Willy Bokler

Jugendseelsorger und Sportfunktionär (1909-1974)

Maria Wego (Düsseldorf)

Willy Bokler, Porträtfoto, undatiert. (Bundeszentrale für katholische Jugendarbeit, Jugendhaus Düsseldorf e.V.)

Wil­li Bok­ler ge­hört zu den heu­te weit­ge­hend un­be­kann­ten Per­sön­lich­kei­ten der deut­schen Ju­gend­pas­to­ral und des Sports, die den­noch nach­hal­tig prä­gend wirk­ten. Sein Han­deln als ka­tho­li­scher Pries­ter war ge­prägt von der Ver­kün­di­gung des christ­li­chen Glau­bens, wo­bei ihm das per­sön­li­che Zeug­nis be­son­ders wich­tig war. Sein Ziel war es, Ju­gend­li­chen die Mög­lich­keit zu schaf­fen, ih­ren Glau­bens- und Le­bens­weg selbst­be­stimmt ge­hen zu kön­nen. Er selbst sah sich da­bei als ge­hor­sa­mer Die­ner sei­ner Kir­che („Kein Bi­schof kann so­viel be­feh­len, wie ich ge­hor­chen kann.“[1]). Sein Um­feld at­tes­tier­te Bok­ler ein ho­hes Maß an Selbst­dis­zi­plin und ei­ne „ho­he Mei­nung vor dem An­ders­den­ken­den, sei­ne Wahr­haf­tig­keit, die manch­mal bis an die Gren­ze des Ver­letzt­wer­dens ge­hen konn­te und sei­ne Hilfs­be­reit­schaft je­der­mann ge­gen­über.“[2] Er galt als sach­lich, ernst, „meis­ter­haft or­ga­ni­sier­t“[3] und als Au­tor prä­gnant for­mu­lier­ter Tex­te. Zu die­sem Bild passt auch sein Wir­ken für den Brei­ten­sport in Nord­rhein-West­fa­len.

Wil­helm Jo­sef, ge­nannt Wil­ly, Bok­ler kam am 1.9.1909 in Vill­mar/Lahn als Sohn des Mar­mor­schlei­fers Ja­kob Wil­helm Bok­ler (1883-1961) und sei­ner Frau An­na Ma­ria, ge­bo­re­ne Ham­mer­schmidt (ge­bo­ren 1884), zur Welt. Der gläu­bi­ge Ka­tho­lik Bok­ler stu­dier­te nach sei­ner Schul­zeit Theo­lo­gie an der Phi­lo­so­phisch-Theo­lo­gi­schen Lehr­an­stalt Sankt Ge­or­gen in Frank­furt am Main. Am 8.12.1935 wur­de er im Lim­bur­ger Dom zum Pries­ter ge­weiht. Be­reits wäh­rend sei­ner Tä­tig­keit als Ka­plan im hes­si­schen Nen­ters­hau­sen und Nie­der­zeuz­heim wur­de er 1938 zu ei­nem der bei­den Ju­gend­pre­di­ger des Bis­tums Lim­burg er­nannt. 1939 er­folg­te die Er­nen­nung zum Diö­ze­san­ju­gend­se­kre­tär. Be­reits ein Jahr spä­ter wur­de er Diö­ze­san­ju­gend­seel­sor­ger Man­nes­ju­gend des Bis­tums und blieb dies bis zu sei­ner Er­nen­nung zum Bun­des­prä­ses Man­nes­ju­gend des Bun­des der Deut­schen Ka­tho­li­schen Ju­gend (BDKJ) und zum Lei­ter der Ar­beits­stel­le für Ju­gend­seel­sor­ge der Deut­schen Bi­schofs­kon­fe­renz 1952. Die letzt­ge­nann­ten Äm­ter brach­ten wei­te­re Füh­rungs­po­si­tio­nen mit sich: Bok­ler wur­de Geist­li­cher Lei­ter der Ka­tho­li­schen Jung­män­ner­ge­mein­schaft (KJG) und Rek­tor von Haus Al­ten­berg. Er über­nahm zu­dem die Auf­ga­ben des Geist­li­chen Bei­rats der Deut­schen Ju­gend­kraft (1953-1968) und en­ga­gier­te sich im Lan­des­sport­bund Nord­rhein-West­fa­len (1955-1966) so­wie im Deut­schen Sport­bund (1955-1974). Die Deut­sche Bi­schofs­kon­fe­renz (DBK) er­nann­te ihn 1966 nach sei­ner Amts­zeit als BDKJ-Bun­des­prä­ses zum Re­fe­ren­ten für die pas­to­ra­le An­eig­nung des Zwei­ten Va­ti­ka­ni­schen Kon­zils und zum Se­kre­tär der Kon­fe­renz der deutsch­spra­chi­gen Pas­to­ral­theo­lo­gen. 1968 wur­de Bok­ler Lei­ter der neu­ge­grün­de­ten Ka­tho­li­schen Ar­beits­ge­mein­schaft für Ur­laubs­seel­sor­ge, und im Jahr 1973 er­hielt er die Lei­tung der Plan­stel­le Kir­che und Sport der DBK.

