„Bei starken Persönlichkeiten wurden eben stärkere Register gezogen“ – Die Verbrechen der Geheimen Staatspolizei im SS-Sonderlager/KZ Hinzert

Katharina Klasen (Berlin)

Ansicht des SS-Sonderlagers/KZ Hinzert. Aquarell des dort ermordeten Häftlings Arthur Michel, 1943. (Jos Meunier)

1. Einleitung

Die Ge­schich­te des SS-Son­der­la­gers/Kon­zen­tra­ti­ons­la­gers Hin­zert im Huns­rück kann als gut auf­ge­ar­bei­tet be­zeich­net wer­den.[1] Le­dig­lich[2]  ein­zel­ne Teil­be­rei­che, wie die Be­zie­hun­gen der Ge­hei­men Staats­po­li­zei zum La­ger, be­durf­ten noch ei­ner ein­ge­hen­de­ren Un­ter­su­chung.[3] Die Auf­ar­bei­tung die­ses As­pek­tes ist re­le­vant, weil die Ge­sta­po und die na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger im „Drit­ten Reich“ die „ent­schei­den­den Herr­schafts­in­stru­men­te“[4] zur Ver­fol­gung po­li­ti­scher Geg­ner wa­ren.[5] Im Rah­men die­ses Bei­trags wer­den die Ver­bin­dun­gen, die zwi­schen den bei­den In­sti­tu­tio­nen be­stan­den, am Bei­spiel des SS-Son­der­la­gers/KZ Hin­zert re­kon­stru­iert. Es gilt zu klä­ren, wel­chen Tä­tig­kei­ten die Ge­sta­po­mit­ar­bei­ter in Hin­zert nach­gin­gen und an wel­chen Ver­bre­chen – bis hin zum Mord – sie dort be­tei­ligt wa­ren. Be­son­de­re Auf­merk­sam­keit wird da­bei den Staats­po­li­zei­stel­len in Trier und Lu­xem­burg ge­wid­met. Bei­de Dienst­stel­len wa­ren als ein­wei­sen­de In­stan­zen für die In­haf­tie­rung zahl­rei­cher Häft­lin­ge in das SS-Son­der­la­ger/KZ Hin­zert ver­ant­wort­lich, wäh­rend Mit­ar­bei­ter bei­der Stel­len das im La­ger sta­tio­nier­te Ver­neh­mungs­kom­man­do bil­de­ten, des­sen Ver­hör- und Fol­ter­me­tho­den im Fol­gen­den in den Blick ge­nom­men wer­den.

 

2. Forschungsstand und Quellenlage

So­wohl die Ge­schich­te der Ge­sta­po Trier als auch die der Ge­sta­po Lu­xem­burg und ih­re Ver­bin­dun­gen zum La­ger in Hin­zert wa­ren lan­ge Zeit un­er­forscht.[6] So war et­wa über die Tä­tig­keit der am 5. Mai 1933 eta­blier­ten Staats­po­li­zei­stel­le Trier bis vor ei­ni­gen Jah­ren nur we­nig be­kannt, da ge­schlos­se­ne Ak­ten­be­stän­de zur Ge­sta­po Trier voll­stän­dig fehl­ten.[7] Die man­geln­de Auf­ar­bei­tung ist in ers­ter Li­nie der de­so­la­ten und frag­men­ta­ri­schen Quel­len­la­ge ge­schul­det. Kaum ein na­tio­nal­so­zia­lis­ti­scher Gau ist laut Pe­ter Brom­mer so schlecht er­forscht wie der Gau Mo­sel­land, zu dem die Re­gie­rungs­be­zir­ke Trier, Ko­blenz und ab Ja­nu­ar 1941 das be­setz­te Gro­ßher­zog­tum Lu­xem­burg ge­hör­ten. Die Ak­ten der Ge­sta­po Trier sind, so Brom­mer, „nur in äu­ßerst ru­di­men­tä­rem Um­fang über­lie­fer­t“.[8]

Doch in­zwi­schen konn­ten durch das For­schungs­pro­jekt an der Uni­ver­si­tät Trier „Die Ge­sta­po Trier in der Chris­toph­stra­ße 1 – Jus­tiz und Po­li­zei im re­gio­na­len Um­feld in der NS-Zeit“ un­ter der Lei­tung von Dr. Tho­mas Gro­tum vie­le Licht­strah­len ins Dun­kel ge­bracht wer­den. Im Rah­men des Pro­jek­tes ent­stan­den seit 2012 nicht nur zahl­rei­che uni­ver­si­tä­re Ab­schluss­ar­bei­ten, die sich un­ter­schied­li­chen The­men­schwer­punk­ten zur Ge­sta­po Trier wid­me­ten, auch ei­ne Aus­stel­lung[9] am his­to­ri­schen Ort wur­de kon­zi­piert und prä­sen­tiert und ein Sam­mel­band[10] her­aus­ge­ge­ben so­wie neue Quel­len un­ter­schied­lichs­ter Pro­ve­ni­enz auf­ge­tan.[11] Ei­ne ers­te sys­te­ma­ti­sche Re­cher­che an der Uni­ver­si­tät Trier er­gab Hin­wei­se auf zahl­rei­che in­ter­es­san­te Quel­len­be­stän­de. Zur Er­for­schung der Ge­schich­te der Ge­sta­po Trier wer­den Do­ku­men­te aus mehr als 40 Ar­chi­ven her­an­ge­zo­gen, die stre­cken­wei­se noch der Er­schlie­ßung be­dür­fen.[12] Die his­to­ri­sche Re­cher­che gleicht da­mit ei­nem Puz­zle­spiel, in das nach und nach klei­ne Mo­sa­ik­stein­chen ein­ge­fügt wer­den kön­nen.

Für die Un­ter­su­chung des Gaus Mo­sel­land kommt er­schwe­rend hin­zu, dass vie­le Un­ter­la­gen kriegs­be­dingt ver­lo­ren ge­gan­gen sind.[13] Zu­dem ist der Ver­lust vie­ler Quel­len vor­nehm­lich auf ei­nen Er­lass des Gau­lei­ter­s Gus­tav Si­mon  vom 13.9.1944 zu­rück­zu­füh­ren, der an­ord­ne­te, „Ak­ten­ma­te­ri­al, das dem Fein­de von in­for­ma­to­ri­schem oder stra­te­gi­schem Wer­te sein könn­te“[14] zu ver­nich­ten. Des­halb ist da­von aus­zu­ge­hen, dass auch ein Gro­ß­teil der Ak­ten der Ge­sta­po Trier sys­te­ma­tisch ver­nich­tet wur­de.[15] So ver­hält es sich auch mit den Un­ter­la­gen der Lu­xem­bur­ger Ge­sta­po, de­ren Ver­neh­mungs­ak­ten eben­so als ver­schol­len gel­ten wie die Ver­hör­pro­to­kol­le des Hin­zer­ter Ver­neh­mungs­kom­man­dos.[16] Nach der­zei­ti­gem Kennt­nis­stand exis­tie­ren über das Ver­neh­mungs­kom­man­do kei­ne zeit­ge­nös­si­schen schrift­li­chen Auf­zeich­nun­gen.[17]

Das Gebäude Christophstraße 1 / Balduinstraße 6, 1922-1925 von der Reichsbahndirektion als Geschäftsgebäude der Eisenbahnverwaltung errichtet, diente später als Sitz der Gestapo Trier. (Stadtarchiv Trier, Bildsammlung 1)

 

Die zur Er­stel­lung die­ses Auf­sat­zes er­gie­bigs­ten Ak­ten­be­stän­de be­fin­den sich im Bun­des­ar­chiv in Ko­blenz und im Na­tio­nal­ar­chiv in Lu­xem­burg. Be­son­ders aus­sa­ge­kräf­tig sind die Ak­ten de­s Lu­xem­bur­ger Ge­sta­po- und Ein­satz­kom­man­do-Pro­zes­ses, der von 1949 bis 1951 vor dem Lu­xem­bur­ger Ge­richts­hof für Kriegs­ver­bre­chen ver­han­delt wur­de.[18] Der Pro­zess ist von au­ßer­or­dent­li­cher Be­deu­tung für die Be­ant­wor­tung der For­schungs­fra­ge[19], weil von den 16 an­ge­klag­ten Ge­sta­po­be­am­ten sie­ben mit den Ver­bre­chen in Ver­bin­dung ge­bracht wer­den kön­nen, die im SS-Son­der­la­ger/KZ Hin­zert be­gan­gen wur­den. Hier­bei han­delt es sich um Fritz Hart­mann (7.6.1906-19.10.1974), Wal­ter Run­ge (*1895), Se­bas­ti­an Ran­ner (*18.6.1905), Hans Klö­cker (*15.8.1904), Ger­hard Si­mon (*6.9.1913), Karl Bie­ler (*12.3.1904) und Adolf Mo­ritz (*25.5.1904).[20] Den An­ge­klag­ten wur­de zur Last ge­legt, „lu­xem­bur­gi­sche Zi­vil­per­so­nen – haupt­säch­lich Mit­glie­der und Mit­ar­bei­ter von Wi­der­stands­or­ga­ni­sa­tio­nen – vor­sätz­lich und völ­ker­rechts­wid­rig aus­ge­kund­schaf­tet, fest­ge­nom­men, aufs grau­sams­te ge­quält, krank und ar­beits­un­fä­hig ge­prü­gelt, ins Aus­land ver­schleppt und er­mor­de­t“[21] zu ha­ben. Zu­dem wur­de ih­nen vor­ge­wor­fen, ge­gen das Kriegs­recht und das Völ­ker­recht ver­sto­ßen zu ha­ben so­wie Mit­glied in ei­ner ver­bre­che­ri­schen Or­ga­ni­sa­ti­on ge­we­sen zu sein.

Die Aus­sa­gen der meist lu­xem­bur­gi­schen Zeu­gen und die Stel­lung­nah­men der deut­schen Be­schul­dig­ten wäh­rend des Ge­richts­pro­zes­ses er­wie­sen sich als auf­schluss­rei­che Quel­len zur Er­schlie­ßung der Tä­tig­kei­ten der Ge­sta­po im SS-Son­der­la­ger/KZ Hin­zert, ins­be­son­de­re für die Re­kon­struk­ti­on der Ver­hör- und Fol­ter­me­tho­den des Ver­neh­mungs­kom­man­dos.

