Rheinischer Städteatlas Bergheim. Teil 5: Wirtschafts- und Sozialstruktur

Heinz Andermahr (Bergheim)

Hauptkarte von der Parzellar Vermessung der Bürgermeisterei Bergheim 1823, im Verhältnis 1 : 20 000, Aufgenommen im Verhältnis 1 : 10 000 durch den Geometer P. Zurhoven. (Vermessungs- und Katasteramt Bergheim, Erftkreis)

5. 1 Einwohner- und Häuserzahlen

Zu den Kom­mu­ni­kan­ten­zah­len des Kirch­spiels Berg­hei­mer­dorf 1560–1755  vgl. IV 10

1660 59 Haus­stel­len­be­sit­zer (dar­un­ter wüs­te Haus­plät­ze) in der Stadt Berg­heim (HSTAD JB III R Amt Berg­heim 209 fol. 1r–3r)
1666 le­gen den Hul­di­gungs­eid ab: 34 (wehr­fä­hi­ge) Ein­woh­ner (drei sind ab­we­send), dar­un­ter drei Schöf­fen, der Stadt Berg­heim; 47 Ein­woh­ner, dar­un­ter zwei Ge­schwo­re­ne, ein Ge­richts­die­ner, des Ding­stuhls Berg­hei­mer­dorf (HSTAD JB II 2383 fol. 203 f., 238b–238)
1669 51 Häu­ser (ein­schlie­ß­lich der lan­des­herr­li­chen Was­ser­müh­le) in der Stadt Berg­heim, da­von sechs un­be­wohnt, sie­ben le­dig, 33 Haus­plät­ze in Berg­hei­mer­dorf, da­von zehn un­be­baut (ebd. Berg­heim 211 I fol. 2v, 21r/v; An­der­mahr, De­skrip­ti­on, S. 87)
1730/31 459 Ein­woh­ner in Berg­heim (HSTAD JB II 2418; IV 8)
1798 469 Ein­woh­ner in der com­mu­ne Berg­heim (Da­ni­els VI, S. 479)
(1809) hat die Mai­rie Berg­heim 2152 Ein­woh­ner (393 Män­ner, 365 Frau­en, 690 Jun­gen und 704 Mäd­chen), 374 Häu­ser (An­der­mahr, Sta­tis­tik, S. 37 f., 41)
1814/16 hat die Bür­ger­meis­te­rei Berg­heim 2537 Ein­woh­ner, da­von 526 Ein­woh­ner/79 Häu­ser in Berg­heim, 388 Ein­woh­ner/66 Häu­ser in Berg­hei­mer­dorf, 196 Ein­woh­ner/31 Häu­ser in Zie­ve­rich, 170 Ein­woh­ner/33 Häu­ser in Wie­den­feld, 364 Ein­woh­ner/65 Häu­ser in Ken­ten, 512 Ein­woh­ner/81 Häu­ser in Qua­drath, 328 Ein­woh­ner/54 Häu­ser in Ichen­dorf (A. Rich­ter/G. Bers, "Schwach an Wis­sen, Ge­sund­heit u. Ver­mö­gen". Ele­men­tar­schul­leh­rer u. Ele­men­tar­schu­len d. Jü­li­cher Lan­des im Ro­er-De­par­te­ment um 1814, 1995, S. 55)
1819 hat die Bür­ger­meis­te­rei 2553 Ein­woh­ner und 440 Häu­ser (569 Ein­woh­ner/73 Häu­ser in Berg­heim, 379 Ein­woh­ner/68 Häu­ser in Berg­hei­mer­dorf) (PfaB 103)

Ort wechseln

Tabelle 2 Einwohner- und Häuserzahlen Bergheim, 1767-2000. (LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte)

 

5. 2 Agrarwirtschaft

In Berg­heim und Um­ge­bung ist seit dem Mit­tel­al­ter Acker­bau be­zeugt. Rous­seau be­rich­tet 1809, an Ge­trei­de wer­de Wei­zen, Din­kel, Rog­gen, Gers­te, Ha­fer und Buch­wei­zen an­ge­baut; der Er­trag über­stei­ge den Ver­brauch (An­der­mahr, Sta­tis­tik, S. 43 f.)

1861 be­trei­ben in der Bür­ger­meis­te­rei Berg­heim Land­wirt­schaft im Haupt- und Ne­ben­er­werb (= Zah­len in Klam­mer): 214 Ein­woh­ner (zwölf) als Ei­gen­tü­mer, 13 als Päch­ter, 480 (43) als mit­hel­fen­de Fa­mi­li­en­an­ge­hö­ri­ge. Hin­zu kom­men fünf Wirt­schaf­te­rin­nen, 99 Knech­te, 74 Mäg­de und 216 männ­li­che so­wie 31 weib­li­che Ta­ge­löh­ner (Sta­tis­tik Kr. Berg­heim 1863, S. 9)

