Ella Große-Wächter

Sportfunktionärin und Sportlerin (1924-2017)

Henning Türk (Bonn)

Porträtfoto Ella Große-Wächter, Foto: Heinz Windmann. (Landessportbund Nordrhein-Westfalen)

Pe­tro­nella (ge­nannt El­la) Gro­ße-Wäch­ter war ei­ne deut­sche Sport­funk­tio­nä­rin, de­ren Wir­ken die Or­ga­ni­sa­ti­ons- und Struk­tur­ent­wick­lung des Sports in Nord­rhein-West­fa­len nach 1945 nach­hal­tig präg­te. Sie spiel­te für die Kon­so­li­die­rung des west­deut­schen Sports nach 1945 so­wie die zu­neh­men­de Pro­fes­sio­na­li­sie­rung eh­ren­amt­li­cher Ver­bands­struk­tu­ren ei­ne wich­ti­ge Rol­le. Ihr Bei­trag liegt ins­be­son­de­re in der Stär­kung der Ju­gend­or­ga­ni­sa­ti­on so­wie im Auf- und Aus­bau des Sports für Mäd­chen und jun­ge Frau­en. Zu­dem trug sie zur Ein­rich­tung von „Ar­beits­ge­mein­schaf­ten“ im Lan­des­sport­bund NRW (LSB NRW) und sei­ner Sport­ju­gend bei und setz­te sich für den Auf­bau ge­sund­heits­ori­en­tier­ter Sport­pro­gram­me auf Lan­des­ebe­ne ein.

El­la Gro­ße-Wäch­ter kam am 18.4.1924 in Ober­forst­bach (heu­te Aa­chen) zur Welt. Sie wur­de ka­tho­lisch ge­tauft. Von 1930 bis 1938 be­such­te sie die Volks­schu­le St. Ja­kob in Aa­chen. An­schlie­ßend ging sie auf die Städ­ti­sche Han­dels­schu­le, die sie 1940 mit der Mitt­le­ren Rei­fe ab­schloss. In der Fol­ge­zeit lern­te sie den Be­ruf der Bü­ro­ge­hil­fin bei der Fir­ma Leo­pold Phil­ipp Hem­mer. Die be­reits 1856 ge­grün­de­te Fir­ma war auf die Her­stel­lung von Ma­schi­nen für die Tex­til­ver­ar­bei­tung spe­zia­li­siert und spiel­te für die Aa­che­ner Tuch­in­dus­trie ei­ne wich­ti­ge Rol­le. Nach der 1942 be­stan­de­nen Prü­fung zur Bü­ro­ge­hil­fin ar­bei­te­te El­la Gro­ße-Wäch­ter bis Au­gust 1944 als Buch­hal­te­rin für die Fir­ma, ehe sie nach Wol­fen­büt­tel eva­ku­iert wur­de. Dort konn­te sie bei der Fir­ma Wel­ger bis März 1945 wei­ter als Buch­hal­te­rin ar­bei­ten. An­schlie­ßend kehr­te sie in das von den Al­li­ier­ten be­frei­te Aa­chen zu­rück und nahm im Au­gust 1945 ih­re al­te Ar­beit bei der Fir­ma Hem­mer wie­der auf. Dort stieg sie bis zur Pro­ku­ris­tin auf und ver­ant­wor­te­te das Res­sort Per­so­nal und Fi­nan­zen.

