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Literaturschau

Kraus, Thomas R. (Bearb.), Regesten der Reichsstadt Aachen. (einschließlich des Aachener Reiches und der Reichsabtei Burtscheid), Band 6: Datierte Stücke: 1396–1400, undatierte Stücke: 1351–1400 (Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde 47), Düsseldorf 2008

603 S., ISBN 978-3-7700-7631-4, 79 Euro 29.09.2010

Mit dem vorliegenden Band hat Thomas M. Kraus in gewohnt sorgfältiger Weise das von Wilhelm Mummenhoff begonnene Projekt beendet, die Quellen zur Geschichte der Reichsstadt Aachen, des Aachener Reiches und der Reichsabtei Burtscheid von 1251 bis zum Jahr 1400 in Form von Regesten zugänglich zu machen. Den 1937 und 1961 erschienenen ersten beiden, von Mummenhoff bearbeiteten Bänden folgten seit 1999 die von Kraus bearbeiteten Bände 4 bis 6. Die Aachener Regesten schließen zeitlich an die Edition der Aachener Urkunden von 1101 bis 1250 (bearb. von Erich Meuthen, Bonn 1972) an, alle älteren Aachen betreffenden Urkunden und Quellenstücke sind über die Regesta Imperii und die Urkundenbände der Monumenta Germaniae Historica zugänglich.

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Becker, Christoph (Hg.), Heinrich Gottfried Wilhelm Daniels, Vorlesungen des Herrn Geheimen Staatsraths Daniels. Eine Vorlesungsnachschrift, Berlin/Münster 2008

120 S., ISBN 978-3-8258-1497-7, 24,90 Euro 27.09.2010

Die vorliegende Edition ist Teil eines größeren Vorhabens zur Erschließung des rheinischen Rechts aus dem Wirken des bedeutenden Rechtsgelehrten Heinrich Gottfried Wilhelm Daniels, der nacheinander im Rheinland, in Paris, Brüssel und Berlin wirkte, bis er schließlich 1819 der erste Präsident des neu errichteten Rheinischen Appellationsgerichtshofes in Köln wurde. Der hier edierte Text vollzieht in der Nachschrift eines unbekannten Hörers einen Kursus nach, den Daniels auf jeden Fall nach seiner Zeit als Professor an der Universität Bonn, wo er bis zu deren Auflösung 1798 tätig, gehalten hat, vielleicht in seiner Zeit als Dozent an der 1798-1804 bestehenden Kölner Zentralschule, die an die Stelle der ebenfalls 1798 aufgelösten Universität Köln getreten war, oder als Privatvorlesung.

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Irsigler, Franz (Hg.), Geschichtlicher Atlas der Rheinlande. (Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde 12, 1b Neue Folge), 11. Lieferung, Bonn 2008

23.09.2010

Mit der elften Lieferung von 2008 hat der seit 1982 erscheinende „Geschichtliche Atlas der Rheinlande" (GARh) seinen Abschluss gefunden. In dem Grundlagenwerk, das seit seiner Gründung 1981 am landesgeschichtlichen Lehrstuhl von Franz Irsigler an der Universität Trier angesiedelt war, sind insgesamt in zwölf Themengruppen 119 Karten mit 81 Beiheften erschienen. Der interdisziplinär ausgerichteten Landeskunde verpflichtet, enthält das Werk sowohl Karten zu den geographisch-geologischen Grundlagen, zur Archäologie, zu allen Bereichen der Geschichtswissenschaft von der Vor- und Frühgeschichte bis zur Zeitgeschichte, wie auch zur Kunstgeschichte, zur Sprachgeschichte und zur Volkskunde.

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Herborn, Wolfgang, Die Geschichte der Kölner Fastnacht von den Anfängen bis 1600. Hg. von Werner Schäfke (Publikationen des Kölnischen Stadtmuseums 10), Hildesheim/Zürich/New York 2009

152 S., ISBN 978-3-487-14209-8, 28 Euro 23.09.2010

„Karneval" ist ein zentrales Thema volkskundlicher-kulturhistorischer Forschung im Rheinland. Über Name und Herkunft des Narrenfestes, das auch unter den Bezeichnungen "Fastnacht" und "Fasching" begegnet, ist viel spekuliert worden. Die gesamte neuere Forschung ist sich darin einig, dass das Fest keineswegs aus vorchristlicher Zeit stammt. Es hat seinen Ausgangspunkt im christlichen Jahreslauf, es bildet das Schwellenfest vor der vierzigtägigen vorösterlichen Fastenzeit.

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Bauwens-Adenauer, Peter/Soénius, Ulrich S. (Hg.), Der Masterplan für Köln. Albert Speers Vision für die Innenstadt von Köln, Köln 2009

204 S., ISBN 9783774304369 23.09.2010

Städtebau und Verkehrsplanung gehören zu den zentralen kommunalen Aufgaben. Der neue Masterplan für die Kölner Innenstadt wurde allerdings nicht von der Stadt in Auftrag gegeben, sondern vom „Verein Unternehmer für die Region Köln e.V.“ mit dem Präsidenten der Industrie- und Handelskammer an der Spitze. Am 5.5.2009 nahm der Rat der Stadt Köln den 2008 dem Oberbürgermeister übergebenen städtebaulichen Masterplan an und beschloss ihn als grundsätzliche Handlungsempfehlung und strategische Zielrichtung für die zukünftige Entwicklung der Kölner Innenstadt. Wie für viele Großstädte besteht hier dringender Handlungsbedarf.

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