Rheinischer Städteatlas Uedem. Teil 5: Wirtschafts- und Sozialstruktur, Statistik

Margret Wensky (Bonn)

Uedem, Lohtor von Südosten 1744/61, Stich von Paulus van Liender, gezeichnet von Jan de Beijer. (Stadtarchiv Kalkar)

5. 1 Einwohner- und Häuserzahlen

1359 Mai 1 43 Hof­stät­ten in Ue­dem (III 3II 2)
(1500) bis 1753: zu den Kom­mu­ni­kan­ten­zah­len der Pfar­re Ue­dem vgl. IV 10
1638 221 Feu­er­stät­ten in Ue­dem nach dem Steu­er­an­schlag ge­schätzt (Flink, Her­zö­ge, S. 83); die Zahl ist wohl zu hoch ge­grif­fen
1714 87 an­ge­ses­se­ne Bür­ger und Ein­woh­ner, 85 un­an­ge­ses­se­ne; 117 be­wohn­te Häu­ser in der Stadt, al­le mit Zie­geln ge­deckt, 34 Scheu­nen, 15 Brun­nen (HSTAD Kle­ve Kam­mer Be 698)
1720 78 Scheu­nen ge­nannt, da­von sind 54 mit Stroh, 24 mit Pfan­nen ge­deckt (Pro­to­koll­buch 1700-86 fol. 171r)
1765 Von den 168 bür­ger­li­chen Häu­sern wer­den 22 als mit­tel­groß, 85 als klein und 61 als ganz klein klas­si­fi­ziert; 1 klei­nes und 2 ganz klei­ne Häu­ser ste­hen leer bzw. sind ver­fal­len (HSTAD Kle­ve Kam­mer 1976)
1835 im Fle­cken Ue­dem: 237 Häu­ser mit vol­ler, 18 mit hal­ber Num­mer, 75 Scheu­nen; die Häu­ser sind durch­gän­gig mas­siv, al­le ha­ben Zie­gel-, nur ei­ni­ge Scheu­nen Stroh­dä­cher (ebd. Dep. Ue­dem VII 9)

Tabelle 3 Einwohner- und Häuserzahlen 1722-1812. (LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte)

 

Tabelle 4 Einwohner- und Häuserzahlen 1815-2002. (LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte)

 

5. 2 Agrarwirtschaft

Seit dem Mit­tel­al­ter galt das Kirch­spiel Ue­dem als Korn­kam­mer des Lan­des Kle­ve (hor­re­um Cli­viae, vgl. F. Go­ris­sen, Alt­kle­vi­sches ABC, 1974, S. 204-206), wo­bei die Be­schaf­fen­heit der Bö­den vor al­lem den An­bau von Rog­gen und Ha­fer zu­ließ, we­ni­ger von Wei­zen. Rog­ge­n­ab­bau im Kirch­spiel Ue­dem be­zeugt das Ur­bar der Graf­schaft Kle­ve von 1319 (Kle­ver Ur­bar I, S. 118-147). (1325) wer­den un­ter den Zehnt­ab­ga­ben an das Stift Xan­ten v.a. Wei­zen, Ha­fer und Malz­ge­trei­de ge­nannt (IV 3). Nach dem Be­richt des preu­ßi­schen Kriegs- und Steu­er­rats Smettach von 1722 wur­de in der Stadt­feld­mark fast aus­schlie­ß­lich Ge­trei­de an­ge­baut, wäh­rend we­nig Wie­sen und Heu­ge­wächs vor­han­den wa­ren (Imig, S. 142). Nach ei­ner gleich­zei­ti­gen an­de­ren Quel­le hei­ßt es, die Ein­woh­ner leb­ten ganz über­wie­gend vom Acker­bau und bräch­ten ihr Ge­trei­de meis­tens nach Xan­ten an den Rhein, von wo es wei­ter trans­por­tiert wür­de (BAM StiXA Hs 52 S. 122-126).
1770 Flachs und Kar­tof­fel­an­bau wer­den stark be­trie­ben (HSTAD Xan­ten Kreis­re­gis­tra­tur 148)
1773 hei­ßt es, durch den Krieg (d.i. der Sie­ben­jäh­ri­ge, 1756-63) und das gro­ße Vieh­ster­ben vor 4 Jah­ren hät­te der in­ner­li­che Ver­mö­gens­zu­stand der Ein­woh­ner sehr ge­lit­ten (ebd. 898 u. 1087)
1858 be­trei­ben in der Bür­ger­meis­ter Ue­dem Land­wirt­schaft im Haupt­er­werb: 55 Ein­woh­ner als Ei­gen­tü­mer, 7 als Päch­ter, mit 366 An­ge­hö­ri­gen, 123 Knech­ten und 90 Mäg­den so­wie 44 Ta­ge­löh­nern; im Ne­ben­er­werb: 117 Ein­woh­ner mit 479 An­ge­hö­ri­gen, 3 Knech­ten und 21 Mäg­den (HSTAD Reg. Düs­sel­dorf 2170)