5. 2 Weinbau

1542 Wein­an­bau in Berg­heim be­zeugt (J. Al­ckett, Beth­le­he­mer Stern, 1774, S. 13)
1585 2 Mg wyn­gartz zu Berg­heim (A. Fah­ne, UB d. Ge­schlechts Sta­el v. Hol­stein, 1869, Nr. 239)
1638 Wein­gartz acker in Berg­hei­mer­dorf (PfaB 259)

5. 2 Fischerei

1434/35 Her­zog­li­cher Fischwei­her in Berg­heim, der der Ver­sor­gung des Ho­fes in Ham­bach dient (H. Din­stüh­ler, Die Jü­li­cher Land­rent­meis­ter-Rech­nung v. 1434/35, 1989, S. 109)
16. Jahr­hun­dert visch­meis­ter und wey­er knecht in Berg­heim in Jü­li­cher Diens­ten ge­nannt (III 1 Amts­trä­ger und Be­diens­te­te)
1503 ver­gibt der Her­zog von Jü­lich die Fi­sche­rei in der Erft um­blangs die Stadt Berg­heim als Mann­le­hen an sei­nen Amt­mann Ra­bot von Plet­ten­berg. Der her­zog­li­che Fisch­meis­ter darf je­doch wei­ter­hin mit Kör­ben und Garn in der Erft fi­schen (II 3 To­re, Aa­che­ner Pfor­te; HSTAD Jü­lich Le­hen Gen. 15 fol. 15r = 1513)
1669 wird die Fi­sche­rei in der Erft im­mer noch als Le­hen mit dem Vor­be­halt ver­ge­ben, dass der her­zog­li­che Fisch­meis­ter mit Kör­ben und Garn fi­schen darf. Au­ßer­dem sind die Bür­ger der Stadt Berg­heim im Stadt­be­zirk zur Fi­sche­rei be­rech­tigt (ebd. JB III R Amt Berg­heim 211 I fol. 7r; An­der­mahr, De­skrip­ti­on, S. 90)
1809 Als Fisch­ar­ten wer­den er­wähnt: Hech­te, Aa­le, Karp­fen, Fluss­kreb­se (An­der­mahr, Sta­tis­tik, S. 36)
1859 Grün­dung der „Ge­nos­sen­schaft zur Me­lio­ra­ti­on der Erft­nie­de­run­g“ (M. Mölt­gen, Die Me­lio­ra­ti­on der Erft­nie­de­rung. Un­ter bes. Be­rück­sich­ti­gung d. Berg­hei­mer Rau­mes u. d. Ent­eig­nung d. Berg­hei­mer Müh­le. In: JBGV 7, 1998, S. 128–160)
1860–66 Me­lio­ra­ti­on der Erft: Bau des Erft­ka­nals und Ent­wäs­se­rung der Bö­den. Be­gra­di­gung der Klei­nen Erft und Ver­rin­ge­rung der Was­ser­zu­fuhr der Müh­len­erft. Auf­ga­be des Müh­len­be­triebs in Berg­heim 1863 (Sta­tis­tik Kr. Berg­heim 1899, S. 176–183; Mölt­gen, S. 136–154)
1861 gibt es kei­ne ge­werbs­mä­ßi­ge Fi­sche­rei in der Erft, da der Fluss nicht fisch­reich ist (ebd. 1863, S. 50)
1920 Grün­dung der Erft­fi­sche­rei­ge­nos­sen­schaft mit dem Ziel der Wie­der­her­stel­lung und Er­hal­tung des Fisch­be­stan­des in der Erft (75 Jah­re Erft­fi­sche­rei­ge­nos­sen­schaft Berg­heim, FS 1995)