Bok­lers ers­te Jah­re als Pries­ter wa­ren ge­prägt von der Ar­beit als Seel­sor­ger im na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Deutsch­land. Rasch hat­te er als jun­ger Ka­plan den Ruf ei­nes gu­ten Pre­di­gers, so dass der Bi­schof von Lim­burg, An­to­ni­us Hilf­rich (1873-1947), Bok­ler 1938 zu ei­nem von zwei Ju­gend­pre­di­gern des Bis­tums er­nann­te. Sein Re­de­ta­lent fiel auch den Na­tio­nal­so­zia­lis­ten auf. In ei­nem Be­richt des SS-Ober­schar­füh­rers in Lim­burg an den Reichs­si­cher­heits­dienst in Wies­ba­den äu­ßer­te sich die­ser zu sei­nem Ta­lent und wies dar­auf hin, dass er sei­ne Tem­pe­ra­ments- be­zw. Wut­aus­brü­che mit ei­ner ge­schick­te[n] Aus­drucks­wei­se ver­bin­de. Er be­zeich­ne­te Bok­ler als lei­den­schaft­li­chen Fa­na­ti­ker, des­sen Pre­dig­ten in Lim­burg f_ür die Fol­ge scharf über­wacht_ wür­den.[4] In der Fol­ge­zeit wur­de Bok­ler sie­ben­mal von der Ge­sta­po ver­hört. Wie er die­se Zeit emp­fand, wird bei ei­ner Be­ge­ben­heit zu Kriegs­en­de deut­lich: Er fiel dem, der mir auf dem Dom­platz als ers­ter be­geg­ne­te, um den Hals und sag­te: ‚A­ber ei­nes ha­ben wir jetzt, die Frei­heit!‘[5] Rück­bli­ckend äu­ßer­te Bok­ler durch­aus Kri­tik an den Bi­schö­fen, die im Drit­ten Reich zu­viel schwie­gen, be­kann­te sich aber nach­drück­lich zur Kir­che, in der al­le Got­tes Volk sei­en und die gott­ge­wirk­te Kir­che […] das Le­bens­prin­zip der mensch­li­chen Ge­sell­schaft sei.[6] 

1952 wur­de Bok­ler von den ka­tho­li­schen Ju­gend­seel­sor­gern in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land zum Lei­ter der Ar­beits­stel­le für Ju­gend­seel­sor­ge der DBK ge­wählt und auf der Haupt­ver­samm­lung des BDKJ in sein Amt als BDKJ-Bun­des­prä­ses Man­nes­ju­gend ein­ge­führt. Er trat da­mit die Nach­fol­ge von Lud­wig Wol­ker an, des­sen Auf­ga­ben er in bei­den Äm­tern und beim DJK-Sport­ver­band über­nahm. Die Ju­gend­pas­to­ral und vor al­lem der Sport soll­ten sei­ne pas­to­ra­le Ar­beit bis zu sei­nem Tod 1974 prä­gen.