3. Die Geheime Staatspolizei in Trier und Luxemburg

3.1 Die Gestapo Trier

Von 1935 bis En­de 1944 be­fand sich der Dienst­sitz der Ge­sta­po Trier in der ers­ten und zwei­ten Eta­ge des ehe­ma­li­gen Reichs­bahn­di­rek­ti­ons­ge­bäu­des in der Chris­toph­stra­ße 1.[22] Zu ih­ren zen­tra­len Auf­ga­ben ge­hör­ten die Ver­fol­gung und Aus­schal­tung von Wi­der­stands­kämp­fern und Re­gime­kri­ti­kern so­wie die Über­wa­chung der Be­völ­ke­rung. Zwi­schen 1933 und 1936 wur­den vor­ran­gig Kom­mu­nis­ten[23] und So­zi­al­de­mo­kra­ten als Kon­tra­hen­ten an­ge­se­hen, die es zu be­kämp­fen galt.[24] Wei­te­re Ak­tio­nen rich­te­ten sich ge­gen Ho­mo­se­xu­el­le[25], Sin­ti und Ro­ma, die jü­di­sche Be­völ­ke­rung[26], Men­schen mit Be­hin­de­run­gen und ge­gen als „Ar­beits­scheu­e“, „Be­rufs­ver­bre­cher“ und „Aso­zia­le“ de­kla­rier­te Per­so­nen, kurz: ge­gen Men­schen, „die sich nicht in das Bild der ,Volks­ge­mein­schaft‘ ein­füg­ten“[27] und ein ab­wei­chen­des Ver­hal­ten an den Tag leg­ten. Auch zwi­schen der Ge­sta­po und dem Bis­tum Trier kam es zu Kon­fron­ta­tio­nen.[28] 

Die Ver­hän­gung der so­ge­nann­ten „Schutz­haf­t“ dien­te der Ge­hei­men Staats­po­li­zei als wirk­sams­tes Mit­tel zur Un­ter­drü­ckung po­li­ti­scher Geg­ner und un­lieb­sa­mer Sub­jek­te.[29] Sie galt im Na­tio­nal­so­zia­lis­mus als „In­be­griff der po­li­ti­schen Geg­ner­be­kämp­fun­g“[30] und war „Aus­druck po­li­ti­scher Will­kür und po­li­zei­li­cher All­macht der Ge­sta­po“[31]. Wur­de ein Schutz­haft­be­fehl aus­ge­stellt, so be­deu­te­te dies für den Be­trof­fe­nen meist die Ein­wei­sung in ein Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger.[32] Im Fal­le der Ge­sta­po Trier wur­den die Fest­ge­nom­me­nen ab April 1941 als Schutz­häft­lin­ge für ge­wöhn­lich ins SS-Son­der­la­ger/KZ Hin­zert de­por­tiert.[33] 

Die Hand­ha­bung der „Schutz­haf­t“ war der Auf­sicht der Jus­tiz gänz­lich ent­zo­gen. Folg­lich konn­te sie oh­ne rich­ter­li­che An­wei­sung an­ge­ord­net wer­den. Ih­re Ver­hän­gung durch die Ge­sta­po ge­nüg­te, um po­li­ti­sche Geg­ner auf un­be­stimm­te Zeit ih­rer Frei­heit zu be­rau­ben.[34] Als Ver­haf­tungs­grund reich­ten be­reits so­ge­nann­te „staats­feind­li­che Äu­ße­run­gen“, die Ver­brei­tung von „Gräu­el­nach­rich­ten“, die Be­lei­di­gung des Füh­rers oder ab­fäl­li­ge Be­mer­kun­gen über po­li­ti­sche NS-Funk­tio­nä­re aus.[35] Die „Schutz­haf­t“ war „kein In­stru­ment zur Ahn­dung straf­ba­rer Hand­lun­gen“[36], son­dern dien­te der prä­ven­ti­ven Be­kämp­fung po­ten­ti­el­ler NS-Geg­ner. Die Dau­er der „Schutz­haf­t“ war un­be­grenzt. Da­mit un­ter­schied sie sich von der Straf­haft, die durch ein Ge­richt ver­hängt wur­de, und von der nur kurz­zei­tig er­laub­ten Po­li­zei­haft.[37] 

„Sie [Anm.: die „Schutz­haf­t“] wur­de in der Re­gel ge­gen Per­so­nen ver­hängt, de­nen kein ob­jek­ti­ver Straf­be­stand nach­zu­wei­sen war, von de­nen man aber ver­mu­te­te, dass ih­re po­li­ti­sche Ein­stel­lung zu ei­ner Ge­fahr für das NS-Sys­tem wer­den könn­te. Da­bei konn­te ,Schutz­haft‘ von der Po­li­ti­schen Po­li­zei völ­lig nach Gut­dün­ken ver­hängt, ver­län­gert oder auf­ge­ho­ben wer­den. Häu­fig wur­de die ,Schutz­haft‘ als strafer­gän­zen­de Maß­nah­me ver­hängt, mit­un­ter auch als Kor­rek­tiv von Ge­richts­ur­tei­len, die in den Au­gen der Po­li­zei zu mild aus­ge­fal­len wa­ren.“[38] Die Ge­sta­po Trier war bei­na­he wäh­rend des ge­sam­ten Be­ste­hens des SS-Son­der­la­gers/KZ Hin­zert für Fest­nah­men und In­haf­tie­run­gen im La­ger ver­ant­wort­lich; sel­bi­ges gilt für die Ge­sta­po Lu­xem­burg, mit der sie ko­ope­rier­te.

3.2 Die Gestapo Luxemburg

Am 10. Mai 1940 wur­de das neu­tra­le Gro­ßher­zog­tum Lu­xem­burg im Rah­men des West­feld­zugs durch die deut­sche Wehr­macht be­setzt und am 2. Au­gust ei­ner deut­schen Zi­vil­ver­wal­tung un­ter­stellt.[39]  Mit ei­ner Hun­dert­schaft der deut­schen Po­li­zei hielt Gau­lei­ter Gus­tav Si­mon am 6. Au­gust Ein­zug in Lu­xem­burg-Stadt.[40]

Blick in das SS-Sonderlager/KZ Hinzert im Winter 1941/42. (Centre de documentation et de recherche sur la Résistance (CDRR), Luxemburg)

 

Die Ge­sta­po in Lu­xem­burg – der nur deut­sche Be­am­ten und kei­ne Per­so­nen lu­xem­bur­gi­scher Staats­bür­ger­schaft an­ge­hör­ten – war in das Ein­satz­kom­man­do der Si­cher­heits­po­li­zei und des SD in Lu­xem­burg (EKL) in­te­griert. Die­ses setz­te sich aus drei Spar­ten zu­sam­men: der Ge­hei­men Staats­po­li­zei, der Kri­mi­nal­po­li­zei und dem Si­cher­heits­dienst (SD).[41] Über al­len drei Spar­ten, die je­weils ei­nen ei­ge­nen Ab­tei­lungs­lei­ter hat­ten, stand der Lei­ter des EKL.[42] Die­ser war in Per­so­nal­uni­on zu­gleich der Lei­ter der Sta­pos­tel­le in Trier. Auf­grund die­ser Kopp­lung be­zeich­ne­te Al­bert Pütz die Lu­xem­bur­ger Ge­sta­po als „Ne­ben­stel­le der Sta­pos­tel­le Trier“[43]. An der Spit­ze des Kom­man­dos (und so­mit auch der Ge­sta­po Trier) stan­den nach­ein­an­der Ober­re­gie­rungs­rat Wil­helm Nöl­le, Ober­re­gie­rungs­rat Fritz Hart­mann, Re­gie­rungs­rat Wal­ter Voll­mer und Kri­mi­nal­rat Wal­ter Run­ge.[44] Zwei der vier Vor­sit­zen­den ta­ten sich im Hin­blick auf das SS-Son­der­la­ger/KZ Hin­zert be­son­ders her­vor: Vor al­lem Hart­mann „be­völ­ker­te Hin­zert mit Lu­xem­bur­gern“[45], doch auch Run­ge war für zahl­rei­che Fest­nah­men im Gro­ßher­zog­tum ver­ant­wort­lich. Wäh­rend der ge­sam­ten Be­sat­zungs­zeit war er der Lei­ter der Lu­xem­bur­ger Ge­sta­po,[46] de­ren Haupt­dienst­stel­le sich in der Vil­la Pau­ly in Lu­xem­burg-Stadt be­fand.[47] 

„Die vier­ge­türm­te Vil­la Pau­ly am Pe­trus­hang, der Hort der Ge­sta­po, wan­del­te sich zur Höl­le. Ta­ge­lang hall­ten die obe­ren Ge­mä­cher vom Ge­brüll der Ver­hö­rer, die un­te­ren von den Schrei­en der Ge­fol­ter­ten. Die Vil­la Pau­ly war die Schleu­se zu den Schind­an­gern Gro­ß­deutsch­lands: zu den Ka­zet­ten, de­ren nächs­tes auf den Huns­rück­hö­hen lag, das Son­der­la­ger Hin­zert.“[48] 

Im Lau­fe des Zwei­ten Welt­kriegs ver­schlepp­ten Mit­ar­bei­ter der Ge­sta­po Lu­xem­burg über 1.500 lu­xem­bur­gi­sche Men­schen ins SS-Son­der­la­ger/KZ Hin­zert.[49] Doch auch an vie­len wei­te­ren Ver­bre­chen, et­wa der Ver­trei­bung und De­por­ta­ti­on der jü­di­schen Be­völ­ke­rung, war die Ge­sta­po Lu­xem­burg ma­ß­geb­lich be­tei­ligt. Ei­ne im Jahr 2015 er­öff­ne­te Aus­stel­lung des Mu­sée na­tio­nal de la Ré­sis­tan­ce in Esch-sur-Al­zet­te – in Ko­ope­ra­ti­on mit der Uni­ver­si­tät Trier, dem Cent­re de Do­cu­men­ta­ti­on et de Re­cher­che sur la Ré­sis­tan­ce Lu­xem­bourg und dem Ver­ein NS-Fa­mi­li­en-Ge­schich­te – gibt ei­nen Ein­blick in den Ge­sta­po-Ter­ror in Lu­xem­burg auf den Ebe­nen Ver­wal­tung, Über­wa­chung und Un­ter­drü­ckung.[50] 

3.3 Die Beziehungen der Stapostellen zueinander

Villa Pauly in Luxemburg-Stadt, ehemaliger Hauptsitz der Gestapo Luxemburg, 2008. (Musée national de la Résistance Esch-sur-Alzette)

 

4. Die Gestapo im SS-Sonderlager/KZ Hinzert

Den ers­ten gro­ßen Ge­fan­ge­nen­trans­port von Lu­xem­burg nach Hin­zert gab es An­fang No­vem­ber 1941.[62] Ihm folg­ten bis 1944 vie­le wei­te­re. Die „Ver­bre­chen“, die den Fest­ge­nom­men zur Last ge­legt wur­den, wa­ren viel­fäl­tig.[63] Die Ge­sta­po be­zich­tig­te sie et­wa der Mit­glied­schaft in ei­ner Wi­der­stands­be­we­gung, doch be­reits ei­ne „an­ti­deut­sche Hal­tun­g“ oder der Be­sitz ei­nes Fo­tos der gro­ßher­zog­li­chen Fa­mi­lie konn­ten zur Fest­nah­me füh­ren.[64] Dar­über hin­aus warf die Ge­sta­po ih­ren Ver­neh­mungs­op­fern deutsch­feind­li­che Be­tä­ti­gun­gen und Kund­ge­bun­gen, die Her­stel­lung und Ver­brei­tung deutsch­feind­li­cher Flug­blät­ter, ver­such­te Fah­nen­flucht so­wie die Bei­hil­fe zu die­ser, il­le­ga­len Grenz­über­tritt, il­le­ga­le kom­mu­nis­ti­sche Tä­tig­kei­ten, il­le­ga­len Waf­fen­be­sitz, Lan­des­ver­rat, Spio­na­ge, Feind­be­güns­ti­gung, Ar­beits­ver­wei­ge­rung, Wehr­kraft­zer­set­zung, das Ab­hö­ren feind­li­cher Sen­der, Spreng­stoff­at­ten­ta­te so­wie die Un­ter­stüt­zung ent­flo­he­ner Kriegs­ge­fan­ge­ner vor.[65] Woll­te die Ge­sta­po ei­ne Per­son in Haft neh­men, fand sie Mit­tel und We­ge da­für: „Sel­ten war es der Fall, dass je­man­dem nach Maß­stä­ben […] der Staats­po­li­zei kein Ver­ge­hen nach­ge­wie­sen wer­den konn­te.“[66] 

Lan­ge herrsch­te in der Nach­kriegs­zeit Un­ei­nig­keit dar­über, ob es sich bei Hin­zert tat­säch­lich um ein Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger ge­han­delt ha­be.[67] An die­ser Stel­le sei ver­kürzt an­ge­merkt, dass Hin­zert als ein „KZ mit Son­der­auf­ga­ben“ be­zeich­net wer­den kann und so­mit ei­ne be­son­de­re Stel­lung im Sys­tem der na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger ein­nahm.[68] Zu sei­nen viel­fäl­ti­gen Son­der­funk­tio­nen ge­hör­ten un­ter an­de­rem die Un­ter­brin­gung von „Nacht-und-Ne­bel-Häft­lin­gen“ und die „Wie­der­ein­deut­schungs­pro­gram­me“ für deutsch­stäm­mi­ge Frem­den­le­gio­nä­re und so­ge­nann­te „E-Po­len“.[69] Ei­ne wei­te­re Be­son­der­heit be­stand dar­in, dass es in Hin­zert ¬– an­ders als in na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Kon­zen­tra­ti­ons­la­gern üb­lich ¬– kei­ne Po­li­ti­sche Ab­tei­lung gab.[70] Ka­rin Orth zu­fol­ge wie­sen al­le Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger die glei­che Or­ga­ni­sa­ti­ons­struk­tur auf, ins­be­son­de­re sei ab 1936 die Ein­rich­tung ei­ner Po­li­ti­schen Ab­tei­lung ob­li­ga­to­risch ge­we­sen.[71] Auf das SS-Son­der­la­ger/KZ Hin­zert traf dies je­doch nicht zu. Die Ab­tei­lung II, auch „La­ger­ge­sta­po“ ge­nannt, exis­tier­te dort nicht.[72] Der Grund da­für ist wohl in der Ent­ste­hungs­ge­schich­te des La­gers zu su­chen: Hin­zert war an­fangs nicht mit der In­ten­ti­on er­rich­tet wor­den, ein KZ zu wer­den.[73] 