5. 3 Bergbau

1515/16 kol­berch in der Nä­he von Berg­heim und Frens (HSTAD JB III R Amt Berg­heim 1 fol. 169v)
1771 Pfar­ran­ge­hö­ri­ge aus Paf­fen­dorf fah­ren mit ih­rem Fuhr­werk zum Kohl­berg, wahr­schein­lich Be­stand­teil der Vil­le­an­hö­he bei Berg­heim-Schlen­der­han (Erft­land 9, 1933, S. 70)
1774 Er­wäh­nung der Gru­be Schlen­der­han der Fa­mi­lie Raitz von Fr­entz (Erft­land 12, 1933, S. 94; F. Wün­disch, Von Klüt­ten u. Bri­ketts. Bil­der aus d. Ge­schich­te d. rhein. Braun­koh­len­berg­baus, 1964, S. 30)
1776 Ab­bau am Turf-Berg im Ober­au­ße­mer Busch zwi­schen Ober­au­ßem und Schlen­der­han durch drei Klüt­ten­bä­cker aus Ober­au­ßem (ebd., S. 31)
1802 wird be­rich­tet, in der Um­ge­bung von Berg­heim wer­de Torf ge­gra­ben (H. Si­mon v. Al­pen, Ge­schich­te d. frän­ki­schen Rhein­ufers I, 1802, S. 56 f.)
1809 drei Ab­bau­gru­ben bei Berg­heim für Torf: ei­ne bei Ichen­dorf (Beis­sel von Gym­nich), die an­de­ren bei Schlen­der­han (Raitz von Fr­entz) (An­der­mahr, Sta­tis­tik, S. 42) 
1810 Kon­zes­si­ons­ge­such des Ken­te­ner Müh­len­be­sit­zers Lud­wig Kol­ping für das Gru­ben­feld Ur­welt bei Ober­au­ßem (Erft­land 12, 1933, S. 95)
1810 Er­wäh­nung des Braun­koh­len­berg­wer­kes Ge­retz­ho­ven bzw. Ge­retz­ho­ver Torf­kau­le im Be­reich des Ab­bau­fel­des Ur­welt (ebd., S. 94)
1812 Braun­koh­le­gru­be des Gra­fen Beis­sel von Gym­nich mit La­ge­plan (M. Pott­mann-Les­se­nich, Die Beis­sels­gru­be, 1993, S. 2)
1813 Er­wäh­nung von vier Holz­koh­len­berg­wer­ken, dar­un­ter Qua­dra­ther­busch, Cla­ren­busch bei Ober­au­ßem und Schlen­der­han (HSTAD Ro­er-Dep. 1197)
1822/23 Kon­zes­sio­nen ver­schie­de­ner Berg­wer­ke in Berg­heim, Ichen­dorf, Ober­au­ßem (Amts­bl. Reg. Köln 1822/23, S. 83), dar­un­ter Schlen­der­han, Beis­sels­gru­be und Ur­welt I. 1832 folgt Ge­retz­ho­ven I (C. Heus­ler, Be­schrei­bung d. Berg­re­viers Brühl-Un­kel u. d. nie­der­rhein. Braun­koh­len­be­ckens, 1897, S. 206 f.)
1854 Kon­zes­si­ons­ge­such für Giers­bergs-For­tu­na durch Guts­be­sit­zer Jo­hann Pe­ter Meul. 1856 Kon­zes­si­on (D. Witt, Die Kraft­wer­ke For­tu­na, 1990, S. 11)
1861 Grün­dung der Berg­werks­sied­lung For­tu­na (ebd., S. 12)
1897 Auf­nah­me der Pro­duk­ti­on der Bri­kett­fa­brik für die Beis­sels­gru­be (ebd., S. 30)
1898 und 1900 Er­rich­tung von zwei Bri­kett­fa­bri­ken für die Gru­be For­tu­na (ebd.)
1898 Ver­kauf der Kon­zes­sio­nen an den Gru­ben Giers­berg-For­tu­na, Schlen­der­han und Ur­welt durch den Frei­herrn von Op­pen­heim an die Ge­werk­schaft For­tu­na, 1899 Mehr­heits­be­tei­li­gung an der Beis­sels­gru­be (ebd., S. 20)
1908 Die Rhei­ni­sche Ak­ti­en­ge­sell­schaft für Braun­koh­len­berg­bau, die aus der Ge­werk­schaft For­tu­na her­vor­geht, ist das grö­ß­te Braun­koh­len­un­ter­neh­men der Welt (ebd., S. 9)
1910 Er­rich­tung des Kraft­wer­kes For­tu­na II für die Er­zeu­gung von Elek­tri­zi­tät, 1921/22 des Kraft­wer­kes For­tu­na II (ebd., S. 30, 51–65)