Tabelle 5 Bodennutzung der Bürgermeisterei Uedem 1815, in preußischen Morgen. (LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte)

Tabelle 6 Größe und Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in der Bürgermeisterei Uedem 1827, in preußischen Morgen. (LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte)

 

Tabelle 7 Bodennutzung in der Landgemeinde/Bürgermeisterei Uedem 1849 und 1858, in preußischen Morgen. (LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte)

Tabelle 8 Größe und Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in der Landgemeinde/Bürgermeisterei Uedem 1849 und 1858, in preußischen Morgen. (LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte)

Tabelle 9 Bodennutzung in der Landgemeinde/Bürgermeisterei Uedem 1885 und 1900, in Hektar. (LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte)

 

5. 4 Gewerbe und Industrie

Müh­len
1319 wint­mole­ne zu Ue­dem (Kle­ver Ur­bar I, S. 145), die dem Gra­fen von Kle­ve ge­hört, der sie zu Le­hen aus­gibt (vgl. 1330, Kle­ve-Mark Urk II 197). Mög­li­cher­wei­se ist die­se Müh­le iden­tisch mit der sog. Ho­hen Müh­le, die nord­öst­lich des Orts­kerns Ue­dem an der Stra­ße nach Ma­ri­en­baum liegt (vgl. Ta­fel 2.1)
1546 Ver­pach­tung der Wind- und der Ro­ß­müh­le (HSTAD KM Akt 3986 fol. 108f.)
1626 Neu­bau ei­ner Wind­müh­le zu Ue­dem (ebd. 384 fol. 15f.)
1714 2 Müh­len (ebd. Kle­ve Kam­mer Be 698)
1733/34 ist auf dem Kle­vi­schen Ka­tas­ter nörd­lich der Stadt die Nie­der­müh­le ein­ge­tra­gen (Ta­fel 4), 1831/32 auf dem Ur­ka­tas­ter Kenn­zeich­nung als Wind­müh­le (Ta­fel 1, Grund­riß)
1771 be­ste­hen in Ue­dem 2 kö­nig­li­che Korn­wind- und 3 pri­va­te Öl­müh­len (HSTAD Kle­ve Kam­mer 1628). Die Wind­müh­len, die vor der Stadt lie­gen, sind 1767 kon­zes­sio­niert wor­den (ebd. Ro­er-Dep. 2642 = 1806); bei­de sind auf der Kar­ten­auf­nah­me von Tran­chot-Müff­ling ein­ge­tra­gen (Ta­fel 2)
1822 1 Bock­wind- und 1 hol­län­di­sche Müh­le (bei­de auch 1834 ge­nannt), 3 Öl­müh­len (3 Pres­sen) (ebd. Reg. Düs­sel­dorf 2159; Dep. Ue­dem XIII 5)
1827 Brand der Loh­müh­le (ebd. Dep. Ue­dem XII 14)
1849 3 Wind­müh­len (2 Meis­ter/4 Ge­hil­fen), 1 Öl­müh­le (1 Ar­bei­ter) (ebd. Reg. Düs­sel­dorf 2160)
1854 Er­rich­tung ei­ner neu­en Korn­wind­müh­le in Stein­ber­gen (ebd. Dep. Ue­dem XII 14)
(1910) ist die Ho­he Müh­le und kur­ze Zeit spä­ter die 1854 in Stein­ber­gen am Goch­fortz­berg er­rich­te­te Müh­le still ge­legt wor­den (Till­mann, S. 18, dort 1856 als Er­rich­tungs­da­tum der letz­te­ren an­ge­ge­ben)
1933 Ein­rich­tung ei­ner Krie­ger­ge­dächt­nis­stät­te im un­te­ren Teil der Ho­hen Müh­le (W. Hap­pe, Die Ho­he Müh­le zu Ue­dem, 1983, S. 11)
(1991) Re­stau­rie­rung der Ho­hen Müh­le und Ein­rich­tung als Be­geg­nungs­stät­te

Tabelle 10 Größe und Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in der Bürgermeisterei Uedem 1960 und 1970, in preußischen Morgen. (LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte)

Tabelle 11 Bodennutzung der Gemeinde Uedem 1970, in Hektar. (LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte)

 

Tabelle 12 Nutzung der landwirtschaftlichen Betriebsflächen in der Gemeinde Uedem 1991, in Hektar. (LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte)

