausgeblendet, dass Spitzenvertreter der führenden DRA-Verbände schon vor dessen offiziellem Ende die „Selbstauflösung“ ihres Dachverbandes betrieben. Frühzeitig hatten sie die neuen Machthaber begrüßt und sich zügig um deren Gunst bemüht, wozu auch der Ausschluss jüdischer Mitglieder ohne gesetzliche bzw. staatliche Vorgabe gehörte.[8]
Für die ehemaligen Arbeitersportler stand nach 1945 die Forderung nach einer konsequenten Demokratisierung des Sports im Mittelpunkt. Das entsprach ihrer eigenen Tradition, die sie als langen Kampf um demokratische Werte deuteten. Trotz zeitweiser gegenteiliger Ansicht von Arbeitersportlern an der eigenen „Basis“ setzten sich diejenigen Funktionäre durch, die es für erfolgversprechend hielten, diese Demokratisierung des Sports in einer Einheitssportbewegung zu erreichen anstatt in einem Arbeitersportverband. Neben der keineswegs unbegründeten Sorge, sich dem Vorwurf auszusetzen, über eigenständige Arbeitersportvereine weiterhin sozialdemokratische Ziele zu verfolgen, den Sport damit also erneut zu politisieren, spielte dabei anfangs noch der Glaube eine Rolle, auf diese Weise Personen mit einer problematischen NS-Vergangenheit aus dem Sport heraushalten zu können. Grömmer begründete etwa seine Haltung für eine Einheitssportbewegung unter anderem damit, dass dort ehemalige Arbeitersportler Spitzenfunktionen übernehmen sollten; musste aber schon nach kurzer Zeit einen zunehmenden Einfluss „politisch belasteter“ Funktionäre bei der Reorganisation des Sports beklagen.[9]
Erster Bundestag des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen, Blick vom Rednerpult, 7.10.1950. (Landessportbund NRW/ RS84755)
Für Prälat Wolker bot die Einheitssportbewegung die Chance, dass die DJK-Vereine ihre christlich-katholische Identität einbringen konnten. In seinem Heimatverband formierte sich jedoch Widerstand. Im Gegensatz zum evangelischen „Eichenkreuz“, für das eine erneute Gründung als Verband mit eigenständigem Sportbetrieb nicht erwogen wurde, kam es innerhalb der DJK mit dem Zusammenschluss von Ruhrgebietsvereinen im Juli 1947 zur „Spiel- und Sportgemeinschaft Rhein-Weser“ und mit der drei Monate später in Düsseldorf erfolgenden Konstituierung der „Arbeitsgemeinschaft Deutsche Jugendkraft“ zu weit gediehenen Autonomieversuchen. Mit der Gründung des „DJK-Verbandes Rhein-Weser“ 1949 in Herne existierten zeitweise sogar zwei größere rivalisierende Verbände innerhalb der DJK-Bewegung. Letztlich konnte das jedoch die Integration der katholischen Sportorganisation in eine „geeinte“ Sportbewegung nicht aufhalten.[10]
Der Wiederaufbau „von unten“
Mit dem Konsens über die Einheitssportbewegung war die Frage der dritten Problemlage noch nicht abschließend beantwortet. Voraussetzung für das organisatorische Dach des Sports war die Erneuerung auf der lokalen Ebene der Vereine. Ausschlaggebend waren dafür vor allem zwei Gründe: Erstens verfügten die Vereine nach Kriegsende noch über ein relativ intaktes Netzwerk untereinander. So konnten sie sich, zweitens, in Städten und Kreisen mit britischer Erlaubnis früh zu Bünden zusammenschließen. Im Gegensatz dazu bestand für die landesweiten Sportfachverbände zunächst noch ein Verbot. Nach dessen Aufhebung kam es aber auch hier zügig zu Wiedergründungen. Dabei übernahmen die Fußballer und Turner als mitgliederstärkste Organisationen eine Vorreiterrolle. Der zeitliche Vorsprung der Bünde beim Wiederaufbau des Sports blieb aber bestehen. Hinsichtlich der Gestaltung eines Spiel- und Wettkampfbetriebes sowie der Sport- und Turnfeste adaptierte man die traditionellen Organisationsmuster der Gebiets- und Leistungsklasseneinteilung in Kreise, Bezirke und Gaue, was vielfach auch mit einer personellen Kontinuität von Akteuren aus der NS-Zeit verbunden war.
