Maria Paula Münster

Ordensfrau, Schriftstellerin (1865-1952)

Manfred Berger (Dillingen an der Donau)

Schwester Maria Paula, Porträtfoto. (Archiv der Franziskanerinnen von Nonnenwerth)

Die Fran­zis­ka­ne­rin von der In­sel Non­nen­werth war ei­ne äu­ßerst pro­duk­ti­ve Schrift­stel­le­rin, de­ren sen­ti­men­tal-from­me und re­li­gi­ös-mo­ra­li­sie­ren­de Schrif­ten vor al­lem an Kin­der und Ju­gend­li­che ge­rich­tet wa­ren. Sie soll­ten früh­zei­tig an­ge­lei­tet wer­den, die Nor­men, Wer­te und Ver­hal­tens­re­geln der ka­tho­li­schen Kir­che zu ver­in­ner­li­chen. Auch be­tä­tig­te sie sich als Chro­nis­tin ih­rer Or­dens­ge­mein­schaft und der In­sel Non­nen­werth.

Ma­ria Eli­sa­beth Müns­ter wur­de am 2.2.1865 in Düs­sel­dorf als Toch­ter des No­ta­ri­ats­kan­di­da­ten An­dre­as Müns­ter und sei­ner Ehe­frau An­na, ge­bo­re­ne Mül­ler, ge­bo­ren. Zum Ge­schwis­ter­kreis ge­hör­ten ih­re Zwil­ling­s­chwes­ter An­na-Ma­ria, der äl­te­re Bru­der Fritz, die zwei jün­ge­ren Brü­der Lud­wig Karl und Karl Pe­ter Ru­dolf so­wie die jüngs­te Schwes­ter Jo­han­na Ma­ria Hen­ri­et­ta. Die tief­gläu­bi­gen El­tern leg­ten gro­ßen Wert auf ei­ne vom ka­tho­li­schen Glau­ben ge­präg­te Er­zie­hung ih­rer Kin­der. Re­li­giö­se Hand­lun­gen be­stimm­ten den Fa­mi­li­en­all­tag. Im April 1869 über­sie­del­te die Fa­mi­lie nach Wald­bröl, wo der Va­ter ei­ne No­ta­ri­ats­kanz­lei er­öff­ne­te. Dort ver­leb­ten die Kin­der in ei­nem gro­ßen schö­nen Haus mit Gar­ten ei­ne glück­li­che Kind­heit und Ju­gend­zeit.

Nach Ab­schluss der Volks­schu­le im Jah­re 1877 ab­sol­vier­te Ma­ria Eli­sa­beth das Ly­ze­um (mit Pen­sio­nat) des Fran­zis­ka­ner­klos­ters St. Cle­mens auf der Rhein­in­sel Non­nen­werth, das 1854 von Au­gus­te (Mut­ter An­ge­la) von Cor­dier (1813-1864) ge­grün­det wor­den war. Ma­ria Eli­sa­beth war ei­ne streb­sa­me und gu­te Schü­le­rin, die mehr­mals mit Klas­sen­prei­sen aus­ge­zeich­net wur­de. Dem Ab­schluss des Ly­ze­ums folg­te von Os­tern 1882 bis Herbst 1883 die Aus­bil­dung zur Leh­re­rin für mitt­le­re und hö­he­re Mäd­chen­schu­len in Ma­ri­en­werth (Maar­ein­ward) bei Maas­tricht (Nie­der­lan­de), wo­hin 1879 die Or­dens­ge­nos­sen­schaft auf­grund der Kul­tur­kamp­ge­set­ze ins Exil über­ge­sie­delt war. Das Ex­amen ab­sol­vier­te sie am 27.8.1883 in Ko­blenz. An­schlie­ßend war sie als Leh­re­rin tä­tig, wo­bei nicht be­kannt ist, an wel­chen Mäd­chen­schu­len.

