Die Matthiaswallfahrt nach St. Matthias/Trier von den Anfängen bis 1945/1946

Birgit Bernard (Heidelberg)

Fotografie der St. Matthias Kirche in Trier. (© Bildarchiv Foto Marburg/Michael Jeiter, www.fotomarburg.de)

1. Von 1127 bis zum Ende des 15. Jahrhunderts

Die Mat­thi­as­wall­fahrt – „Matt­hei­ser Wall­fahr­t“ – zur Ab­tei St. Eu­cha­ri­us / St. Mat­thi­as in Trier geht zu­rück auf das Jahr 1127. Nach lo­ka­ler Über­lie­fe­rung, die der his­to­ri­schen Über­prü­fung al­ler­dings nicht stand­hält, er­eig­ne­te sich in die­sem Jahr beim Neu­bau der Ba­si­li­ka der Fund des Gra­bes des Apos­tels Mat­thi­as. Fort­an be­an­spruch­te die Be­ne­dik­ti­ner­ab­tei St. Eu­cha­ri­us, im Sü­den der Stadt Trier in­mit­ten ei­nes an­ti­ken Grä­ber­fel­des ge­le­gen und 707 erst­mals ur­kund­lich er­wähnt, das ein­zi­ge Apos­tel­grab nörd­lich der Al­pen zu ber­gen. Im all­ge­mei­nen Sprach­ge­brauch be­gann sich die Be­zeich­nung „St. Mat­thi­as“ für das Eu­cha­ri­us­klos­ter durch­zu­set­zen.

Die Mat­thi­as­wall­fahrt war von An­fang an ei­ne über­re­gio­na­le Wall­fahrt, die heu­te auf ei­ne fast 900-jäh­ri­ge, un­ge­bro­che­ne Tra­di­ti­on zu­rück­blickt. Sie ge­hört ne­ben der Hei­lig-Rock-Wall­fahrt (ab 1512) und der Ma­ri­en­wall­fahrt nach Eber­hards­klau­sen zu den be­lieb­tes­ten Wall­fahr­ten des al­ten Erz­bis­tums Trier, der mo­der­nen Bis­tü­mer Trier un­d Aa­chen so­wie des al­ten und neu­en Erz­bis­tums Köln.

Seit et­wa 1300 ge­hör­te St. Mat­thi­as auch zu den Wall­fahrts­or­ten, die im Rah­men der „Rhei­ni­schen Sie­ben-Kir­chen-Fahr­t“, bei der Heil­tü­mer in Maas­tricht, Aa­chen, Kor­ne­li­müns­ter (heu­te Stadt Aa­chen), Dü­ren, Köln, Düs­sel­dorf und Trier auf­ge­sucht wur­den. Ab­ge­se­hen vom Apos­tel­grab ver­füg­te die Ab­tei über ei­nen rei­chen Re­li­qui­en­schatz, der Pil­ger aus der Um­ge­bung an­zog. Das Haupt­ein­zugs­ge­biet der Mat­thi­as­wall­fahrt lag in der nä­he­ren Um­ge­bung der Stadt, er­streck­te sich aber auch dar­über hin­aus auf die Ei­fel, das Saar­land, Lu­xem­burg, die Köl­ner Bucht, den Nie­der­rhein, den Wes­ter­wald, nach Fran­ken, Schwa­ben, so­gar ins El­sass und in west­li­che Re­gio­nen Bay­erns. Auch Straf­wall­fahr­ten aus Nord­frank­reich und Flan­dern sind be­legt. Als Pa­tron des Trie­rer Lan­des war St. Mat­thi­as spä­tes­tens ab der zwei­ten Hälf­te des 17. Jahr­hun­derts Ziel stadt­trie­ri­scher Dank­pro­zes­sio­nen. Erst­mals im 15. Jahr­hun­dert sind Mat­thi­as­bru­der­schaf­ten er­wähnt, oh­ne dass Nä­he­res über ih­re Or­ga­ni­sa­ti­ons­form be­kannt ist. Die ab dem 17. Jahr­hun­dert ent­stan­de­nen, teil­wei­se noch heu­te exis­tie­ren­den St. Mat­thi­as-Bru­der­schaf­ten wur­den zu ei­nem wich­ti­gen Trä­ger der Wall­fahrt. Ih­re tra­di­tio­nel­len Fuß­wall­fahr­ten fin­den vor­nehm­lich in der Zeit zwi­schen Chris­ti Him­mel­fahrt und Pfings­ten statt.