5. Das Vernehmungskommando der Gestapo im SS-Sonderlager/KZ Hinzert

Die feh­len­de Po­li­ti­sche Ab­tei­lung in Hin­zert wur­de durch ein „we­gen bru­ta­ler Fol­ter­prak­ti­ken ge­fürch­te­tes, be­son­de­res Ver­neh­mungs­kom­man­do der Staats­po­li­zei­stel­le Trier und des Ein­satz­kom­man­dos Lu­xem­burg der Si­po und des SD (EKL)“[74] er­setzt.[75] Sei­ne zen­tra­le Auf­ga­be be­stand in der Zer­schla­gung der lu­xem­bur­gi­schen Wi­der­stands­be­we­gung.[76] Wäh­rend die Ge­sta­po­be­am­ten, die in der Vil­la Pau­ly und in den Au­ßen­dienst­stel­len in Esch und Die­kirch sta­tio­niert wa­ren, lan­des­weit ver­däch­ti­ge Per­so­nen fest­nah­men, wa­ren die Mit­ar­bei­ter des Hin­zer­ter Ver­neh­mungs­kom­man­dos mit der Ver­neh­mung der in­ter­nier­ten lu­xem­bur­gi­schen Wi­der­stands­kämp­fer be­auf­tragt.

Da kei­ner­lei Ori­gi­nal­do­ku­men­te des Ver­neh­mungs­kom­man­dos, et­wa Ver­hör­pro­to­kol­le, er­hal­ten sind[77], kann das Da­tum sei­ner Ein­rich­tung nicht ex­akt da­tiert wer­den. Aus den Un­ter­la­gen des Ge­sta­po-Pro­zes­ses geht her­vor, dass ein aus Al­bert Schmidt, Se­bas­ti­an Ran­ner, Franz Su­der und Rup­pert Scho­ber be­ste­hen­des Kom­man­do im April 1941 im SS-Son­der­la­ger/KZ Hin­zert tä­tig war.[78] Im sel­ben Mo­nat setz­te der Trie­rer Ge­sta­po­chef und Lei­ter des EKL, Fritz Hart­mann, den Trie­rer Kri­mi­nal­kom­mis­sar Al­bert Schmidt (*8.5.1899) als Lei­ter des Ver­neh­mungs­kom­man­dos ein.[79] So­mit ist da­von aus­zu­ge­hen, dass das Kom­man­do im April 1941 sei­nen Dienst an­trat.[80] Bar­ba­ra Wei­ter-Ma­ty­si­ak ist hin­ge­gen der Auf­fas­sung, dass erst ab Herbst 1941 ein stän­dig be­setz­tes Ge­sta­po­bü­ro in Hin­zert für Ver­hö­re und Fol­ter ge­nutzt wur­de.[81] Ih­rer An­sicht nach wur­den die Ver­neh­mun­gen nach Hin­zert ver­legt, weil die Zahl der Ver­haf­te­ten im Herbst 1941 die Ka­pa­zi­tä­ten der Vil­la Pau­ly über­stieg.[82] Dies wie­der­um kor­re­liert mit der Tat­sa­che, dass der ers­te gro­ße Ge­fan­ge­nen­trans­port von Lu­xem­burg nach Hin­zert An­fang No­vem­ber 1941 er­folg­te.[83] 

Die per­so­nel­le Zu­sam­men­set­zung des Ver­neh­mungs­kom­man­dos lässt sich nicht mit hun­dert­pro­zen­ti­ger Si­cher­heit re­kon­stru­ie­ren. Zwar tau­chen in den Zeu­gen­aus­sa­gen im­mer wie­der die­sel­ben Na­men auf, was je­doch nicht be­deu­ten muss, dass es nicht auch noch an­de­re, na­ment­lich un­be­kann­te Ge­sta­po­mit­ar­bei­ter in Hin­zert gab. Das Ver­neh­mungs­kom­man­do war zu­dem nicht per­ma­nent aus den­sel­ben Be­am­ten zu­sam­men­ge­setzt, statt­des­sen än­der­te sich die per­so­nel­le Be­set­zung im Lau­fe der Zeit.[84] Laut Vol­ker Schnei­der wa­ren ab No­vem­ber 1941 cir­ca 20 Be­am­te im Wech­sel im Hin­zer­ter Ver­neh­mungs­kom­man­do be­schäf­tigt. Schnei­der nimmt an, dass min­des­tens zwei bis drei von ih­nen im­mer im La­ger prä­sent wa­ren.[85] Nach ak­tu­el­lem For­schungs­stand kann von min­des­tens 22 Ge­sta­po­be­am­ten aus­ge­gan­gen wer­den, die dem Ver­neh­mungs­kom­man­do zwi­schen April 1941 und Au­gust 1944 an­ge­hör­ten. Sie­ben von ih­nen stamm­ten aus den Rei­hen der Ge­sta­po Trier und 15 von der Ge­sta­po Lu­xem­burg. So­mit in­ter­pre­tier­te Ray­mond Wa­rin­go das Hin­zer­ter Ver­neh­mungs­kom­man­do zu Recht als „be­son­de­re[s] Be­tä­ti­gungs­fel­d“[86] und Au­ßen­stel­le der Ge­sta­po in Trier und Lu­xem­burg.[87] 

Im Som­mer 1944 stell­te das Ver­neh­mungs­kom­man­do sei­ne Tä­tig­keit in Hin­zert ein.[88] Als die ame­ri­ka­ni­schen Trup­pen am 10. Sep­tem­ber 1944 das be­setz­te Gro­ßher­zog­tum be­frei­ten, wur­de das Kom­man­do, des­sen Haupt­auf­ga­be das Vor­ge­hen ge­gen lu­xem­bur­gi­sche Wi­der­ständ­ler war, ob­so­let.[89] 

Un­ab­hän­gig vom En­de der Tä­tig­keit des Ver­neh­mungs­kom­man­dos wies die Ge­hei­me Staats­po­li­zei je­doch noch bis Fe­bru­ar 1945 Häft­lin­ge ins La­ger ein. In die­sem Zu­sam­men­hang sei er­wähnt, dass nicht nur Mit­ar­bei­ter aus Trier und Lu­xem­burg Ge­fan­ge­ne nach Hin­zert de­por­tie­ren lie­ßen. Auch die Sta­pos­tel­len in Saar­brü­cken, Ko­blenz, Köln, Düs­sel­dorf, Neu­stadt an der Wein­stra­ße, Darm­stadt, Frank­furt am Main, Lud­wigs­ha­fen, Karls­ru­he, Mag­de­burg und Salz­burg über­wie­sen Häft­lin­ge nach Hin­zert.[90] 

6. Die Verhör- und Foltermethoden der Geheimen Staatspolizei in Hinzert

Auf­grund des Feh­lens von Ori­gi­nal­do­ku­men­ten über das Ver­neh­mungs­kom­man­do müs­sen an­de­re Quel­len zu des­sen Er­for­schung her­an­ge­zo­gen wer­den. Auf­schluss­reich sind die ver­schrift­lich­ten Zeu­gen­aus­sa­gen und Stel­lung­nah­men der An­ge­klag­ten im Rah­men de­s Lu­xem­bur­ger Ge­sta­po- und Ein­satz­kom­man­do-Pro­zes­ses , der von 1949 bis 1951 vor dem Lu­xem­bur­ger Ge­richts­hof für Kriegs­ver­bre­chen ver­han­delt wur­de.

Zeu­gen­aus­sa­gen zu­fol­ge stand je­dem Be­am­ten in der Ba­ra­cke des Ver­neh­mungs­kom­man­dos ein ei­ge­ner Raum für Ver­hö­re zur Ver­fü­gung, ver­mut­lich wa­ren es zwei bis drei.[91] Auf die­se Wei­se konn­te die Ge­sta­po meh­re­re Häft­lin­ge zeit­gleich ver­neh­men, de­ren Aus­sa­gen mit­ein­an­der ver­glei­chen und sie bei Wi­der­sprü­chen ein­an­der ge­gen­über­stel­len.[92] Ei­ner der Räu­me soll ei­ne Art Wasch­raum ge­we­sen sein, was für die Ge­sta­po­be­am­ten den Vor­teil hat­te, dass sie die durch die Miss­hand­lun­gen ver­ur­sach­ten Spu­ren ein­fa­cher be­sei­ti­gen konn­ten.[93] 

Wann die Häft­lin­ge nach ih­rer In­haf­tie­rung ver­hört wur­den, war un­ter­schied­lich. Ei­ni­ge wur­den un­mit­tel­bar nach ih­rer An­kunft in Hin­zert zum Ver­hör in die Ge­sta­po­ba­ra­cke ge­bracht, an­de­re erst nach meh­re­ren Ta­gen Auf­ent­halt im La­ger.[94] Bei ei­ni­gen Häft­lin­gen dau­er­te es so­gar meh­re­re Wo­chen bis zum ers­ten Ver­hör.[95] Eben­so konn­te es sein, dass sich Ver­neh­mun­gen über meh­re­re Mo­na­te hin­zo­gen.[96] 

Auch die An­zahl der Ver­neh­mun­gen, die ein Häft­ling in Hin­zert zu er­tra­gen hat­te, war un­ter­schied­lich. Ei­ni­ge wur­den nur ein­mal ver­nom­men, an­de­re – so wird es über­lie­fert – bis zu 19 Mal.[97] Er­klä­rungs­mög­lich­kei­ten da­für gibt es vie­le: Es konn­te an der Per­son des das Ver­hör füh­ren­den Be­am­ten eben­so lie­gen wie an der Schwe­re des Vor­wurfs oder der Stand­haf­tig­keit und Wil­lens­stär­ke ei­nes Häft­lings.[98] Der Zeit­zeu­ge Ro­bert Stum­per war sich si­cher: „Die all­ge­mei­ne Tak­tik der Ge­sta­po-Ver­hö­re kann man als Me­tho­de der Ein­schüch­te­rung, der see­li­schen Zer­mür­bung, der Ver­nich­tung see­li­scher Spann­kraft be­schrei­ben. Bei Klein­mü­ti­gen, Ner­vös-Schwa­chen hat­te die Ge­sta­po leich­tes Spiel, bei star­ken Per­sön­lich­kei­ten wur­den eben stär­ke­re Re­gis­ter ge­zo­gen.“[99] 

6.1 Ausübung psychischen Drucks

Die Ver­hör­me­tho­den der Ge­sta­po­be­am­ten wa­ren viel­fäl­tig. Sie be­stan­den aus ei­ner Mi­schung aus lüg­ne­ri­schen Ver­spre­chun­gen, gü­ti­gen Zu­sprü­chen und freund­lich wir­ken­den Ges­ten (wie dem An­bie­ten ei­ner Zi­ga­ret­te), aber eben­so aus ver­ba­len At­ta­cken und wüs­ten Dro­hun­gen. Die Dro­hun­gen be­tra­fen ent­we­der den Tod des Häft­lings oder die Ver­schlep­pung oder Um­sied­lung sei­ner Fa­mi­lie.[100] Der Zeit­zeu­ge Paul We­ber un­ter­schied zwi­schen drei Ver­neh­mungs­me­tho­den: „Die ku­lan­te, wo zum En­de dem Kun­den das Rau­chen ge­stat­tet wur­de […] die stren­ge­re, wo nach stun­den­lan­gem Na­se-an-der-Mau­er-Ste­hen das ,ernst­li­che Zu­re­den‘ mit Schlä­gen er­folg­te […] der drit­te Grad mit Tre­ten, Glie­der­aus­ren­ken, Dun­kel­zel­le und Steh­bun­ker.“[101] 