Bok­ler ge­stal­te­te sei­ne Tä­tig­keit im und für den Ju­gend­ver­band viel­fäl­tig: Kur­se für Ju­gend­seel­sor­ger, Ver­bands­ar­beit im BDKJ, Gro­ß­ver­an­stal­tun­gen wie die BDKJ-Bun­des­fes­te, die Be­tei­li­gung an der Grün­dung des In­ter­na­tio­na­len Dach­ver­ban­des ka­tho­li­scher Ju­gend­ver­bän­de FIM­CAP[7] und Geist­li­cher As­sis­tent des Eu­ro­pa­bü­ros des Welt­bun­des der Man­nes­ju­gend wa­ren nur ei­ni­ge sei­ner Ar­beits­fel­der. Au­ßer­dem war er 1958 ma­ß­geb­lich an der Grün­dung der Ka­tho­li­sche Aka­de­mie für Ju­gend­fra­gen be­tei­ligt, die Wei­ter­bil­dun­gen für Haupt­amt­li­che in der Ju­gend­ver­bands­ar­beit an­bot und bis 2017 be­stand.

Bok­ler setz­te von Be­ginn sei­ner Amts­zeit an ei­ge­ne Ak­zen­te. Er ließ zwar kei­nen Zwei­fel dar­an auf­kom­men, wie sehr er sei­nen Amts­vor­gän­ger Lud­wig Wol­ker schätz­te, aber er ver­stand sich nicht als Ver­wal­ter des­sen Er­bes. Viel­mehr ge­stal­te­te er mit sei­ner Hand­schrift das aus, was vie­le Ju­gend­seel­sor­ger vor ihm be­gon­nen hat­ten. Die Stär­kung der Lai­en in der Ar­beit des Ver­ban­des und der Kir­che war ei­nes die­ser An­lie­gen und wur­de be­reits seit den 1920er Jah­ren in den Ju­gend­ver­bän­den so­weit mög­lich um­ge­setzt („Ju­gend führt Ju­gend“). Bok­ler for­der­te die ka­tho­li­sche Ju­gend auf, die Be­schlüs­se des Zwei­ten Va­ti­ka­ni­schen Kon­zils von 1965 um­zu­set­zen, denn auch der Laie ha­be ei­ne Ver­pflich­tung zum Apos­to­lat und er dür­fe sich nicht als die Ge­folg­schaft der Hier­ar­chie ver­ste­hen.[8] 

 

Bok­lers Amts­zeit als BDKJ-Bun­des­prä­ses war in den ers­ten Jah­ren noch ge­prägt von Auf­bau­ar­beit. Sicht­ba­res Zei­chen da­für war 1954 die Ein­wei­hung des Ju­gend­hau­ses Düs­sel­dorf, der Zen­tral­stel­le für ka­tho­li­sche Ju­gend­ar­beit in Deutsch­land. Die ka­tho­li­sche Ju­gend spür­te aber schon bald den ge­sell­schaft­li­chen Wan­del, durch den sich im­mer we­ni­ger jun­ge Men­schen in der Kir­che en­ga­gier­ten. Sicht­bar wur­den die­se Ver­än­de­run­gen bei den drei BDKJ-Bun­des­fes­ten 1954, 1959 und 1965. War das ers­te Bun­des­fest noch ei­ne Mas­sen­ver­an­stal­tung, nahm die Zahl der Teil­neh­men­den bei den fol­gen­den Fes­ten ab. Grund da­für wa­ren an­de­re, at­trak­ti­ve Ver­an­stal­tun­gen wie der Ka­tho­li­ken­tag, auf de­nen die im BDKJ or­ga­ni­sier­ten Ver­bän­de eben­falls ver­tre­ten wa­ren.