Die Scharnierfunktion der Sportreferenten
Von Bedeutung für den Neuaufbau des Sports wurden weiterhin die bei den deutschen Auftragsverwaltungen eingesetzten „Sportreferenten“. Dieses Amt gab es in den westlichen Besatzungszonen entweder für die Länder oder – wie in Nordrhein-Westfalen – auch für die Regierungsbezirke und die unteren Verwaltungsebenen, wo es ehrenamtlich ausgeübt und nach der Abschlussphase des Wiederaufbaus aufgelöst wurde. Wegen der Auflage der britischen Kontrollbehörden, das Amt mit politisch unbelasteten Personen zu besetzen, war hier der Anteil ehemaliger Arbeitersportler in allen Westzonen recht hoch. Es handelte sich bei den Sportreferenten sowohl um eine Neuerung als auch um einen Rückgriff auf Strukturen, die aus der Weimarer Republik und der NS-Zeit stammten. In ihrer vermittelnden Rolle waren sie mit der Aufgabe der Beratung und Unterstützung der Vereine betraut und gegenüber den britischen Kontrollbehörden für einen demokratisch intendierten Aufbau der Sportorganisationen verantwortlich. Wie Grömmer, der im August 1945 auf die Stelle eines Sportreferenten bei der Bezirksregierung in Arnsberg gewechselt war, gehörte Hugo Rüngener (1901-1986), der das Amt für den Regierungsbezirk Düsseldorf ausfüllte, ab 1947 auch dem Präsidium des LSB NRW an. Durch die Arbeit der Sportreferenten wurde der Grundstein für eine Organisationsstruktur des Sports gelegt, die sich an der politischen Verwaltung ausrichtete. Das hierbei zugrunde gelegte „Prinzip einer Regionalisierung“ ließ Anklänge an das Organisationsmodell der „Zentralkommission für Arbeitersport und Körperpflege“ erkennen, hatte sich dort allerdings nicht an die politische Verwaltungsstruktur angelehnt. Die Funktion eines Sportreferenten im für den Bereich Sport zuständigen nordrhein-westfälischen Kultusministerium sollte Rüngener ab 1947 20 Jahre lang ausüben. Damit wurde er gleichzeitig zu einem wichtigen Bindeglied für die enge Kooperation zwischen Landesregierung und dem LSB NRW in der Folgezeit.[11]
„Fachverband oder Einheitsverband?“ – der Konflikt um zwei gegensätzliche Organisationsprinzipien
Vor diesem Hintergrund zeigte der Neuanfang des Sports hinsichtlich seiner organisatorischen Struktur im Wesentlichen ein dualistisches Bild: Während die landesweit operierenden Sportverbände den Dachverband in Nordrhein-Westfalen nach dem Fachverbandsprinzip gestalten wollten, wie es auch schon für den DRA gegolten hatte, wurde auf der lokalen Ebene der Bünde mit den überfachlichen Zusammenschlüssen von gemischten bzw. Mehrspartenvereinen das Einheitsverbandsprinzip favorisiert. In dieser Frage entwickelte sich zwischen den jeweiligen Befürwortern und Gegnern ein scharfer und anhaltender Richtungsstreit, in dessen Verlauf beide Seiten zur Eskalation beitrugen und der bis in die Vorgänge rund um die 1950 erfolgte Gründung des Deutschen Sportbundes (DSB) hineinwirkte. Dass dabei der „Frontverlauf“ nicht immer eindeutig blieb und es auch zu „Lagerwechseln“ kam, wird am Verhalten Grömmers ersichtlich: Nachdem der ehemalige Arbeitersportler mit seinem frühen Versuch, einen „Volkssportverband Westfalen“ (24.11.1945) nach dem überfachlichen Einheitsverbandsprinzip aufzubauen, noch am Veto der britischen Kontrollbehörden scheiterte, favorisierte er später das Fachverbandsprinzip.
Als treibende Kraft erwies sich allerdings Bauwens. Der Fußballfunktionär trat von Beginn an kompromisslos und vehement für das Fachverbandsprinzip ein. Das schloss stellenweise auch Mittel ein, welche die „Fairnessgrenze“ des Sports überschritten. So warf er dem Zonensportrat, der eine überregionale Organisationsbildung nach dem Einheitsverbandsprinzip anstrebte und dazu durch eine Vereinsbefragung sogar auf ein positives Votum verweisen konnte, illegales und undemokratisches Agieren in der Frage vor und erkannte dessen Votum nicht an. Er selbst handelte aber mit dem Versuch der Gründung eines „Westdeutschen Spielverbandes“ entgegen der Kontrollratsdirektive Nr. 23 und damit gegen geltendes Recht. Die Spannungen zwischen den Lagern des Einheitsverbands- und des Fachverbandsprinzips konnten auch durch die „Marler Beschlüsse“ von November 1946, mit denen im Zonensportrat versucht wurde, eine Kompromisslösung in der Frage zu finden, nicht abgebaut werden. Sie wurden nur in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen, nicht jedoch in Nordrhein-Westfalen akzeptiert. Der Zonensportrat wurde damit funktionslos, sein Ziel, einen gesamtzonalen Sportverband auf den Weg zu bringen, war fehlgeschlagen. Nach einer letzten, erneut durch Querelen geprägten Sitzung im Juni 1946 in Köln trat er auch nicht mehr zusammen.
