Was erlebten und wie lebten die Rheinländer um 1000 nach Christus? Wie veränderten sich Kultur, Politik, Wirtschaft und Kirche am Rhein und wie veränderten sie das Rheinland? Was prägte das Rheinland und wodurch wurde es geprägt?
Hier können Sie sich über mehr als 20 Jahrhunderte rheinische Geschichte, Kultur, Kriege und Krisen, Wirtschaft und Politik zwischen Hunsrück und Niederrhein umfassend informieren.
Alle Texte stammen aus der Feder führender Fachwissenschaftlerinnen und Fachwissenschaftler. Texte und Darstellungen berücksichtigen bis 1945 den gesamten rheinischen Raum, auch wenn er heute auf drei Bundesländer (Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland) aufgeteilt ist.
Eine reiche Literaturauswahl ermöglicht die vertiefende Beschäftigung mit den einzelnen Epochen.

Neu im Portal

Thema

Die Universität Bonn und der Geist Wilhelm von Humboldts

René Schulz (Bonn), Helmut Rönz (Bonn)

Die Universität Bonn war mit ihrer Gründung am 18. Oktober 1818 die dritte neue Universität Preußens innerhalb von nur acht ereignisreichen Jahren zwischen Sieg und Niederlage, reformerischem Aufbruch und Beharrung. Ihr vorausgegangen waren die Universitäten Berlin und Breslau, mit denen sie lange Zeit zunächst eine Namenslosigkeit und schließlich ihren Namen – Friderico-Guilhelmina, Friedrich-Wilhelms-Universität – teilte.

Thema

Eine Rheinprovinz, zwei Länder und die Frage der Länderneugliederung nach 1945

Beate Dorfey (Koblenz)

Während noch die US-Truppen unaufhaltsam Richtung Rhein vormarschierten und eine linksrheinische Stadt nach der anderen befreiten, fiel im Februar 1945 im Londoner Foreign Office eine folgenreiche Entscheidung: Frankreich müsse unter allen Umständen ein Mitspracherecht im Ruhrgebiet vorenthalten werden, gleichzeitig aber müsse man den Forderungen der Franzosen nach einer eigenen Besatzungszone Rechnung tragen. Die Lösung liege also folgerichtig in der Teilung der Rheinprovinz.

Thema

Konrad Repgen und die Bonner Geschichtswissenschaft

Ulrich von Hehl (Leipzig)

Der am 5.5.1923 in Friedrich-Wilhelms-Hütte (heute Troisdorf) geborene Konrad Repgen hat nahezu sein ganzes Leben, unterbrochen nur durch Kriegsdienst, einen mehrjährigen Forschungsaufenthalt in Rom und ein erstes Ordinariat in Saarbrücken, in Bonn verbracht. Hier hat er das Gymnasium besucht und studiert, hier hat er die akademischen Hürden genommen.

Thema

Matthias Zenders Sagensammlung, der Eifelverein, das Bonner Institut für geschichtliche Landeskunde und die „Westforschung“

Wolfgang Schmid (Winningen)

Niemand konnte im Jahre 1935 ahnen, dass das Erstlingswerk eines Bonner Doktoranden über die Sagenwelt seiner Eifelheimat zu einem Bestseller werden sollte. Die Materialsammlung zu seiner Dissertation erschien 1935 unter dem Titel „Volkssagen der Westeifel“ mit einem Umfang von 272 Druckseiten.

Thema

„… bisher zu Klagen keine Veranlassung“ Aspekte zur Geschichte der Kapuziner in Ehrenbreitstein zwischen Kulturkampf und Erstem Weltkrieg

Martin Schlemmer (Duisburg)

Im Mittelpunkt dieses Beitrags steht in erster Linie nicht das pastorale Wirken der Kapuziner in Ehrenbreitstein und der umgebenden Rhein-Mosel-Region, sondern das Verhältnis der Ordensmitglieder zu den Vertretern der öffentlichen Verwaltung „vor Ort“, namentlich in Ehrenbreitstein, Koblenz und dem südlichen Rheinland. Den zeitlichen Rahmen bilden der Kulturkampf in Preußen und der Erste Weltkrieg.