Au­ßer­dem be­gann in die­sen Jah­ren die Aus­prä­gung des BDKJ als Dach­ver­band, in de­ren Ver­lauf die Ver­bän­de ei­ge­ne Gro­ß­ver­an­stal­tun­gen durch­führ­ten. Die­se Ent­wick­lung des Selbst­ver­ständ­nis­ses fand mit dem Be­kennt­nis zum BDKJ als Dach­ver­band aber erst nach Bok­lers Amts­zeit ih­ren Ab­schluss. Bok­ler be­glei­te­te die­se Pro­zes­se durch die Mit­ar­beit an der zwei­ma­li­gen No­vel­lie­rung der BDKJ-Bun­des­ord­nung und an den bi­schöf­li­chen Richt­li­ni­en und Leit­sät­zen für die Ju­gend­seel­sor­ge. Zu­dem war er so oft wie kaum ein an­de­rer Prä­ses als Re­fe­rent bei Ta­gun­gen in ganz Deutsch­land un­ter­wegs, um Po­si­ti­on zu ihm wich­ti­gen The­men zu be­zie­hen: Ju­gend­pas­to­ral, in­ter­na­tio­na­le Zu­sam­men­ar­beit und Öku­me­ne. Bok­ler war als BDKJ-Bun­des­prä­ses und spä­ter als Re­fe­rent für die pas­to­ra­le An­eig­nung der DBK mit der Um­set­zung der Be­schlüs­se des Zwei­ten Va­ti­ka­ni­schen Kon­zils nicht nur be­fasst, son­dern er ge­stal­te­te und trug sie mit. So ver­ab­schie­de­ten die deut­schen Bi­schö­fe 1964 in Rom die „Se­xu­al­päd­ago­gi­schen Richt­li­ni­en für die Ju­gend­seel­sor­ge“, an de­nen Bok­ler mit­ge­ar­bei­tet hat­te.

Willy Bokler bei der Einweihung des Jugendhauses Düsseldorf, 2.2.1954. (Bundeszentrale für katholische Jugendarbeit, Jugendhaus Düsseldorf e.V.)

 

Bok­ler wur­de nicht nur beim DJK-Sport­ver­band und beim Deut­schen Sport­bund (DSB), son­dern auch beim Lan­des­sport­bund Nord­rhein-West­fa­len (LSB NRW) Nach­fol­ger Lud­wig Wol­kers. An­ders als die­ser trat er je­doch nicht als Ver­bands­po­li­ti­ker in Er­schei­nung. Bok­ler war als Bei­sit­zer des Vor­stan­des viel­mehr der­je­ni­ge, der sich beim LSB NRW wie auch beim DJK-Sport­ver­band und dem DSB für den „Zwei­ten We­g“[9] (Brei­ten­sport bzw. spä­ter auch: „Sport für al­le“) ein­setz­te und dar­über hin­aus als BDKJ-Bun­des­prä­ses und DJK-Vor­stand Kon­takt zur Ju­gend hat­te. Da­von zeu­gen zahl­rei­che Ver­öf­fent­li­chun­gen in der Ver­bands­zeit­schrift „Sport­bund Nord­rhein-West­fa­len. Zu­dem war Bok­ler ei­ner der bei­den Ver­tre­ter des LSB NRW im DSB-Vor­stand. Als Pries­ter der rö­misch-ka­tho­li­schen Kir­che war er ein Bin­de­glied zwi­schen Kir­che und Sport. Da­bei er­läu­ter­te er in den Rei­hen des Sports die Auf­fas­sung der Kir­che zu Lei­bes­pfle­ge, Lei­bes­er­zie­hung und Lei­bes­übung, Schul­sport und Bau von Sport­stät­ten oder zu Wett­kämp­fen am Sonn­tag (Sonn­tags­hei­li­gung).