Am 8.12.1887 trat Ma­ria Eli­sa­beth Müns­ter, die schon früh die Nei­gung emp­fun­den hat­te, für Gott und den Nächs­ten zu le­ben, als Pos­tu­lan­tin in die Ge­mein­schaft der „Fran­zis­ka­ne­rin­nen von der Bu­ße und der christ­li­chen Lie­be aus dem Re­gu­lier­ten Drit­ten Or­den des hl. Fran­zis­kus in Heythuy­sen/NL.“ ein. Vier Mo­na­te spä­ter wur­de sie in das No­vi­zi­at auf­ge­nom­men und er­hielt den Na­men Schwes­ter Ma­ria Pau­la. In­fol­ge des Kul­tur­kamp­fes gab es kein deut­sches No­vi­zi­ats­haus mehr und so muss­ten deut­sche An­wär­te­rin­nen im Mut­ter­haus in Heythu­sen in der nie­der­län­di­schen Pro­vinz Lim­burg ein­tre­ten. Dort leg­te die No­vi­zin am 8.5.1890 die ewi­gen Ge­lüb­de ab. In­ner­halb der Or­dens­ge­mein­schaft war Schwes­ter (Sœur) Ma­ria Pau­la zu­nächst für ein Jahr (Sep­tem­ber 1888-Sep­tem­ber 1889) als Mu­sik­leh­re­rin im deut­schen Pen­sio­nat in Ma­ri­en­werth tä­tig, ge­folgt von ei­nem mehr­mo­na­ti­gen Ein­satz im Pen­sio­nat in Heythu­sen. Im Mai 1890 wur­de sie in das Mut­ter­haus der Fran­zis­ka­ne­rin­nen von Non­nen­werth ver­setzt, wo­hin die Or­dens­ge­mein­schaft 1889 nach 10-jäh­ri­ger Ver­ban­nung zu­rück­keh­ren konn­te. Noch im glei­chen Jahr wur­de das deut­sche No­vi­zi­at nach Non­nen­werth ver­legt. 1900 wur­de die Kon­gre­ga­ti­on in ei­ne nie­der­län­di­sche und ei­ne deut­sche Pro­vinz ge­teilt und Non­nen­werth nach kirch­li­chem Recht deut­sches Pro­vin­zi­al­mut­ter­haus. 

Nur we­ni­ge Mo­na­te konn­te Schwes­ter Ma­ria Pau­la als Mu­sik­leh­re­rin wir­ken, dann zwang ein Ge­hör­lei­den sie, den Be­ruf auf­zu­ge­ben. Mit Zu­stim­mung des Or­dens­obe­ren durf­te sie sich ganz der Schrift­stel­le­rei wid­men, ih­rem Vor­bild, der re­li­giö­sen Dich­te­rin Lui­se Hen­sel (1798-1876), fol­gend. Schon als jun­ges Mäd­chen war sie von ih­rem Ta­lent zum Dich­ten über­zeugt ge­we­sen, hat­te klei­ne­re Ge­dich­te ver­fasst und sie im Kreis der Fa­mi­lie re­zi­tiert. 

Seit et­wa 1896 trat die Klos­ter­frau ver­stärkt an die Öf­fent­lich­keit, vor al­lem mit Druckerzeug­nis­sen für die Ju­gend. Die Au­to­rin der „flin­ken Fe­der“ pu­bli­zier­te un­ter ei­ner Rei­he von Na­men: Schwes­ter Ma­ria Pau­la Müns­ter, Schwes­ter Pau­la Ma­ria Müns­ter, Schwes­ter M. Pau­la, Schw. M. Pau­la, Schwes­ter Ma­ria Pau­la; M. Pau­la, Ma­ria Pau­la, Schwes­ter Ma­ria, Schwes­ter Pau­la, Cha­ri­tas vom Kind­lein Je­su, Ma­ria Müns­ter, Ma­ria Pau­la Müns­ter, Pau­la Müns­ter. Ih­re re­li­gi­ös-er­bau­li­chen kin­der- und ju­gend­li­te­ra­ri­schen Wer­ke er­schie­nen über­wie­gend in ka­tho­li­schen Ver­la­gen, wie Butzon & Bercker Ver­lag (Keve­la­er), dem Xa­ve­ri­us Ver­lag (Aa­chen), dem Jo­sef Hab­bel Ver­lag (Re­gens­burg) oder dem Tho­mas-Ver­lag in Kem­pen. Zahl­rei­che ih­rer Bü­cher er­leb­te meh­re­re Auf­la­gen; ih­re Erst­kom­mu­ni­on­bü­cher wur­den so­gar noch bis in die 1950er Jah­re Erst­kom­mu­ni­kan­ten am Wei­ßen Sonn­tag ge­schenkt. Ne­ben den Schrif­ten für die her­an­wach­sen­de Ju­gend war der Klos­ter­frau die Ge­schich­te ih­rer Or­dens­ge­mein­schaft und der In­sel Non­nen­werth ein be­son­de­res An­lie­gen. Sie ver­öf­fent­li­che Le­bens­be­schrei­bun­gen ver­schie­de­ner Ge­ne­ral­obe­r­innen ih­res Or­dens und schrieb über das Wir­ken ih­rer Or­dens­ge­mein­schaft in den Mis­sio­nen in Bra­si­li­en, USA und Afri­ka oder über ein­zel­ne Mär­ty­rer.