2. Vom 16. Jahrhundert bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts

Zur Wall­fahrts­si­tua­ti­on im 16. Jahr­hun­dert ist so gut wie nichts be­kannt, erst für das 17. Jahr­hun­dert lie­gen Quel­len vor, die grund­sätz­li­che Aus­sa­gen er­lau­ben. Ins­ge­samt brach­te die­ses Jahr­hun­dert kräf­ti­ge Im­pul­se für das Wall­fahrts­we­sen und die Ent­wick­lung hin zur Ab­lö­sung von Fern­wall­fahr­ten wie et­wa nach Rom oder San­tia­go de Com­pos­te­la durch Re­gio­nal- oder Nahwall­fahr­ten. Nicht zu­letzt aus die­sem Grun­de stieg das Wall­fahrts­auf­kom­men. Es ent­stan­den neue Bru­der­schaf­ten, dar­un­ter auch – wie er­wähnt - die St. Mat­thi­as-Bru­der­schaf­ten. So wur­de bei­spiels­wei­se 1624 ei­ne Mat­thi­as­bru­der­schaft in Ko­blenz ge­grün­det; von dort wur­den al­ler­dings schon frü­her Fuß­wall­fahr­ten nach St. Mat­thi­as durch­ge­führt. Am 7.7.1650 er­teil­te Papst In­no­zenz X. (Pon­ti­fi­kat 1644–1655) den Mat­thi­as­bru­der­schaf­ten ei­nen Ab­lass, 1658 der Trie­rer Erz­bi­schof Karl Kas­par von der Ley­en ei­nen Ge­leit­brief. Im 17. Jahr­hun­dert er­freu­ten sich Wall­fahrts- wie Bru­der­schafts­we­sen als de­mons­tra­tio ca­tho­li­ca ge­ne­rel­ler Wert­schät­zung sei­tens der kirch­li­chen Ob­rig­keit. Im Ge­gen­satz zum Spät­mit­tel­al­ter war man je­doch dar­auf be­dacht, Miss­bräu­che bei Wall­fahr­ten und Kon­kur­sen am Wall­fahrts­ort ein­zu­däm­men und stär­ker re­gle­men­tie­rend in die Aus­übung der Volks­fröm­mig­keit ein­zu­grei­fen.

Vor al­lem die St.-Mat­thi­as-Bru­der­schaf­ten ent­wi­ckel­ten sich zu ei­nem wich­ti­gen Trä­ger der Wall­fahrt. Die­se re­li­giö­sen Lai­en­or­ga­ni­sa­tio­nen stan­den/ste­hen un­ter dem Pa­tro­nat des Apos­tels. Ihr Grün­dungs­zweck wa­ren laut Sta­tu­ten un­ter an­de­rem Wer­ke der Nächs­ten­lie­be, Er­fül­lung von Ge­bets­ver­pflich­tun­gen und Pfle­ge des To­ten­brauch­tums durch die Mit­glie­der. Ein we­sent­li­ches Merk­mal wa­ren und sind die (mög­lichst) jähr­lich durch­zu­füh­ren­den Wall­fahr­ten zur Ab­tei St. Mat­thi­as in Trier. Ab dem 17. Jahr­hun­dert eta­blier­te sich auch das bis heu­te im We­sent­li­chen un­ver­än­der­te Ver­brei­tungs­ge­biet der Bru­der­schaf­ten in der nä­he­ren Um­ge­bung Triers (Huns­rück/Hoch­wald), links­rhei­nisch von der Nord­ei­fel (Ahr) bis zu ei­ner Li­nie Kem­pen/Kre­feld am Nie­der­rhein im Nor­den so­wie rechts­rhei­nisch im Wes­ter­wald (Wied­tal) und im Sie­ben­ge­bir­ge. 1931 wur­den die Bru­der­schaf­ten in ei­ner Erz­bru­der­schaft zu­sam­men­ge­schlos­sen. Sie sind heu­te in den Bis­tü­mern Trier und Aa­chen so­wie der Erz­diö­ze­se Köln ver­brei­tet.

In der Re­gel wur­de we­nigs­tens ein Weg nach Trier zu Fuß zu­rück­ge­legt. Ein­zel­ne Bru­der­schaf­ten be­nutz­ten ei­ne Pas­sa­ge mo­sel- und rhein­ab­wärts für die Rück­kehr, an­de­re leg­ten auch den Rück­weg zu Fuß zu­rück. Die tra­di­tio­nel­le Fuß­wall­fahrt konn­te bis zu acht oder neun Ta­ge er­for­dern. Ge­führt wur­den die Pro­zes­sio­nen von er­fah­re­nen Bru­der­meis­tern, die die Wall­fahrts­we­ge kann­ten und für Dis­zi­plin und die Ein­hal­tung der Pro­zes­si­ons­ord­nung sorg­ten. Ein­zel­ne Bru­der­schaf­ten brach­ten zum Zweck der Wall­fahrt ei­ge­ne Wall­fahrts­füh­rer her­aus, ei­ne Mi­schung von prak­ti­schem „Rei­se­füh­rer“ in Etap­pen und ei­nem Er­bau­ungs­buch. In der Ab­tei­bi­blio­thek von St. Mat­thi­as sind an die 40 die­ser Druck­wer­ke nach­ge­wie­sen. Frü­he Ex­em­pla­re sind die der Bru­der­schaf­ten in Ko­blenz (1698, 2. Auf­la­ge 1765), Sieg­burg (1727), Neuss (1751, 4. Auf­la­ge 1846) und An­rath (1751). Das frü­hes­te An­dachts­buch zur Wall­fahrt da­tiert aus dem Jah­re 1652. Im sel­ben Jahr äu­ßer­te sich der Matt­hei­ser Mönch An­to­ni­us Me­se­nich wohl­ge­fäl­lig über das Wir­ken der Bru­der­schaf­ten und ih­re Wall­fahr­ten zur Ab­tei.

