Biographie Maria Offenberg Maria Offenberg war zu ihrer Zeit eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der katholischen Frauenbewegung und der Wohlfahrtspflege (heute Soziale Arbeit) in Deutschland. Von 1921 bis 1957, mit Unterbrechung während des „Dritten Reiches“, leitete sie die Aachener Soziale Frauenschule des „Katholischen Deutschen Frauenbundes“ (KDF). Sie setzte innerhalb von drei politischen Systemen wegweisende Impulse für die Ausbildung junger Frauen zur Wohlfahrtspflegerin, Volkspflegerin und Sozialarbeiterin.
Biographie Maria Paula Münster Die Franziskanerin von der Insel Nonnenwerth war eine äußerst produktive Schriftstellerin, deren sentimental-fromme und religiös-moralisierende Schriften vor allem an Kinder und Jugendliche gerichtet waren. Sie sollten frühzeitig angeleitet werden, die Normen, Werte und Verhaltensregeln der katholischen Kirche zu verinnerlichen. Auch betätigte sie sich als Chronistin ihrer Ordensgemeinschaft und der Insel Nonnenwerth.
Biographie Wilhelm Böhler Das Verhältnis von Kirche und Staat ist in der frühen Bundesrepublik maßgeblich von dem rheinischen Prälaten Wilhelm Böhler geprägt worden. Als Leiter des Katholischen Büros Bonn vertrat er von 1950 bis zu seinem Tod im Jahr 1958 die Interessen der katholischen Kirche gegenüber den staatlichen Verfassungsorganen und den politischen Parteien. Doch schon zu Zeiten der Weimarer Republik hatte sich der umtriebige Geistliche insbesondere auf dem Feld des Schulwesens als versierter Kirchenpolitiker profiliert.
Biographie Walter Besenbruch Walter Besenbruch war von 1948 bis 1973 an Hochschulen in Halle und Ost-Berlin tätig, wobei sein Schwerpunkt die sozialistische Ästhetik bildete. Die Bedeutung Besenbruchs für die DDR lag nicht allein in seinen Untersuchungen zur Ästhetik und Kulturpolitik, sondern vor allem in seinen Vorlesungen, die Studenten wie Wolf Biermann (geboren 1936) und Rudolf Bahro (1935-1997), der in ihm eine „moralische Instanz“ sah, inspirierte.
Biographie Hans Barion Hans Barion war ein ebenso herausragender wie politisch, theologisch und persönlich schillernder Intellektueller, der wegen seiner Nähe zum Nationalsozialismus nach 1945 nicht mehr auf seinen Lehrstuhl für Kirchenrecht an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn zurück durfte.
Biographie Ernst Robert Curtius Ernst Robert Curtius gilt als einer der bedeutendsten und international angesehensten Romanisten und deutsch-französischer Kulturvermittler der Universität Bonn. Geboren wurde Curtius am 14.4.1886 im elsässischen Thann. Die Familie hatte im 19. Jahrhundert bereits eine Reihe bedeutender Gelehrter und Forscher hervorgebracht, zu deren bekanntester sein Großvater, der Olympia-Ausgräber Ernst Curtius (1814-1896), zu rechnen ist.
Biographie Hans Jonas Hans Jonas war ein Religions- und Wertphilosoph und Vertreter einer antizipierenden Zivilisationsethik. Er gehört zu den bedeutendsten Naturethikern und Denkern des 20. Jahrhunderts und gilt als Mitbegründer des Umweltbewusstseins.Hans Jonas wurde am 10.5.1903 als Sohn des Textilfabrikanten Gustav Jonas in Mönchengladbach geboren.
Biographie Oskar Walzel Der österreichische Literaturwissenschaftler profilierte sich als innovativer Vertreter der Neueren Germanistik, der sein Fach einer breiten Öffentlichkeit und der zeitgenössischen Literatur öffnete. Nach seiner Berufung an die Universität Bonn zählte er zu den bekanntesten germanistischen Hochschullehrern.
Biographie Hans Welzel Hans Welzel war von 1952 bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1972 Professor an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bonn. In dieser Zeit übte er einen wesentlichen Einfluss auf die 1975 in Kraft getretene Reform des Strafgesetzbuchs aus, vor allem aber wurde durch ihn Bonn zu einem in vielen Ländern der Erde anerkannten Mittelpunkt der Strafrechtswissenschaft.
Biographie Paul Krüger Paul Krüger war Professor für Römisches Recht in Marburg, Innsbruck, Königsberg und Bonn. Gemeinsam mit dem berühmten Althistoriker Theodor Mommsen (1817-1903) vollendete er eine kritische Edition der Kodifikation des römischen Rechts durch Kaiser Justinian I (um 482-565), des „Corpus Iuris Civilis", die die Rechtskultur des Abendlands prägen sollte. Mit dieser Edition erlangte Krüger weltweiten und bleibenden Ruhm. Paul Krüger wurde am 20.3.1840 als jüngstes von zwölf Kindern in Berlin geboren. Er selbst schrieb später in seiner Autobiographie, dass sein „Entwicklungsgang (…) durch äußere Umstände anders geleitet worden" sei, „als ursprünglich in Aussicht genommen". Das sieht man schon an seiner Schulbildung: Zunächst besuchte er die Realschule, später erst das aus dieser Realschule neu gegründete Gymnasium. Das nach dem Abitur (1858) gefasste Vorhaben zu einer Offizierslaufbahn ließ er wegen der großen Anzahl von Bewerbern fallen und wandte sich der Rechtswissenschaft zu.