5. 4 Gewerbe und Industrie

5. 4 Mühlen

Ge­trei­de-/Öl­müh­len

1243 sind drei Müh­len in/bei Berg­heim im Be­sitz Wal­rams I. von Berg­heim (I 3III 1 Grund­herr­schaft). Von die­sen drei Müh­len sind nach den Amts­rech­nun­gen des 16. Jahr­hun­derts noch zwei in Jü­lich­schem Be­sitz: die Müh­le in der Stadt und die al­te Müh­le in Zie­ve­rich am Über­gang der Stra­ße über die Erft (H. An­der­mahr, Die drei Müh­len d. Jü­li­cher Lan­des­herrn in d. Stadt Berg­heim. In: JBGV 7, 1998, S. 107 f.)
1286 trägt Wal­ram II. von Berg­heim die Müh­le mit Burg und Burg­fle­cken dem Köl­ner Erz­bi­schof zu Le­hen auf (I 4)
Ab 16. Jahr­hun­dert sind die Müh­len in Berg­heim und Zie­ve­rich Korn- bzw. Öl­müh­len und wer­den ver­pach­tet (durch­gän­gig be­legt in den Kell­ne­rei­re­chun­gen, HSTAD JB III R Amt Berg­heim 1 ff.)
1660 Die Zie­ve­ri­cher Müh­le wird als Korn- und Öl­müh­le be­zeich­net. Zwangs­müh­le für die Dör­fer bzw. Hö­fe Zie­ve­rich, Thorr, Hep­pen­dorf, Stam­meln, Des­dorf, An­gels­dorf, Wid­den­dorf, Wüllen­rath, Els­dorf, Kütz, Bro­cken­dorf und Ohn­dorf (ebd. Berg­heim 209 fol. 9v; 211 I fol. 16r)
1669 Die Müh­le in Berg­heim ist ei­ne Korn­müh­le, wo­hin die Ein­woh­ner der Stadt, von Nie­der-, Ober­au­ßem, des klei­nen Mönch­hofs und des Fron­ho­fes in Büs­dorf mahl­pflich­tig sind. Die Pacht be­trägt je 36 Mal­ter Rog­gen und Gers­te (An­der­mahr, De­skrip­ti­on, S. 93)
1771/72 Lan­des­herr­li­che Korn-/Öl­müh­len in Berg­heim und Zie­ve­rich (R. Krei­ner, Städ­te u. Müh­len im Rhein­land, 1996, S. 328–336)
1809 fünf Müh­len in der Mai­rie Berg­heim, da­von vier Öl­müh­len (An­der­mahr, Sta­tis­tik, S. 47)
1832 fünf Müh­len in der Bür­ger­meis­te­rei Berg­heim, da­von in Berg­heim, Zie­ve­rich, Ichen­dorf und Ken­ten je ei­ne Frucht- und Öl­müh­le, in Qua­drath ei­ne Frucht­mahl­müh­le (HSTAD Reg. Köln 2162 I)
1837 Die Berg­hei­mer Müh­le be­sitzt drei Mahl­gän­ge, ei­ne Öl­pres­se, drei un­ter­schlä­gi­ge Was­ser­rä­der, die Öl­müh­le ist in ei­nem be­son­de­ren Ge­bäu­de un­ter­ge­bracht (S. Som­mer, Müh­len am Nie­der­rhein, 1991, S. 292)
1860 Müh­le in­ner­halb des Mau­er­rings: links der Erft Öl­müh­le, rechts Korn­müh­le. Das ge­sam­te An­we­sen hei­ßt Schrock­sche Müh­le. Die Was­ser­ge­recht­sa­me wer­den 1863 durch die Erft­me­lio­ra­ti­ons­ge­nos­sen­schaft auf­ge­kauft, die Korn­müh­le auf­ge­ge­ben und die Öl­müh­le als Dampf­mahl­müh­le be­trie­ben (H. Köl­len, Die Dern­ba­cher Schwes­tern in Berg­heim <1871–1979>, 1981, S. 12 f.)
1879 Ver­kauf der Berg­hei­mer Müh­le an die Dern­ba­cher Schwes­tern, die das Ge­bäu­de als Be­stand­teil des Kran­ken­hau­ses nut­zen (ebd.)

 
Waid­müh­len

1485 Waid­müh­le in Thorr er­wähnt (Mitt.StaK 39, 1927, S. 34)
1637 Waid­müh­le (weidt mul­len) an der Erft zwi­schen Berg­heim und Berg­hei­mer­dorf er­wähnt (HSTAD Jü­lich Ge­rich­te I 13 fol. 52v)

 
Loh­müh­len

1459 Loh­müh­le in Berg­heim-Thorr er­wähnt (UB Al­ten­berg II 175)
1579 Lan­des­herr­li­che Er­laub­nis, in Berg­hei­mer­dorf ei­ne Loh­müh­le zu er­rich­ten (An­der­mahr, Berg­heim, S. 96)
1652 wird ei­ne Loh­müh­le (lo­he mull) im Berg­hei­mer Stadt­ge­richt zwi­schen Berg­heim und Berg­hei­mer­dorf er­wähnt (HSTAD Jü­lich Ge­rich­te I 13 fol. 97r)

Voll­müh­le

(1500) Der Lan­des­herr er­teilt die Er­laub­nis zum Bau ei­ner Voll­müh­le in Zu­sam­men­hang mit der An­sied­lung von Woll­we­bern in Berg­heim (ebd. JB I 1012 fol. 15r)

Pul­ver­müh­le

1766 Pul­ver­müh­le in Berg­heim (H. G. Friedt, Ein jü­di­scher Arzt d. 18. Jahr­hun­derts in Berg­heim/Erft. In: JBGV 4, 1995, S. 53)

5. 4 Brauereien, Brennereien

1389 bru­hus in Berg­heim er­wähnt (StaK Wei­her 1/131)
1402 über­lässt der Her­zog von Jü­lich der Stadt Berg­heim auf vier Jah­re die Grut (gruyss) in Berg­heim (III 2 Ak­zi­se; III 3)
15. Jahr­hun­dert sind Hop­fen­lie­fe­ran­ten aus Berg­heim und Paf­fen­dorf Zu­lie­fe­rer Köl­ner Braue­rei­en (F. Ir­sig­ler, Die wirt­schaftl. Stel­lung d. Stadt Köln im 14. u. 15. Jh., 1979, S. 280)
1643 bre­wes in Berg­heim (HSTAD Jü­lich Ge­rich­te I 13 fol. 61v, mög­li­cher­wei­se Ei­gen­na­me)
1819 drei Bier­braue­rei­en mit je ei­ner Braupfan­ne und fünf Brannt­wein­bren­ne­rei­en mit je ei­ner Brannt­wein­bla­se in Berg­heim, 1840 drei Bren­ne­rei­en (HSTAD Reg. Köln 2170)