Ne­ben ih­rer be­ruf­li­chen Kar­rie­re wid­me­te sich El­la Gro­ße-Wäch­ter vor al­lem dem Sport. Sie spiel­te Hand­ball, be­trieb Leicht­ath­le­tik (Mehr­kampf, Dis­kus­wurf, Hoch­sprung) so­wie Gym­nas­tik und kämpf­te im Jiu-Jit­su be­zie­hungs­wei­se Ju­do. In der NS-Zeit en­ga­gier­te sie sich im Bund Deut­scher Mä­del (BDM) und das auch be­reits im Jung­mä­del­bund der 10-14-jäh­ri­gen Mäd­chen. Im BDM spiel­te der Sport ei­ne sehr gro­ße Rol­le. Da­bei ging es un­ter an­de­rem dar­um, den Mäd­chen ei­ne ge­sun­de Le­bens­wei­se zu ver­mit­teln und sie auf ih­re Ge­sell­schafts­funk­ti­on als Ehe­frau und Mut­ter im Sin­ne der NS-Ideo­lo­gie vor­zu­be­rei­ten. Im Vor­der­grund stan­den Gym­nas­tik, Leicht­ath­le­tik und Sport­spie­le. Die Wir­kung des Sports im BDM war am­bi­va­lent, denn „[o]bwohl das bis da­hin für Mäd­chen nicht üb­li­che Sport­trei­ben im Frei­en von äl­te­ren Teil­neh­me­rin­nen häu­fig als Mo­ment der Eman­zi­pa­ti­on er­lebt wur­de, war ge­ra­de der Sport im BDM Mit­tel der Er­zie­hung zu un­be­ding­ter Dis­zi­plin.“[1] Für den Auf­bau der Sport­ar­beit im BDM grif­fen die Na­tio­nal­so­zia­lis­ten auf Lehr­kräf­te der Deut­schen Hoch­schu­le für Lei­bes­übun­gen zu­rück. Die­se hat­ten vor al­lem die Auf­ga­be, „ei­ne qua­li­fi­zier­te Füh­re­rin­nen­schaft aus­zu­bil­den“.[2]

1943 trat El­la Gro­ße-Wäch­ter der NS­DAP bei. Mög­li­cher­wei­se steht die­ser Schritt im Zu­sam­men­hang mit der Über­nah­me wei­te­rer Funk­tio­nen im BDM, denn im sel­ben Jahr wur­de sie Jung­mä­del-Grup­pen­füh­re­rin und Fach­war­tin für den BDM-Hand­ball des Ge­bie­tes Aa­chen-Köln. 1943 nahm sie zu­dem auf Kos­ten des BDM an ei­nem Sport­lehr­gang in Lu­xem­burg teil. 1944 zeich­ne­te sie das NS-Re­gime mit dem Kriegs­ver­dienst­kreuz aus. Da­mit er­hielt sie die höchs­te Kriegs­aus­zeich­nung für Zi­vi­lis­ten. In der Ent­na­zi­fi­zie­rungs­ak­te steht als Grund la­pi­dar „Lösch­ar­bei­ten“[3]. Da Aa­chen 1944 im­mer wie­der mas­si­ve Luft­an­grif­fe er­leb­te, könn­te ihr Ein­satz da­mit im Zu­sam­men­hang ge­stan­den ha­ben. Im 1946 durch­ge­führ­ten Ent­na­zi­fi­zie­rungs­ver­fah­ren stuf­te der zu­stän­di­ge Aus­schuss El­la Gro­ße-Wäch­ter als „un­be­las­te­t“[4] in die Ka­te­go­rie V ein. Sie durf­te da­her aus des­sen Sicht wie­der­ein­ge­stellt wer­den.

Nach dem En­de der na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Herr­schaft setz­te Gro­ße-Wäch­ter ihr En­ga­ge­ment für den weib­li­chen Sport und die da­mit zu­sam­men­hän­gen­de Tä­tig­keit im or­ga­ni­sier­ten Sport fort. Seit 1947/48 fun­gier­te sie zu­nächst als Mä­del­war­tin des West­deut­schen Hand­ball­ver­ban­des, be­vor sie 1951 Ju­gend­war­tin im LSB NRW wur­de. Dort war das Amt 1949 ein­ge­führt wor­den, nach­dem ei­ne Ju­gend­lei­ter­ta­gung am 7./8.5.1949 in Duis­burg-We­dau die For­de­rung auf­ge­stellt hat­te, nicht nur ei­nen männ­li­chen Ju­gend­wart zu be­nen­nen, son­dern die glei­che Po­si­ti­on auch für den Mäd­chen­sport zu be­set­zen. Ers­te Ju­gend­war­tin wur­de die in Dres­den ge­bo­re­ne He­le­ne (Le­ni) To­s­ca An­dre­as (1908-1982), die als Ste­no­ty­pis­tin im Nah­rungs­mit­tel­un­ter­su­chungs­amt der Stadt Ober­hau­sen ar­bei­te­te. Le­ni To­s­ca An­dre­as hat­te be­reits zu­vor als Mä­del­war­tin in ei­nem Ski-Club ge­wirkt und 1947 die Sport­ju­gend NRW bei ei­ner Ju­gend­lei­ter­ta­gung der bri­ti­schen Zo­ne in Mür­wik ver­tre­ten. Auf ei­ner Ta­gung der Frau­en­ver­tre­te­rin­nen der Fach­ver­bän­de des LSB NRW im No­vem­ber 1950 stell­te sie be­dau­ernd fest, dass es ins­be­son­de­re zu we­nig qua­li­fi­zier­te Ju­gend­lei­te­rin­nen in den Sport­or­ga­ni­sa­tio­nen gä­be. Ei­ne Ju­gend­lei­te­rin dür­fe nicht nur Leh­re­rin sein, son­dern müs­se als ein Vor­bild und ei­ne Ka­me­ra­din agie­ren, der die Ju­gend­li­chen nach­ei­fern woll­ten. Nach ih­rem Um­zug nach Stutt­gart im No­vem­ber 1951 konn­te sie das Amt der Ju­gend­war­tin je­doch nicht mehr wei­ter aus­üben, wor­auf­hin El­la Gro­ße-Wäch­ter die Po­si­ti­on im LSB NRW über­nahm. Die­se hat­te sie bis 1961 in­ne, blieb aber noch bis 1967 Mit­glied im Ju­gend­aus­schuss des LSB NRW und sei­ner Sport­ju­gend.