Das Scheitern des Zonensportrates, aber auch die Vorbehalte der britischen Militärregierung, die in dem Einheitsverbandskonzept des Gremiums die Gefahr einer zentralistischen Organisationsstruktur nach dem nationalsozialistischen Vorbild zu erkennen glaubte, trugen mit dazu bei, dass sich bei der Gründung des LSB NRW Bauwens und mit ihm die mächtige Interessengruppe der Fußballer schließlich durchsetzen konnten. Deren Motiv für eine Struktur nach dem Fachverbandsprinzip lag nicht zuletzt im Finanziellen: Als Sportfachverband mit den meisten Finanzmitteln, die ihm über das Fußball-Toto zuflossen, wollten seine Funktionäre in dem neuen Dachverband auch die Kontrolle über deren Verteilung behalten. Diese wurde ihnen mit dem Fachverbandsprinzip über die Stimmrechte gesichert: Im Entscheidungsgremium des LSB NRW, dem Hauptausschuss, besaßen sie eine Mehrheit gegenüber den Bünden, die zwar rechtlich als „eigene Gliederungen“ dem neuen Dachverband angehörten, aber ebenso wie die Vereine keine direkten Mitglieder waren. Niedergelegt wurde das in der ersten Satzung des LSB NRW, die aufgrund der Streitigkeiten relativ spät, zum Bundestag am 7.10.1950, verabschiedet wurde. Dadurch erfolgte auch der Eintrag des Verbandes in das Vereinsregister beim Amtsgericht Köln erst am 30.3.1951.
Die Bünde − und mit ihnen etliche Arbeitersportler – hielten das Einheitsverbandsprinzip für „demokratischer“. Das Fachverbandsprinzip erschien ihnen als „zu zentralistisch“, mit ihm drohten tradierte Muster in die „neue Architektur“ des Sports zurückzukehren. Dem damit gegebenen Spannungspotenzial suchte man schon bei der Gründung des LSB NRW unter anderem durch eine geschickte personalstrategische Entscheidung zu begegnen: Auf Vorschlag Grömmers bestimmte man mit Artur Schirrmacher einen ehemaligen Arbeitersportler zum Vertreter der Bünde im Präsidium. Obwohl auch später noch immer wieder Debatten hierzu auflebten, erwies sich im Laufe der Zeit die Organisationsstruktur des LSB NRW als stabiles und tragfähiges Modell. Es wurde seitdem mehrfach durch Satzungsänderung zugunsten der Bünde angepasst. Seit 2008 besitzen sie auch den Status offizieller Mitglieder des Dachverbandes. Unter den Rahmenbedingungen der Nachkriegszeit erscheint in der Rückschau die Gründung und die erfolgreiche Entwicklung des LSB NRW in der Folgezeit ohne die Unterstützung der Fußballer (und Turner) kaum möglich. Hierzu trug auch Bauwens´ Rollenverständnis als erster Präsident des Dachverbandes bei. Seine Präsidentschaft war prinzipiell von einer integrierenden Haltung geprägt, wozu es gehörte, sich immer wieder für die Belange auch der kleineren Sportverbände zu engagieren.
Eine „verspätete“ und/oder „doppelte“ Gründung?
Die Dauer des Konflikts um die Organisationsstruktur erklärt die zeitlich verzögerte Gründung des LSB NRW im Vergleich zu den anderen Landessportbünden in Westdeutschland. Weniger deutlich lässt sich beantworten, warum sich in den Jubiläumschroniken des LSB NRW und anderen, informellen Dokumenten aus dem verbandseigenen Schrifttum Hinweise auf ein anderes Gründungsdatum am 5.10.1946 finden. Die Ursachen dafür sind bis heute ungeklärt. Fest steht nur, dass sich der LSB NRW noch bis zu Beginn der 1970er Jahre auf das frühere Gründungsdatum bezog. Dabei wurde es manchmal auch als „inoffiziell“ etikettiert und von dem zeitlich späteren, „offiziellen“ unterschieden, das heute als allgemein akzeptiert gilt. Eine mögliche Erklärung könnte zwar ebenfalls in dem Konflikt über die Organisationsstruktur zu suchen sein. Solange dafür oder für andere Beweggründe jedoch kein belastbares und eindeutiges Quellenmaterial erschlossen ist, bleibt das spekulativ, und es muss sogar fraglich erscheinen, ob solch ein „früheres Gründungsereignis“ tatsächlich stattgefunden hat.