Ih­re ers­ten Bü­cher, zwei Bänd­chen „Für die lie­ben Klei­nen“ rich­te­ten sich an die da­ma­li­gen Klein­kind­schul­leh­re­rin­nen be­zie­hungs­wei­se Klein­kin­der­be­wahr­schwes­tern in den ka­tho­li­schen An­stal­ten der Klein­kin­der­er­zie­hung, die sich zu je­ner Zeit Klein­kin­der­schu­len oder Klein­kin­der­be­wahr­an­stal­ten nann­ten und über­wie­gend un­ter Lei­tung ei­nes Frau­en­or­dens stan­den. Die in die­sen Ein­rich­tun­gen stark ver­brei­te­ten Wer­ke ent­hiel­ten Ge­be­te, Ge­dich­te re­li­giö­sen und hei­te­ren In­halts, Plau­de­rei­en, dra­ma­ti­sche Sze­nen und Spiel­chen usw. Sie bo­ten den Klein­kin­der­be­wahr­schwes­tern an­re­gen­de Bei­spie­le für die all­täg­li­che Pra­xis, die in den Her­zen der Klei­nen die Kei­me für das Ed­le und Gu­te we­cken und es sich ent­fal­ten las­sen soll­ten. Still, brav, fromm, rein und flei­ßig zu sein, jeg­li­che Sün­de zu ver­mei­den so­wie die Ge­wöh­nung an Ge­hor­sam aus Lie­be zum „lie­ben Gott, dem Herrn“ und zum „Je­su­kind­chen“ stan­den da­bei im Vor­der­grund. Die Kin­der soll­ten so früh­zei­tig an­ge­lei­tet wer­den, die Nor­men, Wer­te und Ver­hal­tens­re­geln der ka­tho­li­schen Kir­che zu ver­in­ner­li­chen.