5. 4 Waid

Im 14. Jahr­hun­dert Tuch­fär­be­rei in Berg­heim nach­ge­wie­sen (H. K. Schül­ler, Ei­ne Tuch­fär­be­rei d. 14. Jahr­hun­dert in Berg­heim. In: JBGV 8, 1999, S. 30 f.). Im 15. Jahr­hun­dert wa­ren Berg­hei­mer Kauf­leu­te als Zu­lie­fe­rer für Waid Ge­schäfts­part­ner Köl­ner Kauf­leu­te auf der Frank­fur­ter Mes­se (F. Ir­sig­ler, Köln, d. Frank­fur­ter Mes­sen u. d. Han­dels­be­zie­hun­gen mit Ober­deutsch­land im 15. Jahr­hun­dert. In: Mitt.StaK 60, 1971, S. 370). 1412–80 wur­de Waid aus Berg­heim nach Ant­wer­pen trans­por­tiert (E. Dös­se­ler, Der Nie­der­rhein u. d. Bra­ban­ter Mes­sen zu Ant­wer­pen u. Ber­gen op Zoom v. En­de d. 14. b. z. En­de d. 16. Jahr­hun­dert In: DJb 57/58, 1980, S. 77; G. Asa­ert, Han­del in kleur­stof­fen op de Ant­wer­pse markt ti­j­dens de XVe ee­uw. In: Bi­jdra­gen en Me­de­de­lin­gen betr. de ge­schie­de­nis d. Neder­lan­den 88, 1973, S. 383, 395, 399)

Zu den Waid­müh­len vgl. V 4 Müh­len

5. 4 Weberei

(1500) Be­wil­li­gung der An­sied­lung von Woll­we­bern in Berg­heim und des Baus ei­ner da­für er­for­der­li­chen Voll­müh­le (HSTAD JB I fol. 15r; V 4 Müh­len)
1606 Bür­ger in Berg­heim trei­ben Han­del mit wullen­wandt (H. An­der­mahr, Sup­plik v. Bür­ger­meis­ter u. Rat d. Stadt Berg­heim um ein vier­tes Jahr­markt­pri­vi­leg. In: Neue Beitr. z. Jü­li­cher Ge­schich­te 4, 1, 1993, S. 121–124)

Auf das Tuch­ge­wer­be in Berg­heim ver­wei­sen im 17. Jahr­hun­dert Fa­mi­li­en­na­men wie Wül­len We­ber und We­ber (HSTAD Jü­lich Ge­rich­te I 13 fol. 66v, 68v)

Tabelle 3 Bodennutzung, Größe und Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Bergheim in Hektar, 1885-1980. (LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte)

 

5. 4 Lederproduktion

1392 Pel­zer in Berg­heim er­wähnt (G. Aders, Ur­kun­den u. Ak­ten d. Neue­nah­rer Herr­schaf­ten u. Be­sit­zun­gen, 1977, Nr. 1238)
1459 Loh­müh­le bei Thorr (V 4 Müh­len)
1579 Loh­müh­le in Berg­hei­mer­dorf (V 4 Müh­len)
1804 Loh­ger­be­rei in Berg­heim (A. J. Dorsch, Sta­tis­tique du dé­par­te­ment de la Ro­er, 1804, S. 378) 
1813 Loh­ger­be­rei mit sie­ben Ar­bei­tern in Berg­heim (HSTAD Ro­er-Dep. 2593 III)
1867 ei­ne Loh­ger­be­rei in Berg­heim, die im Wert von 970 Reichs­ta­lern jähr­lich pro­du­ziert, ei­ne Loh­ger­be­rei in Berg­hei­mer­dorf, die im Wert von 980 Reichs­ta­lern jähr­lich pro­du­ziert (ebd. Reg. Köln 2168)
1887 Auf­ga­be bei­der Loh­ger­be­rei­en (Köh­ler, S. 102)

5. 4 Zeitung, Druckerei

1832 Her­aus­ga­be ei­ner Zei­tung: zu­nächst Kreis­blatt für den Kreis Berg­heim, ab 1846 In­tel­li­genz­blatt für den Kreis Berg­heim und den Land­kreis Köln, ab 1905 Berg­hei­mer Zei­tung (F. L. Do­ep­gen, 150 Jah­re Ver­lag u. Buch­dru­cke­rei, Fest­schrift 1982)
1861 Buch­dru­cke­rei und Buch­bin­de­rei in Berg­heim mit drei Ar­bei­tern. Der Un­ter­neh­mer L. Mo­eker ist auch im Buch­han­del tä­tig (Sta­tis­tik Kr. Berg­heim 1863, S. 55)

Tabelle 4 Viehbestand in Bergheim, 1809-1989. (LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte)

 

