Biographie Friedrich I. von Schwarzenburg Friedrich I. setzte sich energisch für den macht- und territorialpolitischen Ausbau des Kölner Erzstifts ein. Er scheute dafür weder den Konflikt mit Kaiser Heinrich IV. (Regierungszeit 1056/1065-1106) noch mit Heinrich V. (Regierungszeit 1106-1125). Gegen diesen führte er sogar die versammelte niederrheinische Opposition an. Auch mit dem Papst geriet er in Konflikt. Das Kölnische Territorium versuchte er durch die Errichtung beziehungsweise den Erwerb von Klöstern und Burgen abzusichern. In die Auseinandersetzungen der höchsten Gewalten, Kaisertum und Papsttum, war er an prominenter Stelle verwickelt, jedoch keiner Seite eindeutig zuzuordnen.
Biographie Ezzo Ezzo, auch Erenfried genannt – lothringischer Pfalzgraf, Schwager Kaiser Ottos III. (Regierungszeit 983-1002), Vater der Polenkönigin Richeza und zahlreicher weiterer illustrer Kinder – zählt zweifellos zu den bedeutendsten Gestalten der rheinischen Geschichte seiner Zeit.
Biographie Ephraim von Bonn Ephraim von Bonn war einer der wichtigsten jüdischen Gelehrten des 12. Jahrhunderts, der die Bibel, den Talmud und das jüdische Gebetbuch kommentierte, Rechtsgutachten über religiöse und zivilrechtliche Fragen schrieb, liturgische Poesie verfasste und mit einer Chronik der Judenverfolgungen seiner Zeit gedachte.
Biographie Engelbert von Berg Der Kölner Erzbischof Engelbert von Berg galt schon bei seinen Zeitgenossen als herausragende und zugleich umstrittene Persönlichkeit. Während seines Episkopats sei die Kölner Kirche an Ruhm, Reichtum und Macht so überragend gewesen wie zuvor nur unter Erzbischof Bruno I., behauptet sein Biograph Caesarius von Heisterbach. Doch vermerkt er auch, Engelbert sei hochfahrend und der irdischen Welt ergeben, ein bedeutend besserer Herzog als Bischof gewesen. Nur sein edler Tod (mors pretiosa), sein Martyrium, habe diesen Makel vollständig aufgewogen.
Biographie Egbert von Holland Egbert gilt als eine der herausragenden Persönlichkeiten auf dem Trierer Bischofsthron. Neben seiner Bedeutung als Reichspolitiker und Kirchenreformer trat er wie kein anderer Trierer Erzbischof als Förderer der Künste hervor.
Biographie Dietrich V. von Kleve Die Amtszeit dieses Klever Grafen wurde stark durch den Einfluss des Kölner Erzbischofs und von zunehmenden Bemühungen um den inneren Landesausbau seiner Grafschaft geprägt. Außerdem setzte er die von seinem Vater begonnene Städtegründungspolitik fort. Dietrich von Kleve wurde um 1226 als ältester Sohn aus der zweiten Ehe Graf Dietrichs IV./VI . von Kleve mit Hedwig von Meißen (gestorben 1250) geboren. Aus der ersten Ehe des Vaters stammten die älteren Halbgeschwister Dietrich primogenitus (um 1214/1215-1245) und Margaretha (gestorben 1251), die Ehefrau des Grafen Otto II. von Geldern (Regierungszeit 1229-1271).
Biographie Christina von Stommeln Christina von Stommeln war eine Begine, der mystische Erlebnisse zugeschrieben wurden, so dass sie in den Ruf der Heiligkeit gelangte und im Gebiet des Herzogtums Jülich sowie im Erzbistum Köln kultisch verehrt wurde. Über die Lebensgeschichte der Begine Christina, die nach ihrem Geburtsort Stommeln, heute ein Ortsteil von Pulheim, benannt wird, ist für eine Frau bäuerlicher Herkunft und damalige Verhältnisse außergewöhnlich viel überliefert.
Biographie Caesarius von Heisterbach Caesarius war Mönch und Novizenmeister des Zisterzienserklosters Heisterbach im Siebengebirge und ein außergewöhnlich produktiver Schriftsteller. Er verfasste 39 Schriften in etwa 30 Jahren. Sein Gesamtwerk zeugt dabei nicht nur für sein persönliches Können, sondern auch für das geistige Klima in der noch jungen Zisterzienserabtei. Mit seinem Werk machte Caesarius auch Heisterbach weithin bekannt.
Biographie Gottfried Hagen Von Gottfried Hagen stammt die erste deutschsprachige Stadtchronik überhaupt, das 1270/1271 in 6.293 vierhebigen Reimpaarversen verfasste "Boich van der stede Colne" über die konfliktreiche Kölner Stadtgeschichte von 1250-1270. Die Reimchronik hat die städtische Ideologie Kölns wie keine andere artikuliert und geformt (Groten 1997, S. 50). Im Mittelpunkt steht der Kampf um die städtische Freiheit zwischen den letztlich siegreichen Patriziergeschlechtern (insbesondere der Overstolzen) und ihren erzbischöflichen Stadtherren. Gottfried war dabei als politisch-juristischer Berater, Urkundenschreiber und anschließend als Chronist erfolgreich tätig.
Biographie Otto von Linn Die durch Otto als Herrn von Linn begonnene, durch sechs Flankentürme geschützte Ringmauer überdauerte die Zeit seit ihrer Entstehung Ende des 12. Jahrhunderts und zeugt noch heute von Ottos Einfluss auf die bauliche Gestaltung der Burg Linn.