Mit der Grün­dung des Kai­ser­reichs und des­sen Ko­lo­ni­al­po­li­tik er­leb­ten Mis­si­ons­ge­schich­ten ei­nen enor­men Auf­schwung, wo­von auch Schwes­ter Ma­ria Pau­la Müns­ter pro­fi­tier­te. Ih­re Ge­schich­ten aus der Mis­si­on sind ei­ne ge­lun­ge­ne Mi­schung vom Reiz der Aben­teu­er, frem­den Län­dern und Kul­tu­ren. Sie in­for­mier­ten über die Ar­beit ih­rer Mit­schwes­tern in der „Ein­ge­bo­re­nen­schu­le“, wo die „Ne­ger­mäd­chen“ in Re­li­gi­on, Le­sen, Schrei­ben, Rech­nen un­ter­rich­tet wer­den, fer­ner über die Be­keh­rung der „Wil­den“, der lie­ben „Ne­ger“, zum ka­tho­li­schen Glau­ben. Je­doch er­wähnt die Or­dens­frau, die nie in der Mis­si­on tä­tig war, we­der die Skla­ven­hal­tung, Un­ter­drü­ckung, Un­ter­wer­fung, Ver­trei­bung oder Er­mor­dung der Ur­ein­woh­ner durch die wei­ßen Ko­lo­nis­ten, noch die Ur­sa­chen der He­re­ro-Auf­stän­de in Deutsch-Süd­west­afri­ka ge­gen die deut­schen Ko­lo­ni­al­her­ren 1904. Es fällt kei­ne ein­zi­ge Be­mer­kung über die Gräu­el­ta­ten des Ge­ne­ral­leut­nants Lo­thar von Tro­tha (1848-1920), des­sen „Ver­nich­tungs­be­fehl“ als Grund­la­ge des ers­ten Völ­ker­mor­des des 20. Jahr­hun­derts gilt. Über die mis­sio­na­ri­sche Ar­beit in­ner­halb der deut­schen Ko­lo­nie auf dem Ge­biet des heu­ti­gen Staa­tes Na­mi­bia äu­ßert sie sich hin­ge­gen in ih­rer „Ge­schich­te der Kon­gre­ga­ti­on der Fran­zis­ka­ne­rin­nen von der Bu­ße und der christ­li­chen Lie­be“ von 1910, dass es in al­ler Er­in­ne­rung sei, „wie die He­re­ros in Afri­ka vor we­ni­gen Jah­ren bö­se Kriegs­wir­ren her­vor­ge­ru­fen […] Der Um­gang mit den Schwar­zen, den ein­ge­bor­nen Mäd­chen und Frau­en, hat gro­ße Schwie­rig­kei­ten. Die Cha­rak­ter­feh­ler der Schü­le­rin­nen, Un­dank und Lü­gen­haf­tig­keit, er­schwe­ren sehr die Er­zie­hung. Wie vie­le Op­fer, welch ei­ner un­er­müd­li­chen Ge­duld und wahr­haft apos­to­li­scher Lie­be sei­tens der Leh­re­rin­nen be­darf es, die­se ar­men weib­li­chen We­sen, de­ren kei­nes­wegs an­ge­neh­mes Äu­ße­re schon die Na­tur zu­rück­schre­cken könn­te, rich­tig zu be­han­deln […] Nur 21/2 km von der Haupt­stadt Wind­huk ent­fernt liegt das frucht­ba­re Klein–Wind­huk, wo die ers­te Fi­lia­le der Schwes­tern im Jah­re 1907 er­öff­net wur­de. Sie wid­men sich hier der äu­ßerst schwie­ri­gen Er­zie­hung der Bas­tard­kin­der, Sprö­ß­lin­ge je­ner Mi­schras­se von Bu­ren, Ka­peng­län­dern und Hot­ten­tot­ten, wel­che die Be­ga­bung der Wei­ßen mit den schlech­ten Nei­gun­gen der Ein­ge­bo­re­nen ge­wöhn­lich in sich ver­ei­nig­t“.[1] 

Be­son­ders er­folg­reich war Schwes­ter Ma­ria Pau­la mit ih­ren Bü­chern für ka­tho­li­sche jun­ge Mäd­chen. Die­se Wer­ke ent­hal­ten meh­re­re klei­ne­re oder grö­ße­re, in sich ab­ge­schlos­se­ne Ge­schich­ten oder Er­zäh­lun­gen, die zwar nicht the­men-, orts- oder per­so­nen­be­zo­gen mit­ein­an­der ver­bun­den sind, aber in­halt­lich ähn­lich „ge­strick­t“. Die Hand­lun­gen fin­den al­le im ka­tho­li­schen Mi­lieu statt. Meis­tens steht im Zen­trum die tief­gläu­bi­ge jun­ge Ka­tho­li­kin, die selbst ihr Le­ben für an­de­re hin­gibt. Das Mäd­chen der „Mäd­chen­bü­cher“ wird zum grö­ß­ten Teil in von Klos­ter­frau­en ge­führ­ten Pen­sio­na­ten er­zo­gen und ge­bil­det. Dort er­hält es den „letz­ten Schlif­f“ zur ge­sit­te­ten, tie­fre­li­giö­sen jun­gen Frau, wel­che Glück und Er­fül­lung im Le­ben nur fin­det, wenn es ei­ne Rei­he von ty­pisch weib­li­chen Ei­gen­schaf­ten in sich ver­eint: Emo­tio­na­li­tät, (se­xu­el­le) Tu­gend­haf­tig­keit, Freund­lich­keit, Be­schei­den­heit, An­spruchs­lo­sig­keit, Schlicht­heit, Für­sor­ge, Wohl­tä­tig­keit und vor al­lem (ka­tho­li­sche) Fröm­mig­keit und Stand­haf­tig­keit, egal ob ade­li­ger, bür­ger­li­cher oder ein­fa­cher Her­kunft. Mit die­sen At­tri­bu­ten aus­ge­stat­tet be­geg­net das „Mäd­chen­buch-Mäd­chen“ bald durch ei­ne schick­sal­haf­te, bes­ser gott­ge­woll­te Fü­gung dem idea­len Mann (Hei­rat nicht aus­ge­schlos­sen) oder fin­det den Weg ins Klos­ter. 

