Biographie Pilgrim Pilgrim verkörpert in exemplarischer Weise den Typ des „Reichsbischofs" der ottonisch-salischen Zeit. Er gehörte zu den herausragenden Bischöfen seiner Zeit und muss als einer der bedeutendsten Kölner Erzbischöfe des Mittelalters gelten.
Biographie Regino von Prüm Regino von Prüm entstammte vermutlich einer adligen Familie und wurde 892 Abt der Reichsabtei Prüm. Er erwies sich beim Wiederaufbau des durch die Normanneneinfälle verwüsteten Klosterbesitzes nicht nur als glänzender Organisator, sondern als Autor von musiktheoretischen und kirchenrechtlichen Schriften sowie einer in zwei Bänden untergliederten Weltchronik auch als einer der bedeutenden Universalgelehrten seiner Zeit.
Biographie Richeza Richeza war eine Verwandte des ottonischen Herrscherhauses, die im Rahmen der kaiserlichen Heiratspolitik 1013 mit dem späteren polnischen König Mieszko II. (Regierungszeit 1025-1034) verheiratet und 1025 zur polnischen Königin gekrönt wurde. Nach Mieszkos Tod im Jahr 1034 übernahm sie gemeinsam mit ihrem Sohn Kasimir Karl I. (Regierungszeit 1034-1058) die Regierung in Polen, musste aber bald vor ihren Gegnern fliehen und verbrachte den Rest ihres Lebens auf den Eigengütern ihrer Familie an Rhein und Mosel.
Biographie Theophanu Theophanu war eine byzantinische Prinzessin, die 972 mit dem späteren Kaiser Otto II. (Regierungszeit 973-983) verheiratet wurde und dessen Herrschaft tatkräftig unterstützte. Nach seinem Tod im Jahr 983 regierte sie de facto für ihren gemeinsamen Sohn, den 980 geborenen Otto III. (Regierungszeit 983-1002), bis zu ihrem Tod im Jahr 991. Als ebenso machtbewusste wie politisch umsichtig handelnde Regentin sicherte sie nicht nur die Herrschaftsansprüche ihres minderjährigen Sohnes und die Fortexistenz des ottonischen Kaiserhauses.
Biographie Norbert von Xanten Norbert von Xanten entstammte einem niederrheinischen Adelsgeschlecht. Zunächst wohlhabend und ein weltliches Leben führend, wandte er sich mit rund 30 Jahren einer asketischen Lebensweise zu. Er begründete den Orden der Prämonstratenser und wurde schließlich Erzbischof von Magdeburg.
Biographie Mathilde von Schwaben Mathilde stand der Frauenkommunität Essen von 971/973 bis 1011 vor. Sie war verantwortlich für den Neubau des Westbaus der Essener Stiftskirche, des heutigen Doms, und schenkte bedeutende Kunstwerke wie das sogenannte Otto-Mathilden-Kreuz, die Goldene Madonna und den Siebenarmigen Leuchter, die heute noch im Besitz des Essener Domschatzes sind.
Biographie Heinrich Walpot Heinrich Walpot, der wahrscheinlich einem rheinischen Ministerialengeschlecht entstammte, war nach der Umwandlung des deutschen Hospitals von Akkon in eine Rittergemeinschaft 1198 der erste Hochmeister des Deutschen Ordens.
Biographie Theophanu II Theophanu reiht sich ein in die Liste der bedeutenden Äbtissinnen des Frauenstifts Essen aus dem 10. und 11. Jahrhundert. Sie war Empfängerin zweier königlicher Privilegien, Bauherrin am Essener Münster und ließ zudem bedeutende Kunstwerke des Essener Münsterschatzes anfertigen. Über Essen hinaus war Theophanu wirksam als Äbtissin von Gerresheim und als Mitglied der ezzonischen Pfalzgrafenfamilie. Bekannt ist das so genannte Testament der Äbtissin Theophanu.
Biographie Texwindis von Andernach Texwindis (auch Tenxwind oder Teghwind) von Andernach war Vorsteherin der Frauenkonvente Springiersbach und Andernach, die einer strengen kirchlichen Reformbewegung des 12. Jahrhunderts angehörten.
Biographie Otto von Kerpen In die Amtszeit Otto von Kerpens als Hochmeister zwischen 1200 und 1209 fällt die Grundlegung der europäischen Ausdehnung des Deutschen Ordens. Wie sein Vorgänger Heinrich Walpot lässt sich auch Otto von Kerpen als Person nur schwer fassen. Der Vorname ist gesichert, der Herkunftsname taucht erst im 14. Jahrhundert auf: Als es galt, den Hochmeistern Wappen und genaue Herkunft zuzuordnen, wählte man ein damals blühendes Geschlecht. Daher wurde angenommen, er stamme aus dem rheinischen Kerpen.