Tabelle 13 Bodennutzung der Gemeinde Uedem 2001, in Hektar. (LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte)

Tabelle 15 Viehbestand von 1765/66-1994. (LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte)

Tabelle 14 Größe und Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde Uedem 2001, in Hektar. (LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte)

 

5. 4 Gewerbe

1359 Ger­la­cus dic­tus Gru­ter ge­nannt (Mai 1, I 3)
1366 zahlt ein Hen­ri­cus Mer­ca­tor de Ue­dem Kur­me­de an das Stift Xan­ten (Wil­kes, Quel­len, S. 149)
1367/68 in­sti­tor (C. Wil­kes/G. Rott­hoff, Die Stifts­kir­che d. Hl. Vik­tor zu Xan­ten. Die Bau­rech­nun­gen d. Jah­re 1556 bis 1437, 1957, Sp. 47)
1686/88 Nach dem Stadt­brand von 1685 er­hal­ten die Zünf­te der Schmie­de, Schnei­der (mit La­ken­ver­käu­fern und Woll­we­bern), der Schus­ter und ver­wand­ter Be­ru­fe so­wie der Lei­ne­we­ber neue Amts­brie­fe; wann die Zünf­te ent­stan­den sind, muß man­gels Quel­len of­fen blei­ben (III 7 Zünf­te)
1713 6 Wir­te in Ue­dem (Pro­to­koll­buch 1700-86 fol. 112v)
Die Ta­bel­len ver­zeich­nen nicht al­le in Ue­dem je­weils vor­kom­men­den Be­ru­fe und Ge­wer­be die­ser Jah­re. So feh­len bei­spiels­wei­se 1720 An­ga­ben zu Acker­leu­ten und Händ­lern, spä­ter auch zu in an­de­ren Quel­len nach­weis­lich in Ue­dem tä­ti­gen Me­di­zi­nal­per­so­nen bzw. zu wei­te­ren Be­ru­fen (vgl. IV 6; ins­ge­samt V 4). 
1728 kla­gen die Schnei­der über die Kon­kur­renz der Ju­den, die in- und au­ßer­halb der Stadt La­ken und Stof­fe ver­kau­fen; die Ju­den dür­fen laut Pa­tent en gros und en dé­tail ver­kau­fen (Pro­to­koll­buch 1700-86 fol. 235r) 
1733 kla­gen die Schmie­de, die Ju­den be­trie­ben Glas­ma­che­rei; das Pa­tent bei­der Ju­den er­lau­be ih­nen oh­ne Ein­schrän­kung die Ge­wer­be­aus­übung (ebd. fol. 248v)
1738 wird den Ju­den das Schlach­ten ver­bo­ten (ebd. fol. 296r; IV 8)
1750/52 be­steht Tuch­fa­brik (HSTAD Xan­ten Kreis­re­gis­tra­tur 510)
1768/69 4 Brau­stel­len und 8 Brannt­wein­bla­sen (Sta Xan­ten A 28)
1770 1 Schutz­ju­de ist Händ­ler mit Woll- und Lei­nen­wa­ren (1700 Rtl.), 1 Schutz­ju­de han­delt mit gro­ben Tü­chern, Da­mast und Mi­sel­an (800 Rtl.), 1 Händ­ler mit Woll- und Lei­nen­wa­ren (1000 Rtl.) und 6 Händ­ler mit Hö­ke­rei­wa­ren; von den Hö­kern ist ei­ner gleich­zei­tig im Acker­bau und als Öl­mül­ler tä­tig, ei­ner hat et­was Acker­bau, ei­ner ist gleich­zei­tig Satt­ler, ei­ner Schnei­der und ei­ner Schus­ter (HSTAD Xan­ten Kreis­re­gis­tra­tur 643; Rtl.-An­ga­ben = jähr­li­cher Um­satz)
1781 Mi­sel­an­fa­brik (7 Ar­bei­ter; Be­sit­zer ist Ju­de), pro­du­ziert jähr­lich für 1152 Rtl.; 17 Lei­ne­we­ber (26 Stüh­le, 26 Ar­bei­ten), pro­du­zie­ren nur für den Ort und Um­ge­bung, nicht auf Ex­port (ebd. 762; IV 8)
1786 Mi­sel­an­fa­brik, be­steht seit 1774 (2 Stüh­le, 8 Ar­bei­ter), 2 Lei­ne­we­ber (31 St., 31 A.), ar­bei­ten für Bür­ger und Bau­ern (HSTAD Hs N III 4 fol. 8v; G. Voll­mer, Ei­ne Fa­bri­ken­sta­tis­tik d. Hzt. Kle­ve aus d. En­de d. 18. Jh. In: DJb 46, 1954, S. 192)
1787 be­steht 1 öf­fent­li­ches Brau­haus für Bür­ger und Bau­ern, die bei­den Klös­ter ha­ben je 1 Brau­haus für den ei­ge­nen Be­darf (HSTAD Xan­ten Kreis­re­gis­tra­tur 897; IV 5); au­ßer­dem gibt es 2 Brannt­wein­bla­sen (HSTAD Kle­ve Kam­mer 1617)
1789 Mi­sel­an­fa­brik (2 Stüh­le, 1 We­ber, 1 Spin­ner), pro­du­ziert 33 Stück Tuch im Wert von 588 Rtl.; Loh­ger­be­rei (5 A.), pro­du­ziert für 300 Rtl.; 20 Lein­wand­web­stüh­le (18 Meis­ter, ins­ge­samt 32 A.) (ebd. 762)
1822 13 Lei­nen­web­stüh­le im Haupt­er­werb in der Bür­ger­meis­te­rei Ue­dem (ebd. Reg. Düs­sel­dorf 2159)
Auch für die­se Ta­bel­le gel­ten die Be­mer­kun­gen zur Ge­wer­be­ta­bel­le 1720-1812, d.h. sie er­fa­ßt kei­nes­falls al­le Be­ru­fe und Ge­wer­be. So feh­len auch hier bei­spiels­wei­se die Acker­leu­te (V 2) u.a. Be­ru­fe
1827 In der Bür­ger­meis­te­rei Ue­dem gibt es 13 selb­stän­di­ge Hand­werks­be­trie­be mit und 61 oh­ne Ge­hil­fen, 8 Gast- und Schank­wir­te, 10 Krä­mer­lä­den, 6 sons­ti­ge Ge­wer­be­trei­ben­de; 139 Ta­ge­löh­ner, 12 be­trei­ben meh­re­re Ge­wer­be, 9 Ge­wer­be und Land­wirt­schaft, 5 geist­li­che und 3 welt­li­che Be­am­te, 352 Dienst­bo­ten, 4 Ren­tiers, 18 Ein­woh­ner le­ben von öf­fent­li­cher oder pri­va­ter Un­ter­stüt­zung (ebd. 386; IV 6 Ar­men­we­sen). 
1834 20 Web­stüh­le in Lei­nen in der Bür­ger­meis­te­rei Ue­dem (HSTAD Dep. Ue­dem XIII 5)
1849 22 Web­stüh­le (18 Meis­ter, 4 Ge­hil­fen) in Lei­nen und Halb­lei­nen, 1 Zeug­dru­cke­rei (1 Druck­tisch, 1 Ar­bei­ter), 1 Zie­ge­lei (2 A.), 1 Bier­braue­rei (3 A.). 2 Brannt­wein­bren­ne­rei­en (2 A.) in der Bür­ger­meis­te­rei Ue­dem (ebd. Reg. Düs­sel­dorf 2160)
1881 11 Hand­web­stüh­le für Lei­nen- und Halb­lei­nen­wa­ren, 1 Hand­web­stuhl für Samt­wa­ren; Kre­fel­der Samt- und Lei­nen­fa­bri­ka­ten be­sit­zen in Ue­dem un­be­deu­ten­de Fi­lia­len (HSTAD LA Gei­len­kir­chen 37)

