Biographie Gero von Köln Erzbischof Gero gehörte zum Kreis der Vertrauten und Berater des jungen ottonischen Kaiserhauses. Er führte im Auftrag Kaiser Ottos I. (Regierungszeit 936-973) eine Gesandschaft an den byzantinischen Hof nach Konstantinopel (heute Istanbul). Dort warb er um eine Braut für dessen Sohn Otto II. (Regierungszeit 961/967-983) und geleitete die ausersehene Prinzessin Theophanu zur Hochzeit nach Rom.
Biographie Gunthar Erzbischof Gunthar von Köln war einer der engsten Berater und Erzkanzler von König Lothar II. (Regierungszeit 855-869); als Befürworter von dessen Scheidungsplänen wurde er 863 von Papst Nikolaus I. (Pontifikat 858-867) abgesetzt und kämpfte fortan vergeblich um seine Rehabilitation. 866 verfügte Gunthar eine Güterzuweisung an verschiedene Stiftskirchen („Guntharsche Güterumschreibung“), ein Meilenstein in der Kölner Bistumsorganisation.
Biographie Poppo von Babenberg Poppo von Babenberg gehört zu den herausragenden Persönlichkeiten der Trierer Kirchengeschichte des Mittelalters. Neben seiner Bedeutung in der Reichspolitik ist er vor allem durch die Westerweiterung des Trierer Domes, den Umbau der Porta Nigra zum Simeonstift und die Förderung der Verehrung des heiligen Simeon hervorgetreten.
Epoche 785 bis 1288 - Die Rheinlande im Hochmittelalter Im ostfränkisch-deutschen Reich gehörten die Rheinlande links des Stroms zu dem 925 neu erworbenen Raum Lothringen, der auch die heutigen Benelux-Staaten und Teile Frankreichs umfasste. Die Integration Lothringens in das Reich der Ottonen ging nur langsam voran. Die Bewohner des Raums waren noch stark in gesamtfränkisch-karolingischen Traditionen verwurzelt. Beziehungen in das noch von karolingischen Königen beherrschte westfränkisch-französische Reich schwächten sich nur zögerlich ab.
Orte und Räume Kurfürstentum Köln Das weltliche Herrschaftsgebiet der Erzbischöfe und Kurfürsten von Köln gehörte zum Kurrheinischen Reichskreis. Beim Abschluss seiner territorialen Entwicklung gegen Ende des Mittelalters bestand das Erzstift aus seinen recht zersplitterten rheinischen Landen sowie den in Westfalen gelegenen, räumlich geschlossenen Nebenländern Vest Recklinghausen und Herzogtum Westfalen.
Biographie Konrad von Hochstaden Konrad von Hochstaden prägte beinahe ein Vierteljahrhundert lang die Politik im Erzstift wie Erzbistum Köln. Trotz verwandtschaftlicher Beziehungen zum staufischen Herrscherhaus zählte er zu den entschiedensten Vertretern der propäpstlichen, antistaufischen Opposition im Reich. Er war maßgeblich an der Wahl Heinrich Raspes zum König (Gegenkönig 1246/ 1247) beteiligt und agierte als der eigentliche Königsmacher bei den Wahlen Wilhelms von Holland (Gegenkönig 1248-1254, Regierungszeit 1254-1256) und Richards von Cornwall (Regierungszeit 1257-1272). Sein Episkopat bezeichnet einen Höhepunkt kölnischer Machtentfaltung.
Biographie Lothar II. Der Karolinger Lothar II. war ein Urenkel Karls des Großen und wurde 855 König des (nördlichen) Mittelreiches, das sich von Friesland bis zu den Alpen erstreckte. Seine Herrschaft wurde dominiert von vergeblichen Bemühungen, sich von seiner Ehefrau Theutberga zu trennen, um eine zweite Partnerin namens Waldrada und den gemeinsamen Sohn Hugo als Königin beziehungsweise Thronerben anerkennen zu lassen. Sein Tod bedeutete das politische Ende des Mittelreiches, das unter den Nachbarreichen aufgeteilt wurde.
Epoche 500 bis 785 - Die Rheinlande im Frühmittelalter Die frühmittelalterliche Geschichte der Rheinlande ist untrennbar mit den Franken verbunden. Diese bildeten sich vermutlich aus älteren germanischen Völkern wie Chamaven, Brukterern, Chattuariern und Amsivariern kurz nach der Mitte des 3. Jahrhunderts. Der Name der Franken bedeutet wohl soviel wie‚ mutig, kühn, ungestüm, frech. Sie siedelten am Nieder- und Mittelrhein und bildeten keine geschlossene politische Einheit, sondern bestanden aus mehreren Gruppen unter eigenen Anführern.
Orte und Räume Erzbistum Köln Quellen von 313/314 belegen mit der Erwähnung des heiligen Maternus, des ersten bekannten Kölner Bischofs, zugleich auch das Bestehen eines Bistums im Sinne einer organisierten Christengemeinde mit einem Bischof an der Spitze. Damit ist Köln von den Bistümern Deutschlands nach Trier das am frühesten nachweisbare; die Bischofsliste umfasst von Maternus bis Joachim Kardinal Meisner (seit 1989) 94 Namen.