Quel­len zu ein­zel­nen Wall­fahrts­jah­ren des 17. Jahr­hun­derts und der ers­ten Hälf­te des 18. Jahr­hun­derts lie­gen in be­schränk­tem Um­fang vor, in der Re­gel sind es Nach­rich­ten über die Be­hin­de­rung von Wall­fahr­ten auf­grund von Kriegs­er­eig­nis­sen, so et­wa in den 1670er Jah­ren und in der Zeit von 1703-1716. Für die Jah­re 1748 und 1779 exis­tie­ren ex­ak­te Zah­len über das Pil­ge­r­auf­kom­men in der Pfingst­zeit. So zähl­ten die Trie­rer Tor­wäch­ter 4.368 be­zie­hungs­wei­se 11.154 Pil­ger. Be­zo­gen auf das jähr­li­che Pil­ge­r­auf­kom­men schwan­ken die Schät­zun­gen von 1757 bis 1784 zwi­schen 15.000 und 30.000 Pil­gern pro Jahr; 1816 wur­den cir­ca 20.000 An­künf­te ge­schätzt. 

3. Von der Mitte des 18. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts

Ab der Mit­te des 18. Jahr­hun­derts zeich­ne­te sich bei den rhei­ni­schen Bi­schö­fen un­ter dem Vor­zei­chen der Auf­klä­rung ein Pa­ra­dig­men­wech­sel hin­sicht­lich der Volks­fröm­mig­keit ab. Die­se Pha­se dau­er­te im Bis­tum Trier bis et­wa En­de der 1830er / An­fang der 1840er Jah­re.

Am 10.4.1765 ver­häng­te der Köl­ner Erz­bi­schof Ma­xi­mi­li­an Fried­rich von Kö­nigs­egg für sei­ne Erz­diö­ze­se ein Ver­bot über­nach­ten­der Wall­fahr­ten, am 19.11.1784 folg­te ihm sein Trie­rer Amts­kol­le­ge Cle­mens Wen­zes­laus von Sach­sen mit dem Ver­bot von Wall­fahr­ten und Pro­zes­sio­nen, die mehr als ei­ne Stun­de dau­er­ten. Da­mit war die „Matt­hei­ser Wall­fahr­t“ fak­tisch ver­bo­ten. Mit die­ser An­ord­nung brach­te Cle­mens Wen­zes­laus nicht nur die Trie­rer Zünf­te, son­dern auch Tei­le des Kle­rus und der Gläu­bi­gen ge­gen sich auf. In den Jah­ren 1789−1793 wur­de das Ver­bot zwar nicht auf­ge­ho­ben, aber das Ge­ne­ral­vi­ka­ri­at an­ge­wie­sen, gro­ßzü­gig Dis­pens zu er­tei­len.

Die ge­nann­ten Wall­fahrts- und Pro­zes­si­ons­be­schrän­kun­gen so­wie die Tat­sa­che, dass das kur­k­öl­ni­sche Wall­fahrts­ver­bot bis 1785 mehr­fach er­neu­ert wur­de, deu­ten dar­auf hin, dass es den Erz­bi­schö­fen nicht ge­lang, das Wall­fahrts­we­sen und da­mit auch die „Matt­hei­ser Wall­fahr­t“ völ­lig zu un­ter­bin­den. So sind zum Bei­spiel Wall­fahr­ten der Mat­thi­as­bru­der­schaft Linn (heu­te Stadt Kre­feld) für die Jah­re 1791-1794 be­zeugt. Au­ßer­dem spricht die Erst- oder Wie­der­auf­la­ge von Wall­fahrts­füh­rern für ei­ne wei­ter­hin ge­üb­te Pra­xis, so et­wa in Neuss, wo der Wall­fahrts­füh­rer von 1751 im Jah­re 1787 in 3. Auf­la­ge er­schien oder die Erst­auf­la­ge ei­nes sol­chen Füh­rers 1777 in Kem­pen und 1785 in Bonn.

Auch nach der fran­zö­si­schen Er­obe­rung der links­rhei­ni­schen Ge­bie­te im Jah­re 1794 kam die Matt­hei­ser-Wall­fahrt nie ganz zum Er­lie­gen, selbst nicht in der re­strik­tivs­ten Pha­se von 1797-1801. Bru­der­schaf­ten wur­den von den Fran­zo­sen auf­ge­löst und ge­gen Wall­fahr­ten wur­de zum Teil en­er­gisch ein­ge­schrit­ten. Lo­cke­run­gen bei Pfarr­pro­zes­sio­nen gab es nach Ab­schluss des Kon­kor­dats mit dem Hei­li­gen Stuhl im Jah­re 1801, wäh­rend bis­tums­über­schrei­ten­de Wall­fahr­ten ver­bo­ten blie­ben.