Schuh­in­dus­trie
Ab (1830) Be­trieb der Gebr. Straa­ten in Ue­dem an­säs­sig, wer­den 1885 als ein­zi­ge als Schuh­fa­bri­kan­ten be­zeich­net wer­den. Ins­ge­samt wer­den 1885 in Ue­dem ca. 100 Schus­ter ge­zählt (Till­mann, S. 19)
1910 Grün­dung der Schuh­fa­brik van El­ten, heu­te ei­ner der füh­ren­den eu­ro­päi­schen Her­stel­ler für Si­cher­heits­schu­he
1912 als ein­zi­ger Be­trieb in Ue­dem mit mehr als 50 Ar­bei­tern ei­ne Schuh­fa­brik mit 64 Ar­bei­tern ge­nannt (HSTAD Reg. Düs­sel­dorf 34280)
Vor 1914 be­ste­hen in Ue­dem 10 Schuh­fa­bri­ken, (1918)-1928 rund 50, z. T. Mit­tel- und Klein­be­trie­be (Till­mann, S. 19)
1952 ca. 10 klei­ne­re und mitt­le­re Be­trie­be der Schuh­in­dus­trie (Kon­nertz, S. 84)
1962 hat die Schuh­in­dus­trie in U ins­ge­samt ca. 500 Be­schäf­tig­te (Till­mann, S. 19)
1991 be­ste­hen in Ue­dem 6 Be­trie­be der Schuh­in­dus­trie mit ins­ge­samt 269 Be­schäf­tig­ten (Nie­der­rhein­kam­mer Ju­li 1991; Ge­mein­de­por­trät U)