Als Ju­gend­war­tin lei­te­te El­la Gro­ße-Wäch­ter auch die Ar­beits­ge­mein­schaft der Mä­del­war­tin­nen der Sport­ver­bän­de im LSB NRW. Das neue Struk­tur­ele­ment der „Ar­beits­ge­mein­schaf­ten“ soll­te als Bin­de­glied zwi­schen dem Dach­ver­band LSB NRW und sei­nen Sport­fach­ver­bän­den und Bün­den fun­gie­ren und dien­te dem Aus­tausch über kon­kre­te Maß­nah­men und über­ge­ord­ne­te Zie­le. Die Ar­beits­ge­mein­schaft der Mä­del­war­tin­nen or­ga­ni­sier­te re­gel­mä­ßig Fach­ta­gun­gen. Zu­dem tausch­ten sich die Mit­glie­der über ak­tu­el­le Ent­wick­lun­gen im Sport und über­fach­li­che In­hal­te aus. Da­zu lud die Ar­beits­ge­mein­schaft Ex­per­tin­nen und Ex­per­ten aus Dis­zi­pli­nen wie Sport­wis­sen­schaft, Psy­cho­lo­gie, Kunst oder Er­näh­rungs­wis­sen­schaft zu Vor­trä­gen ein. Das Pro­gramm der Ta­gun­gen und die Ak­ti­vi­tä­ten der Ar­beits­ge­mein­schaft ins­ge­samt ver­deut­li­chen ein zen­tra­les An­lie­gen Gro­ße-Wäch­ters, die rück­bli­ckend be­ton­te, dass es ge­ra­de beim Auf­bau der Ju­gend­ar­beit im LSB NRW Ziel ge­we­sen sei, über den Sport hin­aus all­ge­mei­ne ge­sell­schaft­li­che Wer­te zu ver­mit­teln. Die­se rich­te­ten sich oft­mals ge­gen die als pro­ble­ma­tisch wahr­ge­nom­me­nen zeit­ge­nös­si­schen Ein­flüs­se, et­wa den wach­sen­den Ein­fluss der Mas­sen­me­di­en, die „Ver­füh­rung” der Mäd­chen durch die Mo­de oder die zu­neh­men­de Tech­ni­sie­rung der Welt. Der Mäd­chen­sport wur­de dem­ge­gen­über als ein sta­bi­li­sie­ren­des „na­tür­li­ches“ Feld ver­stan­den, das Halt und Si­cher­heit ge­ben und ge­gen die als ne­ga­tiv ein­ge­stuf­ten Ein­flüs­se der Zi­vi­li­sa­ti­on im­mu­ni­sie­ren soll­te.