Ei­ne wei­te­re Tak­tik der Ge­sta­po­agen­ten be­stand dar­in, zu be­haup­ten, be­reits ver­nom­me­ne Häft­lin­ge hät­ten ein Ge­ständ­nis ab­ge­legt, ein Ab­strei­ten sei dem­zu­fol­ge zweck­los.[102] Dies stell­te die Re­gime­geg­ner vor ein Di­lem­ma, da sie nicht wuss­ten, wie viel die Ge­sta­po tat­säch­lich schon über sie in Er­fah­rung ge­bracht hat­te.[103] Leg­ten sie ein Ge­ständ­nis ab, lie­fer­ten sie der Ge­sta­po mög­li­cher­wei­se neue In­for­ma­tio­nen. Schwie­gen sie je­doch, konn­te dies fol­gen­schwe­re Sank­tio­nen nach sich zie­hen, so­fern die Be­am­ten der Ge­heim­po­li­zei tat­säch­lich be­reits über wei­ter­rei­chen­de Er­kennt­nis­se ver­füg­ten. Aus den ge­sich­te­ten Un­ter­la­gen des Ge­sta­po-Pro­zes­ses geht her­vor, dass die Ge­sta­po die Häft­lin­ge oft mit ih­rem Wis­sen kon­fron­tier­te, um ih­nen die Aus­weg­lo­sig­keit ih­rer Si­tua­ti­on be­wusst zu ma­chen.[104] So leg­te Kri­mi­nal­ober­se­kre­tär Hans Klö­cker dem Häft­ling Ru­dy Mach ei­ne Mit­glie­der­lis­te der Wi­der­stands­grup­pie­rung LVL vor, auf der des­sen Na­me ver­zeich­net war.[105] Ähn­lich er­ging es dem Wi­der­stands­kämp­fer Er­ny Gil­len: Die Ge­sta­po prä­sen­tier­te ihm wäh­rend des Ver­hörs die über ihn an­ge­leg­te Ak­te. Die dar­in ent­hal­te­nen Aus­sa­gen be­las­te­ten ihn schwer.[106] Die Ge­sta­po war mit­nich­ten all­mäch­tig – auch wenn dies in der NS-Zeit be­wusst pro­pa­giert und lan­ge Zeit von der his­to­ri­schen For­schung un­kri­tisch an­ge­nom­men wur­de[107]  –, doch mit sol­chen Macht­de­mons­tra­tio­nen ver­mit­tel­ten ih­re Mit­ar­bei­ter wil­lent­lich und ge­zielt den An­schein der All­wis­sen­heit.[108] An die­ser Stel­le muss aber be­tont wer­den, dass die Be­am­ten des Hin­zer­ter Ver­neh­mungs­kom­man­dos nicht nur vor­ga­ben, im Be­sitz von be­las­ten­dem Ma­te­ri­al zu sein. In vie­len Fäl­len ent­sprach dies den Tat­sa­chen.

Zu Er­mitt­lungs­er­fol­gen trug auch die di­rek­te Ge­gen­über­stel­lung ei­nes Wi­der­stands­kämp­fers mit ei­nem an­de­ren Häft­ling bei. Hat­te das Ge­gen­über be­reits ge­stan­den, war ein Leug­nen in den meis­ten Fäl­len ver­geb­lich.[109] Hart­nä­cki­ges Schwei­gen oder Ab­strei­ten be­straf­ten die Ge­sta­po­be­am­ten mit­un­ter mit meh­re­ren Ta­gen Dun­kelar­rest und Ein­zel­haft im La­ger­ge­fäng­nis oder in­dem sie die stand­haf­ten Wi­der­stands­kämp­fer in be­son­ders har­te Ar­beits­kom­man­dos ein­teil­ten.[110] Ge­sta­po­mann Klö­cker be­droh­te die Häft­lin­ge des Öf­te­ren mit ei­ner de­mons­tra­tiv ge­la­de­nen Pis­to­le, um sie psy­chisch un­ter Druck zu set­zen,[111] wie sich der Über­le­ben­de Jean Pier­re Cloos er­in­nert: „Er zeig­te mir ei­ne Pis­to­le, lud sie vor mei­nen Au­gen und sag­te: Wenn Sie nicht so­fort ein­ge­ste­hen, wer­de ich Sie nie­der­knal­len. Sie ha­ben noch 2 Mi­nu­ten Zeit. […] Er setz­te mir die Pis­to­le in den Na­cken und sag­te, in 2 Mi­nu­ten wer­den Sie er­schos­sen.“[112] 

Auch die – heu­te durch zahl­rei­che US-ame­ri­ka­ni­sche Fil­me in die Po­pu­lär­kul­tur ein­ge­gan­ge­ne und dort oft über­zeich­ne­te – Me­tho­de des „good cop, bad cop“ fand Zeu­gen­aus­sa­gen zu­fol­ge An­wen­dung in den Ge­sta­po­ver­hö­ren: „Das ei­gent­li­che Ver­ho­er wur­de von SCHMIT vor­ge­nom­men, wa­eh­rend Mo­ritz an­fangs still­schwei­gend zu­ho­er­te. Als ich je­doch im­mer­fort leug­ne­te, ei­ner lu­xem­bur­gi­schen Wi­der­stands­be­we­gung an­zu­ge­hoeren, bot mir SCHMIT ei­ne Zi­ga­ret­te an, an­schei­nend um mir Ver­trau­en ein­zu­floes­sen. Als ich die­se je­doch ver­wei­ger­te und wei­ter­hin leug­ne­te, trat MO­RITZ ploetz­lich an mich her­an und setz­te mir die Pis­to­le auf die Brus­t“.[113] 

Ei­ne wei­te­re Stra­te­gie der Ge­sta­po wa­ren Macht­de­mons­tra­tio­nen, die den Häft­lin­gen die ei­ge­ne Macht­lo­sig­keit vor Au­gen füh­ren soll­ten. Hier­zu wur­den bei­spiels­wei­se Ge­fan­ge­ne nach „ver­schärf­ten Ver­neh­mun­gen“ nackt vor­ge­führt. Ein Blick auf die Spu­ren von Miss­hand­lun­gen an ih­ren Kö­pern soll­te ab­schre­ckend wir­ken und men­ta­len Druck auf die an­de­ren Häft­lin­ge aus­üben.[114] Au­ßer­dem gab es Ver­su­che, Häft­lin­ge durch die An­wer­bung als V-Mann zu ei­nem Ge­ständ­nis zu ver­lei­ten.[115] 

6.2 Anwendung physischer Gewalt

Fruch­te­ten al­le die­se Ver­neh­mungs­stra­te­gi­en nicht, wur­de zur An­wen­dung phy­si­scher Ge­walt über­ge­gan­gen. Zu den Fol­ter­prak­ti­ken ge­hör­ten stun­den­lan­ge Ver­hö­re, in de­nen die Häft­lin­ge mit Fu­ß­trit­ten, Faust­schlä­gen, Stock- und Peit­schen­hie­ben mal­trä­tiert wur­den.[116] 50 Schlä­ge mit ei­nem Gum­mi­knüp­pel wa­ren kei­ne Sel­ten­heit.[117]  Ein be­son­ders be­lieb­tes Fol­ter­in­stru­ment der Ge­sta­po­be­am­ten war der Och­sen­zie­mer.[118] Die Ge­pei­nig­ten muss­ten sich mit dem Ge­sicht zur Wand stel­len (meist in ge­bück­ter Hal­tung) oder über ei­nen Stuhl oder Tisch beu­gen, um die Schlä­ge mit dem Och­sen­zie­mer ent­ge­gen­zu­neh­men.[119] Da­mit sie den bru­ta­len Schlä­gen nicht aus­wei­chen, ge­schwei­ge denn die­se pa­rie­ren konn­ten, wa­ren sie in den meis­ten Fäl­len mit Hand­schel­len ge­fes­selt.[120] 

Wa­ren die Ge­sta­po­be­am­ten mit ei­ner Ant­wort nicht zu­frie­den, konn­te es vor­kom­men, dass der je­wei­li­ge Häft­ling im Af­fekt mit dem Kopf ge­gen die Wand ge­schla­gen, ge­würgt oder an­der­wei­tig miss­han­delt wur­de.[121]   Auch Me­tho­den der Was­ser­fol­ter ka­men zur An­wen­dung.[122] Laut Mar­cel En­gel und An­dré Ho­hen­gar­ten sind je­doch Fol­ter­me­tho­den wie „Elek­tro­schock, Ho­denz­er­quet­schung, Löt­lam­pe, Ba­de­wan­ne usw., die an­der­orts prak­ti­ziert wur­den“[123] für Hin­zert nicht nach­weis­bar.

Vie­le der ge­schil­der­ten Fol­ter­prak­ti­ken ge­hör­ten zum Re­per­toire der so­ge­nann­ten „ver­schärf­ten Ver­neh­mun­g“.[124] Da­bei han­del­te es sich um ei­nen Eu­phe­mis­mus, der in der Rea­li­tät be­deu­te­te: Ge­ständ­nis­se soll­ten mit­tels Miss­hand­lun­gen und Fol­ter rou­ti­ne­mä­ßig er­zwun­gen wer­den.[125] Ab Ok­to­ber 1941 er­hielt der Lei­ter ei­ner Sta­pos­tel­le die Kom­pe­tenz, „ver­schärf­te Ver­neh­mun­gen“ zu ge­neh­mi­gen und an­zu­ord­nen.[126] Aus­sa­gen von Hart­manns ehe­ma­li­ger Se­kre­tä­rin Cla­ra Weh­mann zu­fol­ge wa­ren die Ge­sta­po­be­am­ten Fritz Schmidt, Adolf Mo­ritz, Ru­dolf Rath­ke, Franz Su­der, Her­bert Butz­ke und Hans Klö­cker be­kannt für die Durch­füh­rung ver­schärf­ter Ver­hö­re und die Miss­hand­lung von Häft­lin­gen.[127] Nicht er­sicht­lich ist je­doch, wann die Ge­sta­po­be­am­ten Ge­walt an­wen­de­ten und wann nicht, denn nicht je­des Schwei­gen wur­de mit Schlä­gen ge­ahn­det – was ein Hin­weis dar­auf ist, dass die Ge­walt­herr­schaft der Ge­sta­po in Hin­zert von Will­kür ge­prägt war.

