Thema Japan am Rhein. Zur Geschichte der Beziehungen zwischen Düsseldorf und Japan Seit ungefähr 70 Jahren pflegt Düsseldorf eine enge Verbindung zu seiner japanischen Bevölkerung und ihren Institutionen. Über 6.000 Japanerinnen und Japaner sowie etwa 400 japanische Unternehmen machen Düsseldorf zum größten Japanstandort in Deutschland und zu einem internationalen Wirtschaftsstandort. Aus diesem Grund setzen sich die Stadt Düsseldorf und eine Vielzahl japanischer Institutionen dafür ein, ihre Beziehung und die Anziehungskraft des Standorts durch Förderprogramme, Werbemaßnahmen und Veranstaltungen zu stärken.
Thema Die „Monuments Men“ in der Nord-Rheinprovinz 1945 Die ‚Monuments Men‘ waren Angehörige militärischer Spezialeinheiten der USA und Großbritanniens, die in der Endphase des Zweiten Weltkriegs Schäden an historischen Gebäuden und Kulturdenkmälern in Deutschland und in den besetzten Gebieten verhindern sollten. Nach dem Ende der Kampfhandlungen leiteten sie erste Reparaturen zur Wiederinstandsetzung zerstörter oder beschädigter Monumente ein. Außerdem spürten sie ausgelagerte und geraubte Kunstgegenstände auf und organisierten ihre Sicherung und Rückführung.
Thema Die Gründungsjahre des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen Am 6.5.1947 als Dachverband des organisierten Sports in Hagen-Haspe gegründet, ist der Landessportbund Nordrhein-Westfalen (LSB NRW) nur wenig jünger als das Bundesland selbst, das sein Einzugsgebiet bildet. Die Geschichte des LSB NRW ist mit den sozialen, politischen und kulturellen Entwicklungen Nordrhein-Westfalens und der Bundesrepublik Deutschland untrennbar verflochten. Sein Entstehen fällt in einen Zeitabschnitt, der bezogen auf das am 23.8.1946 aus der Fusion der ehemaligen eigenständigen preußischen Provinzen Rheinland und Westfalen hervorgegangene Bindestrichland als „innere“ Landesgründung bezeichnet wird.
Thema Zur Geschichte des Romanischen Seminars der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn In der 200-jährigen Geschichte der Universität Bonn hat das Fach Romanische Philologie wesentlich zum wissenschaftlichen Renommee der Universität, der Philosophischen Fakultät, zuvörderst aber der Fachwissenschaft beigetragen.
Thema Abstimmungskampf und Rückgliederung des Saarlandes 1955-1959 Am 23.10.1955 waren die Menschen im Saarland aufgerufen, in einem Referendum mit „Ja“ oder „Nein“ über das Europäische Saarstatut zu entscheiden. Doch Bevölkerung und Parteien waren in der Abstimmungsfrage tief gespalten in Befürworter und Gegner des Statuts. Die Befürworter hofften, mit einer Annahme werde das Saarland zu einem ersten Baustein einer künftigen europäischen Staatengemeinschaft. Die Gegner verbanden mit ihrem „Nein“ ein Bekenntnis zur Zugehörigkeit zu Deutschland. So schlugen während des Abstimmungskampfes im Sommer und Herbst 1955 die Wogen hoch an der Saar.
Thema Die Bayer AG nach 1945 Das unter dem Namen Bayer (fortan Bayer oder Bayer AG) bekannte Unternehmen wurde im Jahr 1863 von Friedrich Bayer (1825-1880) und Johann Friedrich Weskott (1821-1876) in Elberfeld (heute Stadt Wuppertal), gegründet. Es firmierte zunächst unter dem Namen „Friedr. Bayer et comp.“ Zweck der gegründeten Gesellschaft war die Produktion von Anilinfarbstoffen, die zur Färbung von Textilien eingesetzt wurden. Ausgehend von der Farbstoffproduktion expandierte die junge Firma nach anfänglichen Krisen rasch, verlegte ihren Sitz 1912 nach Leverkusen und diversifizierte ihre Produktionspalette bis 1914 stetig. Neben Farbstoffen kamen Pharmazeutika, Pflanzenschutzmittel sowie die Herstellung von Grundchemikalien hinzu. Ein wichtiger Baustein des Aufstiegs war der Aufbau einer unternehmensinternen Forschung, die für die Entwicklung der gesamten chemischen Industrie charakteristisch war und bis heute ihre Gestalt prägt. Der Beginn des Ersten Weltkriegs wurde zu einem harten Einschnitt. Rohstoff- und Absatzmärkte brachen faktisch über Nacht weg und versetzten dem stark exportorientierten Unternehmen einen schweren Schlag. Den Herausforderungen der Nachkriegszeit, wie ein weltweit um sich greifender Protektionismus und Überkapazitäten, begegnete die Bayer AG im Verbund mit den anderen deutschen Teerfarbenherstellern mit dem Zusammenschluss zur I.G. [Interessengemeinschaft] Farbenindustrie AG (fortan I.G. oder I.G. Farben) 1925.