Sie fan­den trotz­dem wei­ter statt. So wird in ei­nem Trie­rer Ta­ge­buch für das Jahr 1800 über das Ein­tref­fen von Mat­thiaspil­gern be­rich­tet: […] in der Pfingst­wo­che [tra­fen] ei­ni­ge hun­dert köl­ni­sche Pil­ger hier ein, die ih­re Ker­zen auf S. Mat­heis ge­tra­gen, doch still oh­ne Ge­bet. Sie hat­ten al­le ih­re Päs­se bei sich, weil sie sonst nicht durch­ge­kom­men wä­ren. Die An­kom­men­den wur­den im­mer von den Gen­dar­men hin­ein­ge­führt.[1] Ein Jahr spä­ter be­rich­tet der Do­mä­nen­emp­fän­ger Yves in Neuss an die Do­mä­nen­ver­wal­tung in Aa­chen, dass die Trier­wall­fahrt zu ei­ner Be­an­tra­gung gro­ßer Men­gen von Päs­sen ge­führt ha­be: Le pé­lé­ri­na­ge de Trè­ves a fait prend­re grand nom­bre de pas­se­port.[2] 

1802 wur­de die Ab­tei St. Mat­thi­as sä­ku­la­ri­siert, die Be­treu­ung der Wall­fahrt ging auf die Pfar­rei St. Mat­thi­as über. 

In der ers­ten Hälf­te des 19. Jahr­hun­derts be­gin­nen die Quel­len für die Matt­hei­ser Wall­fahrt reich­li­cher zu flie­ßen. Zu nen­nen sind et­wa Kor­re­spon­den­zen mit dem Trie­rer Ge­ne­ral­vi­ka­ri­at, die Er­he­bun­gen des Trie­rer Bi­schofs Jo­seph von Hom­mer (1760–1836), der den Trie­rer Bi­schofs­stuhl ab 1824 in­ne hat­te, Sta­tis­ti­ken der Re­gie­rungs­prä­si­di­en der preu­ßi­schen Rhein­pro­vinz, Selbst­zeug­nis­se der Bru­der­schaf­ten oder Rea­li­en. Zu die­sen Rea­li­en zäh­len et­wa die kunst­vol­len Pla­ket­ten, die an den Vo­tiv­ker­zen der Bru­der­schaf­ten an­ge­bracht wa­ren und die sich noch heu­te in der Ab­tei be­fin­den. In den meis­ten Fäl­len dürf­te von ei­ner tat­säch­lich durch­ge­führ­ten Fuß­wall­fahrt aus­zu­ge­hen sein; stell­ten sich die Um­stän­de al­ler­dings zu wid­rig dar, wur­den Vo­tiv­ker­zen auch auf an­de­rem We­ge nach Trier ge­schickt. Über­lie­fert sind et­li­che Pla­ket­ten aus der Zeit zwi­schen 1802 bis 1815, so et­wa die der Bru­der­schaf­ten (Nie­der­kas­sel-) Lüls­dorf (1802), Gre­frath im Kreis Vier­sen (1805), (Wil­lich-) An­rath (1806), Alf­ter bei Bonn (1809), Ahr­wei­ler (1811) oder Lich-Stein­straß und Titz im Kreis Dü­ren (1815).

Laut der sta­tis­ti­schen Er­he­bung des Re­gie­rungs­be­zirks Aa­chen aus dem Jah­re 1825 war St. Mat­thi­as in Trier das viert­be­lieb­tes­te Wall­fahrts­ziel nach Keve­la­er, Nie­ven­heim (heu­te Stadt Dor­ma­gen) und Kor­ne­li­müns­ter. 

Die Quel­len und auch das 1828 durch den Trie­rer Bi­schof Hom­mer er­neu­er­te Ver­bot über­nach­ten­der Wall­fahr­ten spre­chen für die un­ge­bro­che­ne Kon­ti­nui­tät der Mat­thi­as­wall­fahrt. Dies gilt so­wohl für Wall­fahr­ten von Pfar­rei­en aus der Diö­ze­se Trier als auch für über­re­gio­na­le Wall­fahr­ten von Or­ten aus dem Köl­ner Raum und vom Nie­der­rhein.