Am 6.5.1950 fei­er­te die Fran­zis­ka­ne­rin ihr dia­man­te­nes Or­dens­ju­bi­lä­um noch in geis­ti­ger und kör­per­li­cher Fri­sche. Sie starb am 3.3.1952 auf Non­nen­werth und wur­de we­ni­ge Ta­ge spä­ter dort auf dem Schwes­tern­fried­hof be­stat­tet.

Schwes­ter Ma­ria Pau­la Müns­ters schrift­stel­le­ri­sche Hin­ter­las­sen­schaft wirkt heu­te wie aus der Zeit ge­fal­len. Man ist ge­neigt, die Wer­ke der from­men klös­ter­li­chen Au­to­rin, ih­re sen­ti­men­ta­le, re­li­gi­ös-mo­ra­li­sie­ren­de Dar­stel­lungs­wei­se als Kitsch, ober­fläch­li­che Mis­si­ons- und Be­keh­rungs­ge­schich­ten, als Fund­gru­be für Sprach­scha­blo­nen, ab­ge­grif­fe­ne Kli­schees, Stil­blü­ten und hoh­le Phra­sen und ähn­li­ches mehr ab­zu­tun. Sie traf da­mit je­doch ei­nen Nerv der Zeit und ver­trat sei­ner­zeit gül­ti­ge ka­tho­li­sche Glau­bens­grund­sät­ze und Mo­ral­vor­stel­lun­gen. Un­er­müd­lich wies sie dar­auf hin, dass der un­er­schüt­ter­li­che Glau­be an Gott, an sei­nen Sohn Je­sus, an die Mut­ter Got­tes so­wie an die Hei­li­gen der ka­tho­li­schen Kir­che das Fun­da­ment des mensch­li­chen Da­seins sei be­zie­hungs­wei­se sein soll­te. 

Werke (Auswahl)