Thema Der Rheinpark in Köln - Garten am Strom Das Gelände des heutigen Rheinparks blickt auf eine wechselvolle städtebauliche und grünplanerische Entwicklung zurück, die eng mit der Topographie der Auenlandschaft am rechtsrheinischen Rheinufer und den Ansprüchen einer wachsenden Großstadt an freien und nutzbaren Flächen verbunden ist. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war der Bereich durch sanft zum Fluss hinabfallende Wiesen mit Pappel- und Weidenbeständen geprägt, die von Zeit zu Zeit von Hochwasser überflutet wurden. Weite Teile des Areals zwischen Hohenzollernbrücke und Mülheimer Hafen waren unbebaut.
Thema Johannes Rau, Rheinwein und „Schnüss“. Der sowjetische Schriftsteller Julian Semënov (1931-1993) über Nordrhein-Westfalen Am 2.7.1984 veröffentlichte die Hamburger Zeitschrift Der Spiegel eine umfangreiche Reportage über das sowjetische Komitee für Staatssicherheit (KGB). Darin schilderte man die Geschichte und Tätigkeit der sowjetischen Staatssicherheit und betonte, dass dieser Geheimdienst seit Jahren bemüht sei, seinen Ruf aufzupolieren und die Sympathie der sowjetischen Bevölkerung zu gewinnen. Um diese Ziele zu erreichen, verwende der KGB diverse raffinierte Propagandamethoden und setze dabei unter anderem auf den Schriftsteller Julian S. Semënov, der „die populärsten Bücher der Sowjet-Union“ schreibe und die Staatssicherheit und Miliz (Polizei) in „seinen Trivialwerken“ verherrliche. In seinen Kriminalromanen stelle dieser „keusche Idealist“ seine KGB-Protagonisten als „edelmütige und vornehme Herren“ dar, die „dem Leser als Vorbild“ anempfohlen seien. Den Schriftsteller Semënov den deutschen Lesern vorstellend, wies man außerdem auf die Tatsache hin, dass der sowjetische Autor Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre in der Nähe von Bonn gelebt und das westeuropäische Büro der renommierten sowjetischen Kulturzeitung Literaturnaja gazeta („Literaturzeitung“) aufgebaut habe.
Thema Die Kölner Sechstagerennen „Viel Wehmut begleitete das letzte Sechstagerennen in der Kölner Sporthalle. Es wurde auch viel geschrieben und diskutiert. Vielen Ideen wurden geboren, das Kölner Sechstagerennen nicht sterben zu lassen. Doch es scheint vergebens. Die Chancen, daß das Kölner Sechstagerennen irgendwann irgendwo wieder gestartet wird, sind minimal.“ Am letzten Wettkampftag der 46. Kölner Sixdays brachte Hallensprecher Jakob „Köbes“ Roth die ganze Situation auf den Punkt: ‚Es ist alles so traurig.‘“ So der Nachruf auf das Kölner Sechstagerennen in der Zeitschrift „Radsport“ am 6.1.1998. Zwei Tage zuvor waren für die traditionsreiche Veranstaltung, die 1928 erstmals ausgetragen worden war, in der Sporthalle in Köln-Deutz die Lichter endgültig ausgegangen. 1999 wurde die Halle gesprengt: Das Kölner Sechstagerennen war damit Geschichte.
Thema Aufbau West - Die Ansiedlung der nordböhmischen Glasindustrie in Euskirchen und Umgebung „Nichts Anderes hat den Namen Böhmen soweit in die Welt getragen wie sein Glas“, mit diesen Worten wies Edmund Schebek im Jahr 1878 auf die Bedeutung eines der dominierendsten Industrie- und Handwerkszweige Böhmens hin. Glasindustrie und Handel gingen in dieser Region aus dem Glashüttenbetrieb in den holzreichen Wäldern des Landstriches hervor und reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Die Dominanz Nordböhmens als Raffinationszentrum verstärkte sich im 19. Jahrhundert. Im Jahre 1841 hatten von den 69 Glasraffinerien Böhmens 54 im Kerngebiet von Haida und Steinschönau ihren Sitz. Diese Zahl wuchs stetig, im Jahr 1937 zählte man 270 dort ansässige Glasfirmen.