5. 4 Sonstige Gewerbe

1861 ei­ne Woll­spin­ne­rei in Zie­ve­rich (16 Ar­bei­ter), ei­ne Sä­ge­müh­le mit Dampf­ma­schi­ne in Zie­ve­rich (2 Ar­bei­ter) (ebd., S. 52)
1894 Grün­dung ei­ner Dampf­mol­ke­rei in Nie­der­au­ßem (Sta­tis­tik Kr. Berg­heim 1899, S. 156)
1898 Er­rich­tung der Ichen­dor­fer Glas­hüt­te, hat 1908 145 Be­schäf­tig­te (An­der­mahr, Berg­heim, S. 193)
1899 Grün­dung ei­ner Nähr­mit­tel­fa­brik in Qua­drath, die kurz nach 1900 in ei­ne che­mi­sche Fa­brik um­ge­wan­delt wird und 1909 50 Per­so­nen be­schäf­tigt (ebd., S. 193). Auf­ga­be des Be­triebs An­fang der 1920er-Jah­re, Über­nah­me des Ge­län­des durch die Ichen­dor­fer Glas­hüt­te
1908 Er­rich­tung ei­ner Zie­ge­lei in Zie­ve­rich mit 40–50 Ar­bei­tern (ebd., S. 237)
1913 Er­rich­tung ei­nes Che­mie­wer­kes bei Ken­ten, des Mar­tins­wer­kes, für die Pro­duk­ti­on von Ton­er­de zur Alu­mi­nium­me­tall­er­zeu­gung, 1918 540 Be­schäf­tig­te (Köh­ler, S. 279)
1926 Grün­dung der Lur­gi-Ther­mie GmbH auf der Gren­ze von Hor­rem und Qua­drath-Ichen­dorf. Pro­duk­ti­on von Silumin, ei­ner Leicht­me­tall­guss­le­gie­rung aus Alu­mi­ni­um. 1935 281 Be­schäf­tig­te (ebd.)

5. 4 Geldverleih

1330 Berg­hei­mer Ju­den sind im Geld­ver­leih tä­tig (Friedt, S. 14 f.)
1394 Lom­bar­den­nie­der­las­sung in Berg­heim er­wähnt (H. J. Doms­ta, Ur­kun­den­re­ges­ten z. Ge­schich­te d. Aa­che­ner Lom­bar­den. In: ZAGV 77, 1966, S. 66; A. Schul­te, Ge­schich­te d. mit­tel­al­terl. Han­dels u. Ver­kehrs zwi­schen West­deutsch­land u. Ita­li­en mit Aus­schluss v. Ve­ne­dig II, 1900, Nr. 441, 448)

5. 4 Kreditinstitute

1855 Er­öff­nung ei­ner Kreis­spar­kas­se in Berg­heim (Sta­tis­tik Kr. Berg­heim 1899, S. 37)
1904 Grün­dung der Qua­drath-Ichen­dor­fer Spar- und Dar­lehns­kas­se (H. G. Kirch­hoff u.a., Hei­matchro­nik d. Krei­ses Berg­heim, 1974, S. 285)
1992 21 Fi­lia­len von acht Ban­ken und Spar­kas­sen in Berg­heim

Tabelle 5 Sonstige Gewerbe in Bergheim, 1799-1849. (LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte)

 

5. 5 Wirtschaftliche und soziale Gesamtentwicklung

Die Grün­dung der Stadt Berg­heim er­folg­te im 13. Jahr­hun­dert durch den Edel­herrn Wal­ram II. von Berg­heim. Vor­aus­ge­gan­gen war ei­ne Burg­sied­lung, die für die ers­te Hälf­te des 13. Jahr­hun­derts ar­chäo­lo­gisch nach­ge­wie­sen und 1286 ur­kund­lich be­zeugt ist (I 4II 1). An­lass für die Grün­dung wa­ren we­ni­ger wirt­schaft­li­che als viel­mehr wehr- und ad­mi­nis­tra­ti­ve Grün­de. Die Stadt (mit Burg) war zu­nächst Re­si­denz der Ne­ben­li­nie des Jü­lich­schen Gra­fen­hau­ses, dann ab 1335 Amts­sitz. Die Funk­ti­on als Burg- und Amts­sitz, Zoll- und Münz­stät­te so­wie Sta­ti­on für das Ge­leit dürf­te ne­ben der Ad­mi­nis­tra­ti­on Hand­wer­kern, Wir­ten, Bä­ckern und Flei­schern Be­schäf­ti­gung ge­bo­ten ha­ben