Die Aus­sa­ge des lu­xem­bur­gi­schen Hin­zert-Über­le­ben­den Chris­ti­an Cal­mes vor dem Lu­xem­bur­ger Ge­richts­hof für Kriegs­ver­bre­chen steht bei­spiel­haft für die un­zäh­li­gen grau­sa­men Ver­neh­mun­gen, die durch Be­am­te der Trie­rer und der Lu­xem­bur­ger Ge­sta­po im SS-Son­der­la­ger/KZ Hin­zert durch­ge­führt wur­den: „Als ich bei der Ver­neh­mung nicht so­fort ein Ge­ständ­nis mach­te, wur­de ich von BIE­LER auf die gröb­lichs­te Art und Wei­se miss­han­delt. Ich muss­te mich mit dem Bauch auf ei­nen Stuhl le­gen und ha­be da­bei von BIE­LER im­mer­hin 30 Schlä­ge mit ei­nem mas­si­ven Gum­mi­sch­lauch er­hal­ten. Ein­schal­ten möch­te ich hier, dass die Häft­lin­ge bei die­sen Ver­neh­mun­gen ge­wöhn­lich kei­ne Ho­se ge­tra­gen ha­ben. […] Aus­ser­dem wur­de ich von Bie­ler mit dem Hand­bal­len der­art wuch­tig an die Schlä­fe ge­schla­gen, dass ich mit dem Kop­fe ge­gen ei­nen dort ste­hen­den Schrank an­stiess. Un­ter dem Druck die­ser Miss­hand­lun­gen, mach­te ich schliess­lich ein teil­wei­ses Ge­ständ­nis, das aber nicht in al­len Tei­len rich­tig war […] Aus frü­her statt­ge­fun­de­nen Ver­neh­mun­gen und da­bei er­ziel­ten Ge­ständ­nis­sen, wuss­ten die Ge­sta­po­be­am­ten meist schon wie weit der Ein­zel­ne be­las­tet war, be­vor sie zu sei­ner Ver­neh­mung schrit­ten. Von SZ­RON­KA hiess es, dass man ihm ein kal­tes Stück Ei­sen in den Af­ter ge­presst hat­te, um ihn zu ei­nem Ge­ständ­nis zu zwin­gen. Bei der Ver­neh­mung von Pier­re MA­ROLDT war SZ­RON­KA in dem­sel­ben Ver­neh­mungs­zim­mer in ei­nem Schrank ein­ge­sperrt und hat­te da­bei von dem Ge­sta­po­be­am­ten die Auf­for­de­rung er­hal­ten, bei je­der Un­wahr­heit die MA­ROLDT sa­gen wür­de, ge­gen die Tü­re des Schran­kes zu klop­fen.“[128] 

Auf­grund der Stra­pa­zen leg­ten vie­le Häft­lin­ge letzt­lich ein Ge­ständ­nis ab, wo­durch im­mer mehr Men­schen ins Vi­sier der Ge­sta­po ge­rie­ten und die Plä­ne der Wi­der­stands­or­ga­ni­sa­tio­nen auf­ge­deckt wur­den.[129] Durch die Ef­fek­ti­vi­tät der Ver­hör- und Fol­ter­tech­ni­ken ge­lang es dem Ver­neh­mungs­kom­man­do, zahl­rei­che Ge­ständ­nis­se zu er­pres­sen und meh­re­re Ver­haf­tungs­wel­len durch­zu­füh­ren, in de­ren Fol­ge über 1.500 Lu­xem­bur­ger nach Hin­zert de­por­tiert wur­den. Zu­gleich wur­de auf die­se Wei­se das Image ei­ner all­mäch­ti­gen, all­wis­sen­den und all­ge­gen­wär­ti­gen Ge­heim­po­li­zei auf­recht­er­hal­ten und ge­pflegt.

Foni Tissen, Das Lager Hinzert mit Blick auf Arbeitslager (rechts) und SS-Lager (links). Die Vernehmungsstube befindet sich in der hinteren Gebäudereihe in der Mitte, Öl auf Leinwand, 1943. (Musée national de la Résistance Esch-sur-Alzette)

 

7. Massenmorde im SS-Sonderlager/KZ Hinzert

Das SS-Son­der­la­ger/KZ Hin­zert dien­te der Ge­sta­po je­doch nicht nur als Haft­stät­te und Ort für Ver­neh­mun­gen, son­dern auch drei­mal als Hin­rich­tungs­stät­te. So­wohl die Ge­sta­po Trier als auch die Ge­sta­po Lu­xem­burg wa­ren je­weils ma­ß­geb­lich mit­ver­ant­wort­lich für die drei Mas­sen­mor­de, die zwi­schen 1941 und 1944 im La­ger selbst und in des­sen un­mit­tel­ba­rer Nä­he statt­fan­den. Die Ge­sta­po­agen­ten hat­ten den Hin­rich­tun­gen zwar nie bei­ge­wohnt, ge­schwei­ge denn sie selbst durch­ge­führt, aber sie hat­ten im Vor­feld je­weils die lo­gis­ti­sche be­zie­hungs­wei­se die er­mitt­lungs­tech­ni­sche Vor­ar­beit ge­leis­tet, durch die es über­haupt erst zu den Mor­den kom­men konn­te. Au­ßer­dem wa­ren es in al­len drei Fäl­len Ge­sta­po­be­am­te ge­we­sen, die die Ent­schei­dungs­ge­walt dar­über in­ne­hat­ten, wel­che Men­schen bei den Exe­ku­tio­nen hin­ge­rich­tet wer­den soll­ten. Den Mor­den fie­len min­des­tens 70 so­wje­ti­sche Kriegs­ge­fan­ge­ne und 43 lu­xem­bur­gi­sche Bür­ger zum Op­fer.

7.1 Der Mord an sowjetischen Kriegsgefangenen im Oktober 1941

In der Nacht vom 16. auf den 17.10.1941 er­mor­de­ten An­ge­hö­ri­ge der SS-Wach­mann­schaft un­ter der Auf­sicht des La­ger­kom­man­dan­ten Her­mann Pis­ter und des La­ger­arz­tes Dr. Wal­de­mar Wol­ter 70 so­wje­ti­sche Kriegs­ge­fan­ge­ne im SS-Son­der­la­ger/KZ Hin­zert mit­tels Zy­an­ka­lisprit­zen.[130] Die Rechts­grund­la­ge für ih­re Er­mor­dung bil­de­te der so­ge­nann­te „Kom­miss­ar­be­fehl“[131] vom 6.6.1941, dem­zu­fol­ge „Po­li­ti­sche Kom­mis­sa­re“ nicht wie Kriegs­ge­fan­ge­ne be­han­delt wer­den soll­ten, son­dern statt­des­sen ei­ne „Son­der­be­hand­lun­g“ er­fah­ren soll­ten – was nichts an­de­res be­deu­te­te als die un­mit­tel­ba­re Eli­mi­nie­rung nach der Ver­haf­tung.[132] Die Aus­son­de­rung so­wje­ti­scher Kriegs­ge­fan­ge­ner fiel in den Auf­ga­ben­be­reich der Ge­hei­men Staats­po­li­zei.[133] Da­her fuh­ren zwei SS-Fah­rer am 16.10.1941 mit zwei Last­wa­gen und in Be­glei­tung von Trie­rer Ge­sta­po­be­am­ten zum Kriegs­ge­fan­ge­nen­la­ger Baum­hol­der, wo die Be­am­ten meh­re­re so­wje­ti­sche Kriegs­ge­fan­ge­ne über­prü­fen soll­ten.[134] Auf der Grund­la­ge des Kom­miss­ar­be­fehls son­der­ten die Ge­sta­po­be­am­ten, die bis­lang na­ment­lich nicht er­mit­telt wer­den konn­ten, 70 Per­so­nen aus und brach­ten sie zu ih­rem Hin­rich­tungs­ort: ins SS-Son­der­la­ger/KZ Hin­zert.[135] Die Mit­ar­bei­ter der Ge­sta­po Trier tra­gen dem­nach ei­ne Mit­ver­ant­wor­tung an der Er­mor­dung der so­wje­ti­schen Kriegs­ge­fan­ge­nen.  Zwar wohn­ten sie der Hin­rich­tung nicht bei, doch sie wa­ren für die Se­lek­ti­on der zu Tö­ten­den und ih­ren Trans­port nach Hin­zert zu­stän­dig.

7.2 Der Mord an luxemburgischen Bürgern im September 1942

Als Gau­lei­ter Gus­tav Si­mon am 30.8.1942 die Ein­füh­rung der Wehr­pflicht für lu­xem­bur­gi­sche Bür­ger ver­kün­de­te, brach ei­nen Tag spä­ter aus Pro­test ge­gen die­se Zwangs­maß­nah­me ein Streik aus, der sich rasch über das gan­ze Gro­ßher­zog­tum aus­brei­te­te und als „Ge­ne­ral­strei­k“ in die lu­xem­bur­gi­sche Ge­schich­te ein­ging.[136] In des­sen Fol­ge er­eig­ne­te sich der zwei­te Mas­sen­mord na­he Hin­zert.

Zur Un­ter­drü­ckung der Streik­be­we­gung er­hielt der Trie­rer Ge­sta­po­chef und Lei­ter des EKL, Fritz Hart­mann, vom Reichs­si­cher­heits­haupt­amt (RSHA) den Be­fehl, den zi­vi­len Aus­nah­me­zu­stand zu ver­hän­gen und ein Stand­ge­richt ein­zu­rich­ten.[137] Das RSHA er­nann­te Hart­mann zum Vor­sit­zen­den die­ses Ge­richts.[138] Als ei­ner der bei­den Bei­sit­zer fun­gier­te der Trie­rer Kri­mi­nal­kom­mis­sar Al­bert Schmidt, der Lei­ter des Hin­zer­ter Ver­neh­mungs­kom­man­dos. So­mit war das aus drei Per­so­nen be­ste­hen­de Stand­ge­richt mit zwei hoch­ran­gi­gen Ge­sta­po­be­am­ten aus Trier be­setzt. Die­se Äm­ter­ku­mu­la­ti­on ist ein Be­leg für das Macht- und Ein­fluss­po­ten­ti­al der Ge­hei­men Staats­po­li­zei in Lu­xem­burg. Ins­ge­samt sprach das Stand­ge­richt 21 To­des­ur­tei­le ge­gen will­kür­lich aus­ge­wähl­te Streik­teil­neh­mer aus. 20 von ih­nen wur­den zwi­schen dem 2. und 9.9.1942 in ei­nem Stein­bruch in un­mit­tel­ba­rer Nä­he des SS-Son­der­la­gers/KZ Hin­zert von SS-An­ge­hö­ri­gen stand­recht­lich er­schos­sen.[139] Dar­über hin­aus wur­den 125 Men­schen an die Ge­sta­po über­stellt und in ver­schie­de­ne Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger de­por­tiert.[140] 

Der Lu­xem­bur­ger Ge­richts­hof für Kriegs­ver­bre­chen leg­te Hart­mann in der Nach­kriegs­zeit zur Last, als Lei­ter des EKL die Fest­nah­men und In­haf­tie­run­gen an­ge­ord­net so­wie als Vor­sit­zen­der des Stand­ge­richts die To­des­ur­tei­le und ih­re Voll­stre­ckung ver­an­lasst zu ha­ben.[141] Das Lu­xem­bur­ger Ge­richt schrieb Hart­mann und Al­bert Schmidt prin­zi­pa­li­ter die Ver­ant­wor­tung am Mas­sen­mord zu, weil sie an den „ver­bre­che­ri­schen To­des­ur­tei­len un­mit­tel­bar mit­wirk­ten und durch die­se To­des­ur­tei­le zu der völ­ker­rechts­wid­ri­gen Hin­rich­tung der 20 Blut­op­fer […] ei­ne der­ar­ti­ge Bei­hil­fe leis­te­ten, daß oh­ne die­se Bei­hil­fe die­se Ver­bre­chen nicht hät­ten be­gan­gen wer­den kön­nen“[142]. Des Wei­te­ren mach­te der Lu­xem­bur­ger Ge­richts­hof Hart­mann (in sei­ner Funk­ti­on als Lei­ter des EKL) und Wal­ter Run­ge (in sei­ner Po­si­ti­on als Lei­ter der Ge­sta­po Lu­xem­burg) für die Ver­hän­gung von Schutz­haft­be­feh­len und die Ge­währ­leis­tung von Trans­por­ten nach Hin­zert und in an­de­re Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger ver­ant­wort­lich.[143] Bei­de wur­den für ih­re ver­bre­che­ri­schen Ta­ten zum To­de ver­ur­teilt, spä­ter je­doch be­gna­digt.[144] 

7.3 Die Ermordung luxemburgischer Widerstandskämpfer am 25.2.1944

Der drit­te Mas­sen­mord er­fuhr be­reits in meh­re­ren Auf­sät­zen und Über­blicks­wer­ken über das SS-Son­der­la­ger/KZ Hin­zert be­zie­hungs­wei­se über Lu­xem­burg im Zwei­ten Welt­krieg Er­wäh­nung. Al­ler­dings wur­den die Er­schie­ßun­gen vom 25.2.1944 sel­ten bis gar nicht mit der Ge­sta­po in Ver­bin­dung ge­bracht, was wohl dar­auf zu­rück­zu­füh­ren ist, dass SS-Leu­te die Exe­ku­tio­nen durch­führ­ten, wie be­reits bei den vor­an­ge­gan­ge­nen Mas­sen­mor­den. Doch dem Lu­xem­bur­ger Ge­richts­hof für Kriegs­ver­bre­chen war die Schuld Wal­ter Run­ges nicht ent­gan­gen: Als Chef der Ge­sta­po Lu­xem­burg und zu­dem 1944 als am­tie­ren­der Lei­ter des EKL wur­de Wal­ter Run­ge in der Nach­kriegs­zeit für die Mas­sen­exe­ku­ti­on am 25.2.1944 mit­ver­ant­wort­lich ge­macht.[145] Er hat­te Zeu­gen­aus­sa­gen zu­fol­ge ge­mein­sam mit Kri­mi­nal­kom­mis­sar Ger­hard Si­mon und Kri­mi­nal­se­kre­tär Fritz Schmidt die Se­lek­ti­on der 23 To­des­kan­di­da­ten vor­ge­nom­men.[146] 