Für die lie­ben Klei­nen. Ge­dich­te, Plau­de­rei­en und dra­ma­ti­sche Sze­nen für Kin­der­gär­ten, 6 Bänd­chen, Re­gens­burg 1896-[1917] [di­ver­se Auf­la­gen].
Mit Ihm im Her­zen und an­de­re Er­zäh­lun­gen für Kom­mu­ni­kan­ten, Re­gens­burg [1900]. 
Le­ben des hei­li­gen An­to­ni­us von Pa­dua. Nach dem Fran­zö­si­schen des Leo­pold de Chéran­cé be­arb. [übers.], Re­gens­burg [1900].
Ge­le­gen­heits­ge­dich­te (mit ei­nem An­hang von Lie­dern) für re­li­giö­se Ge­nos­sen­schaf­ten. Zum Ge­brau­che für: Na­mens­tag, Ju­bi­lä­um, Ein­füh­rung oder Be­grü­ßung etc., Re­gens­burg [1901], 5. Auf­la­ge Re­gens­burg 1920. 
O du wun­der­se­li­ge Weih­nachts­zeit! Tan­te Lis­beths Weih­nachts­buch für klei­ne und gro­ße Kin­der, Re­gens­burg 1901, 5. Auf­la­ge Re­gens­burg 1920.
Weih­nachts­gruss für from­me Kin­der. Be­son­ders für die lie­ben Kom­mu­ni­on­kin­der, Re­gens­burg [1902].
Be­trach­tun­gen für die mo­nat­li­chen Ex­er­zi­ti­en der Or­dens­frau­en. Mit ei­ner Ge­wis­sens­er­for­schung, Re­gens­burg [1904].
Ge­schich­te der In­sel Non­nen­werth, Re­gens­burg 1904, 3. Auf­la­ge Re­gens­burg [1924].
Mai­glöck­chen und Flie­der. Er­zäh­lun­gen für jun­ge Mäd­chen, Re­gens­burg [1904].
Wald-Chro­nik. Mär­chen und Bil­der aus dem Wald­le­ben, Re­gens­burg [1906] u. [1919].
Mut­ter An­ge­la ge­bo­re­ne Au­gus­te von Cor­dier. Le­ben und Brie­fe, Re­gens­burg [1907], 2. Auf­la­ge Re­gens­burg 1926.
Sank­ta Eli­sa­beth. Zy­klus von De­kla­ma­tio­nen und Ge­sän­gen mit le­ben­den Bil­dern; für So­li, drei­stim­mi­gen Frau­en­chor mit Kla­vier- oder Har­mo­ni­um-Be­glei­tung kom­po­niert von J. Poll, Re­gens­burg [1907].
Sankt Eli­sa­beth.Eli­sa­beth! In wun­der­ba­rem Glan­ze. Ge­dicht von M. Pau­la. Lied für drei Ober­stim­men mit Be­glei­tung; op. 45, Re­gens­burg [1907].
Für die lie­ben Kom­mu­ni­on­kin­der. Ein Gruß, Re­gens­burg [1908].
März­veil­chen. Ge­schich­ten, Mär­chen und Plau­de­rei­en für lie­be Kin­der, Re­gens­burg [1908], 4. Auf­la­ge Re­gens­burg [1919].
Mai­glöck­chen und Flie­der. Er­zäh­lun­gen für jun­ge Mäd­chen, Re­gens­burg [1909].
Aus from­mer See­len Schatz­kam­mer. Bil­der aus dem Le­ben und Ster­ben von Schwes­tern der Ge­nos­sen­schaft der Fran­zis­ka­ne­rin­nen von der Bu­ße und christ­li­chen Lie­be, Re­gens­burg [1910]; 2 Bän­de, Re­gens­burg [1921-1929].
Ep­po­nia. His­to­ri­sche Er­zäh­lung aus dem ers­ten Jahr­hun­dert nach Chris­tus, Saar­louis [1910].
Für trau­te Stun­den! Mär­chen­bil­der. Den lie­ben Klei­nen er­zählt, Re­gens­burg [1910], 3. Auf­la­ge Re­gens­burg [1919].
Ge­schich­te der Kon­gre­ga­ti­on der Fran­zis­ka­ne­rin­nen von der Bu­ße und der christ­li­chen Lie­be, Frei­burg 1910. 
Geis­ter­tän­ze der In­dia­ner und an­de­re Er­zäh­lun­gen, Aa­chen [1911], 2. Auf­la­ge Aa­chen [1923].
Die Mis­sio­nen der Fran­zis­ka­ne­rin­nen von der Bu­ße und christ­li­chen Lie­be, Trier 1911.  
Mein Kind, gib mir dein Herz. Er­zäh­lun­gen für klei­ne Erst­kom­mu­ni­kan­ten, Keve­la­er [1911], 61.-63. Tsd., Keve­la­er 1932.
Kind­lein, lie­bet die Lie­be! Eu­cha­ris­ti­sche Er­zäh­lun­gen für Kin­der, Wa­ren­dorf i. W. [1912].
Der se­li­ge Jo­han­nes von Trio­ra. Ein Mär­ty­rer Chi­nas zu An­fang des neun­zehn­ten Jahr­hun­derts. Nach dem Fran­zö­si­schen be­arb. [übers.], Trier 1912.
Sie­he, Dein Hei­land naht! - Ein Buch, für al­le, die oft kom­mu­ni­zie­ren, Müns­ter i. W. [1912].
Ca­ju­ta, die In­dia­ne­rin und an­de­re Er­zäh­lun­gen. Aus un­se­rer Mis­si­ons­map­pe, Saar­louis 1913, 2. Auf­la­ge Aa­chen 1922.
Wor­te der Lie­be. Kriegs­brief an das lie­be Kom­mu­ni­on­kind, Wa­ren­dorf i. W. [1915].
Aus der gol­de­nen Kin­der­zeit. Tan­te Lis­beths Er­zäh­lun­gen und Plau­de­rei­en, Re­gens­burg [1915].
Die klei­ne Pil­ge­rin. Weih­nachts­stück­chen in zwei Ak­ten für Kin­der, Mün­chen [1915].
Weih­nachts­glo­cken und an­de­re Er­zäh­lun­gen. Ge­schich­ten für Kin­der und ih­re Freun­de, Ein­sie­deln [u.a.] 1915.
Die Blu­me des Glücks. Fest­ga­be zur Erst­kom­mu­ni­on und für die Ju­gend, Kem­pen [1918], 3. Auf­la­ge Kem­pen [1930].
Je­sus und die christ­li­che Jung­frau. Lehr- und Ge­bet­buch für Jung­frau­en, Keve­la­er [1918].
Je­sus, bleib in mei­ner See­le! Ein Buch für Erst­kom­mu­ni­kan­ten als Be­glei­ter auf dem fer­ne­ren Le­bens­we­ge, Keve­la­er [1918], 8. Auf­la­ge Keve­la­er 1931.
Das from­me Kind beim Lie­bes­mahl des Herrn. Ein Kom­mu­ni­on­buch für Kin­der für den pri­va­ten und ge­mein­schaft­li­chen Ge­brauch, Keve­la­er [1918].
Der lie­be hei­li­ge Pa­scha­lis. Ein Le­bens­bild für from­me Kin­der, Re­gens­burg: [1919].
Lo­se Blät­ter aus un­se­rer Mis­si­ons­map­pe. Skiz­zen und Bil­der, Aa­chen [1919].
Um Hei­den­see­len. Mis­si­ons­er­zäh­lun­gen für die Ju­gend, Steyl [1920].
Kin­der­er­zäh­lun­gen, Re­gens­burg [1922].
Ad­vent­büch­lein für lie­be Kin­der zur Vor­be­rei­tung auf das hei­li­ge Weih­nachts­fest, Re­gens­burg [1926], 4. Auf­la­ge Re­gens­burg [1938].
Freu­et euch im Herrn. De­kla­ma­ti­ons- und Lie­der­buch für re­li­giö­se Fei­ern in klös­ter­li­chen Ge­nois­sen­schaf­ten, Keve­la­er 1926.
Dem eu­cha­ris­ti­schen Hei­land. Er­zäh­lun­gen für Kin­der, Dül­men 1927.
Klös­ter­li­ches Frau­en­le­ben nach der Drit­t­or­dens­re­gel des Hl. Fran­zis­kus mit be­son­de­rer Be­rück­sich­ti­gung der Fran­zis­ka­ne­rin­nen-Ge­nos­sen­schaft Non­nen­werth (Heythui­zen), Düs­sel­dorf 1929.
Mein Je­sus ich ha­be dich lieb. Kur­ze Er­zäh­lun­gen für Kom­mu­ni­on­kin­der, Dül­men 1935, 2. Auf­la­ge Dül­men 1939.
Mut­ter Aloy­sia Len­ders die vier­te Ge­ne­ral­obe­rin der Schwes­tern des hei­li­gen Fran­zis­kus von der Bu­ße und christ­li­chen Lie­be. Heythui­zen-Non­nen­werth, Re­gens­burg 1938.
Vom Christ­kind, Bonn [1946].
Wald­dor­le und an­de­re Mär­chen, Reck­ling­hau­sen [1948].