Ein we­sent­li­ches An­lie­gen El­la Gro­ße-Wäch­ters be­stand dar­in, die in­sti­tu­tio­nel­le Stel­lung der Ju­gend­war­tin zu stär­ken. Sie setz­te sich er­folg­reich da­für ein, dass die­se Funk­ti­on auch im Prä­si­di­um des LSB NRW ver­tre­ten war. Par­al­lel da­zu for­der­te die Ar­beits­ge­mein­schaft, die Mä­del­war­tin­nen auch in den Fach­ver­bän­den struk­tu­rell auf­zu­wer­ten. Da­zu soll­ten sie ana­log zur Pra­xis im LSB NRW in die je­wei­li­gen Prä­si­di­en in­te­griert wer­den. Dar­über hin­aus or­ga­ni­sier­te die Ar­beits­ge­mein­schaft auch Lehr­gän­ge aus dem Be­reich ei­ner gym­nas­ti­sche, spie­le­ri­sche und ele­men­ta­re Be­we­gungs­for­men in­te­grie­ren­den „Grund­aus­bil­dun­g“, die sich an Übungs­lei­te­rin­nen aus den ver­schie­de­nen Ver­bän­den und Ver­ei­nen rich­te­te.

 

Zu­dem in­iti­ier­te El­la Gro­ße-Wäch­ter in der Ver­bands­zeit­schrift des LSB NRW die Ein­rich­tung ei­ner ei­ge­nen Ru­brik „Für die Ju­gend­war­tin“. Die­se dien­te der Do­ku­men­ta­ti­on der Ak­ti­vi­tä­ten der Ar­beits­ge­mein­schaft so­wie der Vor­stel­lung ein­schlä­gi­ger Li­te­ra­tur. Zu­gleich äu­ßer­ten die Frau­en auch Kri­tik an der männ­lich do­mi­nier­ten Per­spek­ti­ve vie­ler Dis­kus­sio­nen im LSB NRW, et­wa bei dem The­ma „Ju­gend und Frei­zeit“. Gro­ße-Wäch­ter nutz­te die Ru­brik auch, um von ih­ren Er­fah­run­gen aus in­ter­na­tio­na­len Sport­kon­tak­ten zu be­rich­ten. So reis­te sie En­de 1960 ge­mein­sam mit ei­ner De­le­ga­ti­on des LSB NRW im Rah­men ei­ner vom Lan­des­ju­gend­ring NRW or­ga­ni­sier­ten Fahrt nach Is­ra­el. Die­se Rei­se be­ein­druck­te El­la Gro­ße-Wäch­ter so sehr, dass sie 1962 ge­mein­sam mit dem stell­ver­tre­ten­den Ju­gend­wart Adolf Se­ve­ring und dem Ju­gend­se­kre­tär Adal­bert Hoff­mei­er ei­ne ers­te Rei­se der Sport­ju­gend NRW nach Is­ra­el or­ga­ni­sier­te. Be­reits 1956 war El­la Gro­ße-Wäch­ter mit ei­ner De­le­ga­ti­on der Deut­schen Sport­ju­gend in Ja­pan ge­we­sen. Den Ge­gen­be­such 1957 be­rei­te­te sie mit vor und be­treu­te die ja­pa­ni­sche De­le­ga­ti­on auf ih­ren Sta­tio­nen in Nord­rhein-West­fa­len, zum Bei­spiel beim Be­such der Sport­schu­le Duis­burg-We­dau.

Auf Bun­des­ebe­ne war sie von 1955 bis 1958 als Ju­gend­war­tin des Deut­schen Sport­bun­des tä­tig. 1973 kehr­te El­la Gro­ße-Wäch­ter dann wie­der ins Prä­si­di­um des LSB NRW zu­rück, nun­mehr als Bei­sit­ze­rin. Par­al­lel über­nahm sie lei­ten­de Funk­tio­nen im Ge­sund­heits­aus­schuss des Dach­ver­ban­des und ar­bei­te­te im Fi­nanz- und Wirt­schafts­aus­schuss mit, wo­bei sie ih­re be­ruf­li­che Er­fah­rung als Pro­ku­ris­tin ein­brin­gen konn­te. Im Zu­ge der Hin­wen­dung des or­ga­ni­sier­ten Sports zum Brei­ten­sport und den ge­sund­heit­li­chen Funk­tio­nen ei­nes „Sports für al­le“, wie sie im LSB NRW dann ab 1978 im ge­mein­sam mit der Lan­des­re­gie­rung auf­ge­leg­ten „Ak­ti­ons­pro­gramm Brei­ten­spor­t“ ih­ren Aus­druck fan­den, ver­la­ger­te sich das eh­ren­amt­li­che En­ga­ge­ment Gro­ße-Wäch­ters zu­neh­mend auf ge­sund­heits­po­li­ti­sche Fra­ge­stel­lun­gen des Sports. Sie war Vor­sit­zen­de der Lan­des­ar­beits­ge­mein­schaft für kar­dio­lo­gi­sche Prä­ven­ti­on und Re­ha­bi­li­ta­ti­on in Nord­rhein-West­fa­len, lei­te­te die Pro­jekt­grup­pe „Sport und Dia­be­tes“ so­wie die Ar­beits­ge­mein­schaft „Sport in der Krebs­nach­sor­ge“, die sie bis 2001 führ­te.