Zwi­schen Sep­tem­ber 1943 und Ja­nu­ar 1944 wur­den auf Run­ges Be­fehl hin rund 350 Lu­xem­bur­ger von der Ge­sta­po im Rah­men meh­re­rer Raz­zi­en und Ver­haf­tungs­wel­len fest­ge­nom­men und ins SS-Son­der­la­ger/KZ Hin­zert ver­schleppt, dar­un­ter die 23 To­des­op­fer des 25.2.1944.[147] Was Run­ge und sei­ne Mit­strei­ter da­zu be­wo­gen hat­te, aus­ge­rech­net die­se 23 Men­schen aus­zu­wäh­len, lässt sich nicht mehr nach­voll­zie­hen. Der Um­stand, dass sie als „schwer­be­las­te­te“ Rä­dels­füh­rer ein­ge­stuft wur­den, ver­mag nicht wirk­lich zu über­zeu­gen. Schlie­ß­lich ob­lag Run­ge als Ge­sta­po­chef das „Rech­t“ zu de­fi­nie­ren, wer als Staats­feind an­zu­se­hen war. Die­se Mas­sen­mord­ak­ti­on war ei­ne di­rek­te Fol­ge von Er­mitt­lungs­er­geb­nis­sen, die un­ter an­de­rem auf­grund der grau­sa­men Ver­hör­me­tho­den des Hin­zer­ter Ver­neh­mungs­kom­man­dos er­zielt wer­den konn­ten.[148] 

8. Die Position des Verwaltungsführers der Gestapo im SS-Sonderlager/KZ Hinzert

Die Ge­sta­po Trier üb­te über­dies ei­nen nicht un­be­trächt­li­chen ad­mi­nis­tra­ti­ven und wirt­schaft­li­chen Ein­fluss auf das SS-Son­der­la­ger/KZ Hin­zert aus. Der von ihr ein­ge­setz­te Ver­wal­tungs­füh­rer war von Ju­li 1940 bis Fe­bru­ar 1942 für die Klei­dung, die Ver­pfle­gung, die Un­ter­brin­gung und den Ar­beits­ein­satz der Häft­lin­ge zu­stän­dig.[149] Letz­te­res be­deu­te­te, dass er bis März 1942 Häft­lin­ge an Pri­vat­fir­men „ver­mie­te­te“, die die Ar­beits­kraft der Ge­fan­ge­nen aus­beu­te­ten.[150] Be­dingt durch die vor­ge­nann­ten Ein­griffs­mög­lich­kei­ten konn­te die Ge­sta­po auf die kör­per­li­che und see­li­sche Ver­fas­sung der In­haf­tier­ten ein­wir­ken. So hat­te sie mit der Kon­trol­le über die Es­sens­zu­tei­lung ein be­son­ders per­fi­des Fol­ter­in­stru­ment als „Dis­zi­pli­nie­rungs­maß­nah­me“ zur Hand: Durch sys­te­ma­ti­schen Nah­rungs­mit­tel­ent­zug konn­ten die Häft­lin­ge an ih­re phy­si­schen und psy­chi­schen Gren­zen ge­trie­ben wer­den.[151] 

Des Wei­te­ren fiel die Ver­sor­gung der Be­am­ten des Ver­neh­mungs­kom­man­dos mit Men­gen­ver­brauchs­gü­tern in den Auf­ga­ben­be­reich des Ver­wal­tungs­füh­rers.[152] Von Ju­li 1940 bis Fe­bru­ar 1942 ob­lag der Ab­tei­lung I der Staats­po­li­zei­stel­le Trier die wirt­schaft­li­che Ver­wal­tung und Nut­zung des SS-Son­der­la­gers/KZ Hin­zert.[153] Ab Fe­bru­ar 1942 war das Wirt­schafts- und Ver­wal­tungs­haupt­amt (WV­HA) für öko­no­mi­sche Fra­gen und Auf­ga­ben, die das La­ger be­tra­fen, ver­ant­wort­lich. Die Ge­sta­po Trier blieb je­doch wei­ter­hin für die Lie­gen­schafts­ver­wal­tung und den Per­so­nal­etat des Ver­neh­mungs­kom­man­dos zu­stän­dig.[154] 

9. Fazit

An­hand der vor­an­ge­gan­ge­nen Aus­füh­run­gen am Bei­spiel Hin­zert und der Staats­po­li­zei­stel­len in Trier und Lu­xem­burg wird deut­lich, dass die Ge­sta­po d a s Re­pres­si­ons­in­stru­ment der na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Herr­schaft war; ge­schaf­fen, um als zen­tra­les, mit weit­rei­chen­den Kom­pe­ten­zen aus­ge­stat­te­tes Exe­ku­tiv­or­gan ge­gen je­des An­zei­chen von Re­sis­tenz vor­zu­ge­hen und die Zie­le der na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Füh­rung durch­zu­set­zen.[155] Im SS-Son­der­la­ger/KZ Hin­zert war die Ge­hei­me Staats­po­li­zei nicht nur in Form des Ver­wal­tungs­füh­rers für ad­mi­nis­tra­ti­ve Auf­ga­ben zu­stän­dig, son­dern führ­te auch grau­sa­me Ver­hö­re mit­tels psy­chi­scher und phy­si­scher Fol­ter durch und trug die Mit­ver­ant­wor­tung an drei Mas­sen­hin­rich­tun­gen in den Jah­ren 1941, 1942 und 1944. Das In­ter­na­tio­na­le Mi­li­tär­tri­bu­nal in Nürn­berg er­klär­te die Ge­sta­po in der un­mit­tel­ba­ren Nach­kriegs­zeit zu ei­ner „ver­bre­che­ri­schen Or­ga­ni­sa­ti­on.“[156] 

Quellen

Ungedruckte Quellen

Bun­des­ar­chiv Ber­lin
• BArch R 58/1112
 
Bun­des­ar­chiv Ko­blen­z 
• BArch All­Proz 21/189
• BArch All­Proz 21/201
• BArch All­Proz 21/202
• BArch All­Proz 21/278
• BArch All­Proz 21/281
• BArch All­Proz 21/282
• BArch All­Proz 21/342
• BArch All­Proz 21/344
• BArch All­Proz 21/358
 
Bun­des­ar­chiv Lud­wigs­burg
• BArch B 162/3649
• BArch B 162/6904

Ar­chi­ves Na­tio­na­les /Lu­xem­bur­ger Na­tio­nal­ar­chiv (An­Lux)
• An­Lux, CdG-006, Ma­gis­trats al­le­man­ds
• An­Lux, CdG-040, Hart­mann, Fritz
• An­Lux, CdG-061, Klö­cker Hans
• An­Lux, CdG-079, Mo­ritz Adolf, Si­mon Ger­hard et Bie­ler Karl
• An­Lux, CdG-087, Ran­ner Se­bas­ti­an
• An­Lux, CdG-088, Rath­ke Ru­dy-Wil­li
• An­Lux, CdG-094, Run­ge Wal­ter Samm­lung der Ge­denk­stät­te SS-Son­der­la­ger/KZ Hin­zert
• NS-Do­ku­zen­trum 41/78 

Gedruckte Quellen

Kur­siv = Kurz­zi­tier­wei­se

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Literatur

Kur­siv = Kurz­zi­tier­wei­se
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Exhumierung von Leichen aus einem Massengrab in Hinzert, 1946. (Archives de l'occupation française en Allemagne et en Autriche, La Courneuve)

