Biographie Dietrich VI. von Kleve Dietrich VI./VIII. gilt als die „bei weitem bedeutendste und bemerkenswerteste Gestalt unter den Klever Grafen des 13. und 14. Jahrhunderts“ (Kastner). Dietrich von Kleve wurde um 1256/1257 als ältester Sohn des Grafen Dietrich V./VII. und der Aleidis von Heinsberg (gestorben nach 1303) geboren. Noch zu Lebzeiten seines Großvaters, Graf Dietrichs IV./VI. von Kleve, wurde der Junge am 13.5.1260 mit Margaretha von Geldern (gestorben nach 1284), der Tochter Graf Ottos II. von Geldern (Regierungszeit 1229-1271), verlobt. Nach dem Tod seines Vaters 1275 trat Dietrich die Nachfolge in Kleve an.
Biographie Dieter von Nassau Der Dominikaner Dieter von Nassau, Bruder von König Adolf von Nassau (Regierungszeit 1292-1298), wurde im Jahre 1300 vom Papst als Erzbischof eingesetzt. Er konnte aufgrund ungünstiger Konstellationen und kurzer Regierungszeit nur wenig gestalten, entfaltete aber durchaus nennenswerte Aktivitäten. Der wohl kurz nach 1250 geborene Sohn von Walram II. von Nassau (um 1220-1276) und Adelheid von Katzenelnbogen (gestorben 1288) trat wohl in Mainz in den Predigerorden ein. Er erlangte eine entsprechende Bildung und wird 1298 als Magister der Theologie bezeichnet.
Biographie Wilhelm von Gennep Wilhelm entstammte einer kleinen maasländischen Dynastenfamilie, aus der ungefähr 200 Jahre zuvor vielleicht auch der heilige Norbert, der Gründer des Prämonstratenserordens und Erzbischof von Magdeburg, hervorgegangen war. Sie hatte ihren Sitz an der Mündung der Niers in die Maas. Wilhelms Vater war der Edelherr Heinrich II. von Gennep, seine Mutter kam nach Ausweis der Wappen auf seinem Hochgrab im Kölner Dom aus dem Hause Moers.
Biographie Petrus Mosellanus Petrus Mosellanus war Humanist, Philologe und katholischer Theologe der frühen Reformationszeit. Während seines Studiums an der Universität Köln widmete er sich intensiv Texten antiker Schriftsteller, stieg später zum Rektor der Leipziger Universität auf und hielt 1519 die Eröffnungsrede der Leipziger Disputation.
Biographie Johann III. von Metzenhausen Johann von Metzenhausen war ein tatkräftiger Landesherr, ein pflichtbewusster Erzbischof und ein kunstsinniger Mäzen, an dessen Person ein bemerkenswertes Grabdenkmal mit einer konfessionellen und einer humanistischen Botschaft erinnert. Seine Regierungszeit dauerte neun Jahre, vier Monate und 22 Tage. Sie war eine Zeit von so großer Fruchtbarkeit, dass man Zisternen bauen musste, weil es nicht genug Fässer für die Weinernte gab.
Biographie Mannus von Speyer Mannus von Speyer entstammte einer alten rheinischen Gelehrtenfamilie und erlangte selbst als Autor religiöser Traktate Bedeutung. Vor allem seine kabbalistischen Studien, die aus enger Vertrautheit mit mediterranen Traditionen resultierten, verliehen ihm unter den rheinischen Gelehrten seiner Zeit einen besonderen Status. Zugleich spiegelt Mannus’ bewegte und für die Epoche außergewöhnlich gut dokumentierte Biographie die prekären Lebensbedingungen jüdischer Existenz seit der Mitte des 14. Jahrhunderts.
Biographie Walram von Jülich Schon drei Wochen nach dem Tod des Erzbischofs Heinrich II. von Virneburg am 6.1.1332 ernannte Papst Johann XXII. (Pontifikat 1316-1334) am 27. Januar den Kölner Domthesaurar und Lütticher Dompropst Walram von Jülich zum neuen Kölner Erzbischof, obwohl dieser das dafür erforderliche kanonische Alter noch nicht erreicht hatte. Die Besetzung des Erzstuhls hatte sich der Papst schon zu Heinrichs Lebzeiten vorbehalten. Walram, geboren 1304, war der dritte Sohn des Grafen Gerhard V. von Jülich und von vornherein für eine kirchliche Karriere vorgesehen.
Biographie Thomas von Kempen Thomas von Kempen ist einer der Hauptvertreter der spätmittelalterlichen Frömmigkeitsbewegung „Devotio moderna". Seine vierteilige Schrift über die Nachfolge Christi gilt als das weltweit bekannteste geistliche Anleitungsbuch schlechthin.
Biographie Familie Quentel Die Quentel waren die bedeutendste Kölner Verleger- und Buchdruckerfamilie der frühen Neuzeit. In den 1520er Jahren zeichneten sie für den Druck der ersten protestantischen und katholischen Bibelübersetzungen in deutscher Sprache und die Herausgabe der von Anton Woensam angefertigten Kölner Stadtansicht von 1531 verantwortlich.
Biographie Jakob von Hoogstraten Mit „Inquisition“ verbinden sich häufig Vorstellungen mittelalterlicher Unrechtstribunale, besetzt mit fanatischen Glaubenskämpfern. So wird auch Jakob von Hoogstraten bereits im zeitgenössischen Urteil geradezu als Verkörperung eines rückwärtsgewandten Bösen stilisiert, ein Bild, das sich, da es überwiegend auf einer humanistischen Leinwand gemalt und damit in der Retrospektive als richtig empfunden wurde, bis in die neuere Forschung hinein findet. Tatsächlich stand von Hoogstraten mit seinen akademischen Kollegen im fortdauernden und unerbittlich geführten Streit um die richtige Lehre und durfte sich von daher keine bessere Meinung erhoffen.