Ein Jahr nach dem er­neu­ten Wall­fahrts­ver­bot be­rich­te­te der Pfar­rer von Reif­fer­scheid (heu­te Ge­mein­de Hel­len­thal) im Kreis Eus­kir­chen nach Trier, Wall­fahr­ten au­ßer nach Trier sei­en in sei­ner Ge­mein­de nicht in Übung: 1828 sind sie nicht hin­ge­gan­gen. So­bald sie aber von de­nen, wel­che aus an­de­ren Dör­fern sich hin­ge­schli­chen hat­ten, ver­nom­men, daß in Zu­kunft wie­der promp­te Be­die­nung zu St. Mat­thi­as ver­spro­chen wor­den sei, wa­ren sie nicht mehr zu­rück­zu­hal­ten.[3] 

Ge­gen En­de der 1830er Jah­re än­der­te sich die kri­ti­sche Hal­tung ge­gen­über Wall­fahr­ten als Ma­ni­fes­ta­ti­on von Volks­fröm­mig­keit. Spä­tes­tens die Hei­lig-Rock-Aus­stel­lung von 1844 mar­kiert ei­nen Wen­de­punkt.

4. Von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis 1945/1946

In der zwei­ten Hälf­te des 19. Jahr­hun­derts er­freu­ten sich Wall­fahrts- wie Bru­der­schafts­we­sen neu­er Be­liebt­heit und wur­den von der Ka­tho­li­schen Kir­che ge­för­dert. Volks­fröm­mig­keit wur­de nun als ein in­te­gra­ti­ves Mo­ment und Mit­tel zur Selbst­ver­ge­wis­se­rung der Ka­tho­li­ken be­grif­fen, Mat­thi­as­bru­der­schaf­ten ent­we­der neu ge­grün­det oder wie­der­be­lebt. Neue Wall­fahrts­füh­rer er­schie­nen, so et­wa in (Mön­chen­glad­bach-) Rhein­dah­len (1897), nach der Jahr­hun­dert­wen­de auch in (Mön­chen­glad­bach-) Neu­werk (1910) und (Vier­sen-) Dül­ken (1912).

Im spä­ten 19. Jahr­hun­dert zeich­ne­te sich ein Struk­tur­wan­del auf­grund der Nut­zung mo­der­ner Ver­kehrs­mit­tel wie der Ei­sen­bahn ab. Ins­be­son­de­re wäh­rend des Ers­ten Welt­krie­ges nutz­ten Mat­thiaspil­ger die Bahn, da Bru­der­meis­ter ein­ge­zo­gen und acht- bis neun­tä­gi­ge Fuß­wall­fahr­ten nur schwer zu rea­li­sie­ren wa­ren. Ge­nutzt wur­de die Bahn nun für die Hin- und Rück­fahrt. Auf die­se Wei­se konn­ten sich auch Per­so­nen be­tei­li­gen, für die die Fuß­wall­fahrt zu be­schwer­lich war; in­fol­ge­des­sen wuch­sen die Pil­ger­grup­pen an. Do­ku­men­tiert sind auch Ab­ord­nun­gen ein­zel­ner Ver­tre­ter oder Er­satz­wall­fahr­ten in nä­her ge­le­ge­ne Or­te. 1915 wird in St. Mat­thi­as von ei­nem über­durch­schnitt­li­chen Zu­strom an Pil­gern be­rich­tet. Ein­brü­che des Jah­res 1923 wa­ren vor al­lem der In­fla­ti­on und dem Geld­man­gel von Bru­der­schaf­ten wie Pri­vat­per­so­nen ge­schul­det.

 

Die Jah­re 1927 und 1933 brach­ten hin­ge­gen ein Mas­sen­auf­kom­men von Pil­gern nach St. Mat­thi­as. Im Jah­re 1927 wur­de das 800-jäh­ri­ge Ju­bi­lä­um der Auf­fin­dung der Re­li­qui­en be­gan­gen. Da­bei wur­den 200.000 Pil­ger er­war­tet; der An­drang war so groß, dass Ein­tritts­kar­ten für die Ba­si­li­ka aus­ge­ge­ben wer­den muss­ten. Pon­ti­fi­ka­l­äm­ter vom 1. bis 8. Sep­tem­ber wur­den von Nun­ti­us Eu­ge­nio Pacel­li (1876-1958), dem spä­te­ren Papst Pi­us XII. (Pon­ti­fi­kat 1939-1958), dem Köl­ner Kar­di­nal Karl Jo­seph Schul­te (1871–1941) und den Bi­schö­fen von Trier, Lim­burg, Spey­er, Mainz und Lu­xem­burg ze­le­briert. Im Rah­men der Hei­lig-Rock-Aus­stel­lung vom 23.7.-8.9.1933 be­such­ten vie­le Trier-Pil­ger auch die Ab­tei St. Mat­thi­as. Um den Hei­li­gen Rock se­hen zu kön­nen, ver­leg­te ein Teil der Mat­thi­as­bru­der­schaf­ten den tra­di­tio­nel­len Wall­fahrts­ter­min in den Som­mer. Ins­ge­samt ka­men 1,7 Mil­lio­nen Pil­ger.