3. Die Jugendarbeit im LSB NRW als neues konstitutives Betätigungsfeld
In ihrer Rolle als Jugendorganisation des LSB NRW war die Sportjugend NRW von Beginn an für die Jugendarbeit des Dachverbandes zuständig.[12] Die erforderliche organisatorische Struktur wurde bereits unmittelbar nach der Gründung des LSB NRW mit der Konstituierung eines Jugendausschusses geschaffen, dem die Verantwortung für die konzeptionelle Ausrichtung und praktische Gestaltung der Jugendarbeit oblag. Geleitet wurde das Gremium durch den Landesjugendwart, der in dieser Funktion auch dem Präsidium des LSB NRW angehörte, und/oder dessen Stellvertreter. Um speziell die Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen zu fördern, entstand 1949 das Amt einer „Mädelwartin“. Mitte der 1950er Jahre wurde es in „Jugendwartin“ umbenannt und die Funktion einer „stellvertretenden Jugendwartin“ kam hinzu. Zudem richtete man 1948 ein Jugendsekretariat ein, das hauptamtlich durch einen Jugendsekretär geleitet wurde, der ebenfalls im Jugendausschuss vertreten war.
Das Qualifikationsprofil des Führungspersonals der Sportjugend NRW
Das Personal des Jugendausschusses rekrutierte sich vorwiegend aus den großen Sportfachverbänden. Dort hatten alle männlichen und auch weibliche Mitglieder, wie die ersten Jugendwartinnen Tosca Andreas, Ella Große-Wächter (1924–2017) oder Annemarie Graul (1907–1980), über entsprechende Ämter bereits Erfahrung in der Jugendarbeit gesammelt. Zusätzlich besaßen der bis 1955 an der Spitze des Jugendausschusses stehende Julius Überhoff sowie dessen Nachfolger, Dr. Wilhelm Sälter (1903–1972), und der stellvertretende Jugendwart Adolf Severing (1904–1974) einen beruflichen Hintergrund als Schullehrer. Der ebenfalls in dieser Funktion tätige Turnpädagoge Heinrich Meusel hatte als Dozent an der Deutschen Hochschule für Leibesübungen in Berlin gelehrt und galt in der Didaktik und Methodik einer allgemeinen körperlichen Jugenderziehung als besonders fachkundig. Sein Werdegang im Nationalsozialismus war indessen ambivalent: Nachdem er zuerst berufliche Nachteile wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ hinnehmen musste, vollzog Meusel später eine karrierefördernde Anpassung durch Beitritt zur SA. Mit Hans und Christa Schäfer sowie Heinz und Elisabeth Jost gehörten zwei ausgebildete Sportlehrerehepaare in hauptamtlicher Funktion dem Gremium an. Als Jugendsekretär fungierte bis 1966 der Oberturnwart des Märkischen Turngaus, Otto Reinert, dann übernahm Adalbert Hoffmeier (1930-1994), seit 1956 bereits als Stellvertreter Reinerts tätig, vom Westfälischen Fußballverband das Amt.