Zoll-, Münz­stel­le und Ge­leit­sort wur­de Berg­heim auf­grund der Ver­le­gung der Stre­cken­füh­rung der Fern­han­dels­stra­ße Köln-Flan­dern/Aa­chen über Berg­heim, die mög­li­cher­wei­se be­reits im 13. Jahr­hun­dert er­folg­te. Der Rei­se- und Han­dels­ver­kehr die­ser wich­ti­gen Fern­stra­ße führ­te fort­an durch die Stadt und er­for­der­te für Über­nach­tun­gen und Rast Her­ber­gen und Zu­lie­fe­rer. Die Stra­ße wur­de zur Le­bens­ader der klei­nen Stadt. In ei­ner Sup­plik an den Her­zog von Jü­lich be­ton­ten die Ver­tre­ter der Stadt 1492, dass sie ghe­yne for­der na­roung­he ha­ven dan al­leyne dye straysse ind dye tzyns­sche der hal­ven val­len­de (III 3)

Im 13. und 14. Jahr­hun­dert wa­ren in Berg­heim jü­di­sche Kauf­leu­te und Geld­ver­lei­her tä­tig, au­ßer­dem im 14. Jahr­hun­dert vor­über­ge­hend ei­ne Lom­bar­den­fa­mi­lie (V 4). Im 14. und 15. Jahr­hun­dert wa­ren Berg­hei­mer Kauf­leu­te auf der Frank­fur­ter Mes­se an­zu­tref­fen; sie über­nah­men den Trans­port von Tu­chen aus dem Jü­lich­schen. Fern­kauf­leu­te aus Berg­heim han­del­ten im 15. Jahr­hun­dert mit Tu­chen und Waid auch auf Mes­sen in Ant­wer­pen und Ber­gen op Zoom (H. Am­mann, Der hes­si­sche Raum in d. mit­tel­al­terl. Wirt­schaft. In: Hess. Jb. f. Lan­des­ge­schich­te 8, 1958, Kar­te 9 u. 27)

Für ei­ne ge­wis­se zen­tral­ört­li­che wirt­schaft­li­che Be­deu­tung spre­chen drei ein­tä­gi­ge Märk­te, die 1500 er­wähnt wer­den und äl­ter sein dürf­ten. Gleich­zei­tig stell­te der Her­zog die Ge­wäh­rung ei­nes Wo­chen­mark­tes in Aus­sicht. Die Exis­tenz ei­nes vier­ten Jahr­markt ist seit dem 17. Jahr­hun­dert über­lie­fert (III 2 Markt). Die Märk­te be­such­ten Händ­ler aus Aa­chen, Dü­ren, Jü­lich und den Dör­fern der Äm­ter Berg­heim und Kas­ter. 1606 hei­ßt es von den Berg­hei­mer Bür­gern, dass sie sich meh­r­er­t­he­yls mitt wein und bier­zapf­fen, auch wullen­wandt und suns­ten kre­me­rey­en ern­eh­ren (H. An­der­mahr, Sup­plik v. Bür­ger­meis­ter u. Rat der Stadt Berg­heim um ein vier­tes Jahr­markt­pri­vi­leg <1606>. In: Neue Beitr. z. Jü­li­cher Ge­schich­te 4, 1, 1993, S. 123). Der Nie­der­gang der Stadt be­gann mit der Zer­stö­rung von 1542. Noch 1582 spre­chen die Bür­ger von ir­rer ver­woes­ter und ver­bran­ter stat. 1642 brach­ten Kriegs­hand­lun­gen er­neut Schä­den (II 2)

Seit dem 16. Jahr­hun­dert ka­men aus Berg­heim kei­ne Fern­händ­ler mehr, die Be­völ­ke­rungs­zahl sta­gnier­te, 1669 stan­den Häu­ser leer. Ei­ne Aus­deh­nung der Sied­lung über die Stadt­mau­ern hin­aus fand erst in der zwei­ten Hälf­te des 19. Jahr­hun­derts statt (vgl. Ta­fel 1, Grund­riss u. DGK; Ta­fel 2 u. 3). Im 18. Jahr­hun­dert war die Mehr­zahl der Be­völ­ke­rung im Hand­werk be­schäf­tigt. Kauf­leu­te und Händ­ler so­wie Land­wir­te mach­ten nur ei­nen ge­rin­gen Teil aus (J. San­der, Zur Be­rufs-, So­zi­al- u. Wirt­schafts­struk­tur in d. ehem. jü­lich­schen Amtstadt Berg­heim ... im Jah­re 1799. In: Neue Beitr. z. Jü­li­cher Ge­schich­te 9, 2000, S. 37–40; C. Wen­dels, Berg­heim a. d. Erft i. Jah­re 1799: Händ­ler, Hand­wer­ker u. Ta­ge­löh­ner, 1999)