Ma­schi­nen­fa­brik, Elek­tro­an­la­gen­bau
1832 Grün­dung der Ma­schi­nen­fa­brik P. Mühl­hoff, zu­nächst als Kup­fer­schmie­de; 1888 Aus­bau zu Ei­sen- und Haus­halts­wa­ren­gro­ßhan­del, ins­be­son­de­re mit land­wirt­schaft­li­chen Schmie­de­ar­ti­keln; 1908 Pro­duk­ti­on von land­wirt­schaft­li­chen Ge­rä­ten, u. a. mit wach­sen­dem Ex­port­an­teil; seit 1955 Zu­lie­fe­rant für die Au­to­in­dus­trie; 2002 43 % des Um­sat­zes im Ex­port, 325 Be­schäf­tig­te (L. Klö­vekorn, Die Ue­de­mer Ma­schi­nen­fa­brik u. d. Fa­mi­lie Mühl­hoff. In: Ka­len­der f. d. Kle­ver Land 1973, S. 130-133; Nie­der­rhein­kam­mer Sep­tem­ber 1982, S. 500)
1933 Grün­dung der Fir­ma Hor­le­mann, de­ren Pro­duk­ti­ons- und Ge­schäfts­be­rei­che heu­te Elek­tro­bau, Elek­tro­an­la­gen- und Rohr­lei­tungs­bau um­fas­sen

Kre­dit­in­sti­tu­te
1885 Grün­dung der Ue­de­mer Spar- und Dar­lehns­kas­se, spä­ter Ue­de­mer Bank, 1986 ver­ei­nigt mit der Volks­bank Goch zur Volks­bank Goch-Ue­dem
1952 be­steht in Ue­dem ei­ne Haupt­zweig­stel­le der Kreis­spar­kas­se Kle­ve (HSTAD Reg. Düs­sel­dorf 54905) = Spar­kas­se Ue­dem

Dru­cke­rei­en und Zei­tun­gen
1904-45 „Ue­de­mer Volks­zei­tun­g“ als Teil­aus­ga­be im Ver­lag Völ­cker, Goch. Der Ver­lag hat­te ab 1870 ein „Wo­chen­blat­t“ als „Or­gan für Goch, Kal­kar, Ue­dem und Um­ge­bun­g“ her­aus­ge­bracht; ab 1879 hieß die Zei­tung „Nie­der­rhei­ni­sches Volks­blat­t“. Aus­ga­ben der Ue­de­mer Volks­zei­tung sind bis 1934 (mit Lü­cken) über­lie­fert (Mi­kro­fil­me im Sta Goch), die Aus­ga­ben 1934-Fe­bru­ar 1945 bei Zer­stö­rung der Dru­cke­rei am En­de des Zwei­ten Welt­kriegs ver­nich­tet wor­den

Tabelle 16 Berufs- und Gewerbetabelle I, 1720-1812. (LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte)

Tabelle 17 Berufs- und Gewerbetabelle II, 1816-1858. (LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte)

 