Prälat Ludwig Wolker als Vizepräsident des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen, Porträtfoto, undatiert. (Landessportbund NRW/ RS83834/K1B45F1)
Gesundheit und Erholung – die Praxis der Zeltlager
Die Kontrollratsdirektive Nr. 23 der Alliierten erlaubte Maßnahmen von Sportorganisationen, die der Jugendgesundheit und -erholung dienten. Das eröffnete der Sportjugend NRW die Möglichkeit, schon kurz nach Kriegsende Zeltlager für Jugendliche durchzuführen. Anfangs durch die britische Besatzungsmacht mit Ausrüstungsmaterial unterstützt, wurden auf dem Gelände des LSB NRW an den Standorten in Hachen, Oberwerries, Hinsbeck und Radevormwald in den Sommermonaten kleine Zeltstädte errichtet, die sich am Vorbild der Jugendbewegung orientierten. Die Jugendlichen, unter denen damals viele unter den Folgen von Mangelernährung litten und durch Gewalt, Zerstörung und defizitäre Familienstrukturen traumatisiert waren, konnten dort wieder Lebensfreude gewinnen, über Spiele in Gruppen, Tanzen und Musizieren das Erlebnis von Gemeinschaft erfahren und über einen weitgehend selbst organisierten Lageralltag auch ein sozial geprägtes Verantwortungsgefühl entwickeln. In den 1950er Jahren nahmen jährlich zwischen 1.500 und 4.500 Kinder und Jugendliche an den Zeltlagern teil.[13]
Überfachlichkeit und vielseitige Ausbildung – die Lehrarbeit
Das größte Handlungsfeld der Jugendarbeit stellte in der Frühphase die Implementierung eines Aus- und Fortbildungssystem dar, damals kurz „Lehrarbeit“ genannt. Es richtete sich an Jugendleitungen in den Sportverbänden und -vereinen, die als Multiplikatoren für ein Konzept dienen sollten, das die Sportjugendfunktionärinnen und -funktionäre mit dem Begriff des „Überfachlichen“ umschrieben. Gemeint waren damit sportartübergreifende und vielseitige Inhalte, die elementare Bewegungsformen und spielerische Interaktionen ebenso umfassten wie das ebenfalls aus der Jugendbewegung übernommene Musizieren, Singen und Tanzen in Gruppen.
Das „Überfachliche“ unterschied sich grundlegend von der Jugendarbeit in den Fachverbänden mit ihrem Interesse an Leistung und Wettkampf und der dafür erforderlichen Schulung der spezifischen technischen Fähigkeiten in der jeweiligen Sportdisziplin. Das lehnten die Verantwortlichen der Sportjugend NRW zwar nicht ab, gegenüber dem, was ohnehin in die Domäne der Fachverbände fiel, bot ihr Konzept für den LSB NRW aber die Möglichkeit, ein Alleinstellungsmerkmal zu generieren. Das berührte unmittelbar das Verhältnis des Dachverbandes zu seinen Fachverbänden. In ihrer Rolle als seine Mitgliedsorganisationen mussten sie und ihre Vereine von dem Konzept des Überfachlichen überzeugt und bereit sein, ihre Jugendleitungen in die Lehrgänge der Sportjugend NRW zu entsenden. Erschwerend wirkte dabei anfangs, dass von den Vereinen eine Lehrgangsgebühr erhoben werden musste (bis 1950). Darüber hinaus war es nicht immer einfach, geeignete Schulungsräume zu finden. Bevor sich diese Lage mit Zuwendungen aus dem 1951 erstmals aufgelegten Landesjugendplan und der Inbetriebnahme der eigenen Jugendbildungsstätte in Hachen 1955 deutlich verbesserte, unterstützten hier die Fußballverbände und Turnerbünde, die ihre Sportschulen in Duisburg-Wedau und Remscheid-Reinshagen zur Verfügung stellten. In der strategischen Kommunikation stellten Organisatoren wie Adolf Severing, die Sportlehrerehepaare Schäfer und Jost oder Heinrich Meusel in Beiträgen der seit Mai 1950 herausgegebenen Jugendbeilage der Verbandszeitschrift oder in anderen Publikationen die Relevanz des Überfachlichen als Grundlage für den Leistungs- und Wettkampfsport der Vereine immer wieder heraus. Dabei betonten sie, dass die Lehrgänge für die Mitgliedergewinnung, insbesondere von Mädchen und jungen Frauen, wichtig sei.
