Das De­par­te­ment Meu­se-In­fé­ri­eu­re wur­de 1795 nach der An­ne­xi­on der ös­ter­rei­chi­schen Nie­der­lan­de durch Frank­reich er­rich­tet und um­fass­te Ge­bie­te im heu­ti­gen Bel­gi­en, den Nie­der­lan­den und Deutsch­land. Der Sitz des De­par­te­ments be­fand sich in Maas­tricht.

Meu­se In­fé­ri­eu­re um­fass­te 1813 mit Maas­tricht, Has­selt und Ro­er­mond ins­ge­samt drei Ar­ron­dis­se­ments mit zu­sam­men 22 Kan­to­nen. Mit Ro­dulc (Her­zo­gen­rath, Ar­ron­dis­se­ment Maas­tricht) und Nie­der­krüch­ten (Ar­ron­dis­se­ment Ro­er­mond) ka­men nach 1815 zwei Kan­to­ne an das Kö­nig­reich Preu­ßen. Die üb­ri­gen Ge­bie­te gin­gen an die Ver­ei­nig­ten Nie­der­lan­de und wur­den der neu er­rich­te­ten Pro­vinz Lim­burg zu­ge­schla­gen. Nach der Bel­gi­schen Re­vo­lu­ti­on und Grün­dung des Kö­nig­reichs Bel­gi­en (1830/1839) wur­de auf der Lon­do­ner Kon­fe­renz 1838/1839 die Tei­lung der Nie­der­lan­de völ­ker­recht­lich fest­ge­legt und ga­ran­tiert. Die Fol­ge war die Auf­tei­lung der Pro­vinz zwi­schen den Nie­der­lan­den und dem bel­gi­schen Kö­nig­reich. Die Kan­to­ne, die an Preu­ßen fie­len, ka­men zu­nächst an die Pro­vinz Jü­lich-Kle­ve-Berg, die 1822 mit der Pro­vinz Nie­der­rhein zur Rhein­pro­vinz ver­ei­nigt wur­de. Dort ge­hör­ten sie zu­m Re­gie­rungs­be­zirk Düs­sel­dorf. Ar­ron­dis­se­ments und Kan­to­ne des De­par­te­ments Meus-In­fé­ri­eu­re:

Maas­tricht: Bil­zen, Gul­pen, Heer­len, Maas­me­che­len, Maas­tricht, Meers­sen, Oirs­beek, Rol­duc (Kerk­ra­de und Her­zo­gen­rath) und Ton­ge­ren.

Has­selt: Be­rin­gen, Borg­loon, Has­selt, Herk-de-Stad, Peer und Sint-Trui­den. 

Ro­er­mond: Achel, Bree, Maa­seik, Nie­der­krüch­ten, Ro­er­mond, Ven­lo und Weert. 

Zitationshinweis

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Rönz, Helmut, Niedermaas, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: http://rheinische-geschichte.lvr.de/Orte-und-Raeume/niedermaas-/DE-2086/lido/57d117a05670f6.18429579 (12.12.2018)