Ella Große-Wächter in Israel, Diskussion über den Sabbat, 1961. (Landessportbund Nordrhein-Westfalen)

 

El­la Gro­ße-Wäch­ter wur­de für ih­re Ver­diens­te viel­fach ge­ehrt. Be­reits 1966 zeich­ne­te sie die Deut­sche Sport­ju­gend mit dem „Dis­kus“ aus, der höchs­ten Eh­rung für eh­ren­amt­li­ches En­ga­ge­ment in­ner­halb des Ju­gend-Dach­ver­bands. 1975 folg­te die Sport­pla­ket­te des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len als be­deu­ten­de An­er­ken­nung ih­res Ein­sat­zes für den Sport. Ei­ne be­son­de­re Wür­di­gung er­fuhr sie 1993, als die Mit­glie­der­ver­samm­lung des LSB NRW sie zum Eh­ren­mit­glied er­nann­te. Da­mit war sie nach der lang­jäh­ri­gen Vi­ze­prä­si­den­tin Gre­te Busch und der ehe­ma­li­gen Vor­sit­zen­den des Aus­schus­ses Frei­zeit und Brei­ten­sport Cil­ly Knaust (1930-2024) die drit­te Frau, die der LSB NRW auf die­se Wei­se ehr­te. Am 3.3.1995 er­hielt sie aus den Hän­den von Mi­nis­ter­prä­si­dent Jo­han­nes Rau den Ver­dienst­or­den des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len. Ih­re letz­te Eh­rung be­kam sie in ho­hem Al­ter 2010, als ihr Lan­des­sport­mi­nis­te­rin Ute Schä­fer und der Prä­si­dent des LSB NRW Wal­ter Schnee­loch den „Eh­ren­fe­li­x“ für be­son­de­re Leis­tun­gen im Be­reich des Sports ver­lie­hen. Am 3.6.2017 starb El­la Gro­ße-Wäch­ter mit 93 Jah­ren in ih­rem Hei­mat­ort Aa­chen.

Quellen

Lan­des­ar­chiv Nord­rhein-West­fa­len (LAV NRW), Ab­tei­lung R, Be­stand NW 1079, Nr. 7393 (Ent­na­zi­fi­zie­rungs­ak­te).

Literatur

Buh­ren, Jo­chen, Tex­til­ma­schi­nen für den Welt­markt, in: In­dus­trie­kul­tur 28 (2022), Heft 3, S. 42-44.

Hauk, Ger­hard, „Im Sport ist mehr drin.“ Die Ge­schich­te der Sport­ju­gend Nord­rhein-West­fa­len 1945–1990, Es­sen 1992.

Me­vert, Fried­rich, 50 Jah­re Deut­scher Sport­bund. Ge­schich­te – Ent­wick­lung – Per­sön­lich­kei­ten (Schrif­ten­rei­he des nie­der­säch­si­schen In­sti­tuts für Sport­ge­schich­te 15), Ho­ya 2000, S. 183f.

Mil­ler-Kipp, Gi­se­la (Hg.), „Auch Du ge­hörst dem Füh­rer.“ Die Ge­schich­te des Bun­des Deut­scher Mä­del (BDM) in Quel­len und Do­ku­men­ten, Wein­heim/Mün­chen 2001.

Ella Große-Wächter auf der Baustelle des heutigen LSB Sport- und Tagungszentrums Hachen, Foto: Heinz Windmann. (Landessportbund Nordrhein-Westfalen)

 
Zitationshinweis

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Türk, Henning, Ella Große-Wächter, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: https://rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/ella-grosse-waechter/DE-2086/lido/6a33c6960905b5.81974061 (abgerufen am 07.08.2026)

Veröffentlichung

Veröffentlicht am 15.07.2026, zuletzt geändert am 16.07.2026