5. 5 Wirtschaftliche und soziale Gesamtentwicklung

Grund­la­ge der Wirt­schaft des Rau­mes Ue­dem war vom Mit­tel­al­ter bis ins XX. Jh. die Land­wirt­schaft, ins­be­son­de­re der Ge­trei­de­an­bau (V 2). Im XVIII. Jh. wa­ren da­ne­ben Flachs- und Kar­tof­fel­an­bau von Be­deu­tung. Die Be­rufs- und Ge­wer­be­ta­bel­len 1720-1858 zei­gen deut­lich das Über­wie­gen der Land­wirt­schaft (ein­schlie­ß­lich Knech­te, Mäg­de und Ta­ge­löh­ner). 1815 wur­den rund 80 % der Flä­che der Bür­ger­meis­te­rei Ue­dem als Acker­land ge­nutzt, von 1849 bis 1970 wa­ren es 85-88 %, wäh­rend die Land- und Forst­wirt­schaft im Jah­re 2001 rund 70 % des Ge­mein­de­ge­bie­tes be­an­spruch­te. Über­wog 1961 der An­teil der in der Land- und Fort­wirt­schaft Be­schäf­tig­ten auf dem Ge­biet des Am­tes Ue­dem leicht die Zahl der im Pro­du­zie­ren­den Ge­wer­be Tä­ti­gen, lag de­ren An­teil 1987 nur noch bei rund 15 %, wäh­rend 42 % auf das Pro­du­zie­ren­de Ge­wer­be ent­fie­len (vgl. Ta­bel­len in V 2 und V 4).
Für die Pri­vi­le­gie­rung der Stadt Ue­dem durch den Gra­fen von Kle­ve im Jah­re 1359, die wohl den An­fang des XIV. Jh. ein­ge­lei­te­ten Stadt­wer­dungs­pro­zeß ab­schloß und im Zu­sam­men­hang mit der kle­vi­schen Bin­nen­ko­lo­ni­sa­ti­on des XIII. und XIV. Jh. zu se­hen ist, wa­ren we­ni­ger wirt­schafts- als ter­ri­to­ri­al- und sied­lungs­po­li­ti­sche Grün­de aus­schlag­ge­bend (II 2III 3; III 9). In der ab­seits der Han­dels- und Ver­kehrs­stra­ßen des Mit­tel­al­ters und der Neu­zeit ge­le­ge­nen Stadt ent­wi­ckel­ten sich we­der ein dif­fe­ren­zier­tes Hand­werk und Ge­wer­be noch ein be­mer­kens­wer­ter Markt- und Han­dels­ver­kehr über Stadt und Kirch­spiel hin­aus. Le­dig­lich aus dem XIV. und XV. Jh. stam­men ei­ni­ge we­ni­ge Be­le­ge für Han­dels­tä­tig­kei­ten Ue­de­mer Ein­woh­ner. So pas­sier­ten 1308/09 die Brü­der Jo­han­nes und Kon­rad von Ue­dem, die wohl Schif­fer oder Kauf­leu­te wa­ren, mit Wein den Lo­bit­her Zoll, 1347/48 ein Jo­han­nes von Ue­dem mit Ge­trei­de (Gl­dA HA 709, 716). 1386/90 fin­den sich un­ter Kauf­leu­ten aus ver­schie­de­nen kle­vi­schen Städ­ten, die Ge­leit­geld­leis­tun­gen zur Til­gung der Schul­den des Gra­fen von Kle­ve an Köl­ner Bür­ger auf­brin­gen mu­ß­ten, auch ei­ni­ge aus Ue­dem (Sta We­sel A 1/341, 12 fol. 1-16; vgl. Kuske I 215). Um 1390/1400 be­lie­fer­ten re­gel­mä­ßig Ue­de­mer Händ­ler den We­seler Grut­markt (Sta We­sel Stadt­rech­nun­gen). Die Stadt We­sel kauf­te An­fang des XV. Jh. in Ue­dem Rog­gen, crut bzw. Ga­gel­kraut (Go­ris­sen, Stadt­rech­nun­gen II, S. 240; III, S. 76, 113, 181). 1436 hat der Ue­de­mer Bür­ger Jo­hann von Geit­fort Geld­for­de­run­gen – wohl aus Han­dels­be­zie­hun­gen - in Köln (Kuske I 793 Anm.).
Im XV. Jh. scheint die Stadt ei­ne ge­wis­se Auf­wärts­ent­wick­lung ge­nom­men zu ha­ben; die Grün­dung von Hos­pi­tal und Klos­ter St. Spi­ri­tus, des Frau­en­kon­vents und der mut­ma­ß­li­che Um­bau der ro­ma­ni­sche Pfarr­kir­che bie­ten da­für In­di­zi­en (II 2IV 1). Bis zum XVIII. Jh. feh­len aus den schon mehr­fach ge­nann­ten Grün­den Quel­len, die ei­ne Ana­ly­se des Wirt­schafts­le­bens der klei­nen Stadt er­mög­li­chen könn­ten. Bis weit ins XVIII. Jh. hin­ein zähl­te sie we­ni­ger als 1000 Ein­woh­ner; die­se Zahl ist erst um die Wen­de zum XIX. Jh. er­reicht wor­den (V 1). Das kur­ze Zwi­schen­spiel als Bei­stadt We­sels im Köl­ner Han­se­quar­tier 1540-72 (III 6) ist als be­deu­tungs­los zu wer­ten. Un­ter den 24 Städ­ten und Frei­hei­ten des Her­zog­tums Kle­ve ge­hör­te Ue­dem zu den we­ni­ger leis­tungs­fä­hi­gen, wie die Steu­er­leis­tun­gen aus­wei­sen (III 6; III 9).
Die Ue­de­mer Wo­chen- und Jahr­märk­te, die in der Hand­fes­te von 1359 pri­vi­le­giert wor­den wa­ren, wa­ren rei­ne Nah­märk­te, die der De­ckung des täg­li­chen Be­darfs dien­ten (III 2 Markt). Das galt auch für Hand­werk und Ge­wer­be. Die Er­neue­rung der Zunft­brie­fe der Schmie­de, der Schnei­der (mit La­ken­ver­käu­fern und Woll­we­bern), der Schus­ter (mit Ham­ma­chern und Lö­hern) so­wie der Lei­ne­we­ber nach dem Brand von 1685 gibt ei­nen Hin­weis auf die Exis­tenz die­ser Ge­wer­be (III 7 Zünf­te). Sie dürf­ten im XV. oder XVI. Jh. ent­stan­den sein. Wenn 1563 Ker­zen und Ley­en in Kle­ve ge­kauft wur­den, Leyne­gell in Goch, ein Buch­bin­der in Em­me­rich be­müht und Kalk in Ars­sen an der Maas ge­holt wur­de und der Mau­rer für das Käl­ken des Chors der Pfarr­kir­che aus Kal­kar kom­men mu­ß­te (BAM StiXA Ein­zel­ne Pfar­ren Nr. 87), mag das als In­diz da­für gel­ten, daß spe­zi­el­le­re Wa­ren und Dienst­leis­tun­gen im­por­tiert wer­den mu­ß­ten.