Bok­ler wid­me­te sich be­son­ders dem The­ma „Frei­zeit“, über das in Deutsch­land durch die Ein­füh­rung der Fünf-Ta­ge-Wo­che ab der zwei­ten Hälf­te der 1950er Jah­re in­ten­siv ge­spro­chen wur­de. Er trug den vom DSB ab 1959 be­schrit­te­nen „Zwei­ten We­g“ mit, der Sport zur Er­ho­lung für je­der­mann pro­pa­gier­te. Sport soll­te al­len zur Er­ho­lung und der Ge­sund­heit die­nen und nicht mehr al­lein als Wett­kampf­sport be­trie­ben wer­den. Die „Trimm-Dich-fit“-Ak­tio­nen der 1970er Jah­re sind ei­ne der be­kann­tes­ten Ak­tio­nen die­ses „Zwei­ter We­g“ ge­nann­ten Wan­dels. In zahl­rei­chen Re­den und Ar­ti­keln er­läu­ter­te Bok­ler die Ent­wick­lung und Be­deu­tung der Frei­zeit und maß da­bei dem Sport gro­ße Be­deu­tung bei. Er ver­schwieg be­ste­hen­de Schwie­rig­kei­ten nicht und rief die Ver­tre­ter des Sports und der Po­li­tik auf, ge­mein­sam für die Men­schen tä­tig zu wer­den Er be­ton­te, dass es bei dem „Zwei­ten We­g“ nicht um Mit­glie­der­wer­bung gin­ge, son­dern dar­um, mehr Men­schen mit der Wohl­tat der Lei­bes­übun­gen in Ver­bin­dung zu brin­gen.[10] Bok­ler sah den Men­schen als Gan­zes, denn es gä­be kei­ne rei­ne Geis­tes­kul­tur und kei­ne rei­ne Lei­bes­kul­tur[11]. Oder wie es der DJK-Sport­ver­band aus­drückt: Der Mensch hat nicht Kör­per und See­le, er ist Kör­per und See­le.

Vor die­sem Hin­ter­grund ent­wi­ckel­te sich der DJK-Sport­ver­band in der Amts­zeit Bok­lers zum Ver­band für den Leis­tungs- und Brei­ten­sport. Der Kon­flikt zwi­schen dem DJK-Bun­des­ver­band und DJK Rhein-We­ser wur­de in sei­ner Amts­zeit 1961 bei­ge­legt und der „Deut­sche Ju­gend­kraft - Ver­band für Sport­pfle­ge in ka­tho­li­scher Ge­mein­schaft" in Düs­sel­dorf ge­grün­det. Eben­falls in sei­ne Amts­zeit fiel die Ei­ni­gung zur Schaf­fung des DJK-Sport­ver­ban­des als Ver­band für den Man­nes- und Frau­en­sport 1968 in Braun­schweig. Spä­ter dank­te der DJK-Sport­ver­band Bok­ler in bei­den Fäl­len für sei­nen in­ten­si­ven und er­folg­rei­chen Bei­trag. Sei­ne über­zeu­gen­de Red­lich­keit und sach­li­chen Be­grün­dun­gen ha­ben die ge­wiß schwie­ri­gen und stark ge­fühls­be­frach­te­ten Ver­hand­lun­gen sehr er­leich­tert.[12] Bok­ler setz­te sich zu­dem für den Wie­der­auf­bau der DJK-Sport­schu­le in Müns­ter und für in­ter­na­tio­na­le Kon­tak­te im Sport ein. So ge­hör­te er zu den Mit­be­grün­dern der In­ter­na­tio­na­len Sport­or­ga­ni­sa­ti­on Fédé­ra­ti­on In­ter-na­tio­na­le Ca­tho­li­que d’Édu­ca­ti­on Phy­si­que et Spor­ti­ve (FICEP). All­ge­mein schätz­te der DJK-Sport­ver­band Bok­ler als Geist­li­chen Bei­rat, der „in Wort und Tat die ent­schei­den­den Im­pul­se für un­se­ren sport­li­chen Er­zie­hungs­auf­trag in die­ser Zeit und die­ser Ge­sell­schaf­t“[13] gibt.

