THE WALL: Der Mensch im Schatten der Mauer

Tagung zum 70. Geburtstag von Prof. Dr. Manfred Groten

Im November vor 30 Jahren fiel die Berliner Mauer, das wohl berüchtigste Befestigungsbauwerk des 20. Jahrhunderts. Diese Mauer war die steingewordene Bruchlinie zweier ideologischer Machtsysteme und symbolisierte die Teilung der Welt. Im Gegensatz zu vielen anderen Stadtmauern der Geschichte sperrte sie die Menschen auf der anderen Seite ein und raubte ihnen die Freiheit.

Ein Blick auf die Geschichte der europäischen Stadt zeigt, dass Mauern in der historischen Perspektive vom Mittelalter bis in die Neuzeit durchaus keine Seltenheit waren, denn nahezu jede Stadt besaß eine Befestigung, um sich gegenüber auswärtigen Bedrohungen zu schützen.

Unsere epochenübergreifende Tagung beschäftigt sich mit dem Verhältnis des Menschen und seiner Stadt zur Mauer. Hierbei werden nicht nur die klassischen sozial- und militärgeschichtlichen Fragen beleuchtet, sondern auch mentalitäts- sowie kultur-, kunst- und architekturgeschichtliche Themen behandelt.

#rheinmauer19

 

Donnerstag, 28. November 2019, 8:30-19:00 Uhr, und Freitag, 29. November 2019, 8:30-16:00. Um Anmeldung bis zum 20.11.2019 wird gebeten.

Kölnisches Stadtmuseum | Zeughausstraße 1-3 | 50667 Köln | E-Mail: rheinische-geschichte@lvr.de

Jacobi und Kant

Internationale Tagung zum 200. Todestag Friedrich Heinrich Jacobis

Anlässlich des 200. Todestages Friedrich Heinrich Jacobis veranstaltet das Forschungszentrum für Klassische Deutsche Philosophie / Hegel-Archiv der Ruhr-Universität Bochum die Tagung in Kooperation mit der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Dabei steht die Konstellation zwischen den großen Philosophen Friedrich Heinrich Jacobi und Immanuel Kant im Mittelpunkt. Bis heute ist die Aufarbeitung dieser Konstellation ein Desiderat. "Ziel ist es, das Bild des philosophischen Umbruchs der Moderne um 1800 historisch und systematisch zu schärfen, das sowohl bei Kant als auch bei Jacobi von der Einsicht in die Grenzen der Vernunft geprägt ist."

Die Tagung ist Teil des Akademieprojekts „Friedrich Heinrich Jacobi: Briefwechsel. Text – Kommentar – Wörterbuch Online“ an der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und wird im Akademienprogramm der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

 

Donnerstag, 28. November 2019, bis Samstag, 30. November 2019

Ruhr-Universität Bochum

Das Rheinland auf dem Weg nach Preußen 1815-1822

Neuerscheinung: 6. Band der Reihe "Stadt und Gesellschaft. Studien zur Rheinischen Landesgeschichte"

Das Jahr 1815 bildete nicht nur für das internationale Staatensystem ein Epochenjahr. Denn die auf dem Wiener Kongress getroffenen Entscheidungen waren auch der Ausgangspunkt für den Übergang der bislang unter französischer Herrschaft stehenden Rheinlande an Preußen. Die Beschlüsse markierten den Anfang einer häufig von gegenseitigem Unverständnis und Vorurteilen begleiteten Beziehung, welche die Geschichte bis weit ins 20. Jahrhundert hinein prägen sollte. Spätestens 1822, im Gründungsjahr der preußischen Rheinprovinzen, war ein Rheinland entstanden, das nicht nur durch kulturelle, konfessionelle, soziale und demographische Unterschiede gekennzeichnet war, sondern das auch Gegensätze im Hinblick auf staatliche Traditionen vereinigte. Die Beiträge des Bandes zeichnen ein breites und vergleichendes Panorama des schwierigen Weges zueinander und gehen den damit einhergehenden Entwicklungen in den Bereichen von Verwaltung, Wirtschaft, Bildung und Kultur nach.

Herausgeber des Buches sind Dr. Thomas Becker, Prof. Dr. Dominik Geppert und Dr. Helmut Rönz. Das Buch erscheint in unserer Reihe "Stadt und Gesellschaft" und kann bei böhlau bestellt werden: https://www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com/themen-entdecken/geschicht…

348 Seiten, mit 57, teils farb. Abb., gebunden
30,00 Euro, ISBN 978-3-412-50912-5