Ab dem XVIII. Jh. er­lau­ben die Quel­len bes­se­re Ein­bli­cke in die Be­rufs-, Ge­wer­be- und So­zi­al­struk­tur der klei­nen Stadt. So ist 1718 von der ar­muth der bür­ger­schafft und ein­wöh­ner die Re­de (Pro­to­koll­buch 1700-86 fol. 156r). Bei man­cher Un­voll­stän­dig­keit zei­gen die Ge­wer­be­auf­nah­men 1720-99, daß au­ßer den in der Land­wirt­schaft Be­schäf­tig­ten Schnei­der, Schuh­ma­cher und Lei­ne­we­ber die am stärks­ten ver­tre­te­nen Be­rufs­grup­pen in Ue­dem wa­ren (V 4 Ge­wer­be­ta­bel­le I). 1765 hei­ßt es, der Ort ha­be we­gen Ent­le­gen­heit fast kei­ne Pas­sa­ge; das Com­mer­ci­um sei nicht son­der­lich er­heb­lich und die Nah­rung be­ste­he vor­nehm­lich im Acker­bau. Fa­bri­ken könn­ten we­gen Man­gels an flie­ßen­dem Was­ser nicht an­ge­legt wer­den. Es fehl­ten Hut- und Knopf­ma­cher, die Nah­rung fin­den könn­ten. Kauf­leu­te sei­en nicht vor­han­den, wohl aber 12 Hö­ker und Krä­mer (HSTAD Xan­ten Kreis­re­gis­tra­tur 149). 1770 schreibt der Bür­ger­meis­ter, die Nah­rung der Wincke­liers (Krä­mer) wer­de täg­lich schlech­ter; ein Schutz­ju­de of­fe­rie­re die Er­rich­tung ei­ner Mi­sel­an­fa­brik, in der der Flachs, so hier in Men­ge ge­zo­gen wer­de, ver­ar­bei­tet wer­den kön­ne; vie­len Ein­ge­ses­se­nen wür­de da­durch Ar­beit und Ver­dienst ge­schaf­fen. Die in der 2. H XVIII. Jh. in Ue­dem be­ste­hen­den Mi­sel­an­fa­bri­ken wa­ren je­doch klein und pro­du­zier­ten wie die Lei­ne­we­ber nur für den Ort und die Um­ge­bung (V 4 Ge­wer­be). 
Mit der In­dus­tria­li­sie­rung ging wäh­rend des XIX. Jh. das Tex­til­ge­wer­be in Ue­dem zu­rück. In den 1830er Jah­ren ent­stan­den in Ue­dem 2 heu­te dort noch blü­hen­de Wirt­schafts­zwei­ge: die Schuh­fa­bri­ka­ti­on und der Ma­schi­nen­bau. Aus dem her­kömm­li­chen, in Ue­dem stark ver­tre­te­nen Schuh­ma­cher­hand­werk be­gann 1830 mit der Grün­dung des Be­triebs der Gebr. Straa­ten die Schuh­fa­bri­ka­ti­on, zu­nächst als Hand­ar­beit und über­wie­gend als Heim­ar­beit. Ne­ben Plüsch­pan­tof­feln wur­den vor al­lem Ar­beits­schu­he ge­fer­tigt. 1885 wur­den rund 100 Schus­ter in Ue­dem ge­zählt. (1900) er­folg­te die Um­stel­lung auf Ma­schi­nen­ar­beit; es ent­stan­den Fa­brik­be­trie­be, so daß erst seit die­ser Zeit von ei­ner Schuh­in­dus­trie in Ue­dem ge­spro­chen wer­den kann. Über­wie­gend han­del­te es sich um klei­ne bis mitt­le­re Be­trie­be. 1912 hat­te die grö­ß­te die­ser Fa­bri­ken 64 Ar­bei­ter. Die ur­sprüng­li­che Ver­triebs­form der Schu­he war der Land­han­del auf den Märk­ten in der Um­ge­bung; mit der Me­cha­ni­sie­rung der Be­trie­be setz­te auch die Pro­fes­sio­na­li­sie­rung des Ver­triebs ein, der zum grö­ß­ten Teil ins Ruhr­ge­biet und in an­de­re Ge­gen­den Deutsch­lands ging. Die U.er Schuh­in­dus­trie hat sich mit ih­rer Spe­zia­li­sie­rung auf Ar­beits- und Be­rufs­schuh­werk (Si­cher­heits­schu­he) als au­ßer­or­dent­lich kri­sen­fest er­wie­sen; ih­re Pro­duk­te ge­hö­ren heu­te zu den füh­ren­den auf dem eu­ro­päi­schen Markt (V 4 Schuh­in­dus­trie).
Der Ma­schi­nen­bau in Ue­dem be­gann 1832 mit der Grün­dung ei­ner Kup­fer­schmie­de, die seit den 1880er Jah­ren zum Ei­sen- und Haus­halts­wa­ren­gro­ßhan­del aus­ge­baut wur­de und von 1908 bis nach dem Zwei­ten Welt­krieg Land­ma­schi­nen pro­du­zier­te. Die­se wur­den in der Vor­kriegs­zeit welt­weit ge­han­delt. Der Fir­ma ge­lang in den 1950er Jah­ren die Um­stel­lung auf neue Pro­duk­te; seit 1955 ist sie Zu­lie­fe­rer für die in­ter­na­tio­na­le Au­to­in­dus­trie. Ein wei­te­rer be­deu­ten­der Wirt­schafts­zweig ist in Ue­dem seit 7 Jahr­zehn­ten der Elek­tro­an­la­gen­bau (V 4 Ma­schi­nen­bau; Elek­tro­an­la­gen). Mit der Aus­wei­sung ei­nes zu­sam­men­hän­gen­den Ge­wer­be­ge­bie­tes ver­fügt die Ge­mein­de Ue­dem heu­te über güns­ti­ge Stand­ort­vor­aus­set­zun­gen für die vor­han­de­nen Wirt­schafts­be­trie­be.