Kultureller Austausch und Bildung – die Anfänge der internationalen Begegnungen
Ein Austausch mit Jugendlichen aus dem niederländischen Soest 1952/53 bildete den Auftakt zu den internationalen Begegnungen der Sportjugend NRW, der schnell weitere folgten: so 1955 die bis dahin größte mit dem Vereinigten Königreich und in den 1960er Jahren mit Japan, Frankreich und Tunesien. Mit den Berlin- und Zonengrenzfahrten setzten gegen Ende der 1950er Jahre die Ost-West-Begegnungen ein, die später auch Kontakte in das Staatsgebiet des damaligen Jugoslawien und der Sowjetunion umfassten. Nachdem man 1960 die erste Olympiafahrt zu den Spielen in Rom durchgeführt hatte, kam es zwei Jahre später mit der ersten Israel-Fahrt der Sportjugend NRW zu dem zweifellos bedeutendsten Ereignis bei den internationalen Begegnungen. Den Vorlauf dazu bildete eine Studienfahrt nach Israel, die im Dezember 1960 von der Dachorganisation der freien Jugendverbände Nordrhein-Westfalens, dem 1948 konstituierten Landesjugendring NRW, veranstaltet worden war, zu dessen Gründungsmitgliedern auch die Sportjugend NRW zählte. Neben Vertreterinnen und Vertretern des Arbeits- und Sozialministeriums, des Jugendausschusses des Landtages sowie der Landschaftsverbände Westfalen-Lippe und Rheinland hatten an dieser Reise seitens der Sportjugend NRW Adalbert Hoffmeier, Adolf Severing und Ella Große-Wächter teilgenommen. Unter dem Eindruck dieser Begegnung reifte bei diesen drei Führungspersönlichkeiten der Plan zu einer eigenständigen Israelreise der Sportjugend NRW, zu der man nach einer intensiven Vorbereitungsphase am 18.10.1962 aufbrach. Unterstützt mit Mitteln des Arbeits- und Sozialministeriums führte die Fahrt ins nordisraelische Moledet, wo die Teilnehmenden bei einheimischen Familien untergebracht wurden. Ein Besuch der Städte Jerusalem, Rechovot und Tel Aviv komplettierte das Programm.
Der Mehrwert der Jugendarbeit für den organisierten Sport
Ihre Expertise auf dem Gebiet der Jugendpädagogik war maßgebend dafür, dass die Gründergeneration der Sportjugend NRW den Sport als Erziehungs-, Bildungs- und Kulturfaktor begriff. Im Sinne einer ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen strebten die Sportjugendfunktionärinnen und -funktionäre einen „Mehrwert“ an, der über die genuinen Funktionen des Sports von Leistung und Wettkampf hinausreichte. Damit verbanden sich nicht nur in den Nachkriegsjahren bedeutsame gesellschaftspolitische Wirkungen, es gingen davon ebenso Impulse für die Folgezeit aus. So trugen die Zeltlager damals zwar direkt zur physischen und psychischen Regeneration von Jugendlichen bei, sie zeigten aber darüber hinaus ansatzweise auch die präventiven und rehabilitativen Möglichkeiten des Sports auf, wie sie später systematisch im LSB NRW weiterentwickelt wurden. Die ersten internationalen Begegnungen förderten angesichts der außenpolitischen Isolierung und des Verlusts an internationalem Ansehen Deutschlands durch Krieg, Nationalsozialismus und Holocaust eine Wiederannäherung und einen kulturellen Brückenschlag zwischen ehemals verfeindeten Staaten, wobei der Sportjugend NRW hinsichtlich der deutsch-israelischen Beziehungen, wie sie von der Deutschen Sportjugend (dsj) in den 1960er Jahren aufgebaut wurden, auch eine Pionierrolle zukommt.[14] Das Prinzip des Überfachlichen in der Lehrarbeit antizipierte zudem aufgrund seiner Affinität zu dem, was in der Diskurstradition der Turnbewegung unter „volkstümliche Leibesübungen“ oder „Breitenarbeit“ kategorisiert wurde, in gewissem Maße bereits das, was gegen Ende der 1950er Jahre als „Zweiter Weg“ von den Sportorganisationen konzeptualisiert und später als „Breitensport“ und „Sport für Alle“ populär werden sollte. Dadurch erhielt die Jugendarbeit auch für den LSB NRW insgesamt einen grundlegenden Stellenwert: Gerade während seiner beiden Gründungsjahrzehnte, als der Dachverband noch um seine Konsolidierung bemüht sein musste, trug sie mit dazu bei, dass er seine Rolle gegenüber Staat und Gemeinwesen legitimieren und seine Stellung im System des organisierten Sports in Nordrhein-Westfalen festigen und sogar ausbauen konnte.