Auch ver­gli­chen mit „nor­ma­len“ Jah­ren war die Wall­fahrt des Jah­res 1930 in An­be­tracht der Welt­wirt­schafts­kri­se nach Er­in­ne­rung des Pil­ger­pa­ter­s Mau­rus Münch nur „klein“. Güns­ti­ge­re Bahn­wall­fahr­ten er­setz­ten die län­ge­re Fuß­wall­fahrt.

4.1 Die Wallfahrt während der NS-Zeit

Mit der Macht­über­nah­me der Na­tio­nal­so­zia­lis­ten im Jah­re 1933 setz­te ei­ne neue, wall­fahrts­re­strik­ti­ve Pha­se ein. Bru­der­schaf­ten wa­ren nach dem Kon­kor­dat, das Adolf Hit­ler (1889-1945) im Som­mer 1933 mit dem Hei­li­gen Stuhl ab­ge­schlos­sen hat­te, als rein re­li­giö­se Ein­rich­tun­gen auch wei­ter­hin ge­stat­tet. Wall­fahr­ten wur­den zwar nicht ge­ne­rell ver­bo­ten, je­doch be­arg­wöhnt, an­ge­fein­det, von der Ge­sta­po be­spit­zelt, ak­tiv be­hin­dert – zum Bei­spiel, in­dem Ur­laub zu Wall­fahrts­zwe­cken ab­ge­lehnt wur­de - oder punk­tu­ell ver­bo­ten. Nach der Reichs­stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung von 1936 muss­ten Wall­fahr­ten po­li­zei­lich an­ge­mel­det wer­den. Über den He­bel ei­ner ver­meint­li­chen „Ver­kehrs­be­las­tun­g“ konn­ten sie (wie auch Pro­zes­sio­nen, zum Bei­spiel an Fron­leich­nam) von ih­ren an­ge­stamm­ten Rou­ten ver­drängt wer­den. Ab dem 29.10.1940 wa­ren kirch­li­che Ver­an­stal­tun­gen nach Näch­ten mit Flie­ger­alarm bis 10 Uhr mor­gens ver­bo­ten. Dies traf ins­be­son­de­re die in den frü­hen Mor­gen­stun­den statt­fin­den­den Aus­zugs­got­tes­diens­te der Bru­der­schaf­ten. Am 16.5.1940 ver­bot der Trie­rer Re­gie­rungs­prä­si­dent al­le Ver­samm­lun­gen un­ter frei­em Him­mel, wo­zu auch Pro­zes­sio­nen zähl­ten.

Das Wall­fahrts­we­sen ent­wi­ckel­ten sich nicht sel­ten als de­mons­tra­tio ca­tho­li­ca zu ei­nem Zank­ap­fel zwi­schen den Gläu­bi­gen, die nicht von ih­ren Tra­di­tio­nen las­sen woll­ten, und dem Re­gime, das sie aus dem öf­fent­li­chen Raum zu­guns­ten des ei­ge­nen Gel­tungs­an­spru­ches zu­rück­drän­gen woll­te. So kam es zu Ma­ni­fes­ta­tio­nen öf­fent­li­cher Wi­der­stän­dig­keit sei­tens der Gläu­bi­gen und zu di­ver­sen Aus­weich­stra­te­gi­en, et­wa wenn man punk­tu­ell aus Tar­nungs­grün­den vom tra­di­tio­nel­len Brauch­tum ab­ging oder er­satz­wei­se Wall­fahr­ten in nä­he­re ge­le­ge­nen Wall­fahrts­or­te un­ter­nom­men wur­den.

1934 wur­den in St. Mat­thi­as cir­ca 56.000 Pil­ger ver­zeich­net, im ers­ten Halb­jahr 1935 wa­ren es al­lein 50.000, 1937 wur­de das Pil­ge­r­auf­kom­men auf cir­ca 60.000 Per­so­nen ge­schätzt und 1938 auf cir­ca 30.000. Der Rück­gang des Jah­res 1938 war ins­be­son­de­re auf die Su­de­ten­kri­se zu­rück­zu­füh­ren und den da­mit ver­bun­de­nen Ein­brü­chen bei den Bahn­wall­fahr­ten vom Nie­der­rhein. So wa­ren Son­der­zü­ge ge­stri­chen wor­den, und auch die Fuß­wall­fahr­ten durch die Ei­fel wa­ren durch Ein­quar­tie­run­gen von West­wall­ar­bei­tern er­schwert. Al­ler­dings ver­zeich­ne­te die Ab­tei zu Pfings­ten trotz der wid­ri­gen Um­stän­de für die Fuß­wall­fahrt ei­nen un­ge­wöhn­lich star­ken Be­trieb.

Der Zwei­te Welt­krieg stell­te die Pil­ger – ab­ge­se­hen von Ge­fah­ren für Leib und Le­ben im Luft­krieg - vor neue Pro­ble­me. So man­gel­te es an Ver­pfle­gung und Un­ter­künf­ten, Bru­der­meis­ter wa­ren teil­wei­se ein­ge­zo­gen wor­den.

