Das Rheinland auf dem Weg nach Preußen 1815-1822

Neuerscheinung: 6. Band der Reihe "Stadt und Gesellschaft. Studien zur Rheinischen Landesgeschichte"

Das Jahr 1815 bildete nicht nur für das internationale Staatensystem ein Epochenjahr. Denn die auf dem Wiener Kongress getroffenen Entscheidungen waren auch der Ausgangspunkt für den Übergang der bislang unter französischer Herrschaft stehenden Rheinlande an Preußen. Die Beschlüsse markierten den Anfang einer häufig von gegenseitigem Unverständnis und Vorurteilen begleiteten Beziehung, welche die Geschichte bis weit ins 20. Jahrhundert hinein prägen sollte. Spätestens 1822, im Gründungsjahr der preußischen Rheinprovinzen, war ein Rheinland entstanden, das nicht nur durch kulturelle, konfessionelle, soziale und demographische Unterschiede gekennzeichnet war, sondern das auch Gegensätze im Hinblick auf staatliche Traditionen vereinigte. Die Beiträge des Bandes zeichnen ein breites und vergleichendes Panorama des schwierigen Weges zueinander und gehen den damit einhergehenden Entwicklungen in den Bereichen von Verwaltung, Wirtschaft, Bildung und Kultur nach.

Herausgeber des Buches sind Dr. Thomas Becker, Prof. Dr. Dominik Geppert und Dr. Helmut Rönz. Das Buch erscheint in unserer Reihe "Stadt und Gesellschaft" und kann bei böhlau bestellt werden: https://www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com/themen-entdecken/geschicht…

348 Seiten, mit 57, teils farb. Abb., gebunden
30,00 Euro, ISBN 978-3-412-50912-5

Jacobi und Kant

Internationale Tagung zum 200. Todestag Friedrich Heinrich Jacobis

Anlässlich des 200. Todestages Friedrich Heinrich Jacobis veranstaltet das Forschungszentrum für Klassische Deutsche Philosophie / Hegel-Archiv der Ruhr-Universität Bochum die Tagung in Kooperation mit der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Dabei steht die Konstellation zwischen den großen Philosophen Friedrich Heinrich Jacobi und Immanuel Kant im Mittelpunkt. Bis heute ist die Aufarbeitung dieser Konstellation ein Desiderat. "Ziel ist es, das Bild des philosophischen Umbruchs der Moderne um 1800 historisch und systematisch zu schärfen, das sowohl bei Kant als auch bei Jacobi von der Einsicht in die Grenzen der Vernunft geprägt ist."

Die Tagung ist Teil des Akademieprojekts „Friedrich Heinrich Jacobi: Briefwechsel. Text – Kommentar – Wörterbuch Online“ an der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und wird im Akademienprogramm der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

 

Donnerstag, 28. November 2019, bis Samstag, 30. November 2019

Ruhr-Universität Bochum

Franziskus Graf Wolff Metternich und der Kunstschutz im Zweiten Weltkrieg

Tagung zum Kulturgutschutz in Europa und im Rheinland

Franziskus Graf Wolff Metternich (1893–1978) verkörpert durch seine Tätigkeit als Provinzial- und Landeskonservator im Rheinland von 1928 bis 1950 und als Beauftragter für den Kunstschutz in den besetzten Gebieten während des Zweiten Weltkrieges eine wichtige Rolle im Diskurs um den Kulturgutschutz im 20. Jahrhundert.

Im Rahmen der Tagung vom 19.–21. September 2019 im LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler werden die Ergebnisse des dreijährigen Forschungsprojektes zur Quellenlage des Kunstschutzes sowie zum Personen-Netzwerk um Wolff Metternich vorgestellt. Das Projekt ist im LVR-Archivberatungs-und Fortbildungszentrum angesiedelt.
30 Referent*innen stellen die aktuelle Forschung zum Kunstschutz in Europa und im Rheinland während der NS-Zeit vor.

Weiter Informationen finden Sie hier.


Donnerstag, 19. September 2019, bis Samstag, 21. September 2019

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler | Ehrenfriedstraße 19 | 50259 Pulheim

 

Abbildung: Graf Wolff Metternich (rechts) und Bernhard von Tieschowitz (links), Paris 1940/41, Nachlass Wolff Metternich