4. Fazit
Die Gründung des LSB NRW am 6.5.1947 erfolgte vor dem Hintergrund des von den Alliierten kontrollierten Wiederaufbaus der Sportstrukturen nach NS-Zeit und Krieg. Drei Kernprobleme prägten die Gründungsphase: Erstens die Frage des Umgangs mit den teilweise durch die NS-Zeit belasteten Funktionärinnen und Funktionären; zweitens die Entscheidung zwischen einer Einheitssportbewegung oder einer erneuten Trennung in milieuspezifische Sportbewegungen; und drittens die Frage, ob die Fachverbände oder die in Stadt- und Kreissportbünden organisierten Vereine Mitglieder des LSB NRW sein sollten. Bei den ersten beiden Punkten konnte die Gründungsgeneration schnell Einigkeit erzielen. So entschied man sich für die „Einheit im Sport“ und unterstrich diese integrative Ausrichtung auch durch eine entsprechende Personalauswahl des ersten Vorstands: Neben dem einflussreichen bürgerlichen Fußballfunktionär und Industriellen Bauwens traten mit Wolker für den konfessionellen und Grömmer für den Arbeitersport zwei Repräsentanten der beiden anderen, ehemals eigenständigen Sportverbände als konstruktive Gegengewichte. Sie galten vor allem in der Frage einer NS-Vergangenheit als unbelastete Persönlichkeiten. Schwieriger gestaltete sich die Diskussion um die Organisationsstruktur (Fachverbands- oder Einheitsverbandsprinzip) und die Frage nach der Mitgliedschaft. Das wurde 1947 zugunsten der Fachverbände entschieden und 1950 in der ersten Satzung des LSB NRW auch vereinsrechtlich formal fixiert.
Bei seiner Gründung bewies der Dachverband mit der Wahl einer Frauenwartin und eines Jugendwarts zudem die Fähigkeit, in die Zukunft weisendes und innovatives Wachstumspotenzial zu erschließen. Insbesondere der Bereich der Sportjugend bildete schnell ein zentrales und gesellschaftlich relevantes Betätigungsfeld für den LSB NRW, der hier etwa im Bereich der deutsch-israelischen Beziehungen auch eine Pionierfunktion übernahm.
Zeltlager des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen in Hachen, 1950er Jahre. (Landessportbund NRW/ RS83837/ K1B155F4)
Mit der 1957 erfolgten Ablösung von Peco Bauwens als Präsidenten durch den damaligen nordrhein-westfälischen Finanz- und späteren Innenminister Willi Weyer professionalisierte der LSB NRW seine Strukturen und seine Arbeit weiter und definierte auch sein Verhältnis zur Politik neu. Gleichzeitig unterstrich die Wahl eines bedeutenden Landespolitikers an die Spitze des Dachverbandes die gesamtgesellschaftliche Bedeutung des organisierten Sports in Nordrhein-Westfalen.
Quellen
Historische Unterlagen des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen finden sich im Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, RW 0335, RW 0635, RW 0707, RW 0721, RW 0736, RW 0753 und RW 0806.
Im Rahmen einer Vereinbarung übergibt der LSB NRW sukzessive weitere Unterlagen aus seiner Geschichte an das Landesarchiv.
Literatur
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Gruppenbild des Präsidiums des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen, 1972. (Landessportbund NRW)
- 1: Weißer, Ansgar, Die „innere“ Landesgründung von Nordrhein-Westfalen. Konflikte zwischen Staat und Selbstverwaltung um den Aufbau des Bundeslandes (1945–1953) (Forschungen zur Regionalgeschichte, Bd. 68), Paderborn u.a. 2012.
- 2: Chatzoudis, Georgios, Art. „Sportgeschichte ist ein extrem politisiertes Feld“, Interview mit Ralf Schäfer über ein neues Buch zur Sportgeschichte, in: L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda-Henkel-Stiftung, 12.2.2015 [https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/sportgeschichte_ist_ein_extrem_politisiertes_feld?nav_id=5388].
- 3: Zum Umstand der „zweiten Karriere“ ehemaliger Nationalsozialisten in West- und Ostdeutschland nach dem Krieg vgl. Thamer, Hans-Ulrich, Zweite Karrieren. NS-Eliten im Nachkriegsdeutschland, Berlin 2024.
- 4: Amtsblatt der Militärregierung Deutschlands – Britisches Kontrollgebiet, Nr. 9, Teil I: Gesetze usw. des Kontrollrats in Deutschland, Direktive Nr. 23: Beschränkung und Entmilitarisierung des Sportwesens in Deutschland, 17.12.1945, o. O. 1946, S. 194 f.
- 5: Vgl. Strych, Eduard, Der westdeutsche Sport in der Phase der Neugründung 1945–1950, Schorndorf 1975, S. 23; Nitsch, Franz, Traditionslinien und Brüche. Stationen der Sportentwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg, in: DSB (Hg.), Die Gründerjahre des Deutschen Sportbundes. Wege aus der Not zur Einheit, Bd. 1, Schorndorf 1990, insbes. S. 31–36; Weißpfennig, Gerd, Der Neuaufbau des Sports in Westdeutschland bis zur Gründung des Deutschen Sportbundes, in: Ueberhorst, Horst (Hg.): Geschichte der Leibesübungen, Bd. 3,2: Leibesübungen und Sport in Deutschland vom Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart, Berlin u.a. 1982, S. 759–794, insbes. S. 760−764.