Pil­ger­pa­ter Mau­rus Münch wur­de im No­vem­ber 1940 auf­grund der il­le­ga­len Be­för­de­rung von Kriegs­ge­fan­ge­nen­post in­haf­tiert und nach sei­ner Ent­las­sung im Jahr dar­auf in das Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Dach­au ein­ge­wie­sen. En­de März 1945 er­folg­te sei­ne Ent­las­sung aus dem „Pries­ter­blo­ck“.

Die Ab­tei St. Mat­thi­as wur­de im Mai 1941 auf­ge­löst, so dass die Be­treu­ung der Pil­ger bis zur Rück­kehr des Kon­ven­tes im Ok­to­ber 1945 wie­der­um in den Hän­den des Matt­hei­ser Pfarr­am­tes lag. 

Nach Kriegs­en­de schrieb die Bru­der­schaft in Mön­chen­glad­bach-Rhein­dah­len nach St. Mat­thi­as: „Wir sind auch wäh­rend des Krie­ges noch ver­schie­de­ne mal in Trier ge­we­sen.“[4] Dies ge­schah je­doch un­ter er­heb­li­chen Si­cher­heits­vor­keh­run­gen, nach­dem die Ge­sta­po den Pfar­rer und zwei Pil­ger ver­haf­tet hat­te. Die Stra­te­gie be­stand nun dar­in, die Wall­fahrts­dau­er ab­zu­kür­zen, um kei­nen Arg­wohn zu er­re­gen, klei­ne­re Ab­ord­nun­gen nach Trier zu schi­cken und die­se in Fuß- und Bahn­pil­ger auf­zu­tei­len. Die Fuß­wall­fah­rer mie­den Land­stra­ßen, ver­zich­te­ten auf das Ge­bet in­ner­halb von Ort­schaf­ten und zo­gen nicht in Pro­zes­si­ons­ord­nung, son­dern in lo­cke­rer For­ma­ti­on. Um den tra­di­tio­nell in den frü­hen Mor­gen­stun­den statt­fin­den­den Aus­zugs­got­tes­dienst fei­ern zu kön­nen, wur­de die Kir­che ver­dun­kelt.

Leich­ter war die Durch­füh­rung der Fuß­wall­fahr­ten für Ein­zel­per­so­nen oder für die Bru­der­schaf­ten in der un­mit­tel­ba­ren Um­ge­bung Triers. So pil­ger­te die Bru­der­schaft Os­burg (Hoch­wald) auch wäh­rend des Krie­ges und im Früh­som­mer 1945 nach Trier.

4.2 Nach Kriegsende

Im Herbst 1945 kehr­ten die Be­ne­dik­ti­ner­mön­che nach St. Mat­thi­as zu­rück; Mau­rus Münch nahm sei­ne Tä­tig­keit als Pil­ger­pa­ter wie­der auf. Be­reits we­ni­ge Ta­ge nach Kriegs­en­de mel­de­te die Mat­thi­as­bru­der­schaft in Ber­ren­dorf (heu­te Stadt Els­dorf) nach St. Mat­thi­as, dass man be­ab­sich­ti­ge, die tra­di­tio­nel­le Fuß­wall­fahrt wie­der auf­zu­neh­men. Al­ler­dings ist die Quel­len­la­ge für das Jahr 1945 ins­ge­samt schlecht, so­dass nicht klar ist, ob es zu ei­nem stark ver­min­der­ten Wall­fahrts­auf­kom­men zur tra­di­tio­nel­len Zeit um Pfings­ten kam oder ob Wall­fahr­ten ganz ab­ge­sagt oder ver­legt wur­den.

Be­stim­men­des The­ma in der Kor­re­spon­denz der Bru­der­schaf­ten mit Mau­rus Münch sind die all­ge­mein schlech­te Ver­sor­gungs­la­ge und Pass­mo­da­li­tä­ten. So man­gel­te es an al­lem an Schuh­werk, an Le­bens­mit­teln - und an er­fah­re­nen Bru­der­meis­tern, die die Wall­fahrt durch die Ei­fel lei­ten konn­ten. Auch war nicht klar, ob ge­nü­gend Un­ter­künf­te auf dem Wall­fahrts­weg zur Ver­fü­gung ste­hen wür­den. Im Au­gust 1946 schrieb die Bru­der­schaft Mön­chen­glad­bach an Münch, man sei be­reits mit ein­fa­chen Stroh­l­a­gern für die Über­nach­tun­gen zu­frie­den. Nicht zu­letzt aus die­sem Grun­de riet Münch da­zu, den tra­di­tio­nel­len Früh­som­mer­ter­min in den Herbst zu ver­le­gen.