Quellen

Blät­ter aus mei­nem Ta­ge­buch, in: Kor­re­spon­denz-Blatt für die frü­he­ren Zög­lin­ge des Lieb­frau­en­ei­lan­des Non­nen­werth IV/Nr. 3 1908, S. 7-9; V/Nr. 1 1909, S. 10-11.

Literatur (Auswahl)

Ber­ger, Man­fred, Schwes­ter Ma­ria Pau­la Müns­ter, in: Franz, Kurt (Hg.), Kin­der- und Ju­gend­li­te­ra­tur. Ein Le­xi­kon, 62. Erg.-Lfg., Meit­in­gen 2017, S. 1–22.
Ber­ger, Man­fred, Müns­ter, Ma­ria Pau­la, in: Bautz, Band 39, Nord­hau­sen 2018, Sp. 1060-1072.
Ey­mer, Wil­frid, Ey­mers Pseud­ony­men Le­xi­kon. Re­al­na­men und Pseud­ony­me in der deut­schen Li­te­ra­tur, Bonn 1997, S. 242.
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Nordfront des Klostergebäudes, 1773 – 1775 von Baumeister Nikolaus Lauxen (1722-1791) errichtet. (Archiv der Franziskanerinnen von Nonnenwerth)

 
Anmerkungen
  • 1: Schwester Maria Paula, Geschichte, S. 415, 419-421.
Zitationshinweis

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Berger, Manfred, Maria Paula Münster, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: http://rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/maria-paula-muenster/DE-2086/lido/5f292e14cfea78.57562032 (abgerufen am 20.10.2020)