Ne­ben den kirch­li­chen Eh­ren­ti­teln Mon­si­gno­re und Päpst­li­cher Ge­heim­käm­me­rer (bei­des 1960) und Päpst­li­cher Hausprä­lat (1965) wur­de Bok­ler 1971 das Bun­des­ver­dienst­kreuz we­gen sei­ner Ver­diens­te um den deut­schen Sport ver­lie­hen. Wil­ly Bok­ler starb am 12.2.1974 in Mainz und fand sei­ne letz­te Ru­he­stät­te in sei­ner Hei­mat­stadt Vill­mar.

Nachlass/Quellen

Aus­kunft über die Ar­beit Bok­lers ge­ben Un­ter­la­gen im Ar­chiv des Ju­gend­hau­ses Düs­sel­dorf (Be­stän­de BDKJ, DJK-Sport­ver­band, Nach­lass) so­wie die Zeit­schrift des Lan­des­sport­bun­des Nord­rhein-West­fa­len. Zu­dem gibt es Ak­ten im Diö­ze­san­ar­chiv Lim­burg.

Herausgegebene Werke

Seel­sor­ger der Ju­gend (Al­ten­ber­ger Do­ku­men­te. Quel­len­schrift zur ka­tho­li­schen Ju­gend­seel­sor­ge und Ju­gend­füh­rung, H. 5), Düs­sel­dorf 1963.

Prä­lat Lud­wig Wol­ker (Son­der­heft der Al­ten­ber­ger Do­ku­men­te. Quel­len­schrift zur ka­tho­li­schen Ju­gend­seel­sor­ge und Ju­gend­füh­rung), Düs­sel­dorf o.D.

Ma­ni­fes­te der Ju­gend (Al­ten­ber­ger Do­ku­men­te. Quel­len­schrift zur ka­tho­li­schen Ju­gend­seel­sor­ge und Ju­gend­füh­rung, H. 3), Düs­sel­dorf 1958.

Ka­tho­li­sche Ju­gend und der Ver­tei­di­gungs­bei­trag (Al­ten­ber­ger Do­ku­men­te. Quel­len­schrift zur ka­tho­li­schen Ju­gend­seel­sor­ge und Ju­gend­füh­rung, H. 16), Düs­sel­dorf 1956.

Literatur

Me­vert, Fried­rich, 50 Jah­re Deut­scher Sport­bund. Ge­schich­te, Ent­wick­lung, Per­sön­lich­kei­ten, 2. erw. u. über­arb. Aufl., Nie­dern­hau­sen 2002, S. 224f. [Kap.: Wil­ly Bok­ler. In­itia­tor und Mah­ner im deut­schen Sport]

Raa­be, Fe­lix, Art. Bok­ler, Wil­ly, in: Le­xi­kon für Theo­lo­gie und Kir­che, Bd. 2: Bar­cay bis Da­mo­dos, Frei­burg u. a. 1994, Sp. 556. 

Willy Bokler bei einem Vortrag der Vollversammlung der Jugendwarte des Landessportbundes NRW, 1962, aus: Sportbund, 4/1962, Foto: Schirmer. (Landessportbund NRW)

 
Anmerkungen
Zitationshinweis

Bitte geben Sie beim Zitieren dieses Beitrags die exakte URL und das Datum Ihres Besuchs dieser Online-Adresse an.

Wego, Maria, Willy Bokler, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: https://rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/willy-bokler/DE-2086/lido/6a71d430babcb7.51099446 (abgerufen am 07.09.2026)

Veröffentlichung

Veröffentlicht am 11.08.2026, zuletzt geändert am 13.08.2026