 
Anmerkungen
  • 1: Eine erste Fassung dieses Aufsatzes ist 2018 unter dem Titel „Die Gestapo am ,Ort des Terrors’“ erschienen, vgl. Klasen, Katharina, Die Gestapo am „Ort des Terrors“. Das Vernehmungskommando im SS-Sonderlager/Konzentrationslager Hinzert, in: Grotum, Thomas (Hg.), Die Gestapo Trier. Beiträge zur Geschichte einer regionalen Verfolgungsbehörde, Köln/Weimar/Wien 2018, S. 95-113. Zudem basiert der Aufsatz auf der im Jahr 2015 veröffentlichten Magisterarbeit der Verfasserin, vgl. Klasen, Katharina, Allgegenwärtig? Die Geheime Staatspolizei und das SS-Sonderlager/KZ Hinzert, Mainz/Hinzert 2015.
  • 2: Zahlreiche Publikationen und Aufsätze (sowie die Existenz der Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert) sind der Beweis dafür. Exemplarisch seien genannt: Landeszentrale für politische Bildung, SS-Sonderlager Hinzert; Landeszentrale für politische Bildung, Verfolgung, Band 2; Bader/Welter, SS-Sonderlager/KZ Hinzert; Landeszentrale für politische Bildung, Konzentrationslager; Welter/Bader, Luxemburger Häftlinge; Urban-Fahr, SS-Sonderlager/KZ Hinzert; Meyer/Berkessel, Zeit des Nationalsozialismus, Band 2; Schneider, Waffen-SS; Christoffel, Weg durch die Nacht; Engel/Hohengarten, Hinzert.
  • 3: Vgl. Gerstlauer, SS-Sonderlager Hinzert, S. 133.
  • 4: Wildt, Nationalsozialismus, S. 64.
  • 5: Vgl. Dörner, Gestapo, S. 340.
  • 6: Die Gestapo Luxemburg findet zwar Erwähnung in der Literatur über Luxemburg und den Zweiten Weltkrieg sowie in Publikationen, die die luxemburgischen Widerstandsgruppen in den Mittelpunkt stellen, doch die Dienststelle selbst wurde bis 2015 noch nicht wissenschaftlich erforscht, vgl. Musée national de la Résistance Esch-sur-Alzette (Hg.), Gestapo-Terror in Luxemburg. Verwaltung, Überwachung, Unterdrückung, Luxembourg 2015.
  • 7: Vgl. Brommer, Tätigkeit, S. 327.
  • 8: Brommer, Die Partei hört mit, Band 2,1, S. XXIII.
  • 9: Grotum, Thomas (Hg.), Die Gestapo Trier in der Christophstraße 1. Eine Ausstellung, Trier 2014. (Katalog zur Ausstellung)
  • 10: Grotum, Thomas (Hg.), Die Gestapo Trier. Beiträge zur Geschichte einer regionalen Verfolgungsbehörde, Köln/Weimar/Wien 2018.
  • 11: Vgl. Die Gestapo Trier in der Christophstraße 1. Justiz und Polizei im regionalen Umfeld der NS-Zeit. Einführung, in: Homepage der Universität Trier, Projekt „Gestapo Trier“, veröffentlicht unter: https://www.uni-trier.de/index.php?id=54259 (zuletzt aufgerufen am 20.06.2020).
  • 12: Vgl. Projektinitiative und Quellengrundlage, in: Homepage der Universität Trier, Projekt „Gestapo Trier“, veröffentlicht unter: https://www.uni-trier.de/index.php?id=61594 (zuletzt aufgerufen am 20.06.2020).
  • 13: Vgl. Zuche, StattFührer, S. 8.
  • 14: Erlass des Gauleiters vom 13.9.1944, zitiert nach Zenz, Trier in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, Band 3, S. 160; vgl. Zenz, Trier im 20. Jahrhundert, Band 1, S. 337.
  • 15: Vgl. Gerstlauer, SS-Sonderlager Hinzert, S. 40, Anm. 125; Clemens/Clemens, Trier, S. 160.
  • 16: Vgl. Dörner, Gestapo, S. 335; Heuer, Brutalisierung, S. 508; Gellately, In den Klauen der Gestapo, S. 43.
  • 17: Vgl. BArch AllProz 21/202, Bl. 488; Engel/Hohengarten, Hinzert, S. 7, 74-75, 341.
  • 18: Vgl. Steinmetz, Verteidigungsstrategie, S. 275-292.
  • 19: Welche Aufgaben hatte die Geheime Staatspolizei im SS-Sonderlager/KZ Hinzert und an welchen Verbrechen war sie beteiligt?
  • 20: Leider sind der Verfasserin dieses Aufsatzes nur die Geburtsdaten, nicht aber die Sterbedaten der genannten Personen bekannt.
  • 21: Vgl. Pütz, Anklageverfahren Sporrenberg, S. 67.
  • 22: Vgl. Grotum, Die Gestapo Trier, S. 12-13. Zuvor war sie im alten Regierungsgebäude am Hauptmarkt untergebracht.
  • 23: Vgl. Heumüller, Kommunisten, S. 147-164.
  • 24: Vgl. Heyen, Ort des Leidens, S. 135.
  • 25: Vgl. Tagesrapport Nr. 68 der Gestapo Trier vom 15.10.1941, in: LHAKo, Best. 442 Nr. 15792, S. 551-553, zitiert nach Brommer, Die Partei hört mit, Band 2,1, S. 131-132.
  • 26: Vgl. Brogmus, Vom Nachbarn zum Verfolgten, S. 225-242; Koerfer, Deportation, S. 243-259.
  • 27: Dörner, Gestapo, S. 338; vgl. Frei, Terror, S. 226; Kallenborn, Sitz der Gestapo, S. 6.
  • 28: Vgl. Heuft, Zensurbehörde, S. 81-93; Zuche, Loyalität; Heyen, Nationalsozialismus, S. 201-207, 280; Zenz, Die Stadt Trier, Band 1, S. 378-380; Thomas, Kirche unter dem Hakenkreuz; Weiter-Matysiak, Widerstand, S. 164.
  • 29: Vgl. Graf, Kontinuitäten, S. 82; Kraus, Stätten, S. 9; Heyen, Ort des Leidens, S. 136; Klimmt, Wenn du nicht artig bist, S. 167.
  • 30: Broszat, Nationalsozialistische Konzentrationslager, S. 13.
  • 31: Stiftung Topographie des Terrors, S. 147.
  • 32: Vgl. Nestler, Widerstand, S. 105.
  • 33: Vgl. Orth, System, S. 94.
  • 34: Vgl. Kraus, Stätten, S. 9; Klimmt, Wenn du nicht artig bist, S. 167.
  • 35: Vgl. Heyen, Ort des Leidens, S. 137.
  • 36: Broszat, Nationalsozialistische Konzentrationslager, S. 14.
  • 37: Vgl. Heyen, Ort des Leidens, S. 136; Broszat, Nationalsozialistische Konzentrationslager, S. 14; Klimmt, Wenn du nicht artig bist, S. 167.
  • 38: Nestler, Widerstand, S. 105.
  • 39: Vgl. Heyen, Ort des Leidens, S. 142; Wallerang, Luxemburg, S. 3; Koltz, Verbindungen, S. 344; Happe/Mayer/Peers, Verfolgung, S. 42; Engel/Hohengarten, Hinzert, S. 9; Dostert, Besatzungspolitik, S. 375.
  • 40: Vgl. BArch AllProz 21/189, Bl. 4; Heyen, Ort des Leidens, S. 142; Koltz, Verbindungen,S. 346.
  • 41: Vgl. AnLux, CdG-094, Bl. 13; Pütz, Angehörige, S. 60; Engel/Hohengarten, Hinzert, S. 41; Dostert, Luxemburg, S. 205.
  • 42: Vgl. BArch AllProz 21/342, Bl. 120.
  • 43: Pütz, Anklageverfahren, S. 53.
  • 44: Vgl. BArch AllProz 21/342, Bl. 120; BArch B 162/6904, Bl. 235; Engel/Hohengarten, Hinzert, S. 40.
  • 45: Engel/Hohengarten, Hinzert, S. 48.
  • 46: Der Leiter der Luxemburger Gestapo unterstand dem Vorsitzenden des EKL. Ab September 1943 hatte Runge jedoch beide Positionen inne, vgl. Engel/Hohengarten, Hinzert, S. 40.
  • 47: Vgl. AnLux, CdG-094, Bl. 20; Happe/Mayer/Peers, Verfolgung, S. 550; Pütz, Angehörige, S. 60; Hohengarten, Nazi-Gewaltherrschaft, S. 8; Gerstlauer, SS-Sonderlager Hinzert, S. 73, Anm. 62; Barbel, Student, S. 24.
  • 48: Heinen, Zeugnisse, S. 95.
  • 49: Vgl. Schneider, Waffen-SS, S. 71; BArch AllProz 21/189, Bl. 10.
  • 50: Musée national de la Résistance Esch-sur-Alzette (Hg.), Gestapo-Terror in Luxemburg. Verwaltung, Überwachung, Unterdrückung, Luxembourg 2015. (Katalog zur Ausstellung)
  • 51: Vgl. BArch AllProz 21/342, Bl. 208.
  • 52: ie Beziehungen zwischen der Gestapo Trier und der Gestapo Luxemburg waren vielfältig. So besaßen die Dienststellen ein gemeinsames Schutzhaftreferat, das sich in Trier befand und von der Gestapo Trier geführt wurde.
  • 53: Vgl. AnLux, CdG-040, Bl. 180.
  • 54: Vgl. Leider sind der Verfasserin dieses Aufsatzes nur die Geburtsdaten, nicht aber die Sterbedaten der genannten Personen bekannt.
  • 55: Vgl. NS-Dokuzentrum 41/78, Bl. 1-12; BArch R 58/1112, Bl. 102-113.
  • 56: Vgl. Happe/Mayer/Peers, Verfolgung, S. 12.
  • 57: Vgl. Landeszentrale für politische Bildung, Verfolgung, Band 2, S. 10, 18; Bader/Welter, SS-Sonderlager/KZ Hinzert, S. 20; Bader, SS-Sonderlager/KZ Hinzert, S. 256.
  • 58: Vgl. Wallerang, Luxemburg, S. 108; Heyen, Ort des Leidens, S. 149.
  • 59: as Lager nahe Hermeskeil bestand von Oktober 1939 bis März 1945. In diesem Zeitraum waren circa 10.000 Menschen in Hinzert inhaftiert, ausschließlich männliche Häftlinge aus mindestens 20 europäischen Ländern.
  • 60: as Lager nahe Hermeskeil bestand von Oktober 1939 bis März 1945. In diesem Zeitraum waren circa 10.000 Menschen in Hinzert inhaftiert, ausschließlich männliche Häftlinge aus mindestens 20 europäischen Ländern.
  • 61: Dostert, Luxemburg, S. 208.
  • 62: Vgl. Christoffel, Weg durch die Nacht, S. 221-223.
  • 63: Vgl. AnLux, CdG-079; AnLux, CdG-087; AnLux, CdG-061; AnLux, CdG-006; BArch AllProz 21/201; BArch AllProz 21/202; Welter/Bader, Luxemburger Häftlinge, S. 72.
  • 64: Vgl. Welter/Bader, Luxemburger Häftlinge, S. 72.
  • 65: Vgl. AnLux, CdG-079; AnLux, CdG-087; AnLux, CdG-061; AnLux, CdG-006; BArch AllProz 21/201; BArch AllProz 21/202; Welter/Bader, Luxemburger Häftlinge, S. 72.
  • 66: Weiter-Matysiak, SS-Sonderlager/KZ Hinzert im Hunsrück (2002), S. 168; vgl. Dostert, SS-Sonderlager/KZ Hinzert, S. 60.
  • 67: Vgl. Bader/Welter, SS-Sonderlager/KZ Hinzert, S. 13; Bader, SS-Sonderlager/KZ Hinzert, S. 249; Bader, Bedeutung, S. 27; Heyen, Ort des Leidens, S. 141; Orth, System, S. 46; Urban-Fahr, SS-Sonderlager/KZ Hinzert, S. 11. Im Bundesgesetzblatt vom 2.3.1967 wurde das SS-Sonderlager Hinzert als Konzentrationslager eingestuft, vgl. BGBl 1967/12, S. 233, 242.
  • 68: Vgl. Schneider, Waffen-SS, S. 153, 217-219; Kraus, Stätten, S. 29; Bader, SS-Sonderlager/KZ Hinzert, S. 254; Landeszentrale für politische Bildung, Verfolgung, Band 2, S. 11.
  • 69: Vgl. Bader, Hinzert und seine Bedeutung im Ausland, S. 24-25; Benz, Verortung, S. 40.
  • 70: Vgl. Orth, System, S. 40; Broszat, Nationalsozialistische Konzentrationslager, S. 58; Tuchel, Registrierung, S. 128-129.
  • 71: Vgl. Orth, System, S. 40-45.
  • 72: Vgl. Bauer, Justiz und NS-Verbrechen, S. 141.
  • 73: Ursprünglich war es als Polizeihaftlager und Arbeitserziehungslager errichtet worden, vgl. Landeszentrale für politische Bildung, Verfolgung, Band 2, S. 18. Der Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, Fritz Todt, hatte noch 1939 ausdrücklich betont, Hinzert und die Westlager „dürfen aber keine Konzentrationslager sein oder denen ähneln.“ Vgl. Niederschrift von Hermann Pister vom 2.7.1945, zitiert nach Bucher, SS-Sonderlager Hinzert, S. 414, Anm. 11.