Berg­heim wur­de in der Fran­zo­sen­zeit Kan­tons­haupt­ort und nach dem Über­gang an Preu­ßen 1815 Kreis­sitz. Durch die An­sied­lung von Be­hör­den (Land­rats­amt, Frie­dens-/Amts­ge­richt) er­hielt auch das ört­li­che Wirt­schafts­le­ben neue Im­pul­se. Der Auf­stieg des Or­tes be­gann je­doch erst in der zwei­ten Hälf­te des 19. Jahr­hun­derts mit der Er­schlie­ßung der Braun­koh­le­gru­ben, in de­ren Fol­ge Bri­kett­fa­bri­ken und seit An­fang des 20. Jahr­hun­derts die gro­ßen Kraft­wer­ke ent­stan­den, dem An­schluss an das Schie­nen­netz (1897) und durch die in den 1890er-Jah­ren ein­set­zen­de An­sied­lung in­dus­tri­el­ler Groß­be­trie­be (V 4). Grö­ß­te Ar­beit­ge­ber wa­ren 1922 das Braun­koh­len­werk in For­tu­na, das Braun­koh­le­werk Beis­sels­gru­be in Ichen­dorf, das Mar­tins­werk in Ken­ten, die Berg­hei­mer Ei­sen­bahn­sta­ti­on mit an­ge­glie­der­ter Bahn­meis­te­rei und Ei­sen­bahn­be­triebs­werk­stät­te und die Glas­hüt­te in Ichen­dorf (Denk­schrift, S. 125 f.)

1937 wur­den durch die Bil­dung des neu­en Am­tes Berg­heim aus dem Zu­sam­men­schluss der Äm­ter Berg­heim, Paf­fen­dorf und der Ge­mein­de Hü­chel­ho­ven die ver­wal­tungs­mä­ßi­ge Vor­aus­set­zung für das in den fol­gen­den Jahr­zehn­ten star­ke Be­völ­ke­rungs- und Wirt­schafts­wachs­tum ge­legt. 1968 ent­stand süd­öst­lich von Zie­ve­rich das ers­te Ge­wer­be­ge­biet in Berg­heim, dem bis 1990 Ge­wer­be­ge­bie­te in Paf­fen­dorf, Thorr, Ken­ten, Qua­drath-Ichen­dorf, Nie­der­au­ßem, Au­en­heim, Rheidt und Gles­sen folg­ten. Als för­der­lich für die Ent­wick­lung der Ge­wer­be­ge­bie­te er­wies sich der in den 1980er-Jah­ren er­folg­te An­schluss an die Au­to­bahn A 61. In Berg­heim sind heu­te Be­trie­be un­ter­schied­li­cher Bran­chen an­säs­sig. Das Pro­du­zie­ren­de Ge­wer­be, dar­un­ter vor al­lem En­er­gie­wirt­schaft und Berg­bau, aber auch Han­del, Ver­kehr und Nach­rich­ten­über­mitt­lung sind für die Wirt­schafts­struk­tur der Stadt von aus­schlag­ge­ben­der Be­deu­tung (vgl. V 4 Ta­bel­len zur Bran­chen­auf­tei­lung). Berg­heim ist heu­te ne­ben Ker­pen die be­völ­ke­rungs­reichs­te Kom­mu­ne und ei­nes der am schnells­ten wach­sen­den wirt­schaft­li­chen Zen­tren des Erft­krei­ses

5. 6 Maße und Gewichte

Hohl­maß

1398/99 Mal­ter Berg­hei­mer mais­sen (W. Her­born/K. Matt­hei­er, Die äl­tes­te Rech­nung d. Her­zog­tums Jü­lich, 1981, S. 52). Das Berg­hei­mer Maß ent­spricht dem Al­den­ho­ve­ner, Rö­din­ger und Köl­ner Mal­ter: 1 Köl­ni­scher Mal­ter = 3 Süm­ber, 2 Vier­tel Berg­hei­mer Mal­ter
1430 Lie­fe­rung von Rog­gen in mal­der Ber­che­mer mais­sen (HSTAD JB I 1290)
1599/1600 Es gilt köl­ni­sches Maß: 1 Mal­ter = 4 Süm­ber, 1 Süm­ber = 4 Vier­tel, 1 Vier­tel = 4 Mut­gen (HSTAD JB III R Amt Berg­heim 56 fol. 8r) köl­nisch = hoeff­ma­eß (ebd.)

Flä­chen­maß

1669 Mg, Vier­tel, Ru­ten (An­der­mahr, De­skrip­ti­on, S. 87)
1829 Mor­gen und Ru­ten nach Cöl­nisch oder ört­li­che ma­eß (PfaB 404)

Tabelle 6 Branchenaufteilung der Erwerbstätigen und Stellung im Beruf, 1961-1987. (LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte)

 
Zitationshinweis

Bitte geben Sie beim Zitieren dieses Beitrags die exakte URL und das Datum Ihres Besuchs dieser Online-Adresse an.

Andermahr, Heinz, Rheinischer Städteatlas Bergheim. Teil 5: Wirtschafts- und Sozialstruktur, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: https://rheinische-geschichte.lvr.de/Orte-und-Raeume/rheinischer-staedteatlas-bergheim.-teil-5-wirtschafts--und-sozialstruktur/DE-2086/lido/6620ebbab822f9.00816683 (abgerufen am 05.03.2026)

Veröffentlichung

Veröffentlicht am 06.08.2025, zuletzt geändert am 07.08.2025

Auch über Rheinischer Städteatlas Bergheim, bearbeitet von Heinz Andermahr (Lieferung XIV, Nr. 74, 2001)