Die Wall­fahrt in­ner­halb der fran­zö­si­schen Be­sat­zungs­zo­ne be­rei­te­te kei­ne Pro­ble­me, sie wur­de am 15.5.1946 of­fi­zi­ell ge­neh­migt. Schwie­rig ge­stal­te­te sich der Über­tritt der Pil­ger aus der Köl­ner Bucht und vom Nie­der­rhein von der Bri­ti­schen in die Fran­zö­si­sche Be­sat­zungs­zo­ne. Pas­sier­schei­ne konn­ten be­an­tragt wer­den, wenn ei­ne Be­stä­ti­gung der Alt­her­ge­bracht­heit der Wall­fahrt und ei­ne Teil­neh­mer­lis­te bei der Bri­ti­schen Mi­li­tär­be­hör­de in Düs­sel­dorf ein­ge­reicht und auch vom fran­zö­si­schen Ver­bin­dungs­of­fi­zier ab­ge­zeich­net wor­den war. Den­noch scheint die Hand­ha­bung der Ge­neh­mi­gung nicht kon­sis­tent ge­we­sen zu sein, den Bru­der­schaf­ten in Ber­ren­dorf und in Blan­ken­heim (Nord­ei­fel) wur­de sie ver­sagt. Im Jah­re 1947 klag­te die Mi­li­tär­be­hör­de in Düs­sel­dorf je­den­falls über die gro­ße Zahl an Pas­san­fra­gen.

5. Ausblick

Wie es sich mit Wall­fahr­ten nach Kriegs­en­de aus der fran­zö­si­schen Be­sat­zungs­zo­ne nach St. Mat­thi­as, mit Pfarr­pro­zes­sio­nen aus dem Bis­tum Trier und mit Pri­vat­pil­gern ver­hielt, ist bis­her nicht er­forscht, auch Stu­di­en über die Ent­wick­lung der Wall­fahrt und der Bru­der­schaf­ten ab dem En­de der 1940er Jah­re ste­hen noch aus. Als Trend las­sen sich al­ler­dings in den spä­ten 1940er und in den 1950er Jah­ren ver­mehr­te Dank­wall­fahr­ten fest­stel­len. Ein spür­ba­rer Rück­gang in der Wall­fahrts­be­we­gung ist in den 1960er Jah­ren mit ei­nem Tief­stand An­fang der 1970er Jah­re mit nur 1.550 Fu­ß­pil­gern aus den Bru­der­schaf­ten ge­gen­über 4.770 im Jah­re 1985 er­reicht ge­we­sen; seit den 1980er Jah­ren er­freut sich die Wall­fahrt wie­der zu­neh­men­der Be­liebt­heit.

Zu ei­nem Struk­tur­wan­del bei der Fuß­wall­fahrt kam es ab den 1960er Jah­ren auch durch den zu­neh­men­den mo­to­ri­sier­ten In­di­vi­du­al­ver­kehr. Zu­sam­men mit Flur­be­rei­ni­gun­gen und dem Flä­chen­ver­brauch im Braun­koh­le­ta­ge­bau – ihm muss­te bei­spiels­wei­se der Ort Lich-Stein­straß mit ei­ner tra­di­ti­ons­rei­chen Bru­der­schaft wei­chen – führ­te die­se Ent­wick­lung zum Teil zur Ver­la­ge­rung der spä­tes­tens seit der Früh­neu­zeit eta­blier­ten Wall­fahrts­rou­ten. Um stark be­fah­re­ne Stra­ßen zu um­ge­hen, wer­den un­ter an­de­rem Be­gleit­fahr­zeu­ge ein­ge­setzt oder wird nach al­ter­na­ti­ven Rou­ten ge­sucht. Die For­men der Wall­fahrt ha­ben sich wei­ter di­ver­si­fi­ziert und Bru­der­meis­te­rin­nen in den al­ten Bru­der­schaf­ten Ein­zug ge­hal­ten.

Quellen

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Literatur

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Be­cker, Pe­trus OSB, Trier, St. Eu­cha­ri­us – St. Mat­thi­as, in: Die Män­ner- und Frau­en­k­lös­ter der Be­ne­dik­ti­ner in Rhein­land-Pfalz und Saar­land (Ger­ma­nia Be­ne­dic­ti­na, Band 9), St. Ot­ti­li­en 1999, S. 902-937.

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Ber­nard, Bir­git, Die Wall­fahr­ten der Mat­thi­as­bru­der­schaf­ten zur Ab­tei St. Mat­thi­as in Trier. Vom 17. Jahr­hun­dert bis zum En­de des Zwei­ten Welt­krie­ges, Hei­del­berg 1995.

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Fotografie des Sarkophags mit den Gebeinen des Apostel Matthias in der Abtei St. Matthias/St. Eucharius. (CC0 1.0 Universal/Helge Klaus Rieder)

 
Zitationshinweis

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Bernard, Birgit, Die Matthiaswallfahrt nach St. Matthias/Trier von den Anfängen bis 1945/1946, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: https://rheinische-geschichte.lvr.de/Epochen-und-Themen/Themen/die-matthiaswallfahrt-nach-st.-matthiastrier-von-den-anfaengen-bis-19451946/DE-2086/lido/6225c700d96761.54077482 (abgerufen am 12.07.2024)