- 6: Vgl. neben dem Portal-Artikel von Ansgar Molzberger: Heinrich, Arthur, Peco Bauwens und die Nazizeit, in: Peiffer, Lorenz/Schulze-Marmeling, Dietrich (Hg.), Hakenkreuz und rundes Leder, Hildesheim 2008, S. 263−289; Peiffer, Lorenz, Sport im Nationalsozialismus. Zum aktuellen Stand der sporthistorischen Forschung. Eine kommentierte Bibliografie, 3. ergänzte und überarbeitete Aufl., Göttingen 2015, S. 60 f.; Tabarelli, Petra, Simon Rosenberger. Der vergessene Fußballpionier (Jüdische Miniaturen, Bd. 284), Leipzig 2021, S. 42–50. Siehe auch das laufende Projekt des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin über „Die Funktionäre des Deutschen Fußball-Bundes während und nach der NS-Zeit. Biographische und kollektivbiographische Analysen“ [https://www.ifz-muenchen.de/forschung/ea/forschung/die-funktionaere-des-deutschen-fussball-bundes-waehrend-und-nach-der-ns-zeit-biographische-und-kollektivbiographische-analysen].
- 7: Zit. nach Langen, Gabi, Sport- und Freizeitpolitik in Köln 1945 bis 1975, Diss., Köln 2006, S. 45.
- 8: Beyer, Erich, Sport in der Weimarer Republik, in: Ueberhorst, Geschichte der Leibesübungen, Bd. 3,2, S. 657–700, insbes. S. 659–665; Krüger, Michael, Leibesübungen, Turnen, Gymnastik, Spiel und Sport, in: Krüger, Michael/Langenfeld, Hans (Hg.), Handbuch Sportgeschichte, Schorndorf 2010, S. 199–209; Teicher, Hans Joachim, Der deutsche Sport in der NS-Zeit, in: Krüger, Michael/Langenfeld, Hans (Hg.), Handbuch Sportgeschichte, Schorndorf 2010, S. 211 f.; Joch, Winfried, Sport und Leibeserziehung im Dritten Reich, in: Ueberhorst, Geschichte der Leibesübungen, Bd. 3,2, S. 701–742, inbes. S. 721 f.
- 9: Vgl. Ueberhorst, Horst, Frisch, frei, stark und treu. Die Arbeitersportbewegung in Deutschland 1893–1933, Düsseldorf 1973, S. 279–283; Arend, Karl, Hugo Grömmer, in: DSB (Hg.), Die Gründerjahre des Deutschen Sportbundes. Wege aus der Not zur Einheit, Bd. 2, Schorndorf 1991, S. 33–36; Strych, Der westdeutsche Sport in der Phase der Neugründung, S. 19 f.
- 10: Vgl. Mildenberger, Florian G., Zurück in die gute alte Zeit? Der Sportverband DJK Rhein-Weser nach 1945, in: Geschichte im Westen 39 (2024), S. 69−84.
- 11: Siehe hierzu bislang Eulering, Johannes, Sport und Politik − vom Verbot zum Gebot, in: Hackforth, Josef/Eulering, Johannes/Probst, Walter (Hg.), Sport in Nordrhein-Westfalen. 50 Jahre Landessportbund, Duisburg 1997, S. 28−61.
- 12: Zur Sportjugend NRW siehe Hauk, Gerhard, Im Sport ist mehr drin. Die Geschichte der Sportjugend Nordrhein-Westfalen 1945–1990, Essen 1992.
- 13: Vgl. Landessportbund Nordrhein-Westfalen e. V., Jahresbericht 1953, Arnsberg 1954 sowie Landessportbund Nordrhein-Westfalen e. V., Jahresbericht 1958, Arnsberg 1959.
- 14: Vgl. Streppelhof, Robin: Gelungener Brückenschlag. Sport in den deutsch-israelischen Beziehungen (Studien zur Sportgeschichte, Bd. 10), Sankt Augustin 2012, S. 104–109.
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Hauk, Gerhard, Die Gründungsjahre des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: https://rheinische-geschichte.lvr.de/Epochen-und-Themen/Themen/die-gruendungsjahre-des-landessportbundes-nordrhein-westfalen/DE-2086/lido/6863a2dd565dc4.63609380 (abgerufen am 15.01.2026)
Veröffentlicht am 03.07.2025, zuletzt geändert am 14.08.2025