  • 74: Weiter-Matysiak, SS-Sonderlager/KZ Hinzert im Hunsrück (2002), S. 166. [Hervorhebungen im Original.]
  • 75: Vgl. Weiter-Matysiak, SS-Sonderlager/KZ Hinzert (2000), S. 121; Klopp, Hinzert, S. 17; Waringo, SS-Sonderlager Hinzert, S. 77; Schneider, Waffen-SS, S. 227, 231, 236.
  • 76: Vgl. Klopp, Hinzert, S. 17. Ob darüber hinaus noch andere Opfergruppen beziehungsweise Lagerinsassen einer anderen Häftlingskategorie unter den Verhören und der Folter des Vernehmungskommandos leiden mussten, lässt sich nach derzeitigem Kenntnisstand nicht belegen.
  • 77: Vgl. Engel/Hohengarten, Hinzert, S. 341.
  • 78: Vgl. AnLux, CdG-087, Bl. 2. Albert Schmidt und Sebastian Ranner arbeiteten in der Nachkriegszeit trotz ihrer Beteiligung an nationalsozialistischen Verbrechen für den BND, vgl. Nowack, Sicherheitsrisiko, S. 26-29, 316-317, 471, 475.
  • 79: Vgl. BArch AllProz 21/189, Bl. 89; BArch AllProz 21/201, Bl. 9; Zuche, Absondern, S. 111; Engel/Hohengarten, Hinzert, S. 48.
  • 80: Vgl. Engel/Hohengarten, Hinzert, S. 341; Gerstlauer, SS-Sonderlager Hinzert, S. 49, 132; Schneider, Waffen-SS, S. 231.
  • 81: Vgl. Weiter-Matysiak, SS-Sonderlager/KZ Hinzert im Hunsrück (2000), S. 125.
  • 82: Vgl. Weiter-Matysiak, SS-Sonderlager/KZ Hinzert im Hunsrück (2002), S. 169.
  • 83: Vgl. Christoffel, Weg durch die Nacht, S. 221-223.
  • 84: Vgl. Engel/Hohengarten, Hinzert, S. 341.
  • 85: Vgl. Schneider, Kommandant, S. 201; Schneider, Waffen-SS, S. 232, 253.
  • 86: Waringo, SS-Sonderlager Hinzert, S. 77.
  • 87: Vgl. Gerstlauer, SS-Sonderlager Hinzert, S. 132
  • 88: Vgl. AnLux, CdG-079, Bl. 66.
  • 89: Vgl. Pauly, Geschichte Luxemburgs, S. 101.
  • 90: Vgl. BArch AllProz 21/342, Bl. 85; Welter, Zwangsarbeiter, S. 58-59; Schneider, Waffen-SS, S. 130, 256; Gellately, Hingeschaut und weggesehen, S. 254; Lotfi, KZ der Gestapo, S. 69; Lotfi, SS-Sonderlage, S. 226; Mallmann/Paul, Herrschaft und Alltag, S. 315, 360; Schneider, Waffen-SS, S. 256.
  • 91: Vgl. AnLux, CdG-061, S. 580; Engel/Hohengarten, Hinzert, S. 259; Schneider zufolge besaß die Gestapo nur zwei Räume, vgl. Schneider, Waffen-SS, S. 259.
  • 92: Vgl. AnLux, CdG-061, S. 674; Engel/Hohengarten, Hinzert, S. 341.
  • 93: Vgl. Schneider, Waffen-SS, S. 259.
  • 94: Vgl. Christoffel, Weg durch die Nacht, S. 223.
  • 95: Vgl. BArch AllProz 21/201, Bl. 56, 214.
  • 96: Vgl. BArch AllProz 21/201, Bl. 67.
  • 97: Vgl. Luxemburger Wort vom 6.1.1950, in: BArch AllProz 21/278; BArch AllProz 21/201, Bl. 59; Christoffel, Weg durch die Nacht, S. 223.
  • 98: Der Zeuge Camille Scholtes gab zu Protokoll, etwa 50 Mal verhört und mindestens 30 Mal mit dem Ochsenziemer misshandelt worden zu sein, vgl. BArch AllProz 21/201, Bl. 52-53.
  • 99: Stumper, Gestapo-Terror, S. 20.
  • 100: Vgl. AnLux, CdG-079, Bl. 18; BArch AllProz 21/201, Bl. 21, 35, 39, 146; BArch Allproz 21/202, Bl. 299; BArch AllProz 21/342, Bl. 69; Schneider, In den Fängen der Gestapo, S. 30; Stumper, Gestapo-Terror, S. 21; Schneider, Waffen-SS, S. 259; Engel/Hohengarten, Hinzert, S. 253, 259, 341-342.
  • 101: Weber, Geschichte Luxemburgs, S. 94. [Orthographie wie im Original].
  • 102: Vgl. AnLux, CdG-079, Bl. 5; AnLux, CdG-087, Bl. 2.
  • 103: Vgl. Stumper, Gestapo-Terror, S. 21.
  • 104: Vgl. Zenner, Hinzert, S. 129; Barbel, Student, S. 43.
  • 105: Vgl. BArch AllProz 21/201, Bl. 38.
  • 106: Vgl. Aussage Erny Gillen in: Heiderscheid, Nie wieder, S. 12.
  • 107: Vgl. Grotum, Die Gestapo Trier, S. 11.
  • 108: Vgl. Schneider, Waffen-SS, S. 259.
  • 109: Vgl. BArch AllProz 21/201, Bl. 11; AnLux, CdG-079, Bl. 68-69, 87; AnLux, CdG-061, Bl. 677.
  • 110: Vgl. BArch AllProz 21/201, Bl. 20, 37, 48; AnLux, CdG-079, Bl. 5, 9; AnLux, CdG-061, Bl. 555, 630; Barbel, Student, S. 41; Schneider, Waffen-SS, S. 84; Engel/Hohengarten, Hinzert, S. 414; Bucher, SS-Sonderlager Hinzert bei Trier, S. 426; Christoffel, Weg durch die Nacht, S. 236; Engel/Hohengarten, Hinzert, S. 161; Zenner, Hinzert, S. 132; Landeszentrale für politische Bildung, Verfolgung, Band 2, S. 78; Bader, SS-Sonderlager/KZ Hinzert, S. 261-262.
  • 111: Vgl. AnLux, CdG-061, Bl. 656; BArch AllProz 21/201, Bl. 25, 39; Schneider, Waffen-SS, S. 259.
  • 112: Aussage des Zeugen Jean Pierre Cloos in: BArch AllProz 21/201, Bl. 25.
  • 113: Aussage des Zeugen Auguste Schoettert, in: AnLux, CdG-079, Bl. 88 [Orthographie und Hervorhebung wie im Original].
  • 114: Vgl. AnLux, CdG-079, S. 5.
  • 115: Vgl. BArch AllProz 21/201, Bl. 57, 131, 171.
  • 116: Vgl. BArch AllProz 21/201, Bl. 21, 35.
  • 117: Vgl. AnLux, CdG-088, Bl. 10; BArch AllProz 21/201, Bl. 47; BArch AllProz 21/281, Bl. 254; Schneider, Waffen-SS, S. 259; Gerstlauer, SS-Sonderlager Hinzert, S. 101.
  • 118: Vgl. AnLux, CdG-088, Bl. 6; BArch AllProz 21/344, Bl. 34, 56; Schneider, Waffen-SS, S. 259.
  • 119: Vgl. Heinen, Zeugnisse, S. 96.
  • 120: Vgl. AnLux, CdG-061, Bl. 575-580; Engel/Hohengarten, Hinzert, S. 160, 341.
  • 121: Vgl. Barbel, Student, S. 41.
  • 122: Vgl. Luxemburger Wort vom 6.1.1950, in: BArch AllProz 21/278; Schneider, Waffen-SS, S. 259; Christoffel, Weg durch die Nacht, S. 236.
  • 123: Vgl. Engel/Hohengarten, Hinzert, S. 342.
  • 124: Vgl. BArch AllProz 21/189, Bl. 15; Engel/Hohengarten, Hinzert, S. 46, 341.
  • 125: Vgl. BArch AllProz 21/344, Bl. 89.
  • 126: Vgl. Mallmann/Paul, Herrschaft und Alltag, S. 236.
  • 127: Vgl. AnLux, CdG-061, Bl. 703; AnLux, CdG-079, Bl. 17.
  • 128: AnLux, CdG-079, Bl. 64-65 [Orthographie und Hervorhebung wie im Original].
  • 129: Vgl. BArch AllProz 21/201, Bl. 53, 128; AnLux, CdG-079, Bl. 102; Die Verhaftung der Eheleute Kipgen-Meiers aus Michelbouch, S. 21.
  • 130: Vgl. Bader, SS-Sonderlager/KZ Hinzert, S. 263; Bader/Welter, SS-Sonderlager/KZ Hinzert, S. 24-25; Engel/Hohengarten, Hinzert, S. 83-85; Zuche, Absondern, S. 107-108; Schneider, Waffen-SS, S. 162-164
  • 131: Vgl. Jacobsen, Kommissarbefehl.
  • 132: Vgl. Landeszentrale für politische Bildung, Verfolgung, Band 2, S. 20; Bader, SS-Sonderlager/KZ Hinzert, S. 263.
  • 133: Vgl. Otto, Wehrmacht, S. 46.
  • 134: Vgl. Otto, Sowjetische Kriegsgefangene, S. 31.
  • 135: Vgl. Landeszentrale für politische Bildung, Verfolgung, Band 2, S. 20, 86; Engel/Hohengarten, Hinzert, S. 83-84.
  • 136: Vgl. Dostert, Besatzungspolitik, S. 389; Dostert, Luxemburg, S. 175-176, 198-199; Wallerang, Luxemburg, S. 111-112; Landeszentrale für politische Bildung, Verfolgung, Band 2, S. 20, 90; Bader/Welter, SS-Sonderlager/KZ Hinzert, S. 25; Bader, SS-Sonderlager/KZ Hinzert, S. 264; Engel/Hohengarten, Hinzert, S. 168-187; Klopp, Hinzert, S. 12-22.
  • 137: Vgl. BArch AllProz 21/189, Bl. 21, 60; BArch AllProz 21/358, Bl. 36-39; Klopp, Hinzert, S. 39-42; Landeszentrale für politische Bildung, Verfolgung, Band 2, S. 20; Bader/Welter, SS-Sonderlager/KZ Hinzert, S. 25; Bader, SS-Sonderlager/KZ Hinzert, S. 264; Engel/Hohengarten, Hinzert, S. 170; Barbel, Student, S. 80.
  • 138: Vgl. BArch AllProz 21/358, Bl. 44; Landeszentrale für politische Bildung, Verfolgung, Band 2, S. 90.
  • 139: Vgl. Landeszentrale für politische Bildung, Verfolgung, Band 2, S. 90; Heiderscheid, Nie wieder, S. 33-34; Christoffel, Weg durch die Nacht, S. 242; Landeszentrale für politische Bildung, Verfolgung, Band 2, S. 20; Zuche, Absondern, S. 108; Pütz, Angehörige, S. 64.
  • 140: Vgl. Pütz, Angehörige, S. 66; Heiderscheid, Nie wieder, S. 34; Engel/Hohengarten, Hinzert, S. 179; Pauly, Geschichte Luxemburgs, S. 98; Weber, Geschichte Luxemburgs, S. 69.
  • 141: Vgl. BArch AllProz 21/189, Bl. 21; BArch AllProz 21/344, Bl. 81; Pütz, Angehörige, S. 66.
  • 142: BArch AllProz 21/189, Bl. 87 [Orthographie wie im Original].
  • 143: Vgl. BArch AllProz 21/344, Bl. 84.
  • 144: Vgl. Steinmetz, Verteidigungsstrategie, S. 288-291.
  • 145: Vgl. BArch AllProz 21/282, Bl. 314-315.
  • 146: Vgl. AnLux, CdG-040, Bl. 318; AnLux, CdG-094, Bl. 2; AnLux, CdG-079, Bl. 65, 75; BArch AllProz 21/282, Bl. 314; Heiderscheid, Nie wieder, S. 41, 46-48; Pütz, Anklageverfahren, S. 198; Landeszentrale für politische Bildung, Verfolgung, Band 2, S. 21, 94-97; Christoffel, Weg durch die Nacht, S. 245; Klopp, Hinzert, S. 21-22.
  • 147: Vgl. Engel/Hohengarten, Hinzert, S. 244, 258.
  • 148: Vgl. AnLux, CdG-079, Bl. 5, 9, 22, 64, 66, 73-74, 79; Engel/Hohengarten, Hinzert, S. 244-245, 341.
  • 149: Vgl. BArch B 162/20534, Bl. 41; NS-Dokuzentrum 28/503, Bl. 29; Schneider, Waffen-SS, S. 66, 249; Pütz, Anklageverfahren, S. 64-65.
  • 150: Vgl. Weiter-Matysiak, SS-Sonderlager/KZ Hinzert im Hunsrück (2000), S. 125; Schneider, Waffen-SS, S. 184.
  • 151: Vgl. Christoffel, Weg durch die Nacht, S. 237; Schneider, Kommandant, S. 184; Schneider, Waffen-SS, S. 285
  • 152: Vgl. Schneider, Waffen-SS, S. 233.
  • 153: Vgl. BArch AllProz 21/342, Bl. 73.
  • 154: Vgl. Schneider, Waffen-SS, S. 43, 219, 223; Gerstlauer, SS-Sonderlager Hinzert, S. 129; Bader/Welter, SS-Sonderlager/KZ Hinzert, S. 18.
  • 155: Vgl. Paul, Gerhard/Mallmann, Klaus-Michael, Einleitung, in: Paul/Mallmann, Gestapo im Zweiten Weltkrieg, S. 1; Pütz, Angehörige, S. 141; Faust/Rusinek/Dietz, Lageberichte, Band 1, S. 1.
  • 156: Vgl. BArch AllProz 21/342, Bl. 130.
Zitationshinweis

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Klasen, Katharina, „Bei starken Persönlichkeiten wurden eben stärkere Register gezogen“ – Die Verbrechen der Geheimen Staatspolizei im SS-Sonderlager/KZ Hinzert, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: http://rheinische-geschichte.lvr.de/Epochen-und-Themen/Themen/bei-starken-persoenlichkeiten-wurden-eben-staerkere-register-gezogen-%25E2%2580%2593-die-verbrechen-der-geheimen-staatspolizei-im-ss-sonderlagerkz-hinzert/DE-2086/lido/5f8d926a3e7092.13526661 (abgerufen am 15.06.2021)