5. 6 Maße und Gewichte

(1325) Für die Zehnt­ab­ga­ben aus der Xan­te­ner Grund­herr­schaft in Ue­dem gilt Xan­te­ner Maß (IV 3)
1383 Udem­scher ma­ten (HSTAD Hs A III 12 fol. 34r) 
Im XVIII. Jh. (zu­min­dest) galt in Stadt und Amt Ue­dem das Kalka­rer Maß, das in der ab­so­lu­ten Grö­ßen­ord­nung das kleins­te im Her­zog­tum Kle­ve war (Rhein. Städ­teat­las XIV Nr. 76: Kal­kar, 2001, V 6).
1798 gel­ten in Ue­dem so­wohl Kalka­rer als auch Em­me­ri­cher Maß (HSTAD KM Akt 1377 fol. 337r-338r)
Die Vi­si­ta­ti­on von Maß und Ge­wicht ob­lag dem Ma­gis­trat (III 6).

Tabelle 18 Gewerbetreibende in der Landgemeinde/Bürgermeisterei Uedem 1873 und 1890. (LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte)

Tabelle 19 Branchenaufteilung der Erwerbstätigen 1961. (LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte)

Tabelle 20 Branchenaufteilung der Erwerbstätigen 1970 und 1987. (LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte)

Tabelle 21 Arbeitsstätten und Beschäftigte nach Wirtschaftsabteilungen 1987. (LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte)

 
Zitationshinweis

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Wensky, Margret, Rheinischer Städteatlas Uedem. Teil 5: Wirtschafts- und Sozialstruktur, Statistik, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: https://rheinische-geschichte.lvr.de/Orte-und-Raeume/rheinischer-staedteatlas-uedem.-teil-5-wirtschafts--und-sozialstruktur-statistik/DE-2086/lido/5fb541e4710319.62228107 (abgerufen am 21.05.2026)

Veröffentlichung

Veröffentlicht am 25.03.2026, zuletzt geändert am 14.04.2026

Auch über Rheinischer Städteatlas Uedem, bearb. v. Margret Wensky (Lfg. XV, Nr. 84, 2003)