Zivilcourage im Nationalsozialismus

Rundfunkbeitrag von SWR2 WISSEN | WIDERSTAND IM DRITTEN REICH (2/2)

Die prominenten Namen sind bekannt: Sophie und Hans Scholl, Claus Graf Schenk von Stauffenberg. Aber auch im Kleinen hatten Menschen den Mut, sich gegen das NS-Regime aufzulehnen. Polizisten schmuggelten Regimegegner ins Ausland, Lehrkräfte verboten den Aufzug einer Hakenkreuzfahne an ihrer Schule. Andere versteckten verfolgte Juden oder sie wünschten Hitler öffentlich den Tod. Viele von ihnen durchlitten Schikanen und Schläge der Gestapo-Verhörer. Jetzt, 75 Jahre danach, beginnen Historiker, Ausmaß und Art des kleinen Widerstands im Alltag zu erforschen.

Der Beitrag "Zivilcourage im Nationalsozialismus" von Birgit Bernard und Michael Kuhlmann wird am Freitag, den 7. Mai 2021, um 8:30 Uhr auf SWR 2 ausgestrahlt. Am Vortag startet der Podcast-Zweiteiler mit einem Beitrag über Sophie Scholl und die Weiße Rose.

Passend zur Podcastreihe möchten wir Ihnen unser Forschungsprojekt "Widerstand im Rheinland 1933-1945" empfehlen. Hier können Sie auf unserer interaktiven Karte bereits über 2000 verschiedene Widerstandsereignisse entdecken und nach diversen Kriterien filtern.

1923 - Krisen- und Wendejahr der Weimarer Republik im Westen

Öffentlicher Video-Vortrag am 17.03.2021

Das Jahr 1923 war für die junge Weimarer Republik voller Herausforderungen. Diese konzentrierten sich teilweise auf das Rheinland bzw. bekamen hier etwa durch das Besatzungsregiment und die Separatistenbewegung noch eine zusätzliche Dimension. Der Jülicher Geschichtsverein 1923 e.V. und der Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen haben mit zahlreichen Partnern in der Region und darüber hinaus ein Projekt angestoßen, das dieses Krisen- und Wendejahr aus einer lokalen Perspektive behandeln möchte, es aber in seiner europäischen Dimension reflektieren möchte. Auf diese Weise werden europäische, nationale, regionale und lokale Narrative kritisch hinterfragt und Bausteine für eine Kulturgeschichte der „Zwischenkriegszeit" bereitgestellt. Am Beispiel der Stadtgeschichten von Jülich und Opladen bzw. Leverkusen erläutern die Projektleiter ihr Vorhaben, das durch das „Portal Rheinische Geschichte" begleitet und teilweise dokumentiert wird.

Für die Teilnahme an dem Vortrag ist eine Anmeldung erforderlich unter: rheinische-geschichte@lvr.de.

Wasser im Westen

Wissenschaftliche Jahrestagung des Brauweiler Kreises am 5. März 2021

Die diesjährige Mitgliederversammlung und die Jahrestagung des Brauweiler Kreises für Landes- und Zeitgeschichte e.V. finden pandemiebedingt als Videokonferenzen statt. Für die Teilnahme an der öffentlichen Tagung zum Thema "Wasser im Westen" ist eine Anmeldung erforderlich unter: daniel.schmidt@gelsenkirchen.de.

 

Tagungsprogramm

9:15 Uhr
Begrüßung und Moderation: Prof. Dr. Sabine Mecking, Marburg

9:30-10:30 Uhr: Keynote
Prof. Dr. Dirk van Laak, Leipzig
Alles im Fluss an Rhein und Ruhr? Wassergeschichtliche Perspektiven auf den deutschen Westen

10:30-12:00 Uhr: Sektion 1 – Flüsse
Moderation: Georg Mölich, Köln
Prof. Dr. Ralf Banken, Frankfurt a.M.
Der Rhein als „natürliche“ Infrastruktur?
Wiebke Neuser M.A., Münster
Bocholter Aa – abweisend und einladend? Umwelthistorische Perspektiven auf einen Fluss im Westmünsterland

12:00-13:00 Uhr: Mittagspause

13:00-14:30 Uhr: Sektion 2 – Kanäle
Moderation: Prof. Dr. Christoph Nonn, Düsseldorf
Dr. Olaf Schmidt-Rutsch, Dortmund
Schlagader des Ruhrgebiets - zur Geschichte des Rhein-Herne-Kanals
Dr. Lina Schröder, Würzburg
Warum war die deutsche Binnenschifffahrt am Rhein-Maas-Schelde-Kanal nicht interessiert? Infrastruktur aus einer systemtheoretischen Perspektive

14:30-16:00 Uhr: Sektion 3 - Wasserwirtschaft
Moderation: Prof. Dr. Markus Köster, Münster
Dr. Christian Zumbrägel, Berlin
Zwischen Talsperrenlachsen und Fischunkraut. Die Fischereiwirtschaft auf westdeutschen Talsperren zu Zeiten des Staudammbooms (1880-1930)
Christopher Kirchberg M.A., Bochum
Vorflut und Volksgemeinschaft. Emschergenossenschaft und Lippeverband im Nationalsozialismus
